3 Kommentare zu “GÖ: Überlandstraßenbahn Göttingen–Northeim

  1. Northeim hat knapp 29.000 Einwohner. Dieser Stadt würde ein Straßenbahnbetrieb vermutlich sehr wohl schaden, denn er würde Geld kosten. Ausreichend Fahrgäste in einer solch kleinen Stadt können unmöglich zusammenkommen, sodass der Betrieb hoch defizitär wäre. Da der relativ wenigen Einwohner unmöglich so viel an Steurn einbringen werden, dass sich diese Verluste ausgleichen lassen, würde eine Straßenbahn in so einer kleinen Stadt die Verschuldung nach oben treiben.

    Diese Überlandstraßenbahn lehne ich daher ab, insbesondere, da ja eine Eisenbahnstrecke parallel verläuft. Eine Regiostadtbhan wäre vielleicht denkbar, bei der vom vorgeschlagenen Göttinger Netz aus Züge auf die Eisenbahn wechseln und vielleicht sogar auf einer kurzen Neubaustrecke das Zentrum von Northeim erreichen könnten.

  2. “ viele Pendler nach Göttingen […], die aufgrund der begrenzten Buskapazitäten auch das Auto nehmen.“

    Das Problem ist nicht die Kapazität. Wenn höhere Kapazitäten benötigt würden, könnte man den Takt der Regionalbusse verdichten. Das Problem ist die mangelnde Attraktivität, da u. A. auch durch die neue B3 eine wesentlich schnellere und komfortablere Variante ins Göttinger Stadtzentrum zu kommen besteht.

    Während die Züge zumindest vom Bahnhof aus in Northeim und Nörten-Hardenberg relativ schnelle und komfortable Verbindungen ins Stadtzentrum ermöglichen, wo im Regelfall ein Pendlerfahrrad abgestellt ist, wäre eine Überlandstraßenbahn spätestens ab Bovenden weiter gen Norden viel zu langsam.

    Die ehemalig geplante Bustrasse nach Bovenden, wäre der Trasse über den Helleweg vorzuziehen. Potential für eine Straßenbahnverbindung bestünde allenfalls bis Eddigehausen bzw. auf dem anderen Ast bis zum Nordende der Wohnbebauung in Bovenden und nicht weiter nach Nörten-Hardenberg.

    Der Artikel zeigt ganz gut, dass heute niemand selbst Buslinien vor seiner Haustür haben möchte. Eine gute Busanbindung wird zwar gewünscht, aber lieber in der Nachbarstraße. Solche Proteste gegen ÖV-Maßnahmen werden erst Recht bei Straßenbahnplanungen aufkommen.

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