26 Kommentare zu “Güterumgehung Kassel

  1. Die Idee kam mir auch, als ich mir das mit der Kanonenbahn überlegt habe. Also ich bin voll dafür!

    Kurze Frage noch zur Technik und Betriebsweise: Strom oder Diesel? Von den Trams gibt’s welche, die auch Diesel können plus Straßenbahnstrom, daher müsste aber, falls Dieseltrams eingesetzt werden, auch auf dem Abschnitt Kassel Hbf – Malsfeld mit Diesel gefahren werden. Dreisystembahnen gibt’s nicht. Falls mit Strom: Welches Stromsystem? Und damit einhergehend die Frage: EBO oder BOStrab? Letztere brauch man auf jeden Fall auf dem letzten Teilstück, auf dem Abschnitt Malsfeld – Homburg Bahnhof würden damit aber andere Verkehre (z.B. Güterzüge oder der genannte IC) verhindert.

    1. Elektro, wenn dann. Ausbau zwar teurer, aber hat mehr Zukunft.

      Auf Stadtgebiet natürlich BoStrab und Gleichstrom, für das Kanonenbahnstück lass ich’s mal offen. Den IC seh ich wie gesagt so nicht kommen; wenn ich noch was anderes nach Treysa findet, soll’s aber nicht verhindert werden.

      1. Kannst du dann ja in der Beschreibung nochmal genauer definieren 😉

        Zur Reaktivierung: Gar nicht mal soooo unrealistisch. Link zum Thema. Vorteil ist halt, dass es als Hauptbahn zweigleisig und mit wenig Steigung trassiert wurde.

        Den IC sehe ich auch ein wenig unrealistisch, aber die Führung ist auf jeden Fall besser als via Alsfeld.

  2. Hatte ich mir hier schonmal überlegt, da gab es die Zweisystembahn-Symbolik noch nicht. Die Strecke ist schon ziemlich weit für diese Straßenbahn. Vielleicht wäre ein Regionalzug, der nach Treysa durchfährt, doch besser.

    1. Hoppla, ist ja fast identisch!

      Naja, nicht viel mehr als Hümme jetzt, Bad Karlshafen (den Vorschlag hatte ich gefunden) oder Warburg wären noch weiter.

      Richtung Treysa kommen nur noch ne Handvoll Dörfer, glaub ich nicht dass das reicht. Und Treysa selber liegt ja an der Main-Weser-Bahn.

      1. Die Frage, ob ein Regionalzug besser ist, ist aber durchaus berechtigt. Erstens könnte man sich dann die Elektrifizierung sparen und zweitens wäre die Verbindung für die Homburger nicht sonderlich attraktiv, wenn sie ewig nach Kassel brauchen. Und die brauchen wir zwingend in der Bahn, damit diese nicht nach einer Testphase wieder eingestellt wird…

        Oder vielleicht zusätzlich einen RE, auch wenn das vielleicht ein bisschen zu viel des guten wäre. Weiß ich auch nicht genau, was am schlauesten ist.

  3. Wenn es diesen Vorschlag schon gibt, würde ich diesen Vorschlag wieder löschen, da wir identische Vorschläge nicht brauchen. Deine Abweichungen kannst du dann dort im Kommentar anregen.

    Außerdem würde ich dich bitten beim nächsten Mal die Suche zu nutzen. Die Vorschläge haben sogar identische Titel!

    1. Die Sache Hümme nach Bad Karlshafen hatte ich (wieder-)gefunden, das hatte ich noch irgendwo im Hinterkopf dass es da was gab. Andernfalls hätt ich die auch noch gezeichnet und selber vorgeschlagen.

      Den hier nicht. Pfh, ja.. dann haut’s halt wieder raus. Wär schön wenn die Ortssuche wieder ginge, umständlich über andere Kanäle hatte ich in der Tat nicht angeleiert.

    2. Würde dann aber den Bearbeiter des anderen Vorsschlags bitten, den Vorschlag nochmal ein wenig zu überarbeiten, hinsichtlich Ausarbeitung und Wahl des Verkehrsmittels. Außerdem würde ich dann gerne meine Kommentare darunter kopieren.

