Beschreibung des Vorschlags
Ich hatte hier ja vor ein paar Tagen eine Strecke von Bonn nach Hennef vorgeschlagen. In diesem Vorschlag erwähnte ich auch, dass es möglich wäre, diese Linie nach Waldbröl zu verlängern bzw. alternativ eine eigene Linie nach Waldbröl zu erstellen. Zwar ist dieser Vorschlag ein bisschen utopisch, die Buslinie 530 verkehrt auf der selben Strecke lediglich im Stundentakt, jedoch kann man meines Erachtens hier nicht von der Auslastung der Buslinie auf die Möglichkeiten der Bahnlinie schließen. Ich sehe nämlich folgende Vorteile bei dieser Verbindung:
– Waldbröl (20’000 Einwohner, wichtiges Mittelzentrum im südlichen Oberbergischen Kreis) und Ruppichterroth (12’000 Einwohner) erhalten einen Schienenanschluss
– Der Oberbergische Kreis verliert seine einseitige verkehrliche Ausrichtung auf Köln und wird besser an das struktur- und wirtschaftsstarke Bonn angebunden.
– Für die Einwohner von Nümbrecht (15 Tsd. Einwohner), Reichshof-Denklingen (10 Tsd. Einwohner) und Morsbach (13 Tsd. Einwohner) wäre diese Strecke die bevorzugte Verbindung nach Köln. Hierdurch würde sie zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Gleichzeitig könnte die verspätungsanfällige Bahnlinie RB25 (Köln – Meinerzhagen via Overath und Gummersbach) ein bisschen entlastet werden.
– Eine Verlängerung über die Wiehltalbahn nach Gummersbach wäre möglich. Eine Verbindug zwischen Gummersbach (55 Tsd. Einwohner) und Bonn könnte durchaus erfolgreich sein.
Die Strecke wird vom Hennefer Bahnhof aus durch die Stadt an die Sieg geführt und erreicht so relativ schnell den Stadtteil Allner. Von dort aus folgt die Strecke immer dem Flüsschen Bröl, ab Hennef-Müschmühle geht es entlang der B478. Diese Streckenführng ist zwar sehr kurvig, aber man vermeidet teure Tunnels. An vielen Stellen müsste man die Bröl leider überdeckeln, um die Bahnlinie über den Fluss führen zu können, dieser Aspekt dürfte das größte Problem sein. Ansonsten ist überall genug Platz vorhanden, eine eingleisige Ausführung reicht hier ohnehin völlig aus. Weitere Engpässe ergeben sich in den Orten Schöneberg, Ruppichteroth und Waldbröl, hier würde ich jeweils kurze straßenbündige Abschnitte vorschlagen, die zweigleisig gebaut werden und somit auch als Ausweichstellen dienen. Wie gesagt könnte man in Waldbröl auch weiterfahren, um in Boxberg auf die Wiehltalbahn zu treffen, über die man weiter nach Gummersbach gelangen würde.
Da eine Elektrifizierung natürlich extrem teuer wäre, schlage ich vor, die Strecke zunächst mit Dieselfahrzeugen zu befahren.
Ich freue mich auf konstruktive Kritik. Viele Grüße,
Ben J.

1. Es wäre sinnvoll, angesprochenen andere Vorschläge gleich in der Beschriebung zu verlinken. 😉 (Übrigens auch gern in der Beschreibung des anderen Vorschlags)
2. Gegen die Strecke(n) an sich habe ich nichts, alleridngs befürchte ich, dass die Fahrzeiten extrem lang werden würden. Im schlimmsten Fall An- und Abfahrmanöver für 57 Haltestellen! Es würde also bereits mehr als eine halbe Stunde nur für Halte draufgehen, die eigentliche Fahrzeit für 50 Kilometer Strecke noch nicht einmal berücksichtigt! Somit würde die Strecke auch bei bestem Willen nach Bonn keine Konkurrenz zur Autobahn nach Köln bilden können.
Als möglicher Ersatz zwei Ideen von mir:
Du könntest die Linie, unabhängig von deinem anderen Vorschlag, als Tram-Train in Hennef auf die Bahngleise wechseln lassen und auf dem DB-Netz nach Bonn-Beuel führen, wo man zur Bonner Straßenbahn umsteigen könnte. In Troisdorf würde dann Anschlusss an die Kölner S13 bestehen, womit auch der Flughafen noch besser erreichbar wäre. Auch eine Flügelung mit der RB 27 auf dem Weg nach Bonn-Beuel könnte sinnvoll sein.
Du könntest die Linie, unabhängig von deinem anderen Vorschlag, als Tram-Train in Hennef auf die Bahngleise wechseln lassen und auf dem DB-Netz bis nördlich von Bon-Neu-Vilich führen, wo eine einfach zu realisierende Verbindung zum Bonner Stadtbahnnetz gebaut werden müsste. Über dieses könnte die Linie bis auf die linksrheinische Seite Bonns geführt werden.