Beschreibung des Vorschlags
Streckenverlauf bis Vaterstetten Ost:
Vom Nordring raus über ne Brücke (alternativ falls Stadt und Anwohner anders wollen und zahlen: Tunnel). Am Ostkopf Beginn einer Lärmschutztrasse, da vorbei an nem Kieswerk und Dornach. Kurz darauf Unterquerung der Bahnstrecke München-Markt Schwaben, samt eingleisiger Verbindungskurve aus München Riem Ubf (MRIU) und der Strecke aus Richtung München Ost. Nach Verlassen des Tunnels weiter im Einschnitt an Ottendichl vorbei und unter der A99 beim Rastplatz Vaterstetten durch. Ab hier gibts zwei Möglichkeiten: Südtrasse in paar Kurven an Vaterstetten vorbei und Nordtrasse direkt durch den Ebensberger Forst.
Südtrasse
In ner Kurve nach Süden an Lärmschutztrassen an Vaterstetten und Baldham vorbei und zwischen Baldham und Zorneding durch, dort Wechsel in nen Einschnitt (der kann meinetwegen aber schon bei Vaterstetten beginnen) und um Zorneding rum nach Südosten. Unterquerung der B304 in nem Kurztunnel oder ner einfachen Überbrückung der Bahnstrecke (je nach Belieben) . Im Einschnitt vorbei an Buch, ehe es wieder halbwegs auf Höhe 0 geht und Lärmschutztrassen aufgestellt werden. Vorbei an Fürmoosen dreht sich die Strecke leicht Richtung Süden, ehe bei Taglaching die Nordrampe zum Umfahrungstunnel Grafing erreicht ist. Dieser führt bis ca. Oberelkofen (oder dorthin von wo Viergleisigkeit besteht).
Nordtrasse
Sprung zurück nach Vaterstetten Nord. An Lärmschutztrassen vorbei geht es nach wenigen Kilometern in den Unterfahrungstunnel Baldham Dorf nach dessen Verlassen die Strecke weiterhin im Einschnitt verläuft und Wolfesing in einem weiteren Tunnel unterquert. Weiter geht es dann mehrere Kilometer durch den Ebersberger Forst, wo ggf. Trassenschutzmassnahmen nötig werden könnten (elektrischer Natozaun?). Alternativ kann hier natürlich – sofern von Umweltaktivisten finanzierbar – ein Tunnel gegraben werden. Fichten sind meines Wissens eh nur Flachwurzler und bei ner Monokultur wie dem Ebersberger Forst sollten Wurzeln damit eh kein Problem darstellen. Den Borkenkäfer freuts auch. Am Südostende der Strecke verläuft die Trasse an Forstseeon vorbei. Hier müsste wahrscheinlich eine Lärmschutztrasse errichtet werden. Im Anschluss läuft die Trasse in einen Einschnitt , unterquert zwei Strassen und verläuft dann im Tunnel unter Grafing weiter auf die (dann) viergleisige Strecke.
Begründung
Hauptsächlich der Entlastung des Brennernordzulaufs gedacht ermöglicht diese Strecke primär dem Güterverkehr eine bessere Routenführung ab MN (München Nord Rbf.) bzw. MRIU (München Riem Ubf.). Auch bekommt man so mehr Kapazitäten auf der Bestandsstrecke und kann weiters auch gewisse Personenzüge über diese Strecke führen.
Bedienung
Hauptsächlich durch GV, jedoch eventuell auch durch die Meridians, oder – falls schneller als über Bestand – die ECs (jeweils über Riemer Kurve).
Specs
160-200 km/h mit ETCS L2/L3 und Indusi als fallback level falls zum Umsetzungszeitpunkt noch üblich. Strippe sollte logisch sein, 15kV bei 16⅔ Hz (oder was halt bis dahin Standard is). Bei der Südtrasse würden wahrscheinlich 160 reichen, da kein Fahrzeitvorteil bei Personenzügen mehr erwartet werden kann.
…sollte so grob fertig sein.

Abgesehen von den Widerständen die auf der gesamten Strecke auftauchen werden könnte man zumindest bis kurz vor Vaterstetten den südlichen Teil an die Bestandsstrecke anlegen um die Zerstückelung des Ebersberger Forstes zu vermeiden.
Ansonsten ist der Bedarf für so eine Lösung da, vor allem in Verbindung mit dem Brennernordzulauf, auch wenn das dort die Anwohner anders sehen.
Bei einer solchen Zerschneidung des Ebersberger Forstes dürften die Umweltschützer ganz schnell zu demonstrieren beginnen. Das dürfte nur sehr schwer durchsetzbar sein.