  4. Ich würde dabei nach Homburg sagen: RB oder RT. Sonst wirds doch schon ein wenig viel, mit RT, RB, IC und Güter. Würde aber zur RB tendieren, die dann die ganze Strecke bis Schwalmstadt fährt. Soll aber natürlich nicht in Malsfeld anfangen, sondern in Kassel Hbf.

    Wichtige Frage: Ein oder Zwei Gleise? Falls man zusätzlich zur RB bis Homberg dann doch die RT will muss zumindest dieser Abschnitt zweigleisig sein.

  5. Das sähe für mich als EVU mit diskrimierungsfreiem Zugang zur Infrastruktur nicht sonderlich interessant aus, von Frankfurt bis Halle in so einem Zickzack, schlimmer als an der Frankfurter Börse. Marburg–Stadtallendorf–Homberg–Malsfeld–Bebra–Eichenberg–Nordhausen–Halle liegen leider nicht auf einer vernünftigen Linie.

    Im Grunde bräuchte man zur Abkürzung eine direkte Strecke von Malsfeld quer durch über Waldkappel, Eschwege, Lengenfeld nach Dingelstädt … ouh.

    Was ich aber sagen will, ist, dass Bebra auf dieser Route absolut in der falschen Richtung liegt. Eisenach–Erfurt ist von Marburg kommend ebenfalls ein Umweg und obendrein gibt es da auch noch bis zu zwei ICE pro Stunde, die ihre 200 da auch bitteschön ausfahren möchten. Zusammen mit dem Regionalverkehr ist das nun auch nicht so optimal. Übrigens: Bereits vor dem zweiten Weltkrieg hatte sich die Ordnung Güterverkehr über Halle–Hann. Münden und Personenverkehr über Halle–Bebra etabliert.

    1. Kann mich PendolinoFan nur anschließen. Zudem würde eine Reaktivierung von Malsfeld bis Eschwege schon ausreichen, dann wäre die Strecke von Eichenberg nach Treysa ungefähr gleich lang wie über Kassel.

      1. Aber dann wäre Eswege–Leinefelde immernoch ein Umweg. Da würde ich überlegen, die Bahnstrecke noch direkter über Hessisch Lichtenau nach Witzenhausen Süd zu führen. Das wäre im Personenverkehr vielleicht auch ein wenig interessanter, wobei eigentlich alle Kassel umfahrenden Verbindungen nicht sonderlich rentabel sein dürften. Jedenfalls wäre esnach Witzenhausen etwas direkter. Ich gebe aber auch zu, dass eine NBS zwischen Kanonen- und Gelstertalbahn auchnoch deutlich unrealistischer ist.

    2. Das ist so eng gar nicht zu sehen. u.U. ist es günstiger, ein paar Kilometer, auch ein paar mehr, weiter zu fahren als in jedem Bahnhof auf die Seite zu müssen und auch mal längere Zeit gar nicht weiterzukommen.
      Beispiel Bischofsheim: Da wird auch gerne mal über Kranichstein-Stockstadt-Hanau gefahren statt über Stadion-Frankfurt Süd.
      Oder, aus einem anderen Grund, Großkorbetha über Erfurt-Eisenach-Fulda-Gemünden nach Süden statt über die deutlich kürzere, aber mit Nachschieben verbundene Frankenwaldrampe; auf weiterem Wege übrigens auch Werntal-Schweinfurt-Bamberg nach Nürnberg statt über Würzburg, was nochmal ein ordentlicher Schlenker ist.
      Ich bin selber ein paar mal mit Diesel von Bremervörde nach Soltau, auch da nicht etwa über die Partisanenbahnen der OHE, sondern ganz außenrum über Buxtehude-Maschen-Uelzen.

      Will sagen, solche Umwege sind im Güterverkehr durchaus keine Seltenheit und aus verschiedenen Erwägungen gängige Praxis. Natürlich ist das was ich hier vorschlage nicht gerade Luftlinie, aber aus genannten Gründen eben nicht zwingend unattraktiv.

      Malsfeld-Eschwege kann natürlich gerne auch nochmal jemand vorschlagen. Nachfrage für nebenher laufenden Personenverkehr seh ich persönlich dort aber überhaupt nicht, das wäre dann wirklich nur güterzug.

