Beschreibung des Vorschlags
Die IC-Linie soll 2021 auf ICE umgestellt werden, die EC-Linie wird bereits heute Schritt für Schritt auf Railjet-Züge umgestellt. Damit gibt es zwischen München und Stuttgart in absehbarer Zeit keine Direktverbindung mehr unterhalb des ICE-Tarif – dem will ich hiermit entgegenwirken, und gleichzeitig einen neuen Korridor erschließen. Das dicht besiedelte Remstal ist nämlich derzeit nur mit langsamen RB-Zügen über Donauwörth mit Augsburg und München verbunden.
Ich schlage vor, 4 IC2-Zugpaare am Tag im 4-Stunden-Takt verkehren zu lassen. Die 3 dafür nötigen Zuggarnituren müssen neu beschafft oder aus Garnituren, die durch die Twindexx-RE-Triebwagen ersetzt werden, durch Renovierung hergestellt werden. Die Begegnung mit den RB-Zügen auf der eingleisigen Riesbahn findet im Bahnhof Nördlingen statt.
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München Hbf |
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07:49 |
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11:49 |
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15:49 |
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19:49 |
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München-Pasing |
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07:59 |
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11:59 |
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Augsburg Hbf |
08:25 |
08:27 |
12:25 |
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16:25 |
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20:25 |
20:27 |
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Donauwörth |
08:51 |
08:53 |
12:51 |
12:53 |
16:51 |
16:53 |
20:51 |
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Nördlingen |
09:13 |
09:15 |
13:13 |
13:15 |
17:13 |
17:15 |
21:13 |
21:15 |
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Aalen Hbf |
09:44 |
09:47 |
13:44 |
13:47 |
17:44 |
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21:44 |
21:47 |
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Schwäbisch Gmünd |
10:03 |
10:05 |
14:03 |
14:05 |
18:03 |
18:05 |
22:03 |
22:05 |
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Schorndorf |
10:21 |
10:23 |
14:21 |
14:23 |
18:21 |
18:23 |
22:21 |
22:23 |
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Stuttgart Hbf |
10:41 |
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14:41 |
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18:41 |
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22:41 |
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Stuttgart |
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06:18 |
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10:18 |
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14:18 |
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Schorndorf |
06:38 |
06:40 |
10:38 |
10:40 |
14:38 |
14:40 |
18:38 |
18:40 |
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Schwäbisch Gmünd |
06:52 |
06:54 |
10:52 |
10:54 |
14:52 |
14:54 |
18:52 |
18:54 |
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Aalen Hbf |
07:09 |
07:11 |
11:09 |
11:11 |
15:09 |
15:11 |
19:09 |
19:11 |
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Nördlingen |
07:40 |
07:42 |
11:40 |
11:42 |
15:40 |
15:42 |
19:40 |
19:42 |
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Donauwörth |
08:02 |
08:04 |
12:02 |
12:04 |
16:02 |
16:04 |
20:02 |
20:04 |
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Augsburg Hbf |
08:27 |
08:29 |
12:27 |
12:29 |
16:27 |
16:29 |
20:27 |
20:29 |
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München-Pasing |
08:55 |
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12:55 |
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16:55 |
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20:55 |
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München Hbf |
09:05 |
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13:05 |
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17:05 |
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21:05 |
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„Das dicht besiedelte Remstal ist nämlich derzeit nur mit langsamen RB-Zügen über Donauwörth mit Augsburg und München verbunden“
Warum braucht denn das Remstal eine Direktverbindung nach München bzw. Augsburg? Die (Pendler-)Verkehre sind ja zu 99% nach Stuttgart ausgerichtet und da gibt’s wohl quasi null Potential, und wer günstig reisen will und Zeit hat, wieso ist dem der Umstieg in Aalen nicht zuzumuten?
Eine schönere Option fände ich, die Züge auf der Strecke Aalen-Donauwörth aufzuteilen, und jeweils alle zwei Stunden mit allen Halten zwischen Donauwörth und Aalen:
Stuttgart – Aalen – Donauwörth (z.B. als IRE, zwischen Stuttgart und Aalen mit IC zu Stundentakt ergänzend)
Aalen – Donauwörth – Augsburg – München (z.B. als RE, zwischen Donauwörth und München als RE mit weniger Halten)
Dadurch hätte man auf der Riesbahn deutlich mehr Durchbindungen. Eine durchgehende Nahverkehrslinie ist wohl auf Grund der unterschiedlichen Bundesländer nicht möglich.
„Warum braucht denn das Remstal eine Direktverbindung nach München bzw. Augsburg?“
Weil es aus der örtlichen Politik gefordert wird und ich vor ein paar Wochen mal das Vergnügen hatte mich in eine volle Riesbahn-RB zu quetschen und dann dabei zuzusehen wie an den hundert Zwischenhalten kein Mensch ein und aussteigt, in Donauwörth dann aber plötzlich alle, die dann anschließend im RE nach Augsburg wieder anzutreffe sind.
