Beschreibung des Vorschlags
Hahnwald ist das Kölner Villenviertel. Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Kirchen, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sucht man hier vergebens, diese befinden sich in den benachbarten Veedeln Rodenkirchen und Rondorf. Dafür haben in Hahnwald viele berühme Sportler und Musiker ihren Wohnsitz. Weil diese alle über Luxusautos verfügen, mit denen sie ihre Kinder zur Schule bringen, einkaufen, zur Arbeit oder zu Freizeitaktivitäten fahren, ist die ÖPNV-Nachfrage entsprechend gering. Deshalb gibt es dort derzeit nur eine Haltestelle, die jedoch ausschließlich den südlichen Teil und damit nur ca. 1/3 des Veedels abdeckt und überwiegend von Personal und einer Handvoll Schülern benutzt wird.
Dabei gibt es aber auch viele junge Menschen, die trotz Luxus, Glanz und Glora umweltbewusst in Kölns sicherstem Stadtteil leben und mit gutem Vorbild vorantreten möchten. Hier tritt nun der Teufelskreis ein. Da natürlich nur die eine Bushaltestelle vorhanden ist, sind die Menschen wieder gezwungen, ihr Auto zu nehmen, das aber gerade auf der Kurzstrecke sehr viel CO₂ und Feinstaub erzeugt. (Elektroautos produzieren genauso viel Feinstaub, daher keine Option.) Deshalb muss erst die Infrastruktur da sein, damit sich die entsprechende Nachfrage einstellen kann. Natürlich will niemand einen lauten und stinkenden Bus in diesem Nobelviertel haben.
Daher schlage ich eine autonome Elektrobuslinie (Kleinbus) vor, die Rodenkirchen, Hahnwald, Rondorf und Hürth-Kalscheuren miteinander verbindet. Die Linie soll selbst prestigeträchtig vermarket werden, sprich: Die Anwohner sollen ein gutes Gefühl dabei haben, bequem und ohne schlechtes Gewissen zu den Nahversorgungszentren in Rondorf und Rodenkirchen bzw. zum Rodenkirchener Bahnhof sowie zum Bahnhof Hürth-Kalscheuren transportiert zu werden, ohne auf Luxus verzichten zu müssen. Der charmante Elektrobus muss zu einem Lifestyleobjekt werden, mit dem sich die junge Generation dort identifizieren kann, damit ein Wandel vollzogen werden kann. Wenn nun die Idole auf den ÖPNV zurückgreifen und das öffentlichkeitswirksam in sozialen Netzwerken verbreiten, werden auch wieder deren Follower angesprochen, sodass die Wirkung dieser Buslinie auch andere Menschen zu einem Wandel in ihrem Umweltbewusstsein bewegen kann.

Gute Idee, nur leider wollen die Anwohner aus dem Hahnwald kein ÖPNV nutzen, das geht aus dem Nahverkehrsplan der Stadt Köln hervor. Die Anwohner fahr lieber mit dem PKW. Aufgrund des geringen ÖPNV-Potenzials ist eine Angebotsausweitung wirtschaftlich nicht vertretbar, seitens der Stadt Köln.
Auf der Linie 135 werden die Schülerfahrten im Bereich Hahnwald aufgrund der äußerst geringen Nachfrage eingestellt. Stadt Köln, 09.12.2012 (NVP S.65)
Mit Inbetriebnahme der Nord-Süd Stadtbahn werden sich die Reisezeiten aufgrund der Optimierung der Umsteigeverbindung der Linie 135 / Linie 16 reduzieren. Außerdem besteht ein nur sehr geringes ÖPNV-Potenzial für den Hahnwald. – Kein Handlungsbedarf Fahrplan 2012, Stadt Köln (NVP S.111)
Ich persönlich denke ja das es eine gute Idee ist, das Viertel besser anzubinden. Das sieht mir nicht gerade nach attraktiven bestehenden Verbindungen aus. Die Idee finde ich im Allgemeinen ziemlich stark vor allem da das ja auch zu einem Imagewandel, gerade bei so geringer Distanz führen kann. Für geringere Emmissionen wäre es auch wichtig. Es sind so Details die den ÖPNV attraktiv machen. Positiv: Für junge Menschen ohne Auto wird es um einiges leichter sich fort zu bewegen. Außerdem können die prominenten Nutzer dann ein Vorbild sein, wenn man beim Bus etwa auf Ladestationen Sauberkeit, Bequemheit der Sitze und Wlan achtet. Nicht zuletzt gibt es bestimmt auch Arbeitspersonal in den Villen, das für eine bessere Anbindung sehr dankbar wäre.
Einziger Kritikpunkt und für mich unverständlich: Wieso erfolgt die Verknüpfung mit dem Viertel ausschließlich über die Bonner Straße?
Sonst guter Vorschlag
Die Stadteile Michaelshoven, Godorf und Immendorf sind bereits über die Linie 135 angebunden. An der Haltestelle Hahnwald besteht Umsteigemöglichkeit, falls jemand aus dem Norden (Haltestelle Osterriethweg) in diese Richtung möchte und den Fußweg (ca. 1 km) nicht zurücklegen kann, z. B. weil mobilitätseingeschränkt.
@leonderkonig, weißt du, ob der Feldweg Judenstraße / Schillingsrotter Straße befahrbar ist? Ggf. könnte man dort alternativ drüberfahren.
Ein mit Steuergeldern finanzierter Luxusbus, nur damit die Reichen ihr Image aufpolieren können? Kommt mir bekannt vor.
Ich habe die Linie angepasst, dass nun auch Hürth-Kalscheuren bedient wird und kein Ringverkehr mehr in Hahnwald gefahren wird. Dafür braucht man für eine Taktung von 30 Minuten jetzt zwei Kleinbusse.
Den neuen Verlauf finde ich um einiges besser. Ja nach Berechnung 2 Busse aber würde noch 1 bis 2 auf Reserve dazukaufen, falls er in die Reperatur muss. Es würde sich wahrscheinlich lohnen die Reservebusse in der Zeit aufzuladen, in der die anderen fahren. Man bräuchte eine Ladestation für die Busse, die bestenfalls mit Ökostrom lädt.
Leider kenne mich ich in Köln nicht besonders gut aus und kann dir betreffend der Straße keine genaue Auskunft geben. Ich komme aus der Umgebung von Kassel.