  6. Mal eine kurze Frage: Wäre ein Wiederaufbau der Gründchenbahn mit Elektrifizierung der anschließenden Strecken nicht ähnlich sinnvoll, wenn nicht sogar sinnvoller?

    • Augenscheinlich wäre der Umweg zwischen Gießen und Bebra nicht annähernd so groß.
    • Von Niederjossa bis Bad Hersfeld könnten auch die Fernzüge von/nach Fulda die Strecke mitnutzen, mit einer entsprechenden Verbidungskurve.
    • Bis auf den Abschnitt Bad Hersfeld–Bebra würden andere Strecken sehr wenig belastet.
    1. Müsste man mal nachmessen, aber soooo groß ist der Umweg über Malsfeld auch nicht.
      Das ist definitv ein großer Vorteil. Auch wenn man dann natürlich wieder mehr Güterverkehr auf der Strecke hat und sich fragen muss, ob man das aus Lärmschutz- und Kapazitätsgründen will.
      Dieser Abschnitt ist aber aktuell schon recht stark belastet, ein dortiger Ausbau wäre dann sinnvoll.

      Hauptvorteil ist, dass es sich bei der Kanonenbahn um eine ehemals zweigleisige mit nur geringen Steigungen trassierte Strecke handelt und diese von Homburg nach Treysa sogar noch weitestgehend erhalten ist, das heißt der Aufbau ist überschaubar.

      Bezüglich der Gründchenbahn und Vogelsbergbahn sieht das ein wenig anders aus. Hersfeld – Niederaula geht wohl noch ganz gut, auch wenn hier umfangreiche Ausbauten und Elektrifizierung sowie wahrscheinlich eine neue Einfädelung in Hersfeld nötig sind. Würde im Rahmen eines Ausbaus zur ICE-Strecke aber vielleicht eh gemacht. Die Verbindung Niederjossa – Alsfeld ist jedoch schon länger stillgelegt und teilweise überbaut. Anschließend folgt noch ein recht langes Stück eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke, welche auch nicht mit höheren Geschwindigkeiten befahren werden kann.

      Außerdem ist die Strecke über Homburg für den Regionalverkehr (sei es nun RE oder RT) interessanter, da dies im Einzugsbereichs Kassels (Pendlerverkehr) liegt und mit Homburg eine nicht ganz kleine Stadt wieder an den SPNV angeschlossen werden könnte.

      Fazit: Wiederaufbau und Ausbau (je nach Umfang) sind teurer, die Kapazität jedoch deutlich geringer und bringt weniger Nutzen für anderen Verkehr.

      1. Anschließend folgt noch ein recht langes Stück eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke, welche auch nicht mit höheren Geschwindigkeiten befahren werden kann.

        Naja, 100km/h ist jetzt für Güterverkehr mit höchstens 120 km/h verkraftbar, teilweise wäre auch eine Erhöhung ohne Neutrassierung möglich. Elektrifizierung wäre natürlcih notwendig, aber auch machbar. Die Eingleisigkeit wäre mit vielen Ausweichen auch kein Problem. Da, denke ich, das meiste weiterhin über Kassel und Fulda fließen wird, braucht es keine durchgehend zweigleisige Strecke.

        Aber mit allem anderen hast du Recht. Es war ja auch nur eine spontane Idee, einen Vorschlag wollte ich nicht daraus machen.

        1. Ja, ich sage ja auch nicht unmöglich. Nur aus den o.g. Gründen hat das mehr Nach- als Vorteile. Die Geschwindigkeit ist für den Güterverkehr tatsächlich weniger relevant, für einen potentiellen RE aber schon. Und die Eingleisigkeit schränkt schon massiv ein, grade im Güterverkehr, der erstens selten nach Plan fährt und zweitens ja planmäßig gar nicht anhalten brauch, durch die Kreuzungen aber dann auf einmal einige Betriebshalte hat. Zumindest eine teilweise Zweigleisigkeit sollte gegeben sein.

  7. Es könnte aber auch einfach der Weg durch Kassel verbessert werden. Nehmen wir mal auseinander, wo denn die Probleme liegen (könnten). Um Missverständnisse zu vermeiden, nutze ich Streckennummern – die lassen sich einfach bei OpenRailwayMap nachschauen.

