10 Kommentare zu “Göppingen/Stuttgart: Zugteil nach Donzdorf

    1. In Süßen gibt es 4 Gleise, der Regionalverkehr kann also überholen, wenn das Kuppeln zu lange dauert oder die S-Bahn verspätet ist. Für das S-Bahn-System selbst ist das natürlich ein Risiko, allerdings wird das ja bei der S6/S60 bereits heute ganz ähnlich praktiziert. Eine zusätzliche Trasse braucht man ja nicht wenn man die selbe nutzt wie die Linie nach Geislingen.

  1. Die Idee ist nachvollziehbar, allerdings schätze ich den Effekt als eher begrenzt ein. Das „Problem“ ist die geringe Entfernung zwischen Donzdorf und Süßen. Dadurch hat man keine so großen Fahrzeitgewinne oder Nutzen, wie bei anderen Streckenreaktivierungen. Gleichzeitig ist der betriebliche Aufwand (zusätzlicher Fahrzeugführer, Kuppelvorgänge,…) dafür recht hoch. Als alternierende Bedienung zu Geislingen wäre es vielleicht eher denkbar.

    Ansonsten weiß ich nicht, wie viel Zustimmung die Reaktivierung bei den Bewohnern von Donzdorf erfahren wird, einige sind sicher nicht so begeistert von der Bahnstrecke vor ihren Fenstern und durch den Schlossgarten.

    Problematisch ist auch der notwendige Tunnel sowie die kreuzenden Straßen im Stadtgebiet. Ich fürchte hier wäre ein Haltepunkt am Ortsrand realistischer – allerdings ist er dann nur noch begrenzt fußläufig erreichbar, sodass der Vorteil gegenüber der selbstständigen Anreise nach Süßen nur noch minimal ist.

    Tja, ich denke das sind so in etwa auch die Gründe, warum eine Reaktivierung nicht von offizieller Seite aus verfolgt wird. Vielleicht schafft man es aber eines Tages mal die Donzdorfer zu versammeln und für eine Reaktivierung zu kämpfen, dann gäbe es eine Chance für das Projekt.

    1. Ich stimme dir insofern zu, dass die Trassierung durch den Ort eine Herausforderung wäre. Wenn die Donzdorfer nicht wollen wird es nicht gehen. Ein Haltestelle am Ortsrand würde da auch nix bringen, dann kann gleich nach Süßen fahren. Der Tunnel ist ärgerlich, aber in offener Bauweise baubar und nur eingleisig, deshalb sollte der nicht zu einer Kostenexplosion führen. Man könnte auch die Daimlerstraße ganz aufgeben und den Verkehr durch die Parallelstraßen, dann müsste man aber ein paar Grundstücke kaufen die sonst vom Straßennetz abgeschnitten wären.

      Nichtsdestotrotz sehe ich hier definitiv einen Nutzen gegeben. Die Fahrt nach bspw Göppingen dauert heute mit Bus + MEX rund 25 min bei ca 8 min Umsteigezeit in Süßen. Die S-Bahn bräuchte sagen wir 4 min nach Süßen, 6 min Kuppeln (wie in Renningen) und 8 min Fahrt nach Göppingen, macht dann 18 min statt 25 min, ohne Umstieg, ohne Bus.

      Der betriebliche Aufwand wäre vermutlich sogar geringer als bei einer eigenen Linie, weil es nur einen Fahrer benötigt, kein zusätzliches Fahrzeug. Das Kuppeln wird ja bereits auf anderen Linien praktiziert, und bei einer Verlängerung der S1 ins ähnlich große Weilheim und etwas größere Lenninger Tal wird ein ähnliches Konzept erwogen. Eine alternierende Bedienung halte ich nicht für sinnvoll, da die Strecke bis Geislingen schon klar bedeutender ist und Langzüge in Donzdorf extrem überdimensioniert wären.

  2. Du könntest das Gleis weiter südlich ausfädeln, und einen Halt Donzdorf in der Grünschneise südlich des Schlossparks errichten. Der Fahrzeit würde sich etws verlängern, aber man hätte einen Halt der relativ inmitten Donzdorfs liegt. Dadurch könnte man sich Straßenkreuzungen sowie den Tunnel sparen.

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