HH: Stellingen Regionalbahnhof

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Beschreibung des Vorschlags

Der Hamburger Hauptbahnhof ist chronisch überlastet. Als Entlastungsmaßnahme halte ich weitere Halte mit guter ÖPNV-Anbindung für sinnvoll, um Passagierströme vom Hauptbahnhof fernzuhalten. Mit der U5-Station eignet sich Stellingen sehr gut. 

Dieser Vorschlag ist Teil einer Vorschlagsreihe, bei der sowohl Regional- als auch Fernverkehr zusätzliche Halte in Hamburg bekommt, die dazu führen sollen, dass sich die Reisezeit für viele Reisende verkürzt und Umstiege außerhalb des Hauptbahnhofs genommen werden können (und dieser somit entlastet wird). Zu den Stationen zählen neben Diebsteich (S3, S4, S5, ggf. noch ein U2-Abzweig) und Dammtor (S2, S5, U1, U5) unter anderem auch Sternschanze (S2, S5, U3), Berliner Tor (S1, S2, S4, U2, U3, U4) und Stellingen. 

 

Bauliche Veränderungen

Die Gleislage der vier Fernverkehrsgleise muss ein wenig verändert werden, sodass zwei 220m lange Mittelbansteige errichtet werden können. Zukünftig sollte die Strecke mit 160-200km/h befahren werden können (sodass der Fernverkehr Kiel-Hamburg Hbf in <59 min schafft).

Zudem soll an dem dritten S-Bahn-Gleis ein Bahnsteig errichtet werden, sodass bei Großevents (z.B. HSV-Spielen) zwei Gleise für die ankommenden bzw. abfahrenden Besucher zur Verfügung stehen und eins für die entsprechende Gegenrichtung. Die drei zu errichtenden Weichen ermöglichen die flexible Gleisnutzung. Außerhalb von Großveranstaltungen kann der Außenbahnsteig geschlossen werden, sofern er nicht auch im regulären Betrieb gebraucht wird. Mit einer Ring-S-Bahn über die Güterumgehungsbahn (die sich auch in meinen Entwürfen befindet) wäre ein zweites Bahnsteiggleis für die stadteinwärts verkehrenden Züge sinnvoll, sodass dann der neue Bahnsteig dauerhaft geöffnet wäre. 

 

Zukünftig sollen folgende Züge in Stellingen halten:

  • RE7 nach Flensburg/Kiel
  • RE70 nach Kiel
  • RE6 nach Westerland (Sylt)
  • RB71 nach Itzehoe/Wrist
  • S4
  • ggf. Sonderzüge für Großveranstaltungen (im Volksparkstadion)
  • ggf. IC nach Aarhus

 

Umstiegsmöglichkeiten:

  • S-Bahn: S3, S4 und S5
  • ggf. S8 Ringbahn via GUB (z.B. Vorschlag von joergm)
  • U-Bahn: U5
  • Bus: 22 und 180

 

Ähnliche Vorschläge:

Neulich wurde ein Regionalbahnhof Stellingen mal von Intertrain im Forum erwähnt. Außerdem gab es die Idee schon 2012 im bahninfo-forum.de 

 

Andere Umsetzungsmöglichkeiten:

Eine deutlich einfachere Umsetzung wären zwei Außenbahnsteige an der Strecke 1220. Allerdings ließe sich der Bahnhof dann später nicht gut erweitern und vier Bahnsteigkanten erachte ich nicht für unverhältnismäßig gegeben der haltenden Züge. 

Metadaten zu diesem Vorschlag

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12 Kommentare zu “HH: Stellingen Regionalbahnhof

  1. Der Gedanke, durch mehr Regionalbahnhalte die Auslastung der wichtigsten Umsteigebahnhöfe zu reduzieren, ist richtig. Aber ob Stellingen der richtige Standort ist, weiß ich nicht, schließlich ist im Umfeld vergleichsweise wenig Bebauung und der Abstand zum zukünftigen Bf. Altona recht gering. Das würde aus meiner Sicht eher für einen Standort an der Elbgaustraße sprechen mit mindestens genau so guter Busanbindung. Für Stellingen spricht lediglich die U5.

    1. Aber ob Stellingen der richtige Standort ist, weiß ich nicht, schließlich ist im Umfeld vergleichsweise wenig Bebauung und der Abstand zum zukünftigen Bf. Altona recht gering.

      Aber das Ziel ist es ja neue „Umsteigehubs“ zu schaffen. Da ist es erstmal nachrangig, ob im direkten Umfeld viele wohnen (auch wenn ich das Argument immer sehr gerne gegen die Verlegung des Fernbahnhofs nach Diebsteich verwende).

      Das würde aus meiner Sicht eher für einen Standort an der Elbgaustraße sprechen mit mindestens genau so guter Busanbindung.

