Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag beruht auf der von Zeru veröffentlichten Vorschlagsreihe einer Straßenbahn für Hamburg. Zudem steht er in direktem Zusammenhang zu meinem Vorschlag eines Ostastes Richtung Marienthal und Jenfeld. Thema ist eine zweite ost-westliche Innenstadtquerung, auch um die zusätzlichen Linien vom Ostast in die Innenstadt führen zu können, ohne eine Überlastung zu verursachen.
Dass Hamburg eine Straßenbahn dringend nötig hat, wurde schon oft genug erörtert. Die massiven Engpässe im Busnetz lassen sich nicht nur mit U-Bahn-Neubauten beheben. Das von Zeru vorgeschlagene Netz ist hier ein sehr gutes Konzept, auf den Hauptstrecken ein Straßenbahnnetz einzuführen. Durch den von mir ausgearbeiteten Ast in den Hamburger Osten kommen nun noch zwei Linien zusätzlich aus östlicher Richtung in die Innenstadt. Geht man von Zerus Netz aus, träfen dann bis zu 9 Linien am Hauptbahnhof zusammen. Das ist definitiv zu viel und würde selbst mit einem viergleisigen Ausbau definitiv zur Überlastung führen. Der Knoten Petrikirche wäre ganz genauso betroffen.
Die Lösung ist eine zweite Innenstadtstrecke in Ost-West-Richtung. Diese beginnt an der Hohenfelder Brücke, wo die Strecken von Mundsburg und Landwehr aufeinandertreffen, und führt am Alsterufer entlang bis zum Jungfernstieg, wo sie auf die Nord-Süd-Achse trifft. Vom Gänsemarkt führt sie dann weiter, tangiert das Heiligengeistfeld nördlich und mündet am Neuen Pferdemarkt in die Bestandsstrecke nach Iserbrook.
- Hauptlinie auf der neuen Strecke wird die M20, die dafür von der Strecke über Hauptbahnhof und Petrikirche verschwindet. Umsteigeverbindungen gehen trotzdem kaum verloren, da auf dem Ostast die Linie 22 auf der südlicheren Achse bleibt. Auf dem größten Teil des Westastes gilt das gleiche für die Linie 26. Zudem bedient die M20 immer noch die Bahnhöfe Diebsteich und Holstenstraße, auch Anschluss an alle U-Bahn-Linien besteht weiterhin.
- Die Fahrten der M20 auf der südlichen Ost-West-Strecke werden durch die Linie 21 ersetzt, die von Tonndorf kommt und in St. Pauli endet.
- Da die 12 nach Wandsbek fährt, übernimmt die 13 den Ast nach Tiefstack und fährt nun ganztägig bis Eimsbüttel. Die Reststrecke bis Rübenkamp wird weiterhin nur zur HVZ bedient. Damit wird die Grindelachse noch etwas gestärkt.
- Die 43 aus Harburg geht in St. Annen daher nicht mehr auf die 13 über (was wegen der sehr großen Länge dieser Kombilinie sowieso problematisch wäre), sondern auf eine neue Linie 16, die (grundsätzlich nur zur HVZ) über die neue Ost-West-Strecke bis Bahrenfeld verkehrt.
Da ich schon für Zerus Vorschlagsreihe die Netzpläne angefertigt habe, habe ich das hier natürlich auch gemacht:


Gefällt mir ganz gut. Ich hatte (wenn auch unter anderen Voraussetzungen) auf der Ost-West-Achse zwischen Verbindungsbahn und City-Tunnel auch schon die Idee einer Straßenbahnverbindung erkannt.
Schön, dass du dir auch – im Gegensatz zu mir – die Mühe gegeben hast, das in das Linienkonzept von Zeru einzuordnen. Allerdings wäre es ganz nett, wenn man deine Übersicht irgendwo als Bild/PDF o.ä. herunterladen könnte, denn auf der Übersicht hier lässt sich kaum etwas erkennen.
Man kann jedes Bild vergrößert ansehen über Rechtsklick > Grafik anzeigen.