Neuen Namen setzen
Beschreibung des Vorschlags
Dies soll den bisherigen Donau-Isar-Express von München nach Passau ersetzen. Dann gehts etwas schneller von München nach Plattling und Passau, da einige Halte wegfallen. Dafür soll die aktuelle Regionalbahn München-Freising-Landshut wieder bis Plattling fahren. Den Abschnitt Plattling-Passau sollte für den Regionalverkehr dann die Agilis aus Richtung Regensburg bedienen, die aktuell nur bis Plattling fährt.

Man sollte nicht auch bei persönlicher Betroffenheit (vermute ich anhand der Beschreibung) den Blick für die Realität verlieren. Warum sollte man einen ICE München-Deggendorf fahren lassen? ICEs verbinden Metropolregionen und Großstädte im In- und Ausland. Der zweigleisige Ausbau Landshut-Plattling ist sinnvoll, aber teuer. Man kommt stündlich mit Umstieg in Plattling von Deggendorf nach München (1:50h für 150km sind nicht schlecht). Mit dem Auto wäre man bei guter Verkehrslage vielleicht maximal 15-20min schneller.
Ich halte hier einen IC2 Passau-München für angebrachter. Vilshofen und Passau haben doppelt so viele Einwohner wie Deggendorf und Deggendorf liegt außerdem sehr nah an Plattling. Die Fahrtzeit München-Passau könnte man auf unter 2 Stunden drücken. Ein IC2 Regensburg-München ist sogar von der DB geplant.
Zu den Halten: Man könnte den Münchener Flughafen mit einer kurzen Neubaustrecke (wie hier dargestellt) anbinden. Ich fände sonst Halte in Landau(Isar), Moosburg und Freising (wenn nicht über Flughafen) sinnvoll.
Hallo Jonas Borg, danke erstmal für die Infos. Ich glaube auch ein IC wäre doch besser und werde das noch ändern. Ich dachte zuerst, die Strecke diene auch der Verbindung München-Wien. Ich habe das nochmal genauer nachgeschaut, und das ist aber doch kaum der Fall, weil das über Salzburg schneller geht. Ein schnellerer Zug von München zum Zentrum Niederbayerns muss aber auf jeden Fall her, allein schon um Pendeln einfacher zu machen, was sehr wichtig wäre.
Würde denn ein IC mit diesen Halten nicht spürbar viel Zeit verlieren? Dieser Zugtyp fährt doch schneller als ein Regionalexpress. Wenn man das so macht, könnte man sich den jetztigen Donau-Isar-Express dann fast sparen, weil der auch auf der Strecke München-Passau verkehrt und dann nur noch 3 zusätzliche Halte hätte. Dann müsste man sich für den Regionalverkehr für diese Strecke irgendwas anderes überlegen.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob Passau einen großen Vorteil davon hätte. Von Plattling nach Passau verkehrt eh ein ICE und man könnte den IC so fahren lassen, das die Umsteigezeit in Plattling dann optimal wäre. Die ICEs zwischen Plattling und Passau fahren zwar nur im Zweistundentakt und erst ab ca. 10 Uhr und nur bis ca. 20 Uhr, man könnte die aber auch häufiger fahren lassen. Oder alternativ vielleich einen IC Nürnberg-Passau im Zweistundentakt, wenn der ICE gerade nicht fährt und morgens sowie spätabends. Vielleicht geht München-Passau aber auch über die hier vorgeschlagene Route schneller.
Es handelt sich bei deinem Vorschlag um typischen Regionalverkehr zu einer Metropole, der noch nichtmal über Landesgrenzen hinweg geht. Da ist weder ein ICE, noch ein IC angebracht, sondern ein gewöhnlicher RE, elektrisch, auf zweigleisiger Strecke, mit Vmax 160 kmh/h. Dazu wären erhebliche Ausbaumaßnahmene erforderlich, die ich unterstützen würde, aber man muss doch bei den Zuggattungen auf dem Teppich bleiben. Weitere Halte in Landau, Moosburg und Freising (bzw. am Flughafen) halte ich für sinnvoll.
Auch ein IC oder ICE müsste sich an die Streckenhöchstgeschwindigkeit halten. Wie kommst du darauf, dass er schneller als ein RE wäre? Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke wäre hier wohl kaum vetretbar. Ein Wettkampf gegen das Auto wird hier natürlich schwierig, da auf ganzer Länge parallel eine Autobahn verläuft. Allerdings führt diese Autobahn nicht in die Münchner Innenstadt. Auf dem letzten Stück wird das Auto Zeit verlieren.
