Beschreibung des Vorschlags
Hiermit möchte ich vorschlagen, die Grenzkontrollen zwischen Frankreich und Großbritannien während der Fahrt durch den Eurotunnel durchzuführen.
Aufgrund der Tatsache, dass auf Wunsch Großbritanniens die Ein- und Ausreisekontrollen am Abfahrtsbahnhof durchgeführt werden und deswegen zusätzliche Grenzabfertigungsanlagen in den betroffenen Bahnhöfen, die teilweise tief im Landesinneren liegen, notwendig wären, ist die Anzahl der Personenzüge, die täglich durch den Eurotunnel fahren, gering.
Mein Vorschlag sieht vor, dass die vorgezogenen Grenzkontrollen abgeschafft werden und die Grenzkontrollen in den fahrenden Zügen stattfinden, wo gemeinsame französisch-britische Grenzkontrollen während der Fahrt zwischen Calais und Folkestone stattfinden würden.
Mir ist bekannt, dass durch den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union die Realisierung dieses Konzepts eher unwahrscheinlich wird, aber ich möchte damit zeigen, wie man die Grenzabfertigung in der Region verbessern könnte.

Sicherlich wünschenswert. Aber von den Engländern -wie du schreibst- nicht gewollt. Und mit dem Brexit wird’s sicherlich nicht lockerer mit den Kontrollen. Klar kann man es verbessern dadurch.Aber die Briten haben halt ihre Gründe dafür, warum sie diese auf dem Festland haben wollen. Mit den Kontrollen sind die ja besonders streng.
Das ist rechtlich nicht möglich.
Hintergrund: Unter diesen Umständen wäre eine einfache Immigration nach UK möglich, indem eine fluchtwillige Person den Eurostar nutzt, dann von den Behörden aufgegriffen wird und – da sich die Person bei Verlassen des ES auf britischem Boden befindet, sofort einen Asylantrag stellt. Dieses Thema würde durch den Austritt von UK aus der EU natürlich noch mehr an Schärfe zulegen, da in diesem Fall ein Dublin-Abkommen nicht gelten kann, UK die Fluchtwilligen also nicht im Rahmen des Dublin-Verfahrens an andere Mitgliedsländer rücküberweisen kann.
Auch soll bedacht werden, dass sich hier später eine EU-Aussengrenze befinden wird. Ich könnte mir daher auch mittelfristig vorstellen (und fände es persönlich auch durchaus begrüssenswert), dass die Züge jeweils an den Tunnelportalen (d.h. Folkstone und Calais) anhalten und kontrolliert werden, um illegale Einreisen zu verhindern.
Völlig richtig. Ein illegal einreisender würde auf jeden Fall GB erreichen und könnte dort Asyl verlangen. Selbst wenn er vorher im Zug entdeckt werden würde, könnte man den Zug ja im Tunnel nicht umkehren lassen, um ihn in Frankreich aus dem Zug zu weisen. Ich würde daher empfehlen, alle Züge in Calais enden zu lassen, die Fahrgäste durch eine Grenzabfertigung zu führen und mit einem anderen Zug weiter fahren zu lassen. So würde auf einfache Art verhindert werden, dass sich jemand im Zug verstecken könnte. Man kann aber natürlich auch Züge genau untersuchen, wie einst an den DDR-Grenzen. Da kam garantiert keiner unbemerkt durch. Das könnte man ja zum Vorbild nehmen. (Es war aber eigentlich ein abschreckendes Vorbild!)
Ich würde daher empfehlen, alle Züge in Calais enden zu lassen
Also von der Idee halt ich ja mal gar nichts. Zum einen stehen die Kontrollbahnhöfe/Terminals schon in den großen Städten, die der Eurostar bedient (wenns denn sein muss, muss man halt noch in Köln einen bauen, wenn es denn Köln-London direkt sein soll). Und zum anderen ist dies eigentlich nur ein Nachteil zum Flugzeug. Wer will denn schon mit dem Zug fahren, wenn er dann erstens länger braucht (teilweise fahren Eurostars London-Paris non stop) und man zudem noch irgendwo umzusteigen zu müssen.
Ulrich, ich weiss dass Du ein absoluter Verfechter der Reisefreiheit bist. Ich sehe in dem Fall allerdings das Verschulden allein bei den Briten. Diese sind aus der EU ausgetreten und bei Schengen gleich draussengeblieben. Wenn der ES nach dem Austritt von UK am 31.1. dann öfters für Fluchtfahrten (aufspringende Flüchtlinge, illegale Einreisen nach UK) verwendet wird, kann ich es mir inzwischen vorstellen, dass der Fortbestand der ES-Verbindungen von UK angezweifelt wird. Um das zu verhindern war mein Vorschlag, die Züge Richtung UK in Calais, die Züge Richtung EU in Folkestone zu kontrollieren. Ich weiss nicht, inwieweit es geht dass man mittels ETCS L3 hier die Züge vollautomatisch durch eine Röntgenanlage schicken könnte (Röntgen wird bei LKW-Trailern ja schon lange gemacht).
