Beschreibung des Vorschlags
In den Kommentaren zu Julians Vorschlag „Citytunnel für den FV in Budapest mit neuem Hbf“ kam ja schon als Kritikpunkt die enorme länge der Tunnel. Außerdem würde Kelenföld vom FV abgehängt. In diesem ersten Alternativvorschlag habe ich mich noch nicht vom Citytunnel verabschiedet, denn dieser ist in den Grundzügen weiter enthalten, entgegen Julians Vorschlag habe ich folgende Punkte eingearbeitet:
- Verkürzung der Tunnelstrecke (westlicher Tunnelmund erst zwischen Deli und Kelenföld)
- Daher auch Einbeziehung der Nahverkehrszüge (quasi als S-Bahn neu in Durchmesserlinien)
- Halt am zentralen ÖPNV-Knoten Deak-Ferenc-Ter
- Einbindung der HEV-Strecken H5, H8 und H9 (hier müsste jedoch das Stromsystem gewechselt werden oder Zweisystemzüge verwendet werden). Dadurch auch neue Tunnelstrecke nach Norden.
- Auflassung von „Deli“ ist denkbar, aber dann könnte man die Trasse teilweise für eine verlängerte M2 bis nach Kelenföld nutzen, wodurch man auch „Szell Kalman Ter“ weiterhin gut erreicht
- „Nyugati“ könnte man wahrscheinlich dann auch außer Betrieb nehmen, denn die Züge erreichen ja problemlos den Citytunnel über den Ring.
Als großen Vorteil sehe ich zum einen die kürzere Tunnelstrecken und die Miteinbeziehung der Nahverkehre in das Konzept, welche durch den zentralen Halt deutlich verbessert werden. Natürlich ist der FV nicht ganz so schnell wie in Julians Vorschlag, aber dafür hat er deutlich mehr Berührungspunkte mit den regionalen und lokalen NV.
Prinzipiell sind alle Strecken zweigleisig und für Zugfolgezeiten von 2-2,5 Minuten auszurüsten. Spannend wird eigentlich nur die Rampe westlich der Donau, da hier schon auf kurzer Strecke relativ abgetaucht werden muss, aber da keine Güterzüge auf der Strecke verkehren, sollte das auch problemlos möglich sein.
Im Betriebskonzept sollten die Achsen „Bathyany – Örs Vers Tere“ alle 10 Minuten und „Kelenföld – Keleti – Norden“ alle 5 Minuten bedient werden (ist ja dann quasi S-Bahn), und dann eben noch die einzelnen RJ und IC je nach Fahrplanlage dazwischen. Dadurch ist zwar die Auslastung der Strecke schon wieder recht hoch, aber das macht eben ein Projekt irgendwie auch wirtschaftlich.
Was denkt ihr so darüber?

Nadann brauch ich ja meinen gar nicht mehr anpassen. Sieht soweit ganz gut aus. Einzig denke ich, die Railjets und andere FV-Züge würden sich über eine Umfahrung von Deak Ferenc Ter freuen. Ich hätte halt den Keletibahnhof komplett umgebaut aber das ist bei Großprojekten immer so eine Sache… 😉 Ich glaub, man versteht, dass das auch irgendwie eine Anspielung an den Tiefbahnhof im Schwabenländle sein soll…
Nein, wie gesagt, bis auf die eine Schwachstelle mit der Umfahrung (der Railjet hoffe ich doch, wird da dann nicht halten, oder…) sehe ich diesen Vorschlag, vielleicht in Verbindung mit Streckenausbauten auf der Strecke Kelenföld-Deli als recht gut an. Verlinke meinen auch mit Dir.
Nachtrag: Vielleicht noch eine kurze Verbindung auf die Strecken nach Vecses/Maglod/Pecel von Keleti aus. Dann könnte man da durchgängigen FV auch noch durchjagen.
Also da allein von Deli alle zehn Minuten ein Zug fährt, kommst du mit zwei Gleisen wohl kaum hin, wenn du Deli und Nyugati auflassen und deren Züge sowie noch die der südlichen Umfahrung durch den Tunnel schicken willst. Das wird dann kapazitativ gesehen ein noch größeres Desaster als Stuttgart 21. Also zumindest die Züge von Nyugati müssten dann in Keleti Keleti enden, wodurch man aus Richtung Norden in die Stadt zeitlich nichts gewonnen hätte. Auch aus Deli kannst du wohl nicht alles abziehen.
Eine Anbindung von Deak Ferenc Ter ist zwar eine nette Idee, jedoch habe ich diese Station schon ohne die richtige Eisenbahn als sehr voll, am schlimmsten zur HVZ, erlebt. Ich kann mir da nicht vorstellen, dass die bestehenden Teile noch zusätzliche Umsteiger vom/in Regional- und Fernverkehr verkraften. Dessen Bahnhof müsste außerdem sehr groß werden, was unterirdisch nicht gerade einfach ist.
Dennoch sollte dein Vorschlag als Idee so bleiben.
Okay, da hast du natürlich auch recht, ich hatte halt Nyugati von außen eher als „schäbigen“ Bahnhof in Erinnerung, und hatte daher nicht damit gerechnet, dass da noch so viel verkehrt. Ggf. wäre es ja eine Option, Keleti-Pu. <-> Deak Ferenc Ter 4 gleisig zu bauen und dann aus Norden (ehem. Nyugati) insgesamt alle 5 Minuten ein Zug einfahren zu lassen (ggf. auch als Flügelzug) und diese Fahrten dann alle bis Kelenföld durchzubinden.
Die Verbindung der HEV-Linien würde dann wie gehabt alle 10 Minuten befahren, und man hätte dann mit Sicherheit auch alle 10 Minuten eine Trasse für den FV frei. Dann müsste man aber auf jeden Fall „Deak Ferenc Ter“ deutlich größer anlegen (6-8 Gleise) – an sich ist der Platz eine Freifläche, aber dennoch würde es baulich nicht einfach.
Nyugati ist immerhin Endpunkt der Züge aus Prag 😉