Beschreibung des Vorschlags
Gardelegen ist nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt gemessen an der Fläche. Nur nicht nach Einwohnerzahl. Die nach Berlin und Hamburg drittgrößte Stadt gemessen an der Einwohnerzahl ist das boarische Minga (München). Jedoch ist Gardelegen im Gegensatz zu Berlin, Hamburg und München keine Millionenstadt, sondern hat bloß 22000 EW. Deswegen ist Gardelegen auch mit 35 EW/qkm sehr dünn besiedelt.
Einst gab es dort die Altmärkische Kleinbahn, die Gardelegen (22000 EW) mit der Kreisstadt Salzwedel (23000 EW) verband. Deren mittlerweile stillgelegte Strecken möchte ich hier teilweise reaktivieren. Im Prinzip die Strecke Gardelegen – Salzwedel. Allerdings schlage ich das als Tram-Train vor, da die Linie teilweise als Straßenbahn von der alten Strecke abweicht, um die Leute in die Innenstädte von Salzwedel und Gardelegen zu bekommen.
In Salzwedel beginnt sie am Bahnhof und fährt erst zum Kaufland, da der Hypermarkt sicherlich auch eine wichtige Einkaufsmöglichkeit für die vielen Dörfer zwischen Salzwedel und Gardelegen bietet. Nachdem sie durch die Altstadt Salzwedels gefahren ist, fährt sie über die Altmärkische Kleinbahn bis Kalbe (Milde). Am Bahnhof gibt es eine Wendeschleife, die einen Straßenbahnradius (R=30 m) hat. So kann der Tram-Train dort ohne Fahrzeitverlust Kopf machen. Dann geht es über die Altmärkische Kleinbahn bis Gardelegen Arbeitsamt und wieder über eine Straßenbahnstrecke durch die Innenstadt zum Bahnhof Gardelegen, wo die Straßenbahn endet.
Ich schlage einen halbstündlichen Betrieb mit 30-m-langen NF6D-Triebwagen vor, der 24/7 angeboten wird.
Gardelegen (22000 EW), Kalbe (Milde) (7500 EW) und Salzwedel (23000 EW) haben zusammen jetzt nur 52500 EW und die Strecke misst schon knapp 52 km, sodass das das 100 EW/km ergibt, aber für eine Kleinbahn im 30-Minuten-Takt dürfte das doch noch recht gut sein.

1. Wieso soll dies eine Zweisystembahn sein und keine reine Straßenbahn?
2. Wieso hältst du 52km Streckenlänge für 52000 Einwohner für verhältnismäßig?
3. Wieso möchtest du rund um die Uhr einen T30 haben? Gibt es in der Gegend ein so ausgeprägtes Nachtleben, dass nachts der selbe Takt wie in der HVZ erforderlich ist?
Von den gut 52.000 Einwohner in Salzwedel (23.000), Kalbe (7.500) und Gardelegen (22.000) müsstest du aber noch eine ganze Reihe von Leuten abziehen, weil sie weit entfernt von dieser Linie leben würden. So besitzt z. B. die Kernstadt von Kalbe nur 2243 EW (2018). Aber selbst wenn man so täte als würden alle diese Anwohner erreicht werden, wäre es doch empfehlenswert auf die für Straßenbahnen geltende Faustregel mit den 25 km pro 100.000 Einwohner zu achten. Dann wären mit diesen Einwohnerzahlen nämlich auch nur 13,125 km zu rechtfertigen. Du schlägst jedoch fast die vierfache Strecke vor! Das ist maßlos übertrieben.
Zudem ist ein halbstündlicher Betrieb die ganze Nacht hindurch absurd. Sowas kann man auf Berliner Nachtbussen rechtfertigen, aber nicht auf Dörfern.