Wichtiger als Deggebdorf wäre natürlich das Ziel Passau. Von daher wäre es sinnvoll, diese Linie dann dorthin zu führen. Nach Deggendorf könnten günstige Anschlüsse in Plattling entstehen.
Wenn du unbedingt einen IC haben willst, solltest du überregionale Ziele suchen, etwa einen IC München – Pilsen – Prag.
Eine gute Idee. Momentan fahren mehrere Alex täglich von München über Regensburg und Pilsen nach Prag. Ich habe das mal ausgerechnet, über Plattling und Bayerisch Eisenstein ginge es ohne Umstieg und mit nur wenigen Halten mit etwas mehr als 4 Stunden etwa genau so schnell nach Pilsen wie mit dem Alex jetzt. Man könnte dann im Stundentakt ECs München-Prag fahren lassen, die dann abwechselnd über Regensburg/Schwandorf/Cham und über Plattling/Bayerisch Eisenstein fahren.
München-Wien wäre auch direkt über Linz denkbar. Salzburg liegt etwas südlich, ist aber bedeutend für die ÖBB. Der Donau-Isar-Express ist schon relativ schnell. Man hat bei der Einführung des Produkts auch einige Haltepunkte stillgelegt, deshalb sind es nicht mehr viele. Die Bahnstrecke Plattling-Deggendorf ist übrigens nicht elektrifiziert.
Der IC2 ist perfekt geeignet für Relationen wie München-Passau. Größere Städte (Freising 47.000 Einwohner, Moosburg 17.000, Landau 14.000, Vilshofen 16.000) bieten mehr Fahrgastpotenzial als die vielleicht 3-4min Zeitersparnis pro Halt. Es gibt übrigens schon IC-Paare Nürnberg-Passau in den Tagesrandlagen (z.B. morgen ab Passau 5:11 und 6:50 und ab Nürnberg 20:31 mit ca. 2:10 Fahrtzeit). Nein, die optimale Route für München-Passau wäre über Plattling.
Mit der Einführung des Donau-Isar-Express wurde nur der Bahnhof Otzing geschlossen. Die anderen ehemaligen Bahnhöfe und Haltepunkte wurden schon lange vorher geschlossen oder der Personenverkehr eingestellt.
Ich habe ja in der Beschreibung geschrieben, dass der Streckenabschnitt Plattling-Deggendorf elektrifiziert werden sollte.
Würdest du dann den Donau-Isar-Express für den IC2 ersetzen wollen? Es bräuchten ja nicht zwei Züge von München nach Passau über Plattling verkehren mit (fast) den gleichen Halten.
Wenn man das so macht, könnte man für den Regionalverkehr wieder die Regionalbahn München-Plattling einführen und Otzing sowie vielleicht noch einige weitere Halte reaktivieren. Der Abschnitt Plattling-Passau könnte für den Regionalverkehr dann an die Regionalbahn Neumarkt-Plattling von der Agilis angeschlossen werden, sodass die Agilis dann von Neumarkt bis Passau fährt. Was würdest du davon halten?
Wirklich zielführend ist dieser Vorschlag in meinen Augen nicht. Den er berücksichtigt die infrastrukturellen, fahrplanerischen und institutionellen Zwangspunkte nicht.
Infrastrukturell ist man durch die zweigleisigkeit München-Freising und die eingleisigkeit Plattling-Landshut eingeschränkt, fahrplanerisch hat man den Taktknoten in Plattling und den 20-Minuten-S-Bahn-Takt die eine Fahrlage vorgeben, und institutionell wird DB Fernverkehr keinen eigenwirtschaflichen Verkehr auf dieser Achse fahren und die BEG nicht zwei Produkte staatlich subventionieren.
Der Linie würde betrieblich ein Doppelspurabschnitt im Bereich Wörth-Dingolfing helfen. Dies würde Verspätungsübertragung vermeiden und den Anschlussknoten Plattling stabilisieren. Wirklich beschleunigen würde die Strecke nur ein viergleisiger Abschnitt bei Unterschleisheim um die S-Bahn fliegend zu überholen. Auf den anderen Abschnitten dagegen ist man in ein Ostbayerisches Anschlussnetz eingebunden (Schwandorf, Regensburg, Straubing, Neufahrn/Ndb, Landshut, Plattling, Passau, Mühldorf) dass die Kantenfahrzeiten und Zugfolgen vorgibt. Auch eine zusätzliche RB würde daran wenig ändern, da diese ja auch entweder Anschlüsse oder Streckentakte zum RE bilden würde. Dazu müssten unrealistische 30 Minuten gewonnen werden.
Grüße,
Peter Wolf