Beschreibung des Vorschlags
Dies ist ein Vorschlag für eine Intercity-Linie aus der Kategorie „Lumpensammler“ (frei nach Zeruplal) von Dresden über Freiberg, Chemnitz, Glauchau, Zwickau, Plauen, Hof, Weiden in der Oberpfalz, Regensburg und Landshut nach München. Alle Zwischenhalte haben, bis auf Glauchau, mehr als 40.000 Einwohner und, bis auf Regensburg, im Fahrplanjahr 2017 keinen Fernverkehrsanschluss.
Glauchau wird bedient aufgrund des Anschlusses nach Gera, Jena, Weimar, Erfurt, Gotha, Mühlhausen, Leinefelde und Göttingen, wo wiederum Anschluss nach Norddeutschland besteht. Dazu wäre am besten ein kurzer, bahnsteiggleicher Umstieg von den IC-Zügen aus Regensburg.
In Regensburg sollte wiederum ein guter Anschluss an die Fernverkehrszüge in Richtung Österreich bestehen.
Beim Umsetzen in Regensburg wird eine dort stationierte dieselelektrische Lokomotive vorgespannt. Andersherum wird die dieselelektrische Lokomotive in Regensburg zurückgelassen und bis München und zurück mit einer rein elektrisch betriebenen Lokomotive gefahren. Eine Elektrifizierung der Strecken ist im Bundesverkehrwegeplan 2030 vorgesehen.
Sobald es irgendwann mal eine Strecke von Langenbach zum Flughafen geben, wie zum Beispiel eine SFS Ingolstadt–Flughafen, soll der IC natürlich auch den Flughafen anbinden.
Takt
- Montag–Donnerstag: Zwei Zugpaare pro Richtung (je eins morgens, eins abends)
- Freitag–Sonntag: Zweistundentakt (ungefähr alternierend zum RE Hof–München, aber natürlich schneller)

Mit dem Label scheine ich ja einen Nerv getroffen zu haben. 😉
Die Linie ist gut, und für 2022 als IC65 eh schon angekündigt, wenn die Elektrifizierung zwischen Regensburg und Hof vollzogen ist. Vermutlich mit weniger Halten (ich schaue da auf Freiberg und Glauchau), aber darüber kann man ja diskutieren. Geschwindigkeitsrekorde würde man so und so nicht brechen, aber es ist schon ein Problem, dass man von den südlichen Bezirken Bayerns nicht gut nach Sachsen kommt. Umsteigen in Hof oder Erfurt ist da eigentlic immer angesagt
Trotzdem wäre die Linie für Regensburg, die Oberpfalz und Oberfranken ein Fortschritt, da kein echter Fernverkehr in die Landeshauptstadt besteht. Entsprechend halte ich auch wochentags einen dichteren Takt für sinnvoll. Wirklich Konkurrenz zum alex besteht da eigentlich nicht, der im Grunde „nur“ ein komfortablerer und langläufiger RE ist.
Falls die Marzlinger Spange (die Anbindung des Flughafens aus Richtung Landshut) doch irgendwann kommen sollte, wäre ein Halt am Flughafen natürlich naheliegend.
Ja, und es ist auch schon ein IC für Trier für 2030 (!) „angekündigt“. Dabei ist die Bahn doch sonst nicht so weitsichtig.
Aber ich bin da ganz deiner Meinung.
> Beim Umsetzen in Regensburg wird eine dort stationierte dieselelektrische Lokomotive vorgespannt. Andersherum wird die dieselelektrische Lokomotive in Regensburg zurückgelassen und bis München und zurück mit einer rein elektrisch betriebenen Lokomotive gefahren.
Wenn eine solche Linie Erfolg haben soll, müssen deren Züge flott unterwegs sein, Lokwechsel sind da pures Gift. Und hier brauchst du gleich zwei davon, wenn du zwischen Hof und Dresden (deutlich weiter als Regensburg-München) nicht unterm Fahrdraht rumdieseln willst. Also – erstmal die Strippe bei.
