Beschreibung des Vorschlags
Aktuell verkehren die regulären ICE-Zugläufe von Frankfurt am Main über Köln nach Amsterdam über Düsseldorf und Arnhem nach Amsterdam und lassen dabei die großen Ballungszentren in Eindhoven und ’s-Hertogenbusch aus. Allerdings verkehren aufgrund von diversen Bauarbeiten am oberen Rhein, zu einem dreigleisigen Ausbau des europäischen Eisenbahnnetzes, zeitweise alle ICE-Zugläufe über Mönchengladbach und ’s-Hertogenbusch. Allerdings halten diese ICE-Zugläufe zwischen Köln Hbf und Amsterdam lediglich in Mönchengladbach, ’s-Hertogenbusch und Utrecht. Solange diese ICE-Umleiter über Mönchengladbach und ’s-Hertogenbusch verkehren würde ich zunächst erstmal vorschlagen, diese Verbindungen ebenfalls in Venlo und insbesondere Eindhoven, einer Stadt mit über 200.000 Einwohner:innen, halten zu lassen, somit würden auch noch deutlich mehr Menschen an den deutschen Fernverkehr angebunden.
Wenn in Zukunft der reguläre ICE-Verkehr über die Strecke am nördlichen Rhein über Emmerich und Arnhem schlage ich vor, vier neue tägliche ICE-Zugpaare einzurichten, die den Zweistundentakt zwischen Frankfurt am Main und Amsterdam ergänzen. Diese neuen vier täglichen Zugpaare würden mit insgesamt sechs ICE3neo-Garnituren in Einfachtraktion bedient werden und würden in Frankfurt am Main am Hauptbahnhof und am Flughafen Fernbahnhof halten und danach über die SFS Rhein-Main verkehren, dort würden alle Züge in Siegburg/Bonn und am Kölner Hauptbahnhof halten, sowie zwei Zugpaare zudem in Limburg Süd und Montabaur und wiederum eins von diesen auch noch am Flughafen Köln/Bonn. Hinter Köln halten alle Züge in Mönchengladbach, Venlo, Eindhoven, ’s-Hertogenbusch und Utrecht bevor sie in Amsterdam ankommen. Es könnte zudem angedacht werden, ob diese Züge teilweise zwischen Frankfurt am Main und Köln mit den anderen Zügen nach Amsterdam gekoppelt werden könnten. Da diese Züge circa 20 bis 40 Minuten länger als die Züge über Arnhem und Düsseldorf benötigen liegt die Zielgruppe wahrscheinlich primär bei Reisenden in Richtung der südwestliche Niederlande und verbessert selbstverständlich auch die Anbindunhg von Eindhoven, ’s-Hertogenbusch und Mönchengladbach enorm.
Frankfurt (Main) Hbf – Amsterdam Centraal
| ICE 152 | ICE 154 | ICE 156 | ICE 158 | |
| Frankfurt (Main) Hbf | 08:27 | 10:27 | 14:27 | 16:27 |
| Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof | 08:41 | 10:41 | 14:41 | 16:41 |
| Limburg Süd | – | 11:01 | – | 17:01 |
| Montabaur | – | 11:12 | – | 17:12 |
| Siegburg/Bonn | 09:20 | 11:32 | 15:20 | 17:32 |
| Köln/Bonn Flughafen | – | 11:42 | – | – |
| Köln Hbf | 09:33 | 11:54 | 15:33 | 17:45 |
| Köln Hbf | 09:39 | 12:00 | 15:39 | 17:51 |
| Mönchengladbach Hbf | 10:20 | 12:41 | 16:20 | 18:32 |
| Venlo | 10:40 | 13:01 | 16:40 | 18:52 |
| Eindhoven Centraal | 11:13 | 13:34 | 17:13 | 19:25 |
| s-Hertogenbusch | 11:34 | 13:55 | 17:34 | 19:46 |
| Utrecht Centraal | 12:02 | 14:23 | 18:02 | 20:14 |
| Amsterdam Centraal | 12:27 | 14:48 | 18:27 | 20:39 |
Amsterdam Centraal – Frankfurt (Main) Hbf
| ICE 153 | ICE 155 | ICE 157 | ICE 159 | |
| Amsterdam Centraal | 07:46 | 10:46 | 13:46 | 16:46 |
| Utrecht Centraal | 08:13 | 11:13 | 14:13 | 17:13 |
| s-Hertogenbusch | 08:41 | 11:41 | 14:41 | 17:41 |
| Eindhoven Centraal | 09:02 | 12:02 | 15:02 | 18:02 |
| Venlo | 09:35 | 12:35 | 15:35 | 18:35 |
| Mönchengladbach Hbf | 09:55 | 12:55 | 15:55 | 18:55 |
| Köln Hbf | 10:36 | 13:36 | 16:36 | 19:36 |
| Köln Hbf | 10:42 | 13:42 | 16:42 | 19:42 |
| Köln/Bonn Flughafen | – | – | – | 19:54 |
| Siegburg/Bonn | 10:55 | 13:55 | 16:55 | 20:04 |
| Montabaur | 11:15 | – | – | 20:24 |
| Limburg Süd | 11:26 | – | – | 20:35 |
| Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof | 11:46 | 14:34 | 17:34 | 20:55 |
| Frankfurt (Main) Hauptbahnhof | 11:58 | 14:46 | 17:46 | 21:07 |

Einen 40 min langsamen ICE, der auch nach Amsterdam fährt halte ich für wenig sinnvoll. Wenn man schon eine neue Fernverkehrslinie zur Anbindung der südlichen Niederlande einführen will, wäre ein anderes Endziel wie z.B. Rotterdam über Breda doch deutlich geeigneter, da die Fahrgäste von Deutschland nach Amsterdam ja vorzugsweise die schnelleren ICEs nehmen würden.