      An der Elbgaustraße hält zukünftig doch nur die S3, oder? Die S5 biegt nach Kaltenkirchen schon vorher ab, die S4 fährt über die Fernbahngleise durch und eine GUB-Ring-S-Bahn würde den Bahnhof erst gar nicht erreichen. Ich finde die Elbgaustraße ist also deutlich weniger geeignet.

      Aber klar könnte man argumentieren, dass S3, S4, S5 und ggf. Ringbahn auch in Diebsteich halten und somit der Vorteil eines Halts in Stellingen nur der Umstieg zur U5 und der Volkspark (und ggf. das olympische Dorf) sind. Das halte ich aber schon für ausreichend.

      Außerdem denke ich, dass für Reisende aus Norden (z.B. nach Steilshoop) der Umstieg in Stellingen schneller ist, also der Umstieg am Hauptbahnhof. Somit würden dann alle Reisenden mit einem Ziel an der U5 schon in Stellingen umsteigen.

      Reisende mit der S4 könnten zudem auch zur S5-Nord schon hier umsteigen (z.B. Pinneberg-Kaltenkirchen), was vermutlich die Reisezeit etwas kürzt. Auch der Umstieg zur U5 ist hier möglich. Die nächste Möglichkeit wäre für die S4 Reisenden am Hauptbahnhof.

      1. Da ist es erstmal nachrangig, ob im direkten Umfeld viele wohnen

        Nachrangig ja, aber trotzdem ein relevanter Faktor bei einer Abwägung.

        Das würde aus meiner Sicht eher für einen Standort an der Elbgaustraße sprechen mit mindestens genau so guter Busanbindung.

        An der Elbgaustraße hält zukünftig doch nur die S3, oder? Die S5 biegt nach Kaltenkirchen schon vorher ab, die S4 fährt über die Fernbahngleise durch und eine GUB-Ring-S-Bahn würde den Bahnhof erst gar nicht erreichen. Ich finde die Elbgaustraße ist also deutlich weniger geeignet.

        Aber weder die S4 noch die S5 sind ein Bus, oder?

        Aber klar könnte man argumentieren, dass S3, S4, S5 und ggf. Ringbahn auch in Diebsteich halten und somit der Vorteil eines Halts in Stellingen nur der Umstieg zur U5 und der Volkspark (und ggf. das olympische Dorf) sind. Das halte ich aber schon für ausreichend.

        Genau so ist es, die S-Bahn-Anbindung ist nahezu komplett irrelevant, da die S-Bahn für Diebsteich – Stellingen gerade mal 4 Minuten braucht, die Regionalzüge eher so 2 Minuten, also 6 Minuten Ersparnis für Fahrgäste der S5. Die S4 würde dann ja am neuen Regionalbahnhof halten, ob Stellingen oder Elbgaustraße, spielt da keinen Unterschied.

        Das einzige Argument für Stellingen ist halt die U5, wobei ich auch hier argumentieren würde, dass die Möglichkeit besteht, an der Elbgaustraße in der S-Bahn umzusteigen und dann in Stellingen in die U5. Etwas umständlich, aber je nach Nähe des Ziels zum Hauptbahnhof sicherlich schneller als der Weg über den Hauptbahnhof.

        Außerdem denke ich, dass für Reisende aus Norden (z.B. nach Steilshoop) der Umstieg in Stellingen schneller ist, also der Umstieg am Hauptbahnhof. Somit würden dann alle Reisenden mit einem Ziel an der U5 schon in Stellingen umsteigen.

        Ganz bestimmt nicht. Stellingen – Hbf sind mit der U5 wenn ich richtig gezählt habe 11 Stationen, also ca. 20 – 25 Minuten Fahrzeit, Regionalzüge dürften diese Strecke in unter 10 Minuten bewältigen (16 Minuten Pinneberg – Hbf). Wer den Umstieg im Hbf in unter 15 Minuten schafft, also quasi alle, wird von dieser Option also keinen Gebrauch machen. Und auch bei 5 Minuten Zeitverlust würde ich lieber länger im komfortablen Regionalzug sitzen als mich dann für insgesamt über eine halbe Stunde in eine randvolle U-Bahn zu quetschen.

        Reisende mit der S4 könnten zudem auch zur S5-Nord schon hier umsteigen (z.B. Pinneberg-Kaltenkirchen), was vermutlich die Reisezeit etwas kürzt. Auch der Umstieg zur U5 ist hier möglich. Die nächste Möglichkeit wäre für die S4 Reisenden am Hauptbahnhof.

        Äh nein, der Umstieg S4 <-> S5 Nord wäre auch in Diebsteich möglich. Und auch für die U5 stimmt das nur, wenn du die Option eines Umstiegs in die S-Bahn an der Elbgaustraße nicht berücksichtigst.