Zuletzt geht es hier auch um den Schutz einer EU-Aussengrenze und hier geht es dann zum Teil auch einfach um die Tatsache, dass es sich um eine Grenze handelt, dass solche Kontrollen notwendig sind und somit ein Exempel zu statuieren, sprich: Jedem Briten zu zeigen: ‚Das habt ihr jetzt vom Austritt aus dem Binnenmarkt.‘
Nicht alles so optimal formuliert…
Aufspringende Flüchtlinge sind natürlich nicht nur für UK ein Problem, sondern primär für die Zuverlässigkeit des Bahnbetriebs bedenklich.
…dass solche Kontrollen notwendig sind und somit ein Exempel zu statuieren, sprich: Jedem Briten zu zeigen: ‚Das habt ihr jetzt vom Austritt aus dem Binnenmarkt.‘
Besser wäre:
…dass solche Kontrollen notwendig sind. Auch wird so ein Exempel statuiert, sprich jedem Briten gezeigt: ‚Das habt ihr jetzt vom Austritt aus dem Binnenmarkt.‘
In dem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass Eurostar ein britisches Unternehmen ist.
Kann man die Züge nicht auf der Fahrtabschnitt vor dem Tunnel kontrollieren? Dann würden in Calais spätestens alle Zollbeamten und unerwünschten Personale den Zug verlassen und der Zug wäre „clean“. Und das ohne Kontrollen vor der Abfahrt.
Ja, das hört sich aus meiner Sicht nach einer guten Idee an.
Man könnte zwischen Lille und Calais sowie zwischen Folkestone und Ashford kontrollieren und bei Problemen mit Fahrgästen, deren Klärung länger dauern würde, die Klärung dann außerhalb des Zuges in Folkestone bzw. Calais tätigen.
Völlig ausgeschlossen.
Ganz einfach: Wenn im Eurotunnel kontrolliert und ein Illegaler festgestellt wird, dann steht der anschließend auf britischem Boden. In Anbetracht dessen, dass GB zu 99% wegen der Migration aus der EU austreten wird, eine ziemlich verrückte Idee.
Es gibt aber durchaus Möglichkeiten, die rechtlichen Auswirkungen für GB abzumildern. Die Zauberwörter lauten „Fiktion der Nichteinreise“.
Dennoch erleichtert es die illegale Einwanderung und ist damit nicht im Interesse von GB.
Ich betrachte diese Kontrolle als eines der größten Hindernisse bei der Befriedigung der Nachfrage nach Zügen für das Vereinigte Königreich.
Seit einiger Zeit denke ich, dass es eine Lösung geben sollte, die Züge mit Ziel Großbritannien ohne obligatorische Vorkontrolle in den europäischen Städten, in denen der Zug hält, ermöglicht.
Als Lösung denke ich, dass Züge ihre Waggons isoliert und mit Barrieren dazwischen haben könnten, so dass die vorderen und hinteren Waggons nur von Reisenden mit Ziel Großbritannien genutzt würden und der Zutritt in diese Waggons eine Passkontrolle erfordern würde. Die Türen dieser Vorder- und Hinterwagen ließen sich beim Halt auf europäischem Boden nicht öffnen. Beispielsweise gab es in einem Zug von München nach London zunächst nur einen oder zwei solcher Sonderwagen, die Türen ließen sich nicht öffnen und die Fahrgäste konnten nur in den Mittelwagen einsteigen. Nach und nach, während der Fahrt, wurden ihre Pässe an den Kreuzungen dieser Waggons kontrolliert und sie erhielten Zugang zu dieser exklusiven Zone. Sobald diese Waggons zu belegen beginnen, würden benachbarte Waggons geschlossen und wieder Reisenden nach Großbritannien zugewiesen. Reisende, die München verlassen und nach Stuttgart oder Frankfurt fahren, nutzen einfach die Mittelwagen und müssen sich nicht um eine Passkontrolle kümmern. In Brüssel könnten bestehende Kontrolleinrichtungen weiterhin dazu dienen, den direkten Einstieg in diese exklusiven Waggons zu beschleunigen, würden aber weiterhin den freien Einstieg in die übrigen Waggons ermöglichen. Die letzten Personen würden an den Waggongelenkpunkten auf die gleiche Weise kontrolliert, und wenn es ein Problem gäbe, würde der Zug in Calais einen außerordentlichen Halt einlegen, um den Passagier auszusteigen.
Das Vereinigten Königreich wird keine Grenzkontrollen auf eigenem Gebiet durchführen. Gleichzeitig ist es auch nicht realistisch, überall auf dem Europäischen Festland Bahnhöfe mit Grenzanlagen zu errichten. Daher ist es sinnvoll, das Konzept zu nutzen, welches bereits von Thalys zwischen London und Amsterdam angewendet wurde. Bis die Grenzkontrollstelle in Amsterdam errichtet wurde.
Dabei könnte es durchfahrende Züge von London nach Köln, Frankfurt, Marseille oder Barcelona geben. Auf der Rückfahrt endeten diese Züge jedoch bereits in Brüssel oder Lille, wo dann ein Umstieg nach London mit Grenzkontrolle erforderlich ist. Dabei wird zumindest die Fahrzeit in Richtung Festland verkürzt.
Thalys hat dieses Konzept früher bereits genutzt.
Dabei hatten die Züge folgende Zuglauf:
– London -> Amsterdam
– Amsterdam -> Brüssel
– Brüssel -> London