Beschreibung des Vorschlags
Haaksbergen (> 24.000 Einwohner) hat keinen direkten Anschluss an den SPNV. Deshalb schlage ich eine Regionalbahn vor, die Haaksbergen an Enschede anschließt. Hierbei wird ein Großteil einer bestehenden Trasse reaktiviert.
Die überwiegend eingleisige Strecke kann mit zwei Zügen im T30 befahren werden. Dazu sollte die Neubaustrecke auf dem Abschnitt von Enschede Abzweig bis Boekelo mit V60 betrieben und die Bestandsstrecke zwischen Boekelo und Haaksbergen auf V80 ausgebaut werden. Die planmäßige Zugbegegnung findet am Bahnhof Marssteden statt. In Haaksbergen kann einer der beiden Personengleise angefahren werden. Im Bereich des Bahnhofs Marssteden sind zwei kleinere Bahnübergänge (Twekkelerbeeckweg und Houvenierslaan) unvermeidlich.

Ich verstehe nicht, warum du nördlich von Boekelo unnötig so eine sehr kurvige Strecke bauen willst. Führe doch die Strecke nach dem Ort weiter westlich auf der ehem. Bahntrasse nach Hengelo, überquere dann die A35 und mach dann eine schöne saubere Kurve nach Osten hin zur Straße Windmolenweg. So hätte man nicht diese engen Kurvenradien und damit höhere Streckengeschwindigkeit dort.
Und ist deine Planung an der Kreuzung Auke Vleerstraat / Hendrik Ter Kuilestraat so wirklich dein Ernst, also dass du die bestehende Radwegbrücke dafür missbrauchen willst, um darauf die Bahnstrecke zu führen? Wenn ja, dann wäre das eine äußerst schlechte Idee, denn wie willst du bitte – wie bei dir eingezeichnet – an eine bestehende Brücke kurz vor deren Ende nochmal eine weitere Brücke dranbauen, während das heutige Ende schon wieder zu tief ist, um über die Straße Hendrik Ter Kuilestraat zu kommen und du mit der neuen Brücke auf so kurzer Strecke wieder hoch musst?
Zudem: Du bedenkst schon, dass ein Brücke für eine Bahnstrecke deutlich andere Gewicht und dynamische Kräfte aufnahmen muss als eine Fahrradbrücke, oder? Die bestehende Fahrradbrücke wäre also statisch mit Sicherheit garnicht in der Lage, eine Bahnstrecke zu tragen bzw. tragen zu dürfen.
Und was willst du an der Überführung der Rembrandtlaan über den Westerval eigentlich genau bauen? Aus deiner Zeichnung dort geht schlicht nicht hervor, was genau du dort nun bauen willst. Ein U-Turn von einer Fahrbahn auf die andere über den Mittelstreifen bei einer autobahnähnlichen Straße? Nicht dein Ernst, oder? Und ist es tatsächich so gemeint, dass man aus dem Gewerbegebiet nordöstlich davon erstmal wieder zum Kreisverkehr rauffahren muss, dann umkehren muss und dann erst wieder zurückfahren muss, um den Westerval zu überqueren? Warum diese seltsame Verkehrsführung, die am Kreisverkehr so nur sehr schwer und nachteilig zu machen wäre?
Da gebe ich Jabra in allen Punkten Recht. Die Trasse könnte deutlich eleganter gelöst werden und eine Mitbenutzung einer Fahrradbrücke ist schon aus Gründen der Statik völlig unmöglich. Zudem ist der Kurvenradius dort auch viel zu gering. Ich kenne zwar nicht den vorgeschriebenen Mindestradius in den Niederlanden, aber so eng ist der bestimmt nicht.
Die Umbauten auf Höhe Rembrandtlaan sind auch für mich nicht nachvollziehbar. Willst du da noch eine Anschlussstelle an die Schnellstraße herstellen? Die brauchen wir nicht. Die Rembrandtlaan kann daher bleiben wo sie ist. Es wird ja möglich sein, deine Bahnstrecke auf gleichem Niveau wie die Schnellstraße Westerval verlaufen zu lassen.
Ich kenne zwar nicht den vorgeschriebenen Mindestradius in den Niederlanden, aber so eng ist der bestimmt nicht.
Die Physik ist überall gleich…
Die Physik ist definitiv überall gleich, dennoch stellen die vorgeschriebenen Mindestradien zumindest in Deutschland nicht die technisch machbaren Mindestradien dar.
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass bei Tunneln für Stadtbahnen in NRW künftig immer 180m eingehalten werden müssen/sollen, obwohl die Fahrzeuge ja für deutlich geringere Radien zugelassen sind und auch in manchen Außenästen befahren.
