15 Kommentare zu “Hannover Messe/Laatzen zum dauerhaften fernfehrkershalt machen.

  1. Erstmal frohes Fest 🙂

    Hannover erhält einen schnelleren Anschluss in Richtung Frankfurt.

    Den gibt es ja schon, dieser Halt würde vielleicht für 10% der Hannoveraner etwas schneller sein, ohne irgendeine Netzwirkung (Lehrte wäre da wohl geeigneter).

    Die ICE-Sprinter der Relation Berlin-Frankfurt fahren bisher zwar durch Hannover

    Tun sie tatsächlich nicht (mehr): Von den 10 täglichen Zugpaaren (wie du auf 18 kommst ist mir rätselhaft, das wäre ein Stundentakt) verkehren im Zweistundentakt 7 Sprinter über Erfurt und Halle und nur im Vierstundentakt 3 über Laatzen. Seltsamerweise geht es über Erfurt auch schneller und die Zeit, die dieser Halt kostet (3-4 Minuten) würde die Verbindung zusammen mit dem niedrigen Takt im Vergleich zu den normalen Zügen über Erfurt so unattraktiv machen, dass man sie besser gleich einstellen könnte. Denkbar wäre allerdings bei Betrachtung der normalen Züge, dass die Fahrtzeit bei veränderten Trassenlagen/Puffern um 10-15 Minuten reduziert werden könnte. In diesem Fall könnte man bei großen Messen in Messe/Laatzen halten, sonst gibt es um den Bahnhof aber nicht viel und die Anbindung an die Straßenbahn ist schlecht (wie du schon schreibst), weswegen das kein fernverkehrswürdiger Halt ist. Wenn man über eine bessere Anbindung von Laatzen sprechen will, wäre mMn ein Fernbahnsteig in Laatzen Mitte sinnvoll, wobei ein Halt des RE2 oder eine Verdichtung der S-Bahn den größeren Effekt hätte und solange das nicht geschehen ist, sollte der Fernverkehr dort auch nicht halten. Eine Perspektive hat eine solche Verbindung jedoch mit Auflösung des überlasteten Schienenweges Halle-Berlin und der NBS Fulda-Eisenach ohnehin nicht. Wenn man schon weitere Halte des vierstündigen Zuges Frankfurt-Berlin über Hannover vorsehen will, sollte man dies in Kassel oder Göttingen tun, da dort erheblich mehr Menschen profitieren würden, indem sie nicht mehr über Hildesheim nach Berlin fahren müssten. In Zeiten von Systematisierung des Fernverkehrs passt ein vierstündlicher Fernverkehrshalt auch nicht wirklich ins Konzept. Ich wäre eher für eine Verdichtung der S-Bahn und eine Führung über die Güterumgehungsbahn nach Lehrte, da kann der ICE (und andere) dann gerne halten.

  2. Sprinter, die zwischen Berlin und Frankfurt nonstop fahren, sollen ausgerechnet in einer Stadt mit 40.000 Einwohnern halten?
    Wieso denn bitte das?

    Außerhalb von wichtigen Messen ist dort nichts los. Und bei solchen Großveranstaltungen halten auch Regios und Fernzüge dort.

      1. Und genau dieses „mit Umstieg in die S-Bahn schnell Hannover anschließen“ sorgt eben dafür, dass dieser Halt sinnlos ist.

        Der Fahrtzeitvorteil, der sich für Hannover durch den Sprinter ergibt, wird durch die S-Bahnfahrt nach Laatzen wieder komplett aufgefressen, möglicherweise dauert dies sogar länger als die direkten ICE zum Hannoveraner Hauptbahnhof.
        Dazu kommt, dass die S-Bahn nur stündlich fährt.

        Wer würde denn diese Verbindung wählen? Abgesehen von denjenigen, die nach Laatzen müssen, niemand.

        1. Und genau dieses „mit Umstieg in die S-Bahn schnell Hannover anschließen“ sorgt eben dafür, dass dieser Halt sinnlos ist.

          Es fahren neun Stadtbahnen zudem von Laatzen nach Hannover, das heißt  selbst die Leute die in den Südlichen Stadtteilen wohnen würden eher den Hbf nehmen, da der Bahnhof keine wirklich gar keine anbindung an die Stadtbahn hat im Gegensatz zum Hbf.

  3. Neben dem von Tongo angeführten Aspekt, dass das kaum Züge betrifft, und dem von Baum, dass das für Leute in Hannover aufgrund der ansonsten guten Anbindung an Berlin und Frankfurt keine Vorteile bringt, ist noch zu beachten, dass dadurch das kurzfristige Umleiten über Braunschweig oder auch Erfurt wesentlich komplexer wird, da ja der Halt in Laatzen dann kompensiert werden müsste.

