Beschreibung des Vorschlags
Der Ortsteil Godshorn in Langenhagen besitzt rund 7000 Einwohner, die zur Zeit noch nicht an die Stadtbahn angebunden sind. Doch nicht nur die Einwohner, sondern insbesondere die zahlreichen Firmen, angesiedelt im Süden des Flughafen Hannover, würden von einer Stadtbahnverbindung erheblich profitieren. Tausende Berufspendler könnten auf ihr Auto verzichten, wenn sie mit der Üstra direkt zur Arbeit fahren könnten.
Des Weiteren ist der nördliche Streckenabschnitt der Linie 1 aktuell nur im 10-Minutentakt bedient. Das ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl zwar legitim, aber noch nicht optimal. Um eine Taktverdichtung auf dem nördlichen B-Strang der Hannover Stadtbahn ab der Station an der Büttnerstraße zu ermöglichen, soll für dieses Vorhaben die Linie 8 bis zum Airport verlängert werden werden. Beispielsweise könnte hierfür die Liniennummer 14 in Betracht gezogen werden. Da die Linie 8 im 10-Mintuentakt verkehren würde, wäre auf dem Abschnitt zwischen dem Langenforther Platz und der Büttnerstraße somit ein 5-Minutentakt verfügbar. Zusätzlich wäre der Flughafen somit auch dauerhaft mit der Messe verbunden, nicht nur bei Bedarfszeiten wie etwa die S8.
Mit der Einführung einer neuen Linie würde auch der S-Bahnhof Langenhagen-Mitte einen Stadtbahnanschluss bekommen. Das würde einfaches und komfortables Umsteigen zwischen der S-Bahn-Hannover und der Üstra ermöglichen. Durch die 10-Minuten-Anbindung ist der regelmäßige Anschluss an die S4, S5, RB31, RB38 sowie auch an den RE2, RE3 gewährleistet. Auch der teils dort verkehrende DB-Fernverkehr könnte dadurch mit der Linie 14 verbunden werden.
Entlang der Neubaustrecke könnten drei Varianten in Betracht gezogen werden.
Die erste Variante, durch das Zentrum von Godshorn durch, legt den Fokus auf die Anbindung möglichst vieler, neuer Anwohner, die bisher auf Busse angewiesen sind. Diese Variante könnte man verwenden, um die Strecke rentabler zu gestalten, jedoch müsste hier teils mit deutlich verengten Straßen gerechnet werden. Nachdem die Stadtbahn von der L382 auf die K326 abbiegt, folgen vier bis fünf Stationen, die eine gute Anbindung der Einwohner von Godshorn ermöglichen. Nachdem Godshorn durchquert wurde, biegt die Strecke hinter dem Friedhof ab und überquert die Langenhagener Straße in Richtung Gewerbepark Airport-Süd. Hier sollen zwei Haltestellen dafür sorgen, dass möglichst viele der ansässigen Firmen und Unternehmen einen Anschluss an die Üstra bekommen. Zuletzt wird die Südbahn vom Flughafen untertunnelt und die Stadtbahnstrecke endet an der S-Bahn-Station unter Terminal C.
Die zweite Variante, die den Schwerpunkt auf die Anbindung von Unternehmen und Godshorn gleichermaßen legt, verkehrt zum großen Teil parallel zur Langenhagener Straße. Dafür wird die Hermannsburger Straße überquert und anschließend folgt die Bahn dem Verlauf der L382. Innerhalb dieses Abschnittes sollen zwei Haltestellen die ansässigen Unternehmen in der Bayernstraße, aber auch die Einwohner aus Godshorn gleichermaßen erschließen. Dafür sollen im Grünstreifen neben der Hauptstraße einmal die Station Lohkamp im Osten und die Station Schmiedeweg im Westen entstehen. Diese Variante ist somit vor allem dafür konzipiert, möglichst vielen Pendlern den Arbeitsweg zu erleichtern und weg vom eigenen PKW und überfüllten Bussen zu bringen, aber soll auch dafür sorgen, möglichst viele Einwohner und Geschäfte innerhalb Godshorns anzuschließen. Anschließend folgt die Haltestelle Schwabenstraße an der selbigen Bushaltestelle. Die letzte Station Godshorn/Erdinger Straße vor der Tunneleinfahrt bindet auch die weiter nördlich gelegenen Unternehmen an und verbessert somit noch einmal die Wirtschaftlichkeit durch starke Nachfrage. Diese Variante hebt sich somit von der ersten und dritten Variante ab, und konzentriert sich darauf Berufspendler gleichermaßen wie Einwohner aus Godshorn anzubinden. Auch hier wird die Südbahn unterquert und die Stadtbahnstrecke an den S-Bahnhof angebunden.
