Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag sieht folgendes Konzept für die S1 vor:
- 5 Minuten Takt (nicht nur in der HVZ)
- T10 nach Wedel (ggf. Ausbau erforderlich, kein Halt in Blankenese Mitte (heutige Station „Blankenese“!)
- T10 nach Blankenese (ggf. mit Langzügen, Verlängerung der Bahnsteigkanten dann notwendig)
Aktuell muss die S-Bahn in Blankenese wenden und das Gegengleis höhengleich kreuzen. Außerdem ist die Technik veraltet, sodass in Blankenese häufig Verspätungen entstehen, die sich dann später auch auf andere Linien übertragen (können).
Ich schlage also den Halt Blankenese Ost vor, an dem alle S1 Züge halten. Westlich von der Station fährt die eine Hälfte der Züge nach Blankenese und die andere Hälfte nach Wedel. Die umstiegsfreie Relation Wedel-Blankenese entfällt somit leider. Dafür verkürzt sich aber die Fahrzeit Wedel-Altona um ca. 5 Minuten und der Takt in die Stadt halbiert sich. Mit entsprechender Taktung kann man einen bahnsteiggleichen Umstieg (Wedel-BlankeOst-Blankenese) schaffen. Dafür müsste die S-Bahn aus Wedel kurz vor der S-Bahn nach Blankenese an der neuen Station ankommen.
Station Blankenese Ost
Die Station Blankenese Ost soll dreigleisig gebaut werden, sodass die Züge aus Blankenese und Wedel sich nicht gegenseitig blockieren. Unter der Station (Brücke) fahren aktuell die Busse 1 und 22. Diese sollten entsprechend einen Halt an der neuen Station einrichten. Eventuell kann man ein paar Busse (189, 388, 488), die aktuell an S Blankenese enden, bis zur Isefeldstraße verlängern. Bei den Tennisplätzen südlich der Station (an der Schenefelder Landstraße) ließe sich ein Busbahnhof und Taxistand einrichten. Auch eine Fahrradgarage und eine Backstube/Kiosk sollten dort gebaut werden.

Kurze Anmerkung zum Namen:
1. Die Straße heißt Isfeldstraße (ohne „e“)
2. Sie reicht noch nicht mal an den Haltepunkt heran, dies ist südlich und nordwestlich die Schenefelder Landstraße.
Vielen Dank für den Hinweis! Ich habe mir beim Namen keine Mühe gegeben und das fällt scheinbar sofort auf. Ich habe jetzt die Station zu „Blankenese Ost“ umbenannt. Meiner Meinung nach auch passender, da in Hamburg die S-Bahn Stationen eher nach Stadtteilen als nach Straßen benannt werden (paar Ausnahmen wie Königstraße gibt es, bei der U-Bahn ist es was anderes)
Der Gedanke ist interessant. Die Vorteile liegen auf der Hand, aber leider gibt es auch einen entscheidenden Nachteil: Ich schlussfolgere mal, dass es einen Verlauf Wedel-Airport und einen Verlauf Blankenese – Poppenbüttel gibt (oder wie auch immer du das lösen möchtest, auf jeden Fall zwei Äste pro Richtung). Ärgerlich dabei wäre, dass dann entweder beide Linien über den CT fahren oder eine der Linien in Altona Kopf machen müsste. Da wäre dann vielleicht eine neue Netzstrukturierung oder ein Gleisumbau von Nöten.
Also im Fahrplan beträgt die Fahrzeit Hochkamp – Iserbrook ungefähr 6 min in beiden Fahrtrichtungen (der Fahrtrichtungswechsel ist relativ flott). Unter optimalen Fahrzeiten (also 2 min pro Abschnitt) würde man eher min. 4 min für die Strecke brauche, sodass sich die Fahrbeziehung nach Wedel max. 2 min beschleunigt, eher wenig. Dafür wird nach Blankenese die Fahrzeit verlängert durch den zusätzlichen Halt und der Takt halbiert.
Der HVV veröffentlicht ja regelmäßig Fahrgastzahlen, und für die S1 sieht das im westlichen Abschnitt so aus (Stand 2019):
mit Fahrtrichtung
Ri. City
Ri. City
Ri. Wedel
Ri. Wedel
Also ganz unbedeutend ist die Relation Blankenese – Wedel demnach nicht, sodass der Wegfall der Direktverbindung (zusätzlich zu der Takthalbierung) meiner Meinung nach den einzigen Vorteil der Fahrzeitreduktion nicht überwiegt. Zumal mit dem kurzen Tunnel der bauliche Aufwand eher groß ist.
Zwei Fragen tun sich mir bei dem Vorschlag auf:
Zum einen, ist das baulich mit dem Höhenunterschied überhaupt so machbar? Der Abschnitt mit dem Tunnel ist ja relativ kurz und die S-Bahn allein immerhin 4,3 Meter hoch. Um das genau zu bestimmen habe ich ehrlich gesagt zu wenig Ahnung aber das wirkt ehrlich gesagt alles relativ knapp.
Zum anderen ist natürlich die Frage des KNF. Eine komplett neue Station, plus Tunnel und Überwerfungsbauwerk nur um wenige Minuten Fahrzeit zu sparen scheinen mir unverhältnismäßig. Zusätzlich würden Kosten für einen völlig neuen Busbahnhof entstehen, obwohl es bereits einen gibt. Das wäre für Blankenese wahrscheinlich eh überdimensioniert.
Außerdem schreibst du über mehr Kapazität aber dazu könnte man auch einfach nur die Strecke nach Wedel ausbauen und deinen Bahnhof weglassen und man hätte auch mehr Kapazität.
Der Gedanke ist nicht schlecht, aber ich wäre überrascht, wenn sich das Vorhaben für die Einsparung weniger Minuten Fahrtzeit lohnen würde. Was ich mir eher vorstellen könnte wäre, den alten Bahnhof Blankenese komplett zu ersetzen. Dann hätte das Unterfangen auch den Vorteil, dass die Fläche des alten Bahnhofs neuen Platz für Wohnraum etc. schaffen würde. Das würde aber natürlich die Anbindung des Zentrums von Blankenese verschlechtern. Müsste man abwägen, ob sich das lohnt.