5 Kommentare zu “Kelsterbach – Rüsselsheim: Trennung Fernbahn & S-Bahn

  1. Ein 3gleisiger Ausbau ab Kelsterbach (nicht nur bis Opelwerk sondern wenn ich nicht falsch liege sogar noch weiter bis Gustavsburg) ist/war sowieso schon offiziell vorgesehen, weiß nur grad nicht mehr Teil welchen Projektes das ist. Aufgrund der langen Abschnitte wo nur drei Gleise möglich sind, wäre es aber wohl besser zwecks flexilbler Nutzung diese nicht im Linien- sondern im Richtungsbetrieb befahren zu lassen. Was auf jeden Fall unerlässlich ist (und auch vom RMV offiziell bereits vorgesehen, nur die konkrete Umsetzung der einzelnen Stationen ist noch offen), ist eine Erhöhung ausnahmslos aller S-Bahnsteige auf 96cm. Das fehlt bei dir auf jeden Fall in Rüsselsheim. Wird nicht ganz trivial, aber eine Möglichkeit könnte sein den Mittelbahnsteig um ein paar Meter zu verlängern und dann S- und Regionalzüge in unterschiedlichen Abschnitten mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen halten zu lassen. Reicht ja grundsätzlich aus wenn nur ein einziges Gleis aus beiden Richtungen für die wenigen Güterzüge mit Lademaßüberschreitung zugänglich ist die nicht an den 96er-Kanten entlang fahren können.

    1. Ich danke dir für deinen Kommentar und erstmal, du hast vollkommen Recht, ich habe mal bei Rüsselsheim ein bisschen was am Bahnsteig umgestaltet.

      Allerdings denke ich mit einer Viergleisigkeit, die stellenweise auf drei Gleise reduziert wird, die zusätzlichen Gleise aber der S-Bahn vorbehalten sind, ist der Verkehr immernoch zuverlässiger abzuwickeln als bei einem mittleren, dritten Gleis mit flexibler Richtungsnutzung. Schließlich ist das viele Halten der S-Bahn das, was die Kapazitäten zum größten Teil zerschießt.

  2. Abzweig Mönchhof:
    Um den SFS-Abzweig nicht zu beeinträchtigen wird die S-Bahn die den Abzweig unterqueren müssen. Dies ist zwar verhältnismäßig teuer, aber die beste Lösung die man bekommen wird. Die eigentliche Schwachstelle sehe ich allerdings bei der Unterquerung der A3 + SFS. Es ist zwar genug Platz vorhanden, doch mehr als 110-120 km/h sind beim Schwenk wahrscheinlich nicht möglich. So sehr mein Vorschlag auch die Kapazität drastisch erhöht: Hier wird es womöglich nicht mehr ganz so einfach sein, Verspätung wieder rauszufahren.

    Ich halte es so oder so für unwahrscheinlich, dass hier die existierenden Autobahnbrücken genutzt werden können (oder wurden diese extra so gebaut, dass hier noch zwei Gleise hin passen ohne den daneben liegenden Weg zu verlieren?). Daher kann man hier wahrscheinlich besser einen großzügigeren Schwenk machen, der schon unter der Autobahn nicht mehr direkt neben der existierenden Strecke liegt, dann hast du das Problem mit den Kurvenradien nicht.

    Das ist nicht schön, doch noch ein Kreuzungsbauwerk wäre weder platztechnisch umsetzbar (aufgrund B43 Straßenbrücke), noch lukrativ. Demnach wird man hier nicht drum rum kommen.

    Das Platzproblem hat man hinter der Straßenbrücke nicht mehr, wenn man sich aber mal anschaut auf welchen Gleisen heute so gefahren wird hast du natürlich Recht. Man müsste hier bis nach Bischofsheim ausbauen, das halte ich nicht für ganz unmöglich da man hier genug Platz in Bahnbesitz hat und außer dem Überwerfungsbauwerk selbst keine Ingenieurbauwerke braucht, aber erstmal wird es auch ohne reichen.

    1. Ich danke dir für die Anmerkungen – habe mal eine zweite Variante zum Abzweig Mönchhof eingezeichnet.

      Für die Einfädelung hinter Rüsselsheim glaube ich, dass ein Unterwerfungsbauwerk bzw. zwei Tunnelrampen sich hier noch am ehesten platztechnisch einfügen würde. Aber du hast Recht, bis nach Bischofsheim wäre wahrscheinlich dann am sinnvollsten. Das würde aber den Rahmen des Beitrags sprengen, also werde ich das nicht noch zusätzlich einfügen 🙂

  3. Ich halte die offizielle Variante (dreigleisiger Richtungbetrieb Bischofsheim – Mönchhof; Mönchhof kreuzungsfrei) für Zielführender. Mit dem Linienbetrieb erzeugst du, wie du selber sagst am Opelwerk unnötig Kreuzungskonflikte; zudem wäre die komplizierte Einfädelung in die Flughafenschleife bei einem Richtungsbetrieb nicht nötig. Natürlich könnte (m.E. sollte) man trotzdem stellenweise noch ein 4. Gleis ergänzen. Mönchhof höhenfrei auszubauen halte ich ohnehin für sinnvoll.

     

    Ein Ausbau bis (mindestens) Bischofsheim m.E. schon Pflicht. Mit einem Ausbau nur bis Rüsselsheim schränkt man sich beim künftigen Linienkonzept schon arg ein; abgesehen von weiteren S-Bahnen bis Opel wären wohl kaum bedeutende Taktverdichtungen möglich. Selbst ein Beibehalt der aktuellen Situation wäre ohne Entflechtung am Opelwerk nicht unproblematisch (ich halte die vorgesehene Streichung der S9 eh für Murks, aber das ist ein anderes Thema).

    Wesentlicher Engpass bleibt natürlich der Flughafentunnel. Sollten weitere Kapazitäten bis Bischofsheim bereitgestellt werden fände ich es aber garnicht abwegig, bspw. einzelne Regionalzüge aus Mainz an den Flughafen vorbei nach Frankfurt zu schicken. Oder mehr in den Fernbahnhof. Muss jetzt auch nicht. Ich meine nur, dass man mit einem weiteren Gleis ab Bischofsheim bis Mönchhof/Raunhein durch schon vieles anstellen könnte.

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