Beschreibung des Vorschlags
Moin,
da die Güterumgehungsbahn/GüB laut Koalitionsvertrag in Personennahverkehr umgewandelt werden soll habe ich mir gedacht wie man diese Strecke bestmöglich ins Netz anbindet, ob als eigene neue S-Bahn oder als Erweiterung einer existierenden S-Bahn. Hier hatte ich dann die Idee dies als Ringbahn zusammen mit der S2 aufbauen, um die neuen Gebiete um Lokstedt um Stellingen auch an den HBF anzubinden und trotzdem neue Querverbindungen zu bieten.
Betrachtet man die Netzkarte, die für 2030 im Plan ist, sieht man, dass es möglich wäre wenn man die westliche Äste für die S5 und S2 tauscht, heißt S5 endet in Altona Mitte, während die S2 dann dann nördlichen Ast zu Stellingen nimmt.
Ich habe mit den Symbolen in Bild Punkte gezeigt die verschiede Abschnitte trennen sollen, sollen hier also keine Haltestellen sein.
Der erste dieser Abschnitte ist vorerst einfach die existierende S2 Strecke. Der erste Punkt ist dann kurz nach der Haltestelle Stellingen, wo man ein Überwerfungsbauwerk bräuchte und dann entweder über ein Tunnel oder einer Hochbahn ähnlichen Struktur neben den S-Bahn Werk und weiter die Bahn langfahren lassen, wobei das mit längeren Bauarbeiten verbunden wär und dafür in zweiteren Falle teils auch Industriegelände weichen musste, um dann die Gleise mit den GüB Gleisen zu verbinden. Dies scheint relativ komplex, sollte es aber machbar sein, dann wäre das komplizierteste geschafft.
Für den zweiten Abschnitt musste man dann die GüB zweigleisig ausbauen und elektrifizieren, sowie einige neue Stationen bauen, also S-Bahn fähig machen. Hierauf folgt dann, dass man beim nächsten Punkt in die S1 Gleise über ein weiteres Überwerfungsbauwerk einfädeln würde, wofür der Platz ist, jedoch ein Fernbahngleis Probleme machen könnte. Aber auch hier wären etwas längere Bauarbeiten notwendig.
Für den dritten Abschnitt würden dann einfach die S1 Gleise und Stationen geteilt werden. Obwohl man hier ein freies Gleis hätte scheint dies für mich die beste Lösung um Kosten niedrig zu halten und da ich nicht sicher bin ob man überhaupt den Platz für den nötigen Ausbau hätte. Nach Wandsbeker Chaussee würde man dann wieder über ein Überwerfungsbauwerk zurück in die GüB Gleise ausfädeln, was plausibel scheint.
Der vierte Abschnitt ist dann sogar schonmal fast komplett zweigleisig. Theoretisch könnte man die S-Bahn hier dann auch schon enden lassen und nähe Billstraße eine Endstation bauen, jedoch finde ich die Idee besser hier wieder in die S2-Gleise einzufädeln, wofür der Platz da ist.
Für den fünftem Abschnitt habe ich zwei verschiedene Routen dargestellt. Eine bei der man wieder bei Rothenburgsort halten würde und dann hätte man schonmal einen vollen Ring und könnte es auch theoretisch dabei belassen, aber damit die Taktung der existierenden S2 nicht gestört wird und solch ein Betreib schwierig ist, habe ich überlegt ob man die Strecke danach nicht noch weiter führen könnte und eine interessante Idee gehabt, wofür man dann erstmal nach Rothenburgsort wieder über ein Überwerfungsbauwerk aus den S2-Gleisen ausfädeln, was hier schwierig scheint, besonders da ja das Fernbahngleis auch zukünftig zweigleisig ausgebaut werden soll. Die zweite, mehr realistische Option wäre die Gleise weiter zu nutzen und dann nach einiger in ein runter in ein Tunnel zu fahren, bis man wieder in auftaucht.
Im sechsten Abschnitt würde man auf die Billhorner Brückenstraße runterfahren und von dort dann die Busspuren umbauen für Schienenverkehr und darüber ein zweiten Elbsprung für die S-Bahnen haben. Sobald man dann über die neue Elbbrücke rüber ist, würde man dann man dann von diesen Busspuren runter und über das Gelände vom ehemaligen Zollamt rüber, was jetzt leer steht, und dann in die S3 Gleise einfädeln, hier wär dann auch wieder ein Überwerfungsbauwerk nötig.
Für den siebten und letzten Abschnitt würde man dann einfach die existieren S3 Gleise bis nach Neugraben nutzen. Schaut man sich aber nochmal den Plan 2030 an, dann sieht man dass die Gleise schon mit 3 Linien bei Kapazität ist. Deswegen wär dann mein Vorschlag die S5 von hier runter zu nehmen und die Strecke von Nettelnburg nach Geesthacht zu reaktivieren und diese darüber fahren zu lassen, womit es dann passen würde.
Das ganze würde auf der HVV-Karte dann ungefähr so aussehen. Wobei hier auch noch kleine Änderung sind mit S-32 Ausbau und Tausch einiger Linien mit dem Citytunnel. Man könnte es aber auch so aussehen lassen, ohne die Strecke nach Neugraben und S-32 Ausbau.
Das ganze wäre auf jeden Fall ein Mammutprojekt, aber mit wenig Neubau verbunden. Die Vielzahl an Überwerfungsbauwerken lässt das ganze leider ein bisschen unrealistisch wirken, jedoch finde ich die Vorstellung einer solchen S-Bahn schon beeindruckend. Ich bin schon gespannt was für die GüB Strecke entschieden wird und was die Machbarkeitsstudie im Sommer zeigt.
