Beschreibung des Vorschlags
Die Bereiche Speckhorn (Recklinghausen, 870 EW) und Honermann-Siedlung (Oer-Erkenschwick, 500 EW) liegen direkt an der Schiene, sind aber ohne SPNV-Anbindung. Die Honermann-Siedlung wird nur stündlich mit dem zuschlagpflichtigen AnruferSammelTaxi bedient, durch Speckhorn verkehrt immerhin halbstündlich die Linie 220.
Ich schlage vor, einen eigenen Haltepunkt für den halbstündlich verkehrenden RE42 (der eigentlich vom Haltemuster her eine RB ist, die Expressfunktion wird von dem RE2 übernommen) zu errichten. Insbesondere für die Honermann-Siedlung wäre dieser Haltepunkt ein großer Gewinn, aber auch mit dem Fahrrad ist er sehr gut über den Bahntrassenradweg General Blumenthal in weniger als 10 Minuten aus Oer-Erkenschwick erreichbar, sodass sich der Haltepunkt auch ideal für B+R (Bike + Ride) eignet. Die Stadt Oer-Erkenschwick (31000 EW) belegt bei den größten Städten in NRW ohne Bahnhof nach Bergkamen, Monheim am Rhein, Niederkassel, Kamp-Lintfort (Haltepunkt wird derzeit nicht bedient, Reaktivierung der Strecke in Planung), Datteln, Wermelskirchen und Hemer den achten Platz.

Ich persönlich sehe für diesen sehr dörflichen Charakter keinen Haltepunkt.
1. Der Kurztakt des RE42 in Richtung Essen bremst bereits jetzt den RE2 kurz danach oft aus. Ein weiterer Halt des RE42 würde den RE2 weiter entschleunigen. Die Strecke ist laut der Deutschen Bahn bereits überlastet.
2. Nach deiner Zeichnung würde ein Mittelbahnsteig eingerichtet werden. Dafür müsste mindestens ein Gleis verschwenkt werden, was zu einer langen Sanierungszeit führt. Zwei Außenbahnsteige wären sicherlich einfacher zu errichten.
3. Ich sehe an der eingezeichneten Stelle keinen Platz für einen Haltepunkt, da die Gleise noch näher in Richtung der westlichen Häuser verschwenkt werden würden.
4. Der Bahnhof Marl-Sinsen liegt nur 2,2 km nördlich.
5. Bei der Einwohnerzahl sollte ein Bus zum Bahnanschluss nach Marl-Sinsen oder Recklinghausen reichen, vor allem, wenn aktuell nur ein Taxibus eingesetzt wird. Dafür könnte der 220 Bus vielleicht an die anliegende Siedlung angeschlossen werden.
6. Der 2,7 Meter Breite Tunnel müsste dafür sicherlich auch erneuert werden.
Nette Idee, aber höchst unrealistisch aus meiner Sicht. Lediglich den Punkt des Park-and-Ride Aspekts nach Oer-Erkenschwick kann ich nachvollziehen.