Finds ja immer wieder lustig wie Vorschläge, welche im Erarbeitungsmodus sind kommentiert werden, erst recht wenn der Streckenverlauf ’noch klarer gestaltet wird‘ xD
Ansonsten, ne Alternativtrasse würde schon kommen, keine Sorge. Wenn man die durch den Forst politisch nicht durchdrücken kann/will (was eigentlich nichts als ein wirklich peinliches Armutszeugnis für die Politik ist – gerade hier könnte man sehr gut mit Schaden/Nutzen im Vergleich zum LKW argumentieren) kann man dann die nutzen. Das folgt allerdings erst, weil ich mich da noch mit den entsprechenden Luftbildern auseinandersetzen muss.
so, dann wäre das auch mal fertig…
Ich hoffe die Südtrasse gefällt unseren Umweltschützern.
Auch durch die Südtrasse wird ein Wald zerschnitten. Außerdem werden dann diverse Orte von der Bahn „eingekreist“. Ist neben der Bestandsstrecke kein Platz mehr für zwei weitere Gleise?
Trudering – Haar sollte sich noch ausgehen, bei Vaterstetten und Baldham aber wohl nicht mehr.
So ist es
Meine Güte, wenn Euch ein Wald mehr wert ist als ne Entlastung und Kapazitätssteigerung für den Güterverkehr, damit sinkender LKW-Zahlen und Lärmentlastung gewisser Ortschaften, dann…
Ich versteh jetzt inzwischen ziemlich eindeutig warum Deutschland so langsam vorankommt und immer mehr an Bedeutung verliert. Ohne Leiden keine Erlösung! Alles hat seinen Preis, und sei es ein bisserl Wald das dafür flöten gehen muss. Es gibt immerhin nen richtigen Mehrwert, auch für die Anwohnenden…
Manchmal mach ich mir echt Sorgen um Euch Deutsche.
Wie kann es sein, dass es so schwer ist, paar Bäumerl zu rauszureissen und dann gross zu jubeln, wenn für ne Schnellstrecke zigtausende Tonnen an Beton (und damit CO2) ausgestossen werden was sich nie und nimmer reinbringt (und das dann genauso auch auf ner C-Relation auf genau dieser Plattform vorschlägt)…
Guys and girls, I’m out here.
Meinst du in Österreich ist es so viel anders? Wenn man sich das Unterinntal anschaut, wurden da auch einige Tunnel gebaut, die es aus topographischen Gründen nicht gebraucht hätte. Immer dieses „ihr Deutschen“…
Ich denke, diese Tangentendiskussion grätschen wir schnellstmöglich ab.
Ich erlaub mir hier noch einmal zu antworten, ehe ihr endgültig Ruhe von mir habt.
Unterinntal -> Tunnel wegen Lärmschutz
Hier -> Bäume, welche eine Trasse verhindern. BÄUME! Die kann man in Massen nachpflanzen, sogar mehr als man wieder abholzt. Damit hätte man sogar nen doppelten CO2-Gewinn. Einmal weil mehr Bäume vorhanden sind, einmal weil man mehr LKW von der Strasse bekommen könnte (kapazitativ)
Ausserdem: Mir gehts hier nicht um Tunnel. Hab ich ja sogar reingeschrieben. Ich finds nur lustig dass eine Person, welche einen Basistunnel zwischen Stuggis Flughafen und Tübingen vorgeschlagen hat hier einen auf Umwelt-/Klimaschutz macht wo man doch weiss dass Tunnelbau immense Mengen an CO2 ausstösst.
Ich mein, mir kanns egal sein was ihr für Prios habts, bis ihr die ganzen Schäden für so ne Politik ausbaden müsst, bin ich wahrscheinlich eh schon ein ziemlich leergegessenes All-you-can-eat für die Würmer. Verstehn tu ichs halt trotzdem ne und werd es auch wahrscheinlich nimmer.
Ich denke, es geht hier weniger darum, was die Nutzer hier meinen, sondern um eine realistische Betrachtung, wie wahrscheinlich eine (wenn auch noch so kleine) Teilabholzung des Ebersberger Forstes ist. Und wenn man da bedenkt, dass der Ebersberger Forst in der Vergangenheit schon als möglicher Standort sowohl vom CERN-Teilchenbeschleuniger (der schlussendlich in Genf gebaut wurde) als auch vom Münchner Flughafen gehandelt wurde, und jedesmal gefühlt die Druckwelle der vor Wut explodierenden Köpfe der Oberbayern schon einen Gutteil des Waldes rodeten, dann muss man sich eingestehen, dass man mit einer solchen Streckenplanung selbiges wieder hervorrufen würde, und dass eine Umsetzung daher eher problematisch ist. Obs einem gefällt oder nicht, aber es ist halt so.
Kontext beachten: Die Südtrasse, auf welche ich mich bezog tangiert explizit diesen Wald nicht.
