Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag basiert auf der Annahme, dass an der Sternschanze mindestens ein Regionalhalt entsteht (ggf. auch Fernverkehr). Ob dieser Halt durch den VET oder durch einen anderen Ausbau entsteht, lasse ich offen.
In grau habe ich den Bestand eingezeichnet, in blau was neu gebaut werden muss.
Ziel des Vorschlags ist es, den Hauptbahnhof zu entlasten und attraktive Umsteigeknoten zu schaffen. Mit den S-Bahn-Linien S2, S5 und S6 sowie den U-Bahn-Linien U2 und U3 wäre Sternschanze sehr attraktiv.
Streckenverlauf:
Die eingleisige Verbindungskurve zwischen Christuskirche und Schlump sollte zweigleisig ausgebaut werden, sodass die U2 in Schlump zukünftig oben hält. Dafür müsste zudem der Außenbahnsteig zu einem Mittelbahnsteig umgebaut werden. In Schlump könnte man dann bahnsteiggleich zwischen U2 und U3 umsteigen (das geht heute auch schon am Berliner Tor). Die Strecke Schlump-Sternschanze muss viergleisig ausgebaut werden, sodass U2 und U3 auf getrennten Gleisen verkehren. Die U-Bahn Station Sternschanze wird neugebaut, da die bestehenden Bahnsteige nicht breit genug sind siehe (hier). In dem Zuge werden die Bahnsteige auch nach Süden verlängert und die Station wird modernisiert und auf 4 Gleise ausgebaut. Südlich der Station fädelt die U2 dann zu ihrer heutigen Strecke aus und fädelt vor der Station Messe in die Bestandsstrecke ein. Das U2-Gleis zum Hbf unterquert beim Ausfädeln das U3-Gleis vom Hbf
Bauweise:
Das Kreuzungsbauwerk (U2/U3 südlich der Sternschanze) sollte auch in offener Bauweise baubar sein. Bei der Überwerfung an Schlump könnte man das rechte U3-Gleis anheben, damit der U2-Tunnel später beginnt (also parallel zur bereits existierenden eingleisigen Verbindungskurve).
Vorteile:
Durch die neue Linienführung sind die U-Bahnen deutlich besser aus dem Regional- und Fernverkehr erreichbar. Zur U1 und U5 kann man in Dammtor umsteigen, zur U2 und U3 an der Sternschanze.
Für Reisende
- aus Kiel/Sylt nach Niendorf verkürzt sich die Reisezeit, weil nicht erst am Hauptbahnhof umgestiegen werden muss.
- in die Innenstadt könnte ein Umstieg an der Sternschanze interessant sein, da die U2 am Gänsemarkt und am Jungfernstieg hält
- nach Bergedorf (von U2 Nord) kann man bereits in Sternschanze umsteigen und nicht erst am Hauptbahnhof
- nach Harburg kann man schon an der Sternschanze in die S5 und S6 umsteigen
Die Laufwege bei einem Umstieg an der Sternschanze sind zudem deutlich kürzer als am Hauptbahnhof. Zudem wird der Hauptbahnhof entlastet.
Was passiert mit der unteren Schlump-Station?
Ich arbeite aktuell an einem U5-Abzweig hinter der Haltestelle „Universität“ (Kreuzung Grindelallee/Grindelhof) zur U2-Schlump-Station. Diese neue U-Bahn soll im Westen dann über Diebsteich und Trabrennbahn Bahrenfeld nach Blankenese geführt werden. Der Verlauf ab Emilienstraße ist u.a. inspiriert von Ulrich Conrad und die Führung nach Blankenese von McManu.

Dieser Vorschlag verbessert die Vernetzung zwischen U-Bahn und S-Bahn an einer zentralen Stelle im Netz.
Von daher Daumen hoch !
Das sieht sinnvoll aus. Gute Verwendung der Betriebsstrecke. Ich meine, die U3-Station soll irgenwann mal neu errichtet werden, also würde ich mich nicht zu sehr auf die Lage festnageln.