Ein anderes Mittel zur Beschleunigung des Zuglaufes ist glücklicherweise schon verbaut: nämlich, und jetzt mach ich mir wieder Feinde, die Streckenausrüstung für die Neigetechnik. Wenn die eingesetzten Züge damit was anfangen können, wird die Verbindung buchstäblich ein Renner 😉
Naja, in Regensburg bietet sich aufgrund des Umsetzens ein Lokwechsel an, wenn nicht gerade ein IC2 eingesetzt wird. In Hof wird es wirklich doof. Aber die Bahn wird da ohne Überkopf-Fahrstromversorgung ohnehin nicht mitmachen, daher wird es Zeit, dass endlich die Gelder für die Elektrifizierung bereitgestellt werden.
Die Diskussion hier erinnert mich an einen Beitrag des SWRs zum ICE-T, in dem es bei 1:50 –natürlich völlig wertungsfrei– hieß: „Die Neigetechnik – sie gibt dem Zug die nötige Schieflage, um Verkehrspolitiker glücklich zu machen.“
Die Strecke ist schon seeehr kurvig. Der ganze Korridor ist bald elektrifiziert. Im Fernverkehrskonzept ist diese IC-Verbindung auch geplant. Ich halte den Vorschlag daher für gut umsetzbar. Allerdings wären Halte noch in Reichenbach, Marktredwitz, Schwandorf und Freising realistisch. Wenn man einige Streckenabschnitte ausbaut, wird die Fahrzeit sicher attraktiver. Ansonsten „Daumen hoch“ 😉
Das wäre mir zu RE-mäßig. Irgendwo muss es auch ein Fernverkehrszug bleiben. (Könnte ich mir aber als IRE vorstellen!) Schon jetzt bedient mein IC von Dresden bis Hof jeden zweiten Halt des REs (aber auch zurecht, wie ich finde).
Ich glaube da verliert man mehr Fahrgäste, als dass man welche gewinnt. Der IC2 ist auch RE-ähnlich. Sieh dir mal die Halte zwischen Oldenburg und Leer an. Ich finde ICs sollten in Städten mit min. ~ 20.000 Einwohnern halten und ICEs in Städten mit min. ~ 50.000 Einwohnern halten, wobei Bahnknotenpunkte auch deutlich weniger Einwohner haben können, Siedlungen in Ballungsräumen aber auch deutlich mehr haben müssen. Diesbezüglich verstehe ich auch deinen optionalen Umweg über den Flughafen München nicht. Dadurch wird die Fahrtzeit länger, aber Einwohner gibt es dort auch nicht und von den Flugpassagieren (die meisten steigen nur um, da es ein Hub ist) ein Bruchteil mit Fernzügen anreist. Nur Regionalzüge zur Anbindung der Region (Landshut, Mühldorf etc.) an den Flughafen mögen da vielleicht sinnvoll sein.
Schlechtes Beispiel: die IC-Züge zwischen Oldenburg und Leer gelten gleichzeitig als REs. 😉 Man könnte überlegen, einfach den RE Dresden–Hof mit diesem IC zu vereinigen, wie das auch zwischen Bremen, Emden-Außenhafen und Nordeich-Mole geschehen ist. Dann würden hier ein paar Halte hinzukommen, dfür beim RE manche wegfallen.
Mit deiner Einordnung bin ich einverstanden, wobei dann die Frage ist, warum auch ICs in Treysa halten (oder du einen Halt in Wabern forderst ;-)) – das ist nun wirklich nicht groß und bietet auch keine spannenden Anschüsse.
Für diese ganzen Städte gibt es ja schon den alex. Ein echter Fernverkehr sollte da schon klar beschleunigt fahren.
Ein halt am Münchner Flughafen wäre erwünschenswert. Am sonsten ist dieser Beitrag Top.