Hängebahn über dem Radschnellweg 1 (Rheinische Bahn)

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Beschreibung des Vorschlags

Aktuell wird auf der rhenischen Bahn zwischen Essen und Bochum ein Abschnitt des Radschnellwegs 1 gebaut, welcher ein Leuchtturmprojekt darstellt.

Dieser Vorschlag folgt daher der Überlegung, dass eine Lösung ohne Abstriche am Radweg selbst deutlich einfach politische Unterstützung finden kann als Vorschläge wieder Schienen zu verlegen. Auch wenn eine eingleisige Trasse neben einem leicht verengten Radweg problemlos möglich wäre und ich das auch bevorzugen würde, fürchte ich, dass sich in den nächsten Jahrzehnten kein Politiker an sowas ran traut.

Genau an der Stelle kommt die Hängebahn ins Spiel, diese würde es ermöglichen den Radweg weitgehend ungetastet zu lassen und somit weder Pro Fahrrad Interessengruppen allzu stark zu verärgern noch in Konflikte mit der Förderbindung zu geraten.

Im Gegenteil es würde dem Radverkehr sogar noch was bringen. Wenn das Wetter umschlägt oder einem der Akku im E-Bike zur Neige geht oder man sich von der Kondition her überschätzt hat, muss man dann nur noch bis zur nächsten Haltestelle und kann mit der Hängebahn weiter fahren. Allein diese Sicherheit zu haben senkt die Hürde zum Rad zu greifen, wenn man morgens auf den Wetterbericht schaut und sich fragt ob man nicht lieber das Auto nehmen sollte.

Abhängig davon welche Prioritäten man setzt wäre es zudem sowohl möglich einen kaum störenden Fahrweg wie in Dortmund und Düsseldorf zu verbauen oder aber ganz bewusst z.b. Solarzellen über dem Fahrweg zu installieren um auf dem Radweg einen Wetterschutz zu bieten.

Im Falle einer Umsetzung sehe ich zudem vor die Spurbustrasse nur noch bis zur Rampe Kray Mitte wieder zur Straßenbahn umzubauen, womit der problematische Abschnitte durch Kray entfällt und auch diese Projekt schneller realisiert werden kann.

Update: Ich habe jetzt einen Ast zum Berliner Platz eingefügt, da dieser baulich wohl einfach zu realisieren wäre, den vorher vorgeschlagenen Ast zum Hauptbahnhof lasse ich dennoch optional drin.

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7 Kommentare zu “Hängebahn über dem Radschnellweg 1 (Rheinische Bahn)

  1. Eine Hängebahn ist ein langsames Verkehrmittel. Es sei denn, es beinhaltet einen Fahrer wie in Wuppertal. Die Durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt etwa 30-40km/h, wenn nicht auch langsamer. Viele Kunden steigen stattdessen lieber auf die SBahn 1, welche schneller ist, wenn auch auf die Regionalbahn/expressbahn

    1. Eine Hängebahn ist ein langsames Verkehrmittel. Es sei denn, es beinhaltet einen Fahrer wie in Wuppertal.

      Dies ist so nicht richtig: Es hängt von den technischen Parametern der Fahrzeuge und der Strecke ab. Da Wuppertal bereits überlegt hat, auf fahrerlos umzustellen, liegt es bei der Höchstgeschwindigkeit nicht am Fahrer.

      Ein neues System würde definitiv fahrerlos gebaut werden.

      Eine zu starke Konkurrenz durch die S1 oder den RRX sehe ich hier eher weniger, da der Hauptfokus nicht auf der Verbindung der Hauptbahnhöfe liegt, sondern auf der Erschließung des Zwischenraums.
      Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen und die beiden Hauptbahnhöfe gar nicht anbinden. Im Westen würde ich als Endpunkt eher die Universität wählen, in Bochum eher das Bergbaumuseum, wobei die jetzige Trasse bis zum Bochumer Hauptbahnhof auch als Verlängerung möglich wäre.

    2. Die H-Bahn schafft ohne weitere technische Anpassungen 55km/h und die Chinesen haben Testanlagen für bis zu 80km/h gebaut. Damit keine Diskussionen wegen Testbetrieb aufkommen, nehme ich einfach mal die 75km/h Höchstgewindigkeit der bereits seit 1970 in Betrieb befindlichen Hängebahn in Shōnan, Japan als praxiserprobt an.
      Die Durchschnittsgewindigkeit ist im wesentlichen eine Frage der Kurvenradien und des Stationsabstandes, letzteres kann man beeinflussen je nachdem wie viel Feinerschließung man erreiche möchte. Abseits von diesen Faktoren ermöglicht ein fahrerloser Betrieb sogar eine bessere Durchschnittsgewindigkeit, weil moderne Steuerungssysteme präziser beschleunigen und bremsen können als ein System, dass mehrere Fahrer mit leicht unterschiedlichen Fahrstilen hat.
      Limitierungen, die die Dortmunder H-Bahn mit ihrem etwas älteren Steuerungssystem möglicherweise hat spielen hier keine Rolle, da niemand in ein neues Verkehrsmittel ein altes Steuerungssystem verbaut.
      Mit einem Regionalexpress soll diese Hängebahn überhaupt nicht konkurieren, sondern eher mit einer jetzt wegen dem Radweg nicht mehr möglichen S-Bahn mit nicht allzu großem Stationsabstand.

  2. Wichtig wäre vor allem zu wissen, wie du dir die bisher höhenfreien Kreuzungen im Detail vorstellst. All diese müsste die Hängebahn ja vsl. in der dritten Ebene überschweben. Das kann – ohne das jetzt selbst überprüft zu haben – recht große Höhen annehmen. Daher würde ich den Vorschlag mal in einer 3D-Map (Google Maps 3D-Ansicht, Google Earth,…) überfliegen und mir bei jeder Kreuzung überlegen, wie du damit umgehst.

    1. An der Rathaus Gallerie in Essen soll die Hängebahn für ein kurzers Stück auf Straßenebene geführt werden, das ist trotz automatischem Fahrbetrieb problemlos möglich, wenn zu beiden Seiten der Trasse ein Zaun installiert wird.
      Die Hängebahn über den Überführungen entlangzuführen ist auch nicht extrem schwierig, in Dortmund wird ein ganzes Tal überspannt das zeigt, dass zumindest das System H-Bahn dazu in der Lage ist. Theoretisch ließe sich diese Überführung aber auch nördlich umgehen, wenn das günstiger zu bauen wäre.

      1. das ist trotz automatischem Fahrbetrieb problemlos möglich, wenn zu beiden Seiten der Trasse ein Zaun installiert wird.

        30m südlich und 20m nördlich der Gebäudedurchfahrt befindet sich eine Kreuzung. Ich kann mir nicht vorstellen, das du innerhalb dieser kurzen Strecke ausreichend Höhe gewinnst, um wieder die Straße überschweben zu können. Beide Kreuzungen müssten also gesperrt werden. Bei der Breite der Straßen kann ich mir nicht vorstellen, dass das „problemlos möglich“ wäre.

        Ich würde aber —wie oben bereits erwähnt— ohnehin die Uni Essen als westlichen Endpunkt wählen.

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