  4. Erstmal danke für die vielen Kommentare.
    Okay, der Zeitvorteil wird wahrscheinlich für den Großteil der Hannoveraner dadurch aufgefressen, dass die Fahrt zum Bahnhof länger dauert als die Zeit, die durch den Sprinter eingespart wird. Trotzdem überwiegt für mich hier der Vorteil, neben dem Hbf und Langenhagen Mitte einen weiteren Fernverkehrshalt zu schaffen, um den Hbf zu entlasten, sodass Züge, die ansonsten durch Hannover durchfahren würden, nun dort halten

    1. Es sollte doch Konsens sein, dass übergeordnete Sprinterzüge für Verbindungen wie zum Beispiel Berlin-Frankfurt, Köln-München, Berlin-Bonn oder Hamburg-Stuttgart sinnvoll sind. Diese Züge schaffen sich eine ganz eigene Nachfrage. Es bringt nichts, den Bummel-ICE mit Halt in Bielefeld, Kassel und Göttingen zum Nonplusultra zu erklären.

      Gegenvorschlag: Die ICE-Umfahrung Mannheims so zügig wie möglich bauen!!!

      1. Gegenvorschlag: Die ICE-Umfahrung Mannheims so zügig wie möglich bauen!!!

        Auf keinen Fall, Mannheim ist ein essentieller Knoten im Fernverkehrsnetz, da dort Anschlüsse von den Zügen aus Basel und Stuttgart nach NRW und Frankfurt -(Hamburg/Berlin) bestehen.
        Zudem: Direkt auf der anderen Rheinseite liegt Ludwigshafen, beide Städte zusammen kommen auf eine halbe Millionen Einwohner. Wären die nicht in zwei unterschiedlichen Bundesländern, wären die beiden Städte sicherlich schon eingemeindet worden. Und wenige Kilometer weiter liegt das ebenfalls nicht gerade kleine Heidelberg.

        1. Auf keinen Fall, Mannheim ist ein essentieller Knoten im Fernverkehrsnetz, da dort Anschlüsse von den Zügen aus Basel und Stuttgart nach NRW und Frankfurt -(Hamburg/Berlin) bestehen.

          Es sind aber Betriebskonzepte denkbar, bei denen es für alle Relationen eine hinreichende Zahl an Direktverbindungen gibt. Im D-Takt gibt es von Stuttgart aus je stündlich Verbindungen nach Hamburg und ins Rheinland, warum braucht es da zwingend den Umstieg in Mannheim? Aus Basel geht es zwar nur alle zwei Stunden direkt nach Hamburg, aber da bleibt dann die Umsteigemöglichkeit in Frankfurt. Ein Umfahren von Mannheim wäre also mindestens für einzelne Linien denkbar.

          Direkt auf der anderen Rheinseite liegt Ludwigshafen, beide Städte zusammen kommen auf eine halbe Millionen Einwohner. Wären die nicht in zwei unterschiedlichen Bundesländern, wären die beiden Städte sicherlich schon eingemeindet worden. Und wenige Kilometer weiter liegt das ebenfalls nicht gerade kleine Heidelberg.

          Aber die Tatsache, dass ICE-Sprinter Berlin – Köln oder zukünftig Hamburg – Ruhrgebiet nicht in Hannover mit größerer Bevölkerung halten, ist in Ordnung? Dieses Argument funktioniert also nicht.

      2. Gegenvorschlag: Die ICE-Umfahrung Mannheims so zügig wie möglich bauen!!!

        Das hat mit Hannover rein gar nichts zu tun. Mit einem gut ausgearbeiteten Betriebskonzept kann man darüber aber nachdenken.

    2. neben dem Hbf und Langenhagen Mitte einen weiteren Fernverkehrshalt zu schaffen

      In Langenhagen halten je nach Fahrplan mal einzelne FV-Züge in Tagesrandlagen, mehr aber auch nicht. Im aktuellen Fahrplan kann ich keinen einzigen FV-Halt in Langenhagen finden.

      um den Hbf zu entlasten, sodass Züge, die ansonsten durch Hannover durchfahren würden, nun dort halten

      Der Entlastungseffekt beschränkt sich auf die Fahrgäste, die bedeutend näher am Messebahnhof als am Hbf wohnen und für die es zufällig eine passende Verbindung ab dem Messebahnhof gibt, und die deshalb trotz des geringen Angebots von dort aus fahren anstatt über den Hbf. Dadurch hält kein Zug weniger am Hbf und auch die Haltezeiten ändern sich durch die geringe Zahl an Fahrgästen nicht. Entscheidend für die Standzeiten sind ja auch die Prozesse zur Be- und Entladung der Bordrestaurants.

  5. den Hbf zu entlasten

    Eine Entlastung bewirkst du erst dann, wenn du Linien, die ansonsten im Hbf halten würden, streichst. Hast du dahingehend Vorschläge, welche Fernverkehrslinien du nicht mehr in Hannover Hbf halten lassen würdest?

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