Beschreibung des Vorschlags
Aktuell verkehren zwischen Split und Zagreb lediglich ein bis drei tägliche Zugpaare und gelegentlich ein Nachtzug. Diese InterCity-Verkehre werden mit Neigetechnik-Triebwagen und lokbespannten Zügen bedient. Der Abschnitt von Knin nach Zadar befindet sich aktuell nur im sporadischen Schienenersatzverkehr.
Deshalb schlage ich vor diese Eisenbahnverbindung auszubauen, indem ein Zug bestehend aus zwei bis drei Neigetechnik-Triebwagen von Zagreb nach Knin verkehr und von dort der eine Zugteil nach Zadar und die anderen nach Split weiterverkehren. Diese Züge würden ebenfalls in der Zugart als InterCity verkehren und über ein gastronomisches Angebot, Fahrradstellplätze und eine erste Klasse verfügen. In dieser neuen Verbindung, beziehungsweise in dem Aufbau liegt großes Potenzial, da es sich hierbei um eine extrem touristische Region handelt, die so eine hohe Nachfrage generieren wird. Der Vorteil gegenüber dem aktuellen Angebot liegt darin, dass anstatt der ein bis drei Zugpaare, vier bis fünf Zugpaare verkehren werden und auch Zadar attraktiv angebunden wird. Somit werden verschiedene touristische Destinationen angebunden.
Für diese neue Verbindung werden einige Infrastrukturmaßnahmen von Nöten sein, in Knin wird kein weiterer Infrastrukturausbau von Nöten sein, da die Zugteilung dort stattfinden und für die keine Verbindungskurve von Richtung Karlovac in Richtung Knin benötigt wird. Allerdings ist der Bahnverkehr auf der Relation Zadar – Knin aktuell eingestellt, für die Wiederinbetriebnahme müsste die Bahnstrecke voraussichtlich wieder in Stand gesetzt werden, damit Verkehr wieder möglich wird. In Zukunft wäre eine Elektrifizierung der Bahnstrecke sicher sinnvoll und insbesondere für den Güterverkehr erstrebenswert.

Warum sollte sich das lohnen?
Welche Ausbauten sind für attraktive Fahrzeiten erforderlich (aktuell 7 Stunden mit NT)?
Wie viele Umläufe wären erforderlich?
Welche Fahrzeuge sollen genau genutzt werden, NT-Triebwagen gibt es viele?
Wie soll das touristische Potential genutzt werden, wenn Zagreb nicht die Quelle der Tourismusströme ist?
Dein Vorschlag liefert eindeutig zu wenig konkrete Anhaltspunkte
Ich glaube schon, dass sich dieses Angebot lohnt. Einerseits sollte man die Größe der Städte Zagreb, Split und Zadar nicht unterschätzen. Zagreb ist der zentrale Bahnknoten Kroatiens, deshalb würde die Bahnstrecke auch von dort aus starten.
Ich würde davon ausgehen, dass circa sechs bis neun Umläufe notwendig wären, bin mir da aber nicht sicher.
Das kann ich dir konkret leider nicht sagen, allerdings würde ich davon ausgehen, dass weitere Streckenbegradigungen und Oberbausanierungen notwendig wären, das wäre allerdings einen eigenen wert.
Das hätte ich sicher weiter konkretisieren müssen. Ich meine, die Triebwagen, die in Deutschland als BR 612 bekannt sind. Die kroatische Bahn HZPP besitzt bereits einige von diesen:
vagonWEB » Fotogalerie » Kroatien » HŽ » 7123 HŽ
Weitere Fahrzeuge könnten perspektivisch aus deutschen Ausmusterungen übernommen werden.
Ja klar aber die zahlungskräftigen Gäste kommen halt aus Deutschland und Österreich, oder von noch weiter weg und müssen erstmal nach Zagreb kommen. Hierfür bieten sich eigentlich nur die Nachtzüge an. Heißt im Klartext, Touristen nutzen den IC als Anschluss an den Nachtzug, das füllt einen Zug morgens hin und nachmittags zurück, mehr nicht.