Die Durchbindung der RB über Donauwörth hinweg bis München gibt es einmal am Tag, halt ich aber gar nichts von, weils ewig dauert. Hier geht es um eine Beschleunigung, die abwechselnde Durcbindung der Riesbahn-RB nach Stuttgart und München ist ergo eine sehr schlechte Alternative.
Zwischen Nördlingen und München gibts inzwischen vier Zugpaare (bis zu 01:59), eines davon ab Aalen (02:12). Das ist von den Fahrzeiten zwar ganz solide, aber nicht perfekt – gerade die vier Zwischenhalte in Augsburg fressen durchaus Zeit. Kein Wunder, fahren diese Züge doch im Fuggerexpress-Taktverkehr mit. Für einen Schnellverkehr aus Aalen/Nördlingen gibt es durchaus Potenzial, das müsste aber seperat erfolgen – und schnell genug sein, dass nicht in Donauwörth jeder in den ICE umsteigt. Zumindest um Mering Bf, Gersthofen, Meitingen und Harburg wird man als Halte aber nicht drumrum kommen.
Zum Vorschlag: Die Idee hat durchaus ihren Reiz, auch wenn ich ebenfalls nicht so recht glaube, dass ein ausreichender Bedarf von der Remsbahn nach München besteht. Ohne IC zwischen München und Stuttgart ist aber doof. Mein persönlicher Wunsch, wenn erlaubt: einige Zugpaare von München über Heidelberg auf die linke Rheinstrecke. Wenn die DB Fernverkehr Angst um die Auslastung der ICEs hat, schickt man die ICs ab Ulm auch nach S21 über die Geislinger Steige. Ein bisschen Fernverkehr haben Göppingen und Plochingen auch verdient.
Ach ja: IC2 ist hier keine gute Idee, weil 160 km/h nicht reichen. Donauwörth – Augsburg hat 200 km/h, Augsburg – Olching 230. Pflügt man auf München-Augsburg über die Regionalgleise frisst man unnötig Trassen, auf den Ferngleisen bummelt man im Weg herum – zudem wäre man ab Donauwörth ggü. den Berlin-ICEs aus Nürnberg spürbar langsamer. 200km/h müssens hier schon sein.
Donauwörth-Augsburg: Hihi, der RE Nürnberg-Lindau mit BR612 (Vmax 160) ist hier kürzer unterwegs als die ICEs (Vmax 200)
Augsburg-München: Die Strecke bin ich schon so oft gefahren, und kann erfahrungsgemäß sagen: >= 200 km/h werden nur im Verspätungsfall gefahren, 230 eher selten. Meist ist man mit 170-180 unterwegs. Da ist ein 160er IC nicht im Weg. Fahrzeit hab ich mal 3 Minuten draufgeschlagen gegenüber den 200ern.
Huh, wie das denn?
Naja, man kann genausogut argumentieren, dass auch auf der Remsbahn schon IRE+IC fahren. Okay, nicht wirklich – aber es gibt schon was. Reizvoll wäre hier evtl. ein regelmäßiger IRE-Verkehr Stuttgart – Aalen – Donauwörth.
Ich will deinem IC hier auch nicht unnötig Steine in den Weg legen – nur finde ich eine Filsbahn ohne IC-Möglichkeit (auch aus persönliche Gründen) schade, und von dem IC2 halte konzeptuell einfach nix. Dostos, gerne – aber ein FV-Zug, der keine 200 schafft? Willkommen zurück in den 60ern.
„und von dem IC2 halte konzeptuell einfach nix. Dostos, gerne – aber ein FV-Zug, der keine 200 schafft? Willkommen zurück in den 60ern.“
Da sind wir uns sehr einig. Ich bin nur der Meinung – jetzt gibt es diese Dinger, und eine solche Strecke wäre ein geeigneter Einsatzort, da ein 200er hier maximal 4 Minuten rausfahren könnte.
„Huh, wie das denn?“
Tja, die tollen FV-Puffer halt
Klingt auf jeden Fall danach als hätte sich der Ausbau auf 200 km/h richtig gelohnt 😀
„Wenn die DB Fernverkehr Angst um die Auslastung der ICEs hat, schickt man die ICs ab Ulm auch nach S21 über die Geislinger Steige. Ein bisschen Fernverkehr haben Göppingen und Plochingen auch verdient.“
Sehe ich anders. Ulm ist per ICE gut genug in die Relation eingebunden, den einzigen Mehrwert hätten Plochingen und Göppingen, die aber schon den IRE (der auch noch in Esslingen und Geislingen hält) haben, der an beiden Enden der Filsbahn gute Anschlüsse hat. Da finde ich einen Zug mit Mehrwert für Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen, Nördlingen und Donauwörth besser.
