12 Kommentare zu “Hameln: Afferde – HBF – City – Wangelist – Klein Berkel

  1. Über eine Weiterführung meiner Linie nach Afferde hatte ich auch erst nachgedacht, aber dann war mir doch der Aufwand einer neuen langen Bahnbrücke zu hoch für dieses vergleichsweise überschaubare Dorf. Deine Streckenführung dort würde einen möglichen Bahnhaltepunkt in der Mitte der Ortschaft gut ergänzen. Auf dem Weg zum Bahnhof liegt aber kaum Fahrgastpotenzial, sodass ich die Wirtschaftlichkeit ein bisschen anzweifle.

    Ich verstehe, warum du eine zweite Führung zur Innenstadt wählst. Aber es wäre ja eigentlich für die Realisierbarkeit beider Linien von Vorteil, wenn sie möglichst viel gemeinsame Strecke haben.

    Und ob es funktioniert auf dem eingleisigen Stück in der Innenstadt 4 Bahnen in 10 – 15 min. unterzubringen wage ich zu bezweifeln.

    Bis Wangelist finde ich die Streckenführung einwandfrei. Ob man anstatt des Schlenkers in die entgegengesetzte Richtung, der den Süden nicht mal richtig erschließt und keinen Bus ersetzten könnte, nicht lieber einen P + R am Ortsausgang realisieren sollte, lasse ich mal offen, ich fände nämlich beides nicht optimal.

    Was hältst du allgemein von einer Regiotram, vielleicht bis ins Lipperland?

    1. Wo siehst du den Bedarf für eine „neue lange Bahnbrücke“?

      Mit der Wirtschaftlichkeit mag das so eine Sache sein. Natürlich wäre der Straßenbahnbetrieb auf Zuschüsse angewiesen, wie jeder andere Straßenbahnbetrieb auch. Wie hoch diese Zuschüsse sein müssten, kann ich nicht beurteilen. Man muss es politisch wollen. Das ist bei deiner Linie aber ganz genau das gleiche.

      Auf dem Weg von Afferde zum Bahnhof mag nicht ganz so viel los sein, wenn man von der Südstadt und einer ganzen Reihe von gewerben absieht, aber die Züge sollen sich ja auch schon in Afferde füllen.

      Eine gemeinsame Führung beider Linien wäre sicher von Vorteil, aber eine Führung an der Innenstadt vorbei wäre ungünstig. Optimalerweise sollten beide Linien gemeinsam vom Bahnhof zur Altstadt führen und diese durchqueren. Das ginge aber vermutlich nur, wenn du deine Linie über meinen Weg führst und sie am Markt nach Norden abbiegen lässt. Platz wäre dort ja, aber das ist natürlich deine Entscheidung. Außerdem kann ich auch gut nachvollziehen, dass auch eine Bedienung der Mühlen-, Hafen- und Kaiserstraße ihren Reiz hat. Optimal wären beide Linien, aber man kann notfalls auf eine verzichten.

      Was den Verkehr in der Innenstadt betrifft, scheinst du zu übersehen, dass zwei Linien gar nicht mehr Kapazität erfordern als eine, wenn man deren Züge unmittelbar hintereinander fahren lässt. In Richtung Süden müssten die Züge beider Linien in etwa gleichzeitig den Markt erreichen und dort in einer Ausweiche ihre jeweiligen Gegenzüge abwarten. Diese kämen unmittelbar hintereinander aus der Bäckerstraße. So ergäben sich ideale Über-Eck-Anschlüsse am Markt und auch in Richtung Süden würde beide Züge hintereinander durch die Bäckerstraße führen. Für die etwa 250 m bis zum Münsterkirchhof sollten vier Minuten ausreichen. Das wären etwa 4 km/h! Nach 5 min wäre die nächste Begegnung einzuplanen. Realistisch betrachtet würden sich die nächsten Begegnungen frühestens auf der Münsterbrücke oder in der Mühlenstraße ergeben.

      In Wangelist wäre höchstens noch ein Bus zum Jägerpfad nötig, doch für die wenigen Häuser dort, scheint mir das nicht unbedingt erforderlich. Ansonsten wäre alles nordwwestlich der Hümme mit der Straßenbahn und kurzen Fußwegen erreichbar. In Klein Berkel würde ich noch eine Buslinie über Grabbe- und Schulstraße fahren lassen, die dann nach Groß Berkel weiterfahren könnte. Eine weitere Buslinie könnte Berkeler Warte über die B1 nach Groß Berkel und sonstwo hin fahren. Wichtig ist natürlich, dass die Straßenbahn möglichst viel Autobusverkehr ersetzt, was durch diese Linienführung aber auch möglich wäre.