Na dann solltest du mal probieren, diese für eine Abschätzung des Aufwands relevante Frage zu klären und nicht nur ca. 6 bis 9 zu sagen.
Die Rechnung ist eigentlich gar nicht so schwer:
1. Aktuell liegt die Fahrzeit Zagreb <-> Split mit NT bei ca. 7 Stunden, Zagreb <-> Zadar dürfte ähnlich sein.
2. Wenn wir optimistisch kalkulieren, lässt sich mit mäßigem Aufwand (Ausbau der 50-60 km/h-Abschnitte zwischen Zagreb und Ostarije) eine Fahrzeit von ca. 6 Stunden zu beiden Zielen erreichen.
3. Außerdem nehmen wir an den Endpunkten jeweils mindestens eine Stunde Standzeit für Wende, Reinigung, etc. an.
4. Damit braucht ein Umlauf Zagreb -> Knin -> Split/Zadar -> Knin -> Zagreb mindestens 13 Stunden.
5. Bei vier Abfahrten täglich würden die in beiden Richtungen etwa um 5 Uhr, 9 Uhr, 13 Uhr und 17 Uhr liegen (Vierstundentakt).
6. Das heißt, der Zug um 5 Uhr ab Zagreb tritt um 13 Uhr den Rückweg an, der um 9 Uhr ab Zagreb um 17 Uhr, in die Gegenrichtung gilt das gleiche, es braucht also 4 Umläufe.
Hast du dich mit deinem Vorschlag und den örtlichen Gegebenheiten eigentlich auseinandergesetzt? Liest sich gerade definitiv nicht so, was du schreibst sind doch einfach nur Allgemeinplätze. Spannend ist ja vor allem auch, welche Zielfahrzeit du anstrebst.
Ja, wäre denkbar. Aber es ist jetzt auch nicht so unfassbar wirtschaftlich, mit vollkommen veralteten Dieseltriebwagen unter der Oberleitung zwischen Zagreb und Ostarije rumzufahren. Sind jetzt für Touristen, die zufällig keine Bahnenthusiasten sind, auch alles andere als tolle Fahrzeuge. Langsam, laut, unkomfortabel und nicht barrierefrei. Wird gerade auch mit Fahrradstellplätzen und E-Bikes witzig.
Zunächst erstmal danke für die Erklärung der Umlaufberechnung, beziehungsweise des beispielhaften Modells.
Bezüglich der Fahrzeuge stimme ich dir grundsätzlich zu, dass die Fahrzeuge der BR 612 eher mäßig geeignet sind. Allerdings hätten diese den Vorteil, dass sie relativ kostengünstig erworben werden können und ebenfalls bereits zuverlässig auf der Strecke verkehren. Es wäre denkbar eine Modernisierung des Innenraums vorzunehmen. Oder es könnten doch neue Fahrzeuge angeschafft werden, allerdings gibt es meines Wissens nach noch keine elektrischen Akkutriebwagen, die auch über eine benötigte Neigetechnik verfügen, deshalb glaube ich, dass es eher sinnvoll wäre weiter auf die alten Fahrzeuge zu setzen.
Zur Fahrzeugthematik: Du sprichst als primäre Zielgruppe Touristen an, die erwarten für eine derart lange Zugfahrt (sechs Stunden) einen modernen und komfortablen Innenraum, der insbesondere auch auf diese Fahrzeit ausgelegt ist, dazu gehört z.B. das gastronomische Angebot. Wie soll das bitte in einem zweiteiligen Triebwagen realisiert werden? Eine Küche benötigt Platz. Entweder, es wird ein ordentliches Fernverkehrsangebot auf dieser Relation realisiert (massiver Streckenausbau und moderne Fahrzeuge) oder es bleibt alles so wie es ist – für einen Mittelweg, wie du ihn hier vorschlägst, sehe ich keine Chancen.
Auf die anderen Punkte bist du nicht eingegangen, schade, so bringt dieser Vorschlag keinen wirklich großen Nutzen.
Trotzdem danke für das Feedback, ich werde versuchen in Zukunft konkretere (und dadurch auch nützlichere) Vorschläge hochzuladen.