Beschreibung des Vorschlags
Ich schlage ein ICE-Zugpaar zwischen Köln und Basel vor, der ab Straßburg auf der französischen Seite bis Basel fährt und auch noch in Colmar (~60.000 Einwohner, touristisch interessant) und Mulhouse (>100.000 Einwohner). Diese Führung könnte einen täglichen ICE über Offenburg und Freiburg ersetzen oder einen neuen bilden.
Durch die Verbindung wäre Köln-Straßburg ohne Umstieg in Frankfurt, Karlsruhe oder Offenburg möglich. Zudem würde die Verbindung die vollen ICEs von Frankfurt nach Paris über Straßburg etwas entlasten.
Die Verbindung könnte z.B. wie der neue ICE Berlin-Paris als PR Aktion gesehen werden. Eine Kooperation zwischen DB, SNCF und SBB.
Gefahren soll mit einem ICE 3 (BR407), der aber glaube ich noch in der Schweiz zugelassen werden muss. Bis dahin wäre dann auch der Rastatter Tunnel fertig.
Mögliche Fahrzeit:
Ab Köln Hbf 10:00 Uhr
An Frankfurt Flughafen 10:50 Uhr
An Mannheim Hbf 11:30 Uhr
An Karlsruhe Hbf 11:55 Uhr
An Straßburg 12:40 Uhr
An Colmar 13:20 Uhr
An Mulhouse 13:40 Uhr
An Basel SBB (SNCF) 14:00 Uhr
Sollte es Trassenkonflikte geben, so wären auch andere Uhrzeiten denkbar. Im Vergleich zu den Fahrten über Freiburg, fährt der ICE über Straßburg von Köln nach Basel ca. 20 Minuten länger*, bindet dafür aber auch die drei größten Städte im Elsass an.

Du hast für die Strecke Karlsruhe-Straßburg-Basel eine Fahrzeit von 2:05 angenommen, dieser Wert ist realistisch.
Die ICEs über Freiburg brauchen ungefähr 1:45.
Meinst du also nicht eher „20 Minuten länger“ statt „20 Minuten kürzer“?
Ja, du hast Recht. Den ICE-Fahrplan während der Riedbahnsperrung als Referenz zu nehmen, war vielleicht nicht so schlau von mir. Danke. Ich habe den Satz angepasst.
Pedant-Modus: Die aus Frankreich kommenden und in Basel endenden Züge müssen in Basel aus zollrechtlichen Gründen in den Flügel Basel/Bâle SNCF geführt werden, zwischen den Flügeln liegt die zollrechtliche Abfertigung zwischen EU und Schweiz. (Bei Zügen aus Deutschland erfolgt das ja schon in Basel Bad Bf.)
Sonst sehe ich das aber als eine interessante Idee an. Wenn man schon einen der wertvollen 407 hierfür opfert würde ich das auf jeden Fall aus Durchbindung aus Brüssel oder Amsterdam machen. Bevorzugt Brüssel, aus Amsterdam gibt es ja schon über Freiburg ein Zugpaar nach Basel.
Danke, habe ich aktualisiert.
Die Brüssel-Idee habe ich mal ergänzt.
Nach Brüssel ist nicht interessant, da Brüssel-Strasbourg mindestens 1 Stunde schneller geht via Frankreich. Der EC Brüssel-Basel ist abgeschafft. Brüssel-Strasbourg via Köln laut dem Fahrplan oben dauert 4h40, mit der heutigen Direktverbindung via Frankreich 3h48. Der ehemalige Eurocity dauerte 4h38 und das war ohne alle geplanten Ausbauten. Also wäre die ICE Verbindung immer noch langsamer als der ehemalige Eurocity, der mit den Ausbauten von Brüssel-Ottignies und Luxemburg-Metz und möglicherweise auch die SFS nochmal deutlich beschleunigt wäre.
Der Bahnhof SNCF wird zurückgebaut
https://www.bazonline.ch/der-franzoesische-bahnhof-in-basel-wird-abgerissen-650786004310
und der ICE Basel-Amsterdam bleibt abgeschafft
https://www.baseljetzt.ch/der-ice-zwischen-basel-und-amsterdam-wird-eingestellt/210851
Ein Problem das ich hier sehe mit einer möglichen Lösung: die Züge müssen Kopf machen in Strassburg, was relativ viel Zeit kostet. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Rastatt-Haguenau wird so bald nicht kommen, aber eine Teilinbetriebnahme und Elektrifizierung der Brücke zwischen Rastatt und Roeschwoog würde wirklich nicht viel Mühe kosten da die Trasse und die Gleise teilweise auch noch vorhanden sind. Der Zug könnte dann Strassburg von Norden aus erreichen ohne Kopf zu machen. Zusätzlich hat die Teilinbetriebnahme und Elektrifizierung auch den Vorteil dass es einen RE von Karlsruhe nach Strassburg durch den Nordelsass geben könnte anstatt in die Kleinstadt Haguenau.
Ausserdem gibt es zwischen Frankfurt und Basel nirgends eine 300 km/h Strecke, also wäre es vielleicht sogar sinnvoller um ein IC Angebot mit mehr Halten zu haben, also Frankfurt-Darmstadt-Bensheim-Weinheim-Heidelberg-WieslochWalldorf-Bruchsal-Karlsruhe-Rastatt etc.
Ich meine die neueren Züge schaffen den Richtungswechsel in 3-5 Minuten. Wenn in Straßburg eh ein französischen Zugführer nach Basel einsteigt, dann sollte es nicht so lange dauern.
Ich bezweifle, dass das schneller ist. Man kann auf der Strecke nur 100km/h fahren und nicht 250km/h von fast Karlsruhe bis Appenweier (hier soll eine zweigleisige Verbindungskurve nach Straßburg gebaut werden)
Dann kann der IC aber nicht über die KRM fahren und auch nicht aus Brüssel kommen. Auch die 250km/h bis Appenweier wird er nicht erreichen können. Und auch auf der französischen Seite wird ein IC wahrscheinlich nicht die 220km/h schaffen.
An sich ist das ja ein guter Vorschlag, aber meiner Meinung nach eher ein neuer. Mir ging es drum, europäische Großstädte besser zu verknüpfen und zusätzlich das Elsass besser anzubinden.
Dein RE Karlsruhe-Straßburg Vorschlag finde ich sehr gut. Erstell‘ ruhig einen Vorschlag.
Die Idee ist sehr gut. Es gibt ja viel Tourismus in Elsass, den man vom Rheinland schlecht erreichen kann. Vielleicht könnte man aber den Halt in Colmar nur Saisonal oder nicht jede Fahrt dort halten lassen.
Muss es ein ICE von Köln nach Basel sein, der über F fährt?
Man könnte doch auch den ICE275 Berlin-F-Basel-Interlaken über Straßburg fahren lassen. Jener ist bereits ein stark touristisch genutzter Zug und würde m.E. passen.