Die dritte Variante, verfolgt ein ähnliches Ziel wie die Variante Zwei, jedoch soll schwerpunktmäßig auf die Großunternehmen mit tausenden Mitarbeitern, im nördlichen Teil des Airport-Buisnessparks, geachtet werden. Beginnend vom S-Bahnhof Langenhagen-Mitte folgt die Trasse derselben wie bei Variante 2, nur wird nach der Europallee nicht abgebogen, sondern die A352 geradlinig mithilfe der bereits vorhandenen Brücke überquert. Anschließend wird nach links auf die Münchener Straße abgebogen. Auch hier soll es zwei Stationen geben, jeweils eine im Osten und eine im Westen der Straße. Dadurch werden die meisten Firmen erschlossen und es bietet sich eine äußerst attraktive Alternative zum Privatem Auto. Zuletzt wird nach rechts in die Tunnelrampe gefahren, wo die südliche Start- und Landebahn des HAJ unterfahren wird. Diese Variante endet wie die anderen auch an der S-Bahn-Station unterhalb des Terminals C.

Warum eine neue Linie 14? Viel sinnvoller wäre eine Verlängerung der Linie 8. Ansonsten sehe ich keinen ausreichenden Bedarf für die Anbindung des Flughafens an die Stadtbahn, da ja mit der S-Bahn bereits eine gute und sehr schnelle Anbindung an den Hannover Hbf besteht. Die Stadtbahn wäre lediglich für Fahrgäste in Langenhagen und entlang der Vahrenwalder Straße von Vorteil, das ist definitiv zu wenig.
Das stimmt. Man könnte auch darüber nachdenken die 8 dorthin zu verlängern.
Habe ich abgeändert, danke für deinen Hinweis Georg! Zusätzlich besteht dann ja auch eine dauerhafte Verbindung zur Hannover Messe.
Ab dem dritten Satz hast du meinen Kommentar ignoriert: Ansonsten sehe ich keinen ausreichenden Bedarf für die Anbindung des Flughafens an die Stadtbahn, da ja mit der S-Bahn bereits eine gute und sehr schnelle Anbindung an den Hannover Hbf besteht. Die Stadtbahn wäre lediglich für Fahrgäste in Langenhagen und entlang der Vahrenwalder Straße von Vorteil, das ist definitiv zu wenig.
Gibt es jetzt zu Messezeiten schon mit der S-Bahn, mittelfristig dauerhaft mit der S-Bahn. Dauert dann auch nicht ca. 50 Minuten in einer eher unkomfortablen Stadtbahn, sondern lediglich ca. 25 Minuten in einer immerhin halbwegs komfortablen S-Bahn.
Ich denke schon dass man für die Anbindung an den Airport mit einer Stadtbahnverlängerung ausreichend Fahrgäste erreichen würde. Zumal es ja auch stark darum geht, tausende Berufspendler im Airport-Buisnesspark an den ÖPNV anzuschließen und vom eigenen PKW und überfüllten Bussen wegzukriegen.
Erstmal grundsätzlich ja, dass sie eher nur die Anwohner in Langenhagen und in der Vahrenwalder Straße Vorteile verschafft durch die Takterhöhung auf dem Streckenabschnitt. Aber andererseits werden all diese Bewohner die Möglichkeit haben mit der Stadtbahn zum Bahnhof Langenhagen-Mitte zu gelangen, um dort etwa mit denen dort verfügbaren S-Bahnen zu fahren oder um mit dem RE Richtung Hamburg zu fahren. Das würde den Anwohnern den Umweg über den Hbf ersparen.