Danke
Ja genau. Ich denke etwas weiter südlich würde mehr Sinn machen, aber die Station wird ja ungefähr an der Stelle (unter der Verbindungsbahn) bleiben. Und dass die Bahnsteige dort viel zu eng sind, ist logisch. Unabhängig von der U2-Führung müsste mit Einrichtung des Regiohaltes auch die U-Bahn-Station ausgebaut werden. Pläne für letzteres gibt es ja. In den 2030ern soll die Station laut Hamburger Abendblatt umgebaut werden. Da bietet sich die Erweiterung (/Umbau) für die U2 ebenfalls an. Und mit der U1/U5 am Dammtor wird ja ähnliches gemacht. Die Station Stephansplatz wird näher an Dammtor gelegt und es wird ein bahnsteiggleicher Umstieg zwischen U1 und U5 möglich gemacht.
Aktuell ist die Verlegung der U3 (Sternschanze nach Süden) und die Verlegung des S-Bahnhof Sternschanze (in den untergrund für VET) geplant, wie du richtig bemerkt hast.
Wenn man also zwei Strecken verlegen will: Denkst du es wäre günstiger noch eine dritte zu verlegen, als die zwei Strecken, die in eh schon verlegt werden zur dritten zu verlegen.
Ganz konkret schaut, dass so aus. Von der Politik wird aktuell gewünscht, den U-Bahnhof Sternschanze nach Süden zu verlegen. Dabei könnte man die U3 auch etwas östlicher (bis etwa zum Mövenpick Hotel verlegen) . Zwischen Diesem und der U2 Strecke entsteht der geplante S-Bahnhof des VET. Dies sind bereits geplante Projekte mit etwas abgeänderter Trasse.
Dann muss man „nur“ noch einen U-Bahnhof für, die U2 bauen, ohne wie bei dir Strecken zu verlegen und schafft dadurch deutlich einfacher einen Umsteigeknoten.
VG Geomaus007
P.S. Warum wählst du nicht die Kategorie U-Bahn? Für S-Bahn Neubauten wäre deine Kategorie völlig richtig. Die Kategorie „Eisenbahn Infrastruktur“ wird in der Regel für Infrastrukturmaßnahmen von nach der EBO betriebenen Strecken genutzt. Es wäre nett, wenn du kurz mal darüber nachdenkst. Sonst alles sehr gut eingezeichnet.
Geplant ja, aber die Umsetzung ist stand heute äußerst fragwürdig. Nichtsdestotrotz sollten die unwahrscheinlichen Änderungen irgendwie in den Planungen berücksichtigt werden, damit diese später nicht (baulich) unmöglich werden.
Kostenmäßig günstiger vielleicht, aber da geht auch der Nutzen deutlich runter. Die U3 soll ja auch nur minimal verlegt werden (ähnlich wie die U1-Station am Stephansplatz mit Bau der U5). Und selbst wenn der VET kommt, würde der Regionalhalt ja an der heutigen Stelle entstehen. Die Gleise liegen schon perfekt geweitet für einen Bahnhof mit vier Bahnsteigkanten.
Wenn ich dich richtig verstehe willst du die Strecken zur U2 verlegen, wo heute weder eine U-Bahn Station noch eine S-Bahn-Station ist, wo aktuell kein Platz für Regio-Bahnsteige ist und wo deutlich weniger Leute hin wollen (bzw. Dammtor deckt schon einen großen Teil davon ab).
Der Bau einer Station für die U2 wäre baulich viel anspruchsvoller. Eine offene Baugrube ist wahrscheinlich nicht möglich, der Fernsehturm ist direkt daneben und die Messehallen kann man wahrscheinlich nicht so leicht abreißen.
