Beschreibung des Vorschlags
Hennef und Siegburg sind nur rudimentär ins Bahnnetz angeschlossen, Buisdorf und andere Viertel gar nicht. In Ergänzung an Benjis Vorschlag für eine Niederflurbahn Bonn – Pützchen – Hennef auf der alten Kleinbahn möchte ich eine zweite Linie vorstellen, die Siegburg, Buisdorf und Hennef verbindet. Analog würde sie nach den Parametern und als Teil des Bonner Niederflurnetzes gebaut werden, wobei es für den Betrieb sicher sinnvoll ist, Siegburg dafür in die SWB zu integrieren. Eine Verknüpfung in die Kölner Netze könnte aufgrund der fehlenden Kompatibilität also erst in Troisdorf erfolgen, wie z.b. hier von Ulrich Conrad vorgeschlagen.
In Buisdorf und Hennef wird dem verlinkten Vorschlag gefolgt, in Hennef noch bis zum Ortsrand verlängert. In Siegburg könnte eine Verknüpfung nach Troisdorf, wie in diesem Vorschlag, bestehen.

Deine Strecke gefällt mir sehr gut! Ein Problem stellt aber der Bahnübergang östlich des Bahnhofs Hennef dar, der laut §15 (3) BOStrab nicht überquert werden darf. Willst du dort eine Brücke oder eine Unterführung errichten? Oder die Strecke vielleicht doch eher enden lassen?
Ansonsten würde ich empfehlen diese Strecke gleich, entsprechend meines von dir verlinkten Vorschlags, bis Troisdorf durchzubinden. Die Strecke nach Kaldauen, aus dem gleichen Vorschlag von mir, könnte dann von der Zerithstraße über Tönnisbergstraße und Johannesstraße zur Kaiserstraße führen, um von der anderen Seite durch Siegburg geleitet zu werden und eine Fortsetzung in der von Benji vorgeschlagenen Strecke nach Bonn zu finden. So ergäbe sich ein schönes Netz für Siegburg und Umgebung.
Danke.
Bahnübergang: Hier muss wohl eine Unterführung her. Die Straße „An der Bröltalbahn“ muss dann ein kurzes Stück paralell geführt werden. Man kann natürlich schon am Bahnhof Hennef enden, damit dürfte die Linie zumindest im internen Stadtverkehr Hennefs aber viel Bedeutung verlieren.
Ich wollte deine Linie nach Troisdorf jetzt nicht dediziert einzeichnen,da ich ihr zustimme und sie an die Strecke „nur“ anschließt. Aber so wäre das natürlich eine ideale Situation, eine durchgehende Linie Hennef – Siegburg – Troisdorf. In Troisdorf kann dann Anschluss vom SWB-Niederflurnetz in die KVB-Netze bestehen.
Ich verstehe nicht ganz, wie du die Straße An der Brölbahn parallel führen willst. Wo genau soll sie verlaufen? Unmittelbar neben der Frankfurter Straße lässt die Bebauung jedenfalls kaum Platz für eine parallele Fahrbahn zu.
Man könnte die Straßenbahn aber in die Straße An der Brölbahn einbiegen lassen, auf einem eigenen Bahnkörper zwischen Straße und Bahn eine Rampe erreichen lassen, die der niveufreien Kreuzung mit der Eisenbahn dient. Ob drüber weg oder drunter durch, wäre mir egal. (Drüber weg wäre billiger, drunter durch vom Lärm her günstiger) Auf der anderen Seite könnte dann entlang der Straße An der Warther Bahn wieder die Frankfurter Straße erreicht werden.
Das ist natürlich auch eine Alternative. Für meine Option sollte die Frankfurter Straße etwas in den Parkplatz links verschoben werden, rechts kann man dann schon irgendwie „An der Bröltalbahn“ vorbeizwängen.
Wenn es gar nicht, endet man einfach am Bahnhof Hennef. Wäre aber schade, da so der Durchmesserfaktor verloren geht. Und nahe meines Endhaltes ist eine Gesamtschule.
Zu viel Parallelverkehr zur Bahnstrecke bei nicht konkurrenzfähigen Fahrzeiten. Die Leute wollen tendenziell nach Bonn und der Umsteigezwang in Siegburg wird nicht entfallen, nur weil man eine Niederflurbahn nimmt. Sinnvoller wäre es daher über weitere Haltepunkte der S-Bahn nachzudenken, die bereits heute in dichten Takten die Strecke befährt.
Die S-Bahn kann aber nicht den Erschließungsgrad einer Tram erreichen und ist auf Köln ausgerichtet. Mit einer Tram entsteht auch eine attraktive ÖPNV-Option innerhalb des Troisdorf-Siegburg-Hennef Korridors, die gleich zwei Möglichkeiten zum Umstieg nach Bonn (Siegburg, Hennef) anbindet. Das sollte die langsamen Fahrzeiten ggü. der S-Bahn ausgleichen, die quasi die Rolle eines Expressverkehres übernehmen kann.
Volle Zustimmung! Die S-Bahn könnte ihre Fahrgäste ab Troisdorf auch nur bis Beuel bringen. Um mit der S-Bahn zur Bonner Innanstadt, also zum HBF zu gelangen, müsste man über Köln fahren. Das dürfte wohl kaum noch eine konkurrenzfähige Fahrzeit zur Straßenbahn sein.
Es geht um S-Bahn + Stadtbahn ab Siegburg. Eine Straßenbahn parallel zur S-Bahn einzuführen führt zu einer gegenseitigen Kanibalisierung der Verkehrsmittel. Im Rahmen dessen kann man gleich den Takt der S-Bahn ausdünnen, da ja mehr Personen auf die Straßenbahn umsteigen….
Ich glaube nicht, dass die Konkurrenz zwischen Straßenbahn und S-Bahn zu groß wäre. Die S-Bahn verbindet schnell die Bahnhöfe (aber auch nur die) und ist die Anbindung nach Köln. Die Straßenbahn erschließt innerhalb des Großraums, und ist Zubringer zu den Bahnhöfen, wo man dann in die S-Bahn nach Köln oder die SWB-Linien nach Bonn umsteigen kann.
Auch mit der Straßenbahn dürfte es schneller sein bis nach Siegburg ran zu fahren und dort in die Stadtbahn umzusteigen, als mit derart vielen Halten von Hennef aus nach Bonn zu fahren. Diese tangentialen Verkehrsströme, die bereits mit der S-Bahn abgedeckt sind, rechtfertigen keinen Straßenbahnbetrieb.
Vom Bahnhof Hennef zum Bahnhof Siegburg hast du natürlich Recht. Die Straßenbahn würde aber nicht nur von Bahnhof zu Bahnhof fahren, sondern auch die Stadtteile dazwischen bedienen. Deichhaus, Buisdorf, Stoßdorf und Geisingen bedient die S-Bahn nicht. Ebenso bedient sie auch nicht den Osten von Hennef mit Geisbach, Warth und mehreren Schulen. Der Großteil von Hennef (47.000 Einwohner) wäre mit Siegburg verbunden. Das kann die S-Bahn nicht bieten, weil sie nur punktuell an einer einzigen Station in diesem Bereich hält. Straßenbahn und S-Bahn stünden sich also keineswegs als Konkurrenz gegenüber, sondern würden sich ergänzen. Die Straßenbahn könnte als attraktiver Zubringer zur S-Bahn nach Köln dienen, während man mit der Straßenbahn nach Siegburg und mit Umsteigen auch nach Bonn käme.