Wenn es bloß auf die Physik ankäme, bräuchte man weder EBO noch BOStrab, da es ja reichen würde, zu beweisen, dass es physikalisch funktioniert und auch sicher ist.
Nur führen Mindestradien zwangsläufig auch zu geringstmöglichen Geschwindigkeiten. Eine Regionalzugstrecke, wo man immer wieder vor den Kurven auf 40km/h runterbremsen muss, ist von der Fahrzeit und vom Fahrkomfort für die Fahrgäste her alles andere als wünschenswert.
Deshalb müssen die Radien darauf ausgelegte werden, welche Geschwindigkeit auf der Strecke gefahren werden soll, so dass für die Kurven eben möglichst nicht abgebremst werden muss.
Derart enge Kurevenradien, wo man runter auf die kleinstmögliche Geschwindigkeit runterbremsen muss, sollten also garnicht oder wenn, dann nur in sehr gut begründbaren Ausnahmefällen gebaut werden, wenn es wirklich nicht anders geht.
Die Physik ermöglicht auc Kurvenradien wie bei Straßenbahnen. Da gilt nämlich die gleiche Physik, wie bei Eisenbahnen. Hier geht es daher nicht um Physik!
Obwohl die Physik für beide gleich gilt, gibt es bei Eisenbahnen und Straßenbahnen einen entscheidenden Unterschied: Die durchwegs längeren Drehzapfenabstände bzw. Wagenkastenlängen bei EBO-Vollbahnen, welche eben keine so engen Kurvenradien wie bei nach BOStrab gebauten Stadtbahnen ermöglicht.
Ein Wagen mit den üblichen ca. 26m Länge kann daher zwar auf einer für EBO ausgelegten Strecke fahren aber auf einer Straßenbahnstrecke mit den dort üblichen Kurvenradien von bis runter zu ca. 15m eben nicht. So weit könnten sich die Bälge an den Wagenübergängen garnicht strecken und auch beim Winkeln an den Drehgestellen ist halt irgendwann mal Schluss.
Von 26 m langen Wagen war hier bisher keine Rede und die EBO gilt meines Wissens nicht in den Niederlanden. 😉
Das mit EBO kam hier ja auch nicht von mir sondern wurde erstmals von Baum genannt (siehe oben seinen Kommentar von 20. April)… 😉
Und auch wenn in den Niederlanden eben das dort nationale Regelwerk vergleichbar zur EBO gilt, so ist das mit den Mindestradien trotzdem per UIC-Regelwerk in Europa länderübergreifend normiert. Und auf einer Vollbahnstrecke, also bei uns nach EBO, müssen dann logisch auch alle Arten von Vollbahnen“arten“ fahren können, also vom Gliederzug mit Jakobs-Drehgestellen und sehr kurzen Wagenkästen bis rauf zu langen Wagen mit eben diesen 26m Länge bzw. sogar noch etwas mehr.
Aus diesem Grund ist es unerheblich, ob hier im Vorschlag von 26m langen Wagen die Rede wäre, denn eine Vollbahnstrecke nach Regelwerken vergleichbar zu EBO müssen solche Wagen nunmal auch fahren können. Eine Vollbahnstrecke nur für Wagen kleinerer Länge neuzubauen, also Wagen ab einer bestimmten Länge explizit auszuschließen, ist nach den Regelwerken nicht vorgesehen. Und es ist in Beschreibung des Vorschlags auch nirgendwo genannt, dass der Autor dies hier möchte.
Zudem ist der Vorschlag in der Kategorie „Regionalverkehr“ erstellt worden, also ist ferner davon auszugehen, dass der Autor Spixi hier eben nicht eine Strecke nach BOStrab bzw. nach vergleichbarem Regelwerk der Niederlande mit entsprechend engeren möglichen Radien bauen möchte. Denn sonst hätte die Kategorie „Stadtbahn“ genutzt werden müssen, was hier aber nunmal nicht der Fall war.
Und es bleibt dabei: Sehr enge Kurvenradien bedeuten auch nur sehr niedrige Geschwindigkeiten, was für eine Regionalzugstrecke recht suboptimal ist, also dass die Züge vor jeder dieser engen Kurven immer abbremsen und danach wieder beschleunigen müssen. Selbst wenn die Strecke wie hier nur für 60-80km/h gebaut werden soll, ist ein weiterer Einburch auf 40km/h in den engen Kurven dann so, dass damit wohl keine wirklich attraktive Fahrzeit herauskommen würde.
Ich habe die Strecke angepasst und schwierige Kurvenradien entfernt
Besteht irgendwie eine Möglichkeit, die Bestandsstrecke zwischen Boekelo und Hengelo zu nutzen, ohne den Watertorenpark zu beeinträchtigen? Das wäre sicherlich die sinnvollere Strecke statt nach Enschede zu fahren.