Selbiges gilt für die Anwohner Godshorns und für Mitarbeiter im Buisnesspark, denn auch diese hätten einen Anschluss an den Bahnhof in Langenhagen und müssen je nach Wohnort nicht bis zum Hbf fahren, um dort umzusteigen.
Zum Punkt Messe: Die Stadtbahn kann als Alternative zur S-Bahn dienen, wenn diese zu Stoßzeiten überfüllt und ausgelastet ist. dann könnte man, zwar zeitaufwendiger, aber weniger anstrengend zum Hbf oder zur Messe gelangen.
Die Stadtbahn ist nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur S-Bahn gedacht. Sie bietet eine Alternative für diejenigen, die nicht in der Nähe von S-Bahnhöfen wohnen.
Das denke ich nicht.
Der Airport Business Park liegt nordöstlich des Flughafens, ist mit der S-Bahn also genau so gut erreichbar wie er es mit der Stadtbahn wäre, und das auch noch schneller.
Falls du Godshorn meinst, das ist mit dem 253 Bus erreichbar und das sogar mit einer deutlich besseren Flächenerschließung als es durch die Stadtbahn möglich wäre, da der 253 zwei Straßenzüge bedienen kann.
Über den Hbf geht es von der Vahrenwalder Straße aus aber schneller, da 2-3 mal T10 zum Hbf statt 1 mal T10 zum Bf. Langenhagen Mitte und da die S-Bahn/der RE schneller sind als die Stadtbahn. Vom Langenforther Platz aus ist Langenhagen Mitte fußläufig erreichbar, ansonsten mit diversen Bussen.
Siehe oben, Businesspark liegt an der S5 und Godshorn ist über den 253 an Langenhagen Mitte angebunden.
Die Stadtbahn ist zu Messezeiten deutlich stärker überfüllt als die S-Bahn. Der Vorschlag ist in dieser Hinsicht also kontraproduktiv.
Diejenigen erreichen aber die S-Bahn mit der heute schon bestehenden Stadtbahn-/Busanbindung sehr schnell.
Hi minden.stadtbahn,
wieso legst du die Variante V2 nicht südlich an die L 382 bis zur Schwabenstraße dran? Dann könntest du die Unternehmen und Godshorn gleichermaßen anbinden.
LG Nieglas
Hi Nieglas!
daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Das würde Sinn ergeben.
Danke für den Tip, ich ändere das ab!
Den Nutzen sehe ich hier überhaupt nicht. Wie Georg bereits erwähnte gibt es nur für Langenhagener etc. eine Verbesserung. Ich würde allerdings noch weiter gehen und sagen, dass es auch für diese nicht deutlich attraktiver ist. Vom Langenforther Platz zum Flughafen benötigt man mit Bus und S-Bahn 15 Minuten. Mit der Variante C braucht man ähnlich lange. Abgesehen davon lebt ein Großteil Langenhagens im Umkreis von Bahnhöfen. Bleiben also noch ~50.000 Einwohner, für die es eine deutliche Verbesserung geben würde. Das ist viel zu wenig, um eine Stadtbahn rechtzufertigen.
Moin Werder!
Ich sehe den Punkt aber dennoch finde ich, der Nutzen der Stadtbahn wird hier stark unterschätzt. Es geht nicht nur um die Verbindung von Langenhagen zum Flughafen. Der Airport-Businesspark ist ein entscheidender Faktor – dort arbeiten Tausende von Menschen, die aktuell keine direkte Verbindung haben und von der Stadtbahn enorm profitieren würden.
Auch Godshorn würde endlich besser angebunden, ein Ortsteil, der bisher verkehrstechnisch benachteiligt ist. Klar, die Fahrtzeit mag ähnlich sein, aber es geht nicht nur um Zeit, sondern um Flexibilität und Komfort: Die Stadtbahn bietet mehr Haltestellen, direkte Verbindungen und eine bessere Erreichbarkeit für Pendler und Anwohner.
Die 50.000 Menschen, die du nennst, sind zudem keine geringe Zahl, vor allem, wenn man die wirtschaftlichen und verkehrlichen Vorteile für die gesamte Region berücksichtigt.