Ok, stimmt. Auf die Nordtrasse, die durch Durchgezogene Linie ggü. gestrichelter Linie offensichtlich als Vorzugsvariante gedacht ist, trifft es aber zu 😉
Bei der Südtrasse halte ich aber einen Abzweig erst im Bereich Kirchseeon für sinnvoller. Bis dorthin kann man locker mit +2 Gleisen ausbauen.
Selbstverständlich, meine Antwort war jedoch auf eine Waldkritik ggü der Südtrasse bezogen.
Das wäre möglich, wird von mir jedoch wahrscheinlich nicht mehr geändert.
Es geht hier nicht um eine mehr oder weniger große Anzahl von Bäumen sondern um den als Wald zusammenhängenden Naturraum. Davon hat Deutschland nicht mehr so viele und daher sind einige Bevölkerungsteile diesbezüglich recht sensibel. Insbesondere in Gebieten, wo die Natur schon weitestgehend zurückgedrängt wurde und der Wald gleichzeitig auch noch eine Erholungsfunktion hat. Die wenigsten Münchner wollen ihre Sonntagsausflug in einen Wald machen, wo im 5 min-Takt Güterzüge durchfüttern. Daher ist das – aus heutiger Sicht – schwierig durchzusetzen. Das so als objektive Einschätzung.
Ich persönlich bin auch für ein wenig mehr Flexibilität diesbezüglich. Gerade bei der Thematik „Naturraumzerschneidung“ kann man meinetwegen gerne und gut was kompensieren. Ausbau der Infrastrukturen dort, wo sie benötigt werden (wie z.B. im Großraum München) aber dafür auch Rückbau und „Zurückgeben an die Natur“, wo man es eben nicht (mehr) benötigt (z.B. in Gebieten mit starkem Bevölkerungsrückgang). Dort könnten einige zerschnittene Naturräume wieder verbunden werden. Klar kostet das irgendwie doppelt Geld, aber langfristig wäre es sinnvoller als immer überall nur „Dagegen!“ zu schreien. Ist momentan eher unrealistisch, aber ist mittelfristig der einzige Weg um irgendwie zukunftsfähig zu bleiben.
Ich weiss jetzt nicht was man an ner Fichtenmonokultur als natürlich und schützenswert mit Erholungswert sehen kann aber egal jetzt mal. Berti den Borkenkäfer wirds freuen, wenn er aus Sachsen-Anhalt einmarschieren darf 🙂
Der Wald wäre ja auch sogar so gross, dass man wo anders hinfahren könnte im Wald und keine Gz hören würde. Wie gesagt, ich kanns nicht nachvollziehen – vor allem in Anbetracht der CO2-Problematik – und werde es auch nimmer.
Abs. 2: Freut mich, dass Du auch ein wenig Flexibilität als wichtig ansiehst. Allgemein gehts mir halt da um das grosse Ganze: Lassen wir uns von der Natur unterjochen oder unterjochen wir die Natur? Momentan gehts eher in die Richtung dass wir uns von der Natur unterjochen (man denke an das Plastiksackerlverbot, an den Kernkraftausstieg aber auch die oben genannten Schnellstrecken welche nie und nimmer den beim Bau ausgestossenen Betrag an CO2 reinbringen) und wir verlieren unsere eigentlichen Aufgaben zum Klimaschutz (Reduktion von CO2) immer mehr aus den Augen. Das sehe ich halt als ziemlich problematisch an, auch in der Hinsicht, dass es im Kampf Mensch <-> Natur nur einen Gewinner geben kann und wir drauf und dran sind, zu verlieren.
Ein schön ausgearbeiteter Vorschlag.
Ich würde versuchen zwischen Grafing und Zorneding noch 1-2 Gleise reinzuquetschen und erst dann Richtung Norden abzuzweigen. Außerdem ist eine Kurve Nordring-ABS38 unerlässlich, da dort ja mal die Tauernverkehre laufen sollen.
Insgesamt (und unabhängig von deinem Vorschlag) fände ich einen Ausbau der Strecke Rosenheim-Mühldorf-Landshut-Regensburg mitsamt Zugbildungsbahnhof aber sinnvoller, da man jetzt schon über die Auslastung vom Knoten München jammert und auch die Münchner Ringbahn im Personenverkehr nicht ewig auf sich warten lassen kann, was zu einer Zuspitzung der Situation führen würde (4 Gleise Daglfing-Johanneskirchen hin oder her). Zudem hat man mit dem Ostkorridor einen einigermaßen leistungsfähigen Korridor, welcher aber vom Brennerverkehr durch die (laut DB und ÖBB nicht vorhandenen) Flaschenhälse München-Landshut-Regensburg und Landshut-Rosenheim (Mühldorf-Rosenheim bekommt noch nicht mal Strom) abgeschnitten wird.