      Eine Regiotram erfordert EBO-taugliche Fahrzeuge. Diesen müssen mindestens 2,65 m breit sein. Angesichts der engen Bäckerstraße in der Altstadt erscheinen mir schmalere Züge sinnvoller, zumal in einer kleineren Stadt, wie Hameln, auch keine übergroßen Kapazitäten bei den Fahrzeugen erforderlich wären.Ich bin skeptisch, ob man mit einer Regiotram in die Innenstadt käme. Falls das nicht ginge, wäre das ein großer Nachteil.

      1. Eine Brücke über die Bahnlinie (welche an dieser Stelle auch noch sehr viel Gleise aufweist) müsste man bei meinem Vorschlag bauen, um nach Afferde zu gelangen. Deswegen ist die Führung direkt zum Bahnhof wie du sie gezeichnet hast wahrscheinlich sinnvoller.

        Mit wirtschaftlich meine ich „besser als ein Bus“. Dass eine Straßenbahn natürlich meist auf Zuschüsse angewiesen ist und in Anschaffung und Unterhalt auch recht teuer ist, ist mir natürlich klar. Aber ob die ca. 4000 erreichten Einwohner in Afferde ausreichen, um eine Bahn zu füllen, bezweifel ich ein wenig.

        Als Einzelnes bevorzuge ich „meine“ Führung in die Innenstadt, da sie z.B. auch noch die Rattenfängerhalle erschließt. Würde man aber wirklich eine zweite Linie realisieren wollen, wäre es wahrscheinlich sehr viel günstiger nur eine Strecke (in diesem Fall deine) in die Innenstadt zu bauen. Dann würde ich aber auf den Halt in der Nähe des Bahnhofs an der Wellhausenstraße verzichten.

        Und ja, wie du es beschreibst, würde eine Begegnung in der Altstadt funktionieren, allerdings wird es wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass die Wagen dann dort eine geringe Wartezeit haben (was ja nicht schlimm ist, da viele Fahrgäste ohnehin dort aussteigen).

        Ich meinte nur, ob sich die 4 Haltestellen in Klein Berkel lohnen, wenn man dort sowieso noch einen Bus bräuchte, der die Siedlung zudem zentraler erschließen würde. Da würde ich dann vlt. lieber einen P+R Platz an der Werkstraße vorsehen, den z.B. auch Reisegruppen nutzen können.

        1. Afferde hat 5200 Einwohner. 😉 Ich gebe zu, das ist relativ knapp, aber das sind vermutlich mehr Einwohner, als an deiner Strecke im Bereich der 217. Ich weiß, du möchtest da das Gewerbe erschließen, aber Gewerbe gibt es an meiner Strecke auch einiges.

          An den Halt an der Wellhausenstraße kann ich auch verzichten.

          Am Markt wäre in der Tat eine gewisse Wartezeit nötig, um das Umsteigen in beiden Richtungen zu ermöglichen, aber diese halte ich für vertretbar.

          Die Schulstraße in Klein Berkel liegt zwar zentraler, weshalb ich dort auch einen Bus lassen würde, aber dort befindet sich nur eine lockere Bebauung aus Einfamilienhäusern. Im Bereich meiner Straßenbahntrasse ist die Bebauung dichter, dort gibt es neben Reihenhäusern auch größere Wohnblöcke. Ich gebe aber zu, dass man auf das letzte Stück verzichten könnte, deshalb habe ich ja auch die Wendeschleife am Dreieck eingezeichnet, die allerdings auf zwei Brücken über die Humme gehen müsste. Wenigstens diesen Anschluss nach Klein Berkel halte ich aber für wichtig, da der Ortskern noch zu Fuß erreichbar wäre. Eine Führung zur Werkstraße halte ich dagegen nicht für erforderlich, da dort kaum noch jemand wohnt. Erschließen würde man Einzelhändler der Nahversorgung, die kaum mit der Straßenbahn angefahren werden würden, da sich eine solche Fahrt wegen der kurzen Entfernung zum Wohnort nicht lohnt, zumal sehr viele Kunden in Klein Berkel wohnen dürften. Ferner wären dort ein paar Möbelhäuser und Raumausstatter, deren Waren üblicherweise so sperrig sind, dass man sie kaum mit der Straßenbahn nachhause bringt. Okay, für den Einzelhandel könnte es interessant sein, aber wenn die Straßenbahn dann entlang der B1 fährt, wo rechts und links Gewerbe ist und die Wohnbebauung erst dahinter, dann lohnt sich wegen den Fußwegen zur Straßenbahn deren Nutzung nur wenig. Es wird kaum einer quer durch Hameln fahren, um dort zu Aldi zu gehen, da es sicher noch andere Einkaufsmöglichkeiten in Hameln geben wird.

