Beschreibung des Vorschlags
Es gibt zwar schon viele Vorschläge hier und Sachsen und auch das Erzgebirge besser an den Süden Deutschlands anzubinden, jedoch finde ich werden immer wichtige Orte vergessen oder zu viele Halte hinzugefügt für eine IC Verbindung. Auch im Deutschlandtakt ist eine 2h Verbindung zwischen München und Görlitz via Landshut und Regensburg vorgesehen. An sich finde ich diese Verbindung gut, finde jedoch ein paar Punkte zur Routenführung sollten geändert oder ergänzt werden. Im Großen und Ganzen habe ich die Routenführung gelassen, nur statt über Freising und Landshut nach Regensburg über Ingolstadt. Außerdem fährt ab Zwickau ein Zugteil über Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz nach Marienberg. Dies ist aber nicht zwingend möglich, da zwischen Annaberg und Marienberg keine Bahnstrecke existiert und man erst eine Verbindungsstrecke bauen müsste. Des Weiteren müsste die Strecke zwischen Annaberg und Schwarzenberg wieder geöffnet werden. Letzteres sollte nicht allzu schwer sein, da hier bereits ein Testlabor für ETCS Level 3 stattfindet. Alle Halte mit Stern sind optional, da ich sie als nicht zu wichtig erachte oder der Haltestellenabstand sehr kurz wäre.
Warum über Ingolstadt?
Ich finde Ingolstadt hat aktuell eine ziemlich schwache Fernverkehrsanbindung für die 5 größte Stadt Bayerns. Da haben Städte wie Günzburg oder Donauwörth teilweise eine bessere Anbindung. Außerdem gibt es dort die Audi, welche dadurch Ihre häufigen Pendlerfahrten nach Zwickau zum VW Werk mit dem IC machen können. Außerdem gibt es so eine Schnellverbindung Regensburg Ingolstadt.
Warum ein Zugteil nach Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz?
Das Sachsen mehr schlecht als Recht an das Fernverkehrsnetz angeschlossen ist, ist uns allen denke ich klar. Auch wenn mal irgendwann die Sachsen-Franken-Magistrale und Chemnitz Leipzig ausgebaut sind, wären die noch ganz unbedeutenden Städte Schwarzenberg (16.000 Einwohner), Annaberg-Buchholz (20.000 Einwohner) und Marienberg (17.000 Einwohner) immer noch ziemlich schlecht und langsam zum Rest der Welt angebunden. Dadurch das der Zug in Zwickau geflügelt wird, hält sich der Aufwand in Grenzen. Die Verbindungsstrecke nach Marienberg ist optional, wäre aber sinnvoll, angesichts der Einwohner und des Tourismus.
Takt, Rollmaterial und Weiters:
Der Takt sollte wie alle IC Verbindungen mindestens alle 2h sein, wenn nicht sogar Stündlich. Als Fahrzeug bietet sich aktuell nur der ICE L an, dieser müsste aber als 200m Variante dann verkehren, nicht wie aktuell als 256m. Denn sonst wären wir bei der Doppeltraktion bei über 512m. Außerdem könnte man so eine Vectron Dual ranhängen um so die nicht elektrischen Abschnitte ohne Lokwechsel überbrücken zu können. Wenn alle Abschnitte elektrifiziert sein sollten könnte auch der Stadler Kiss IC2 eingesetzt werden.

Ich halte von deinen Änderungen wenig: die Strecke nach Ingolstadt ist bereits ziemlich voll und jeder der ICs und ICEs München-Nürnberg könnte theoretisch auch in Ingolstadt halten, und man könnte die schlechte Anbindung so lösen. Zumal die Strecke zwischen Ingolstadt und Regensburg eingleisig, und nicht elektrifiziert ist, und auch noch nicht in Planung ist dies zu ändern.
Zum anderen würdest du Landshut (immerhin 10. Größte Stadt und schnellst wachsende) und Freising die einzige Chance auf Fernverkehr nehmen, der geographisch sinnvoll ist.
Dass weniger oft gehalten werden soll ist in Ordnung, allerdings sollte Marktredwitz aufgrund seiner Knotenfunktion bleiben.
Den größten Kritikpunkt sehe ich aber in der Flügelung: für Kleinstädte die laut dir „noch ganz unbedeutend“ sind und in Summe gerade Mal 55000 Einwohner haben lohnt sich das nicht, zumal ICs ja fast immer eigenwirtschaftlich fahren müssen, und ich bezweifle dass man aus diesem Zugteil genügend Fahrten generieren könnte um das wirtschaftlich darzustellen.
Elektrisch ist die Donaustrecke schon, aber halt eingleisig.
Die Donaustrecke ist eingleisig, ohne siginifikante Ausbauten bekommst du da einen FV-Taktzug nicht drauf. Schon die wochenendlichen Agilis-Sprinter sind da eher mit Hängen und Würgen zu verkraften, denn GV soll da ja auch noch rüber, insbesondere hier als Verbindung von Ingolstadt (Audi, Raffinerien) nach Regensburg zum Bayernhafen. Auch Ingolstadt – München liegt kapazitätsmäßig ziemlich an der Grenze.
Ich finde auch gar nicht, dass ING so schlecht angebunden ist – Stundentakt mit einzelnen Verdichtern plus den Münüx noch als Extraleckerli – ginge sehr viel schlimmer. Persönlich wäre ein Halt der L41 für mich zwar sehr bequem, aber es gibt schon Gründe, warum einige Taktlinien hier auch durchfahren. Die Anbindung von Donauwörth (dessen Sinn eh immer nur Knotenanschlüsse Richtung Ulm und Günzburg sind, die sonst sehr schlecht aus Richtung Norden erreichbar sind) ist seit Bau der NIM eindeutig schwächer.
Ostbayern: Klar, ist nach Abschluss der Elektrifizierungen ja auch geplant, halt über Landshut. Für den Ast nach Marienberg sehe ich bestenfalls wochenendliche Einzelleistungen für den Touriverkehr, unter der Woche würde ein beschleunigter Regionalverkehr sicher den Anwohnern mehr helfen.