Dem stimme ich vollkommen zu. Statt immer mehr Verkehre auf wenigen Strecken zu bündeln, die dann überlastet sind, sollte man lieber vorhandene Bahnstrecken zur Entlastung nutzen, die teilweise stark hinter ihren Möglichkeiten bleiben.
Für diesen Korridor fände ich dementsprechend eine Verbindungskurve bei Mühldorf noch sinnvoll.
Für einen Zuglauf Landshut-Mühldorf-Rosenheim ist keine Verbindungskurve in Mühldorf notwendig, lediglich für die Richtung Freilassing.
Danke.
Zwischen Grafing und Zorneding ist es halt insbesondere in Kirchseeon kritisch. Zorneding wäre eh nicht das Problem, aber in Kirchseeon wirds halt (beinahe?) unmöglich.
Ansonsten, seit wann ist geplant den Tauernverkehr über den Nordring zu schicken? Das ist ja ein riesen Umweg. Aber sonst, ich mein ne Verbindungskurve tut nicht weh, das geht schon, keine Frage.
Rosenheim-Mühldorf-Landshut-Regensburg sieht tatsächlich recht sympathisch aus und würde eine Entflechtung ermöglichen. Ich glaub nicht dass ich da nen Vorschlag in absehbarer Zeit veröffentlichen werde, aber die Idee hört sich gut an.
Ja stimmt schon Kirchseeon ist schon eng, aber dann müssen halt ein paar Häuser 2 Meter Garten abtreten.
seit wann ist geplant den Tauernverkehr über den Nordring zu schicken? Das ist ja ein riesen Umweg.
https://www.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=23
Ich wusste doch, dass ich schon irgendetwas in die Richtung gesehen hatte.
Rosenheim-Mühldorf-Landshut-Regensburg sieht tatsächlich recht sympathisch aus und würde eine Entflechtung ermöglichen. Ich glaub nicht dass ich da nen Vorschlag in absehbarer Zeit veröffentlichen werde, aber die Idee hört sich gut an.
Die Idee stand ja schon im BVWP mit Elektrifizierung, Ausbau 160km/h und schrittweisem 2-gleisigen Begegnungsabschnitten, wurde dann auf Regensburg-Mühldorf zusammengeschrumpft, mit Blockverdichtung Obertraubling-Landshut und Verbindungskurve Mühldorf, und hat jetzt auch noch die Begegnungsabschnitte und die Verbindungskurve verloren, so dass Güterzüge in Mühldorf kopfmachen müssen, oder auf Diesel umspannen müssen um nach Rosenheim zu kommen…
Uiuiuiui… Da wirds aber Bürgerproteste geben (und bestimmt die eine oder andere Initiative die dann vorschlägt, doch durch den Wald fahren zu lassen xD)
Rosenheim-Regensburg: Danke Dir für die Infos. Wäre ja mal ne Strecke wo man sinnvoll Geld reinstecken könnte. War da wieder mal das KNV zu gering oder?
Ja aber lieber 10 Einfamilienhäusern ein paar Meter Garten wegnehmen, als einen großen Wald nicht zerstückeln (falls ökologisch wertvoll), aber das ist nur meine Meinung.
Regensburg-Rosenheim wurde gar nicht auf KNV geprüft, da München-Rosenheim den Vorrang bekommen hat (aber bis jetzt halt abgespeckt im Vergleich zu deinem Vorschlag). Die geschrumpfte Version mit Mühldorfer Kurve und Begegnungsabschnitten erreichte 0,7, während die reine Elektrifizierung 1,05 erreichte und somit in den vordringlichen Bedarf aufgestiegen ist. Wie Landshut-Regensburg aber mit diesem Ausbau laut D-Takt in 30 min erreicht werden soll, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht kommt da ja noch ein scheuerliches Edikt, wie bei München-Mühldorf, wir werden sehen…
Ein Problem was auch noch gelöst werden muß ist die Durchfahrt im Bahnhof Landshut. Für die Richtung nach Mühldorf ist nur ein Gleis außerhalb der Bahnsteige vorhanden. Die Gleisharfe im Norden kann aus Mühldorf nicht angefahren werden.
Nach Rosenheim ist kein Richtungswechsel erforderlich.
Wenn, dann durchgehend zweigleisig. Denn Personenverkehr gibt es ja auch noch und mit ein paar Begegungsabschnitten wird man nicht wesentlich mehr Verkehr über diese Strecken leiten können,.
Nach Rosenheim ist kein Richtungswechsel erforderlich.
Nach Rosenheim brauchts Diesel, ins Chemiedreieck und über die Tauern brauchts nen Richtungswechsel.