          1. Ich sprach in Afferde extra von den „erreichten Anwohnern“ 😉

            Grundsätzlich teile ich deine Ansicht zum Halt an der Werkstraße, solche Einzelhändler müssen wirklich nicht mit einer Straßenbahn angefahren werden. Vielmehr ging es mir aber um den P+R – Platz.

            Vor allem die Innenstadt habe ich in Hameln als ziemlich eng bebaut erlebt, fast der gesamte Verkehr geht übern den Ring um die Altstadt. Um diesen wenigstens etwas zu entlasten, könnte man bei meiner Variante für den östlichen und bei dieser Variante für den südlichen und westlichen Verkehr eine Möglichkeit schaffen, schon früh vor dem Zentrum in die Bahn einzusteigen.

            Das wäre denke ich besonders interessant für Reisebusse mit Tagestouristen aber auch für normale Pendler, um sich die stressige Innenstadtdurchfahrt zu sparen.

            Vielleicht würde der Platz aber auch westlich deiner Haltestelle „Berkeler Warte“ ausreichen…..

            1. Okay, mit Afferde habe ich das übersehen. Ein P+R-Platz hat auch an der Berkeler Warte Platz.

              Auch in Afferde könnte ein P+R-Platz sinnvoll sein, etwa am Langen Feld. Dadurch könnten dann alle Einwohner von Afferde von der Straßenbahn profitieren. 😉

    2. Mir gefällt die aktuelle Führung ganz gut. Für noch mehr gemeinsame Strecke könnte man überlegen, über die Thiewallbrücke und dann gemeinsam zum Bahnhof zu fahren. Mit einem Halt am Torbayufer erreicht man außerdem noch den ein oder anderen Anwohner von der Breslauer Allee und Umgebung sowie vom Campingplatz.

      1. Darüber kann man natürlich auch nachdenken, allerdings ließe sich am Neuetor kein Über-Eck-Anschluss ermöglichen, da dort wegen der verkehrsreichen Kreuzung die Umsteigenden nicht schnell von einer Haltestelle zur anderen gelangen könnten. Außerdem wäre die Erschließungswirkung einer Strecke über die Thiewallbrücke ausgesprochen gering und aus Klein Berkel und Wangelist ergäben sich deutlich längere Fahrzeiten in die Innenstadt, da man sie erst umrunden würde, um sie von hinten zu erreichen.

  2. Ich habe übrigens die Schleife am Bahnhof beseitigt, da ein Anschluss zur S-Bahn auch mit sehr kurzen Fußwegen von einer Haltestelle aus möglich wäre, die unter der Eisenbahnbrücke liegen würde. Was haltet ihr davon?

  3. Mit dieser Ergänzung wäre eine Straßenbahn für Hameln wirklich gut vorstellbar. Mich stört etwas die Führung durch die Fußgängerzone, da eine Straßenbahn hier viel Unruhe in die kleinen Fachwerkstraßen bringen würde. Alternativ könnte die Linie über den Koppmannshof geführt werden, dies hatte ich für eine Regiotram schon einmal gezeichnet und nun hier noch einmal als Straßenbahn vorgeschlagen: https://linieplus.de/proposal/strassenbahn-ringlinie-hameln/

    Für die Strecke in Wangelist und klein Berkel könnte ich mir auch vorstellen, die Linie direkt vom Fort Luise über den Einschnitt der stillgelegten Begatalbahn zur Talstraße zu führen. Die Straßenbahn würde dann eine große Schlaufe durch klein Berkel und Wangelist fahren ohne an einem einzelnen Punkt zu wenden.

    Eine Verlängerung bis zum Multimarkt würde ich auch befürworten, da es dort neben viel Platz für P&R Parkplätze, einer größeren Disko auch spezielle Fachgeschäfte gibt, die es so in der Innenstadt nicht gibt (u.a. für Spielzeug, Kleidung und Lebensmittel).

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