Beschreibung des Vorschlags
Die ICE-Linie 50 fährt derzeit von Dresden nach Frankfurt Hbf und dann via Frankfurt Flughafen weiter nach Wiesbaden.
Dieses Konzept hier sieht vor, dass sie auf ICE 3 (407/408) umgestellt wird (und entsprechend dadurch schneller wird), und ab Frankfurt Flughafen nicht nach Wiesbaden, sondern über Köln nach Amsterdam fährt, ergo zwischen Frankfurt Hbf und Amsterdam zur ICE-Linie 78 wird. Das passt derzeit bzgl der Fahrplanlagen natürlich so nicht und müsste im Zuge einer großen Fahrplan-Überarbeitung entsprechend zurecht gerückt werden.
Die Folge davon: Zwischen Dresden und Leipzig auf der einen Seite und Köln, Düsseldorf und Duisburg auf der anderen Seite entsteht die mit Abstand schnellste Verbindung, die es jemals gab oder geben wird.
Konkret (alle Fahrzeiten aus dem Trassenfinder):
Die hier dargestellte Route braucht mit BR 408 und 10% Puffer 4:41 von Leipzig nach Duisburg.
Ein ICE mit den gleichen Parametern mit den Halten Halle, Braunschweig (ja, ohne Magdeburg), Hannover, Bielefeld, Hamm, Dortmund, Bochum und Essen bräuchte auf die Minute exakt gleich lang, wäre im östlichen und zentralen Ruhrgebiet etwas schneller, in Düsseldorf und Köln etwas langsamer, würde aber ein komplett neues Angebot erfordern.
Ein ICE mit den gleichen Parametern mit den Halten Erfurt, Kassel, Paderborn, Hamm, Dortmund, Bochum und Essen wäre ebenfalls quasi exakt gleich schnell (3 Minuten schneller), auch dieser wäre im östlichen und zentralen Ruhrgebiet etwas schneller, in Düsseldorf und Köln etwas langsamer, würde aber ein komplett neues Angebot erfordern.
Angesichts dessen ist diese Durchbindung der mit Abstand einfachste Weg, zwischen den beiden sächsischen Metropolen und dem Rhein/Ruhr-Raum eine unschlagbar schnelle Direktverbindung herzustellen: Nach Köln/Düsseldorf unerreichbar schnell, ins westliche Ruhrgebiet gleich schnell wie andere Routen, im Gegensatz zu diesen aber komplett ohne neue Zugläufe realisierbar.
Einziges „Opfer“ ist hier Wiesbaden. Das eleganteste wäre für Wiesbaden, dorthin ersatzweise die ICE-Linie 13 zu führen, die derzeit zweistündlich von Berlin über Wolfsburg, Hildesheim, Kassel und Fulda zum Frankfurter Südbahnhof führt, und ab dort abwechselnd verschiedene Ziele bedient (Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt Flughafen). Bis vor kurzem endete diese Linie konsequent am Flughafen, was nun aber wegen der straffen Kapazitätsfrage am Flughafen-Fernbahnhof teilweise geändert wurde (dass die Hamburg-Frankfurt Sprinter jetzt am Flughafen-Regionalbahnhof enden, spricht ja für sich). Wenn die ICE-Linie 13 den Wiesbaden-Ast der heutigen Linie 50 übernimmt, könnte sie den Flughafen wieder zweitstündlich anbinden, Karlsruhe und Stuttgart sind durch andere Taktlinien mehr als gut genug angebunden.
In der Einzellage, in der der durchgebundene Zug München-Amsterdam verkehrt, sollte dann in dieser Linie einmal am Tag ein Bruch sein (Der aus Dresden kommende Zug endet 1x/Tag in Frankfurt)

Lustigerweise hatte ich vor kurzem eine sehr ähnliche Idee. Einen ICE zwischen Brüssel und Prag. Ich denke eine Verlängerung nach Prag sollte man hier durchaus (zumindest perspektivisch) erwägen.
Da die Linie Hamburg-Berlin-München zum Fahrplanwechsel gebrochen wurde, könnte man die ICE Hamburg-Berlin (alle zwei Stunden) bis nach Dresden durchbinden, um einen Umstieg zu dieser Linie (bis nach Prag) zu ermöglich.
Die Variante über Paderborn hatte ich auch erwogen und halte diese auch weiterhin für sinnvoll. Vielleicht könnte man eine Linie Amsterdam-Essen-Dortmund-Paderborn-Leipzig-Dresden und eine Linie Brüssel-Aachen-Köln-Frankfurt-Leipzig-Dresden(-Prag) schaffen.