Wenn die DB Fernverkehr Angst um die Auslastung der ICEs hat, schickt man die ICs ab Ulm auch nach S21 über die Geislinger Steige. Ein bisschen Fernverkehr haben Göppingen und Plochingen auch verdient.
Seltsame Vorstellung…
Das hätte man sich vor der Planfeststellung der NBS Wendlingen-Ulm überlegen sollen. Dass man wegen Göppingen und Plochingen 30-35min. mehr Fahrzeit in Kauf nimmt, kann ich mir nicht vorstellen. Plochingen wird nur wegen den Anschlüssen nach Tübingen (die werden künftig durch den Flughafenhalt abgedeckt) gehalten und Göppingen ist wiederum zu klein. Im Remstal liegt da einfach viel mehr Fahrgastpotential.
Zitat: »Warum braucht denn das Remstal eine Direktverbindung nach München bzw. Augsburg? Die (Pendler-)Verkehre sind ja zu 99% nach Stuttgart ausgerichtet und da gibt’s wohl quasi null Potential, und wer günstig reisen will und Zeit hat, wieso ist dem der Umstieg in Aalen nicht zuzumuten?«
Weil es vor einigen Jahren schon mal eine solche durchgehende Verbindung Stuttgart-Aalen-München gab (jedoch als RE, der allerdings trotzdem nur an größeren Stationen hielt) und diese Züge waren damals oft brechend voll. Ich behaupte sogar, das Remstal hat mehr Reisenden-Potenzial nach München, als nach Nürnberg. Die IC-Züge nach Nürnberg sind im Crailsheimer Raum dagegen meistens ziemlich leer.
Allerdings mein Einwand: Der o. g. Fahrplan korreliert etwas mit dem der IC Karlsruhe – Nürnberg. Ich halte es für wenig sinnvoll, im Abstand von ca. 10 Minuten zwei Intercitys von Stuttgart nach Aalen hinterher fahren zu lassen.
Es wäre vielleicht zielführender, diese IC-Linie Stuttgart – Aalen – München um 1 Stunde versetzt fahren zu lassen, sodass sich zumindest im Remstal annähernd ein IC-Stundentakt ergibt.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu.
Warum braucht denn das Remstal eine Direktverbindung nach München bzw. Augsburg? Die (Pendler-)Verkehre sind ja zu 99% nach Stuttgart ausgerichtet und da gibt’s wohl quasi null Potential, und wer günstig reisen will und Zeit hat, wieso ist dem der Umstieg in Aalen nicht zuzumuten?
MEine Güte… Wie oft willst Du die Leute da umsteigen lassen?
Aalen, Donauwörth sind schon mal zwei Umstiege.
Eine durchgehende Nahverkehrslinie ist wohl auf Grund der unterschiedlichen Bundesländer nicht möglich.
Natürlich geht sowas und wird bereits heute ständig so praktiziert. Die Bahnleistungen enden nämlich nicht (so wie in Österreich typisch) am letzten Bahnhof vor der Grenze sondern wenn überhaupt an grenznahen Knotenpunkten. Für den Nahverkehr nach Donauwörth sind auch sowohl BEG als auch NVBW an der Finanzierung beteiligt.
Was durchgehenden Nahverkehr angeht, man muss es nur auf beiden Seiten – NVBW und BEG – wollen.
Die IC-Linie soll 2021 auf ICE umgestellt werden, die EC-Linie wird bereits heute Schritt für Schritt auf Railjet-Züge umgestellt. Damit gibt es zwischen München und Stuttgart in absehbarer Zeit keine Direktverbindung mehr unterhalb des ICE-Tarif – dem will ich hiermit entgegenwirken, und gleichzeitig einen neuen Korridor erschließen.
Wie kann man sich eigentlich ständig immer am Tarif aufgeilen?
Können wir bitte wieder mehr darüber reden, brauchbare Angebote für Zugreisende zu schaffen? Eine solchen Verbindung werden nicht viele nehmen, um damit von Stuttgart nach München zu fahren. Dafür ist das mit ca. 40min. mehr Fahrzeit ggü. Ulm zu unattraktiv. Die Verbindung hat einen anderen Zweck. Natürlich kann man sich gerne überlegen, hier mit einem erschwinglicheren Tarif andere Kundenkreise anzusprechen.
Ich finde die Idee eines Regio-FV zwischen München und Stuttgart über Aalen sehr gut. Gegenüber heute unterscheidet sich der Fahrweg über Aalen mit dem um Ulm nur um knapp 15min. Allerdings wird mit NBS Wendlingen-Ulm und ABS/NBS Ulm-Augsburg in Zukunft nicht leichter als heute. Dass die DB das dann noch eigenwirtschaftlich fahren würde, kann ich mir nicht vorstellen.
Im Zielfahrplan steht jedoch ein IRE Karlsruhe-Aalen. Diesen Könnte man adäquat mit der BEG nach München verlängern, d.h. aber natürlich bezuschusst.