Eine neue ICE-Verbindung nach Rotterdam über Breda wäre sicher auch nicht ungeeignet um eine neue ICE-Linie einzuführen, allerdings würde wahrscheinlich deutsche Fahrgäste auch die von mir vorgeschlagene Verbindung nutzen, da sie nur gerinfügig längere Fahrtzeit hat, da die 40 Minuten nur die Züge betreffen, welche auch am Flughafen Köln/Bonn halten betrifft. Würde man Züge ohne Halt in Limburg Süd, Montabaur und am Flughafen Köln/Bonn verkehren lassen, könnte man mit einem optimierten Fahrplan sogar ähnliche Reisezeiten wie über Arnhem erreichen.
Siegburg/Bonn lasse ich mir da noch einreden, aber brauchen Limburg und Montabaur wirklich unbedingt Direktzüge in die Niederlande? So viele Fahrgäste werden dass nicht sein, dass ausgerechnet eine internationale Premiumrelation eine der RE-Trassen auf der KRM zugewiesen bekommt. Natürlich sollen die beiden Orte auch weiterhin ihre ICEs haben, aber bei aller Liebe, dann steigt man halt in Köln um, wenn man nach Brüssel oder Amsterdam möchte.
Sonst stimme ich da Inter zu, Rotterdam – Den Haag dürfte da attraktiver sein. Mehr Züge nach Amsterdam wären zwar insbesondere im Sommer ebenfalls mehr als notwendig (die ICEs sind regelmäßig reservierungspflichtig), aber da fehlt nicht nur an mehrsystemfähigen ICE3, sondern auch an Kapazitäten insbesondere Köln.
Bei dem Punkt von Limburg Süd und Montabaur, stimme ich dir zu und wenn diese gestrichen werden, würden fast identische Fahrtzeiten entstehen, sollte das Kapazitätsproblem gelöst worden sein, oder zumindest entschärft, wie etwa durch weitere S-Bahn-Gleise und Verlagerungen von Regionalzügen auf S-Bahn-Linien, könnte dann ja so eine Linie in Betracht gezogen werden. Allerdings hielte ich eine Routenführung ohne Halt am Kölner Hauptbahnhof, zum Beispiel über die Südbrücke mit Halt in Köln Süd für nicht zielführend.
Trotzdem bleibt mir die Frage, warum es eine weitere Linie nach Amsterdam geben soll. Ich würde den Vorschlag nach Rotterdam – Den Haag ändern. Oder siehst du mehr Argumente für Amsterdam?
Außerdem wäre zu überlegen, ob man sich mit einer Durchbindung auf die KRM nach Frankfurt wirklich die Abhängigkeit zu (eher raren und teuren) ICE 3 machen will. Die Geschwindigkeit auf den restlichen Streckenabschnitten ist ja überwiegend deutlich niedriger. Mit (lokbespannten) EC-Zügen könnte man hier auch günstigere Optionen anbieten.
Eine neue EC-Linie, dann wahrscheinlich mit niederländischen Zugmaterial wäre sicher auch eine Idee wert, vielleicht dann auch im Zweistundentakt und mit teilweisen rechtsrheinischen Durchbindungen nach Koblenz. Ich hatte mich für eine ICE-Linie nach Amsterdam entschieden, da so diese ICE-Verbindung ebenfalls weitere Kapazitäten in Richtung Amsterdam bietet, die wie du auch beschrieben hast, benötigt werden. Allerdings könnte alternativ auch zwischen Amsterdam und Frankfurt am Main ein Stundentakt eingerichtet werden und dann eine auf den ICE aus Frankfurt am Main abgestimmte EC-Linie, wie von dir vorgeschlagen realisiert werden.
Ja, ich sehe jedenfalls nur begrenztes Interesse daran, dass DB Fernverkehr auf so einer B-Route ihr hochwertigstes und teuerstes Zugmaterial (mehrsystemfähige ICE 3neo) einsetzt und dafür noch nicht mal eine neue end-to-end-Direktverbindung anbieten kann. Da gibt es einfach lohnenswertere Lösungen.