Leipzig und Dresden müssen auf jeden Fall besser an den schnellen Fernverkehr angeschlossen werden.
Die Halte Gotha und Bad Hersfeld würde ich wahrscheinlich auslassen. Das sind meiner Meinung nach eher IC-Halte.
Ich habe die Fahrpläne jetzt nicht parat, aber in Erfurt sollte der Zug parallel zum ICE Berlin-München getaktet werden, sodass deine Linie auch die Relationen Dresden-Leipzig-(Erfurt)-Nürnberg-München und Berlin-(Erfurt)-Frankfurt-Köln mit Umstieg in Erfurt ermöglicht.
Die Idee ist eine Verlängerung der ICE-Linie 50 und daher müssen da sowohl die Halte als auch die Taktung jener Linie übernommen werden, wenn nicht andere Linien auch noch angepasst werden sollen.
Und das passt ja grob auch. Allerdings müssen, wie Linus geschrieben hat, gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen werden, damit die ganze Strecke realisierbar ist. Dies sollte sich nicht negativ auf die Taktung in Erfurt auswirken.
Im dritten Gutachterentwurf vom Fernverkehr kommt die Linie Dresden-Wiesbaden („FV 13“) um :25 aus Richtung Dresden in Erfurt an und fährt um :33 weiter. Die Linie Berlin-München („FV 7“) kommt aus Berlin in Erfurt um :29 an und fährt um :31 nach München weiter. Der Umstieg ist zwar knapp kalkuliert, aber bei pünktlichen Zügen (die am Gleis gegenüber halten) machbar. In die Gegenrichtung kommt FV 13 um :27 (aus Frankfurt) an und fährt um :33 ab. FV 7 kommt um :29 (aus München) an und fährt um :31 weiter (nach Berlin).
Da die Linie Frankfurt-Dresden erstmals mit 300km/h-Material befahren wird, könnte man eventuell auch in Richtung Frankfurt 1-2 Minuten später in Erfurt ankommen (also dann :26 oder :27). Es kommt halt drauf an, wie dicht die beiden Züge auf der VDE8 hintereinander fahren können und sollen.
Die Durchbindung von „FV 13“ nach Prag wird im Entwurf auch nochmal explizit als Option aufgeführt.
Weniger als vier Minuten Abstand im Plan ist nicht zu empfehlen. Wenn, dann wäre der Vorteil also eine spätere Abfahrt in Leipzig bei Beibehaltung der Ankunft in Erfurt um :25. Aber der Vorteil ist so marginal, dass sich dafür allein kein 300 km/h-Rollmaterial lohnt. Da DB Fernverkehr sehr viel (zu viel) 230/250 km/h-Rollmaterial beschafft hat, muss das jetzt aber irgendwo eingesetzt werden, wo es keinen Schaden anrichtet. Da bieten sich Verbindungen wie Dresden – Wiesbaden an, weil halt nur ein kleiner Teil der Strecke mehr zulässt. Daran wird auch die Durchbindung nach Belgien/Niederlande scheitern.
Ok interessant, danke.
Genau, aber im Vorschlag war davon die Rede, also habe ich es nochmal aufgegriffen. Meine Hoffnung ist ja immer noch, dass man bei der ABS/NBS Erfurt-Fulda-Frankfurt noch etwas herausholt und 300km/h Abschnitte baut. Gerade die geplanten Tunnel erscheinen mir unnötig kurvig.
Na ja, bei der aktuellen Planung sind die schnellen Abschnitte auch so kurz, dass sich mehr als 250 km/h kaum bemerkbar machen würden. Gut finde ich das nicht, eine durchgängige NBS von Fulda bis Eisenach ohne den zwingenden Umweg über Bad Hersfeld wäre mir deutlich lieber.
Bitte auch nochmals auf ähnliche Vorschläge eingehen 😉
Hatte auch einen für Linie 50 mal erstellt.
Aus den Vorschlagserstellungshinweisen:
Das habe ich getan, und einen Vorschlag für eine Durchbindung der Linie 50 auf die Linie 78 gab es noch nicht. Eine Durchbindung der Linie 50 auf den LimBaur-RE300 hat mit diesem Vorschlag so gut wie nichts zu tun.
Der Kölner Hauptbahnhof ist überlastet, weswegen ich es besser finden würde hier die Umfahrung Deutz zu nutzen.
Außerdem sehe ich mehr Potenzial diese neue Linie über Venlo zu führen, da hier Venlo, Eindhoven, und s‘ Herzogenbusch profitieren würden. Das Ruhrpott ist dann durch Düsseldorf ausreichend angebunden.
Bitte Beschreibung und bisherige Kommentare (insbesondere den von Intertrain) lesen, danke.