Also, beim besten Willen sehe ich keine Vorteile für eine Verlegung zur U2. Ich denke selbst kostentechnisch ist meine Alternative überlegen. Ich sehe maximal 3km Tunnel-NBS vor und die Station Sternschanze wird ohnehin aufgegraben. Die Regiostation ließe sich ohne Gleisverlegung an der Stelle realisieren und die VET S-Bahn-Station kann man in offener Bauweise davor bauen.
Das wäre mir aber sehr neu. Hast du dafür eine Quelle?
Ich finde die U-Bahn Station sollte nur eine Station bekommen und nicht 2, wie am Hauptbahnhof. An Regio- und Fernbahnhöfe sind auch viele ortsfremde, was u.a. bei der Bahnhofsgestaltung berücksichtigt werden sollte.
Die Strecken? Die Lage der U3 wird ohnehin angepasst. Bei dir müssten die 4 Verbindungsbahngleise angepasst werden und neue Grundstücke (von der Messe) gekauft werden, um einen Regiohalt zu ermöglichen (welcher ja die Grundvoraussetzung für diesen Vorschlag ist). Zudem läge die Station viel schlechter (keine wirkliche Straßenanbindung) und sehr nah an Dammtor.
Hab es geändert, danke.
Wie würdest du denn diesen Vorschlag positionieren, wenn der VET mit der südlichen Trassierungsvariante umgesetzt würde? Siehst du ihn dann trotzdem noch als umsetzungswürdig?
Ohne Zweifel. Natürlich würde durch den Wegfall der S-Bahn die Attraktivität etwas fallen, allerdings halte ich den Knoten weiterhin für mega attraktiv.
Die U2 braucht heute von Schlump (bzw. Messehallen) zum Hauptbahnhof Nord 6 (bzw. 4) Minuten. Die Regionalzüge sind zwischen Sternschanze und Hauptbahnhof (mit Halt in Dammtor) nicht schneller. Zudem ist der Umstieg am Hauptbahnhof nervig, da man den Hbf erst verlassen muss, um zur U-Bahn Station Hauptbahnhof Nord zu kommen. Das ist natürlich mit langen Laufwegen verbunden. Folglich würden alle Reisenden mit Ziel an der U2 in Sternschanze erstmalig umsteigen.
Für Reisende mit Ziel auf dem U2-Nordast ergibt sich vermutlich eine Fahrzeitersparnis von 15-20 Minuten, da man sich den Umweg über den Hauptbahnhof spart.
Für Reisende mit Ziel HafenCity ist die Verbindung über Sternschanze und Jungfernstieg (Umstieg zur U4) schneller und vermutlich auch bequemer als nur ein Umstieg am Hauptbahnhof.
Durch die Verlegung der U1/U5-Station Stephansplatz nach Norden, gewinnt vermutlich die Station Gänsemarkt an Relevanz. Auch die Station Jungfernstieg ist für viele interessant (sowohl für Business als auch sight-seeing), wobei man diese auch über Dammtor erreichen könnte.
Ich denke die neue Trassierung ist verhältnismäßig leicht umsetzbar.
Ich finde den Vorschlag gut, finde aber wenn man so eine Chance schon einmal hat sollte man die maximale Barrierefreiheit da rausholen. Ich würde es nach Frankfurter Vorbild machen: Eine Station mit Außenbahnsteigen und einem Mittelbahnsteig (U3 Süd, U2 Süd + U3 Nord, U2 Nord) und eine Station mit zwei Mittelbahnsteigen (U3 Süd + U2 Süd, U3 Nord + U2 Nord). So kann man 3 von 4 „Kombinationen“ anbieten und es mobilitätseingeschränkten und lauffaulen [;)] Personen leichter zu machen. Alternative wäre natürlich die Gleise untereinander zu platzieren, wie in Hannover am Aegidientorplatz oder in Düsseldorf an der Oststraße. Dann könnte man den Halt der U2 am Schlump auch komplett weglassen, bei so einem großen Eingriff kein unrealistischer Gedanke wie ich finde.