    • Bahnstrecken (Halle–)Eichenberg–Hann. Münden und Hann. Münden–Kassel: Da ließe sich Platz schaffen, wenn man den Güterfernverkehr in Ost-West-Richtung über Eggebahn, Sollingbahn und Südharzstrecke leiten würde. Deren Herrichtung käme ja auch dem Nahverkehr zugute, und dann wäre von Eichenberg nach Kassel wieder ordentlich Platz für Güterverkehr vom und zum Rhein-Main-Gebiet.
    • Flaschenhals Kassel-Wilhemshöhe: Hier ist eigentlich ordentlich Platz: Fernverkehrsstrecke (Schnellfahrstrecke, Nr. 1733) im Westen, Regionalverkehrsstrecke (Main-Weser-Bahn, Nr. 3900) im Osten, dazwischen eine weitere zweigleisige Strecke für den Güterverkehr (Nr. 3913) – die hat nicht einmal Bahnsteige, da kann also auch nix anderes fahren. Der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe sowie die nördlich anschließenden Anlagen dürften also auch kein Problem sein. Das kommt aber südlich davon:
    • Einfädelung des Güterverkehrs von der Güterstrecke 3913 in die Main-Weser-Bahn 3900: Das ist wahrlich das vermutlich größte Problem, weil die Einfädelung höhengleich und eingleisig geschieht. Klar, dass das für den gesamten Verkehr von Kassel in Richtung Gießen und in Richtung Bebra zu einer Menge Konflikten führt. Daher wäre hier eine kreuzungsfreie Ein- bzw. Ausfädelung nötig.

    Wäre das nicht ein sinnvollerer Weg? Eine Nahverkehrsanbindung von Homberg möchte ich damit natürlich nicht ausschließen.

    1. Bei der Elektrifizierung der Strecke Altenbeken – Nordhausen bin ich voll dafür – insbesondere als Alternative für die im BVWP vorgesehene Kasseler Kurve. Die Strecke Halle – Kassel ist zwar nicht so sehr überlastet, aber finde es allgemein ein unsinniges Vorgehen den Verkehr auf immer weniger Magistralen zu konzentrieren, die dann auf einem ausgebaut werden müssen, wenn nebenan teilweise stillgelegte, teilweise nicht ausgebaute Strecken im Dornröschenschlaf schlummern.

      Die kreuzungsfreie Einfädelung hilft sicher und ich finde die Idee auch nicht schlecht. Ein bisschen eng bleibt es aber weiterhin zwischen Wilhelmshöhe und Guntershausen. Und die höhenfreie Einfädelung ist auch nicht ganz günstig zu haben. Insbesondere ist das baulich ein wenig schwierig weil es dort sehr eng ist und dementsprechend die Kreuzung nur in sehr flachem Winkel gebaut kann – bei laufendem Betrieb. Dass das kompliziert werden kann, hat Rastatt gezeigt.

    2. Hallo Thorben,
      deine Ostwestbahn find ich durchaus interessant, wie ich dort schon kommentiert hatte. Müsste halt auch erstmal (aus-)gebaut werden…

      Ich vermute noch nen Flaschenhals in dem ganzen auf Kassel zulaufenden Regionalverkehr. Die Frankfurter haben wir ja schon die ganze Zeit um uns rum, in Wabern kommt der Bad Wildunger dazu, ab Guntershausen mit der RT und dem Cantus aus Melsungen schon ordentlich dicke. Weiß jetzt nicht ob ich noch was vergessen hab, jedenfalls wird der ganze Traffic mittels Kanonenbahn umgangen, und darum ging’s mir.

  8. Um den hier auch mal wieder auszugraben: Justament gestern hätt ich die Spange echt gut brauchen können: Irgendwo im Kinzigtal was gesperrt, also Fahrplan von Mannheim über Frankfurt, Treysa, Kassel (schön bis hoch in den Rbf und Kopfmachen), Bebra rüber nach Erfurt. Man schaue sich das mal auf der Karte an…

    Die Abkürzung hier hätt mir locker anderthalb Stunden erspart.

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