    2. Was dafür spricht, ist, dass das Projekt in Stellingen deutlich einfacher durchzuführen wäre. An der Elbgaustraße sind die Fernbahngleise aus Platzgründen einmal links und einmal rechts des ICE-Werks. Hier wäre die Umsetzung deutlich schwieriger.

        1. Nein, ein Bahnhof mit vier Bahnsteiggleisen wie in Stellingen ist dort platztechnisch schlicht nicht umsetzbar, zumindest nicht in Nordrichtung und mit nur einem nordgerichteten Gleis wäre die Kapazität durch die fehlenden Überholgleise einfach zu klein.

          Abgesehen davon könnte man das ganze kaum als eine Btrst. betrachten, dafür wäre der Weg vom Südwestlichen Bahnsteig zur S-Bahn und den Bussen viel zu lang. Das ist für viele Fahrgäste einfach nicht zumutbar. Ich halte das für sehr unrealistisch.

    1. In meinem ersten Entwurf hatte ich auch nur Regionalbahnen eingeplant und REs nur vor und nach Großveranstaltungen. Ich denke aber, dass ca. 200.000 Einwohner (in Lurup, Eidelstedt, Stellingen, Lokstedt) eine deutliche Reisezeitverkürzung (>15 min) durch den Halt bekommen und gleichzeitig der Hauptbahnhof entlastet wird. Die REs sind häufig sehr voll, sodass dieses schon eine große Entlastung darstellen kann. Die Fahrt zum Hauptbahnhof verlängert sich durch diesen Halt vermutlich nur um 1-3 Minuten, verringert aber für einige die Reisezeit deutlich. Durch einen Ausbau der Strecke nach Elmshorn könnte man die Zeit vermutlich sogar wieder wettmachen.

  2. Hmm… Ich habe den Regionalbahnhof Stellingen ja selbst mal in den Raum geworfen, allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob dies der optimale Standort wäre. Einiges an Potential, was es heute gäbe, wird ja schon durch den zukünftigen Bf Diebsteich/Altona Nord aufgefangen. Und dann gibt es noch drei potentielle Standorte, die alle verschiedene Vor- und Nachteile haben:

    • Stellingen: Umstieg zur U5 (hohes Potential als Nordtangente und sowie bei Veranstaltungen), ggf. mit Ringbahn Süd
    • Eidelstedt: Etwas schnellerer Umstieg zur S5, größerer Abstand nach Diebsteich, ggf. mit Ringbahn Süd, dafür ohne U5
    • Elbgaustraße: Dichter besiedelter Einzugsradius, dafür kein Umstieg zur S5 und S5 aber mit Ringbahn Nord (ohne neuzubauenden Lückenschluss) und bindet den Hamburger Nordwesten abseits in größerem Abstand zu Diebsteich an

    Ich denke, man sollte das auch ein bisschen von dem Betrieb der Ringbahn abhängig machen. Kommt sie, wenn ja wie (Nord- oder Süd-Einbindung?) und welcher Takt?

    Ansonsten wäre Stellingen vielleicht eine gute (bessere?) Alternative zu Diebsteich gewesen (optimalerweise plus Beibehaltung eines reduzierten Kopfbahnhofs parallel zur S-Bahn), da dort mit der S5 ja immerhin eine weitere Anschlussmöglichkeit besteht, während in Diebsteich ja sogar die S6 vorbeiführen soll. Zugegebenermaßen wäre die Anbindung an den Abstellbahnhof Langenfelde und das Werk Eidelstedt aber nicht ganz so einfach… Aber das geht jetzt auch ein wenig ab vom Thema.

    1. Also ich finde Stellingen ist von den drei Möglichkeiten schon die beste Variante. Hier kann zur S5 (nach Kaltenkirchen), zur U5 und zu einer Ring-S-Bahn umgestiegen werden. Auch der Volkspark ist in der Nähe.

      Und Ziel des Bahnhofs sollte es ja schon sein, einen neuen Knoten zu schaffen. Klar Diebsteich hätte wenigstens noch 2 der 3 Anbindungen (S5 und Ringbahn, keine U5) und steht evtl. ein wenig in Konkurrenz, aber die U5 Verknüpfung und die kürzeren Fahrzeiten (zur S5-Nord und Ringbahn) sprechen schon für Stellingen. Und vielleicht entwickelt sich dann ja das industrielle Bahnhofsumfeld so wie man es sich in Diebsteich erhofft.

  3. Ich finde den Vorschlag gut, verstehe aber nicht, wie das Ganze den Hbf entlasten soll. Wer nicht in Stellingen zusteigt, steigt ja in Altona (Diebsteich) oder Dammtor um, nicht am Hbf. Vor allem, wenn in Zukunft einige Regios am neuen Bf Altona enden, der RE6 macht das ja aktuell schon. Da weiß ich aber nicht wie die Planungen in Zukunft aussehen.

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