13 Kommentare zu “Kassel: Verlängerung Regiotram Harleshausen

  1. Weichen mit straßenbahntypisch engem Radius werden dort vermutlich kaum eingebaut werden dürfen, da erst hinter diesen Weichen der Wechsel von EBO auf BOStrab liegen könnte. Bis dort müsste also nach EBO gebaut werden, was Radien von mindestens 180 m erfordert. Der Wechsel zum BOStrab-Bereich müsste also möglichst früh erfolgen, doch könnte er erst hinter der Kreuzung mit dem Gegengleis liegen, weil man sonst eine Kreuzung von Eisenbahn und Straßenbahn hätte, was ja auch nicht zulässig wäre. Die Abzweigung wird so also nicht aussehen können.

    1. Ja, das habe ich auch schon befürchtet, dass das nach aktuellem Regelwerk nicht zulässig ist. Hätte mir das so vorgestellt, dass die Weichen abzweigend nur stellbar sind, wenn ein nach BOStrab zugelassenes Fahrzeug sich unmittelbar davor befindet. Aber wird wohl schwierig das durchzusetzen, daher hab ich nochmal eine Alternative hinzugefügt, wofür dann aber leider ein paar Schrebergärten entfallen müssten.

  2. Für mich krankt diese Idee etwas daran, dass eine Straßenbahnstrecke, die von der vorhandenen Trasse der Linie 8 abzweigt, nur wenige hundert Meter länger wäre. Erfahrungsgemäß beläuft sich der Kilometer Straßenbahn auf ca. 10 Millionen Euro – um einen einstelligen Millionenbetrag zu sparen, würde man sich hier also eine teure und komplizierte Zweisystemlösung ans Bein binden.

    Möglich, dass man sogar für die Erstbeschaffung der erforderlichen Zweisystemtriebwagen die Summe in die Hand nehmen muss, die man durch die verkürzte Strecke gespart hat.

    Ich glaube, dieser Fall wäre ein denkbar schlechter Anwendungsfall für Zweisystemstadtbahnen.

    1. Ja, dadurch das die Strecke jetzt noch ein bisschen nach Süden gewandert ist, wäre es tatsächlich nicht mehr allzuweit, diese stattdessen an die Tram 8 anzubinden. Gebe ich dir Recht.

      Der Nachteil wäre dann, dass die Fahrzeit vermutlich deutlich länger wäre. Und auch die Teil-Eingleisigkeit der Linie 8 könnte dann ein wenig problematisch werden, zumal diese sich wegen der engen Bebauung kaum beheben lässt.

      1. Er hat vollkommen recht. Für die grobe Erschließung der westlichen Gebiete hat man die Harleshäuser Kurve gebaut. Eine zusätzliche Straßenbahn wie hier dargestellt, könnte die innerstädtischen Verkehre noch mehr ausschöpfen. Aber so eine Zweisystembahn wäre extreme Geldverschwendung.

        Die äußerst kurze Eingleisigkeit in der Zentgrafenstraße vor dem Abzweig könnte man schon beseitigen. Die Fahrtzeit wäre noch ok (ca. 20min Innenstadt bis Harleshausen Mitte).

        1. Ich kann dem auch zum Großteil zustimmen. Nur muss man dann halt mit den von mir genannten Nachteilen (mehr als doppelte Fahrzeit, betrieblich störende oder baulich aufwendig zu beseitigende Eingleisigkeit) leben.

          1. Das sind keine wirklichen Nachteile! Die Fahrzeit ist auch nicht doppelt so hoch (16min RT/20min Tram Friedrichsplatz-Harleshausen Mitte). Die Zweigleisigkeit auf 200m ist ungefähr eine Million mal baulich einfacher als dein Vorschlag zu realisieren.

            1. Naja, ich habe gerechnet die RT brauch vom Hbf bis nach Kirchditmold 3 min, vom Scheidemannplatz 7 min.  Die Tram braucht bis nach Kirchditmold Kirche 14 min. Von dort aus benötigen beide vllt. nochmal 5 min bis zur Wolfhagener Straße in Harleshausen.

              Und mit Sicherheit ist es keine Million mal einfacher, die Strecke dürfte in etwa gleich aufwendig und teuer sein. Aber der Betrieb und Anschaffung ist mit RT-Fahrzeugen wohl tatsächlich deutlich teurer, das gebe ich schon zu.

    2. Naja, prinzipiell würde ich dir Recht geben, wenn nicht in Kassel ohnehin alle Straßenbahnen EBO-tauglich wären – Die fahren ja schließlich auch nach Hessisch Lichtenau und Baunatal auf richtigen Eisenabhnstrecken. Einziges Problem wäre das Stromsystem, wobei sich dabei die Frage eröffnet, ob man nicht auch die Harleshäuser Kurve auf das Stromsystem der Lossetalbahn umrüsten könnte.

      1. Also im Moment fahren auf der Harleshäuser Kurve ab und zu durchaus nochmal ein paar „Voll-EBO-Züge“ wenn auch im Personenverkehr nur im Falle von Umleitungen, die müsste dann entfallen… Aber auf jeden Fall eine Überlegung wert!

      2. Diese Fahrzeuge haben ein Zugsicherungssystem verbaut und entsprechen möglicherweise noch anderen Crashnormen als normale Straßenbahnen. Aber sie sind Einsystemzüge, ausgelegt nur für ein Stromsystem.

        Die für den Bahnstrom erforderlichen Trafos und sonstigen elektrischen Anlagen machen die Zweisystemzüge schwerer, komplizierter und teurer.

        Selbst, wenn man die Strecke umwidmen würde (was ich seltsam fände, denn es brächte eine erhebliche Flexibilitätseinbuße mit sich), würden die Umbauarbeiten an der Stromversorgung auch nicht von alleine geschehen – in jedem Fall müsste also Geld investiert werden. Und da erschiene es mir doch sinnvoller, 500 Meter mehr Straßenbahnstrecke zu bauen- Die von dir erwähnte Eingleisigkeit ist – so sie denn nicht ohnehin beseitigt werden kann – derart kurz, dass sie kaum ein besoderes Problem darstellt.

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