17 Kommentare zu “Frankfurt: U-Bahn Fechenheim

  1. Leben da tatsächlich so viele Leute, dass die Verbindung sich lohnt?

    Das sieht mir eher dünn besiedelt aus, und zwei Strecken (westliche Route + Linie 11) rechnen sich garantiert nicht. Und auch eine Umstellung der Fechenheimer Strecke auf Stadtbahn halte ich nicht für sinnvoll. Die 11 erschließt die Innenstadt doch schon sehr gut, auch wenn sie rd. 20-25 Minuten dahin braucht, aber das halte ich für vertretbar.

    1. Fechenheim hat 17.000 Einwohner. Ich pendle täglich mit der Linie 11, also mal meine Erfahrungen: Die Straßenbahnen sind immer gut gefüllt und zur HVZ auch stark überfüllt. Großer Fahrgastwechsel findet natürlich am Hbf. statt, am Willy-Brandt-Platz hat man einige Umsteiger zur U-Bahn und an der Paulskirche steigen die Citytouristen ein/aus, an der Ostendstr. wird es morgens Richtung Ostbahnhof richtig voll, nachmittags Richtung Hauptbahnhof dementsprechend leer, da gibt es sehr viele Umsteiger zur S-Bahn. An der Honsellstr. hat man dann noch einige Umsteiger zur U-Bahn am Ostbahnhof, die morgens in Richtung Osten fahren und nachmittags aus Richtung Westen kommen. An den drei folgenden Haltestellen steigen viele Pendler der ganzen Dienstleistungsunternehmen ein/aus, weiter bis Fechenheim hat man viele Anwohner. An den anderen Haltestellen gibt es nur sehr schwachen Fahrgastwechsel, die Nähe zu anderen (U-/S-Bahn-)Haltestellen ist oft klein.

      Die Straßenbahn braucht gefühlt ewig. Hbf.-Ostendstr. ist mit der S-Bahn 5min schneller. Die Straßenbahn braucht vom Ostbahnhof bis zum Hbf. 18min, da ist man mit der U-Bahn schon längst in Praunheim! Nur auf der Hanauer Landstraße ist sie ziemlich schnell durch den eigenen Bahnkörper. Daher könnte man durch Verlängerung der U6 schon deutliche Fahrzeitgewinne erzielen.

      1. Eine „gute Füllung“ der Fahrzeuge rechtfertigt aber keine U-Bahn. Bei Überfüllung würde ich längere Fahrzeuge und dichtere Takte in der HVZ bevorzugen. Wenn, dann würde ich aber für die Führung entlang der bestehenden 11 zur Schießhüttenstr. stimmen.

        Wenn die Tram auf der Hanauer Landstraße relativ schnell ist, wäre ja eher dieser Vorschlag vorzuziehen.

        Ich weiß leider nicht exakt, wohin Mainkur verlegt werden soll. (Auf Höhe welcher Straße …?) Ich könnte mir vorstellen, tatsächlich an der KGV Kleeacker entlangzufahren, dann aber an der Schleife Hugo-Junkers-Str. auf die Hanauer Landstraße abzubiegen. Da es so oder so keinen Parallelverkehr zwischen U- und Straßenbahn geben wird, könnten die Trams dann dort enden und es gäbe einen Umstieg zur U-Bahn.

        1. Die sind aber fast den ganzen Tag voll und zur HVZ kommt es auch mal vor, dass keine Leute mehr einsteigen können, obwohl sich schon alle Fahrgäste zusammenquetschen. Dies betrifft neben der 11 auch die 21, obwohl die beiden als einzige im 7,5min-Takt fahren (die anderen 10min-Takt). Daher ließe sich schon eine U-Bahn rechtfertigen, nicht zuletzt aufgrund der Fahrzeitverkürzung.

          Bei der Hanauer Landstraße müsste man die gesamte Straße umgestalten, zum einen braucht man noch mehr Platz für Gleise, zum anderen muss man da Hochbahnsteige unterbringen. Deswegen wollte man ursprünglich den Tunnel bis Riederhöfe verlängern, was allerdings teuer wäre. Diese Varianten wären aufgrund der kürzeren oberirdischen Streckenführung schneller und günstiger umzusetzen.

          Der Haltepunkt Fechenheim soll zwischen Ernst-Heikel- und Casellastr. liegen. Daher könnte man bei der westlichen Variante umsteigen. Verstehe nicht, was du meinst mit der U-Bahn und Straßenbahn. Umsteigen wäre aber schlecht.

          1. Die Variante über die Kleingärten halte ich in keinem Fall für zielführend. Wenn, dann sollte schon über die alte 11-Strecke gefahren werden. Allerdings könnte ich mir vorstellen, zu versuchen, die Stadtbahn durch die Casellastr. zu bauen (sieht aber auf Google Maps arg eng aus) und dann entlang der Hanauer Landstr. zu fahren. Da die 11 wsl. bis zur Hugo-Junkers-Str. gekürzt werden würde, wäre es aber auch wichtig, dort einen Anschluss zu bieten. Also könnte man auch an der KGV Kleeacker langfahren.

            1. Warum sollte das nicht zielführend sein? Man muss die Straßenbahn ja auch nicht bis zur Hugo-Junkers-Str. kürzen. Es wäre aber bestimmt einfacher, diese Trasse neu zu errichten, als die Straßenbahnstrecke mitten durch den Ort umzubauen. Der neue Haltepunkt soll sowohl von der Casellastr. und der Ernst-Heikel-Str. zugänglich sein, wofür letztere über die Gleise verlängert werden soll. Für eine Stadtbahnstrecke ist da auch genügend Platz!

        2. Achja, längere Fahrzeuge wird es wohl nicht geben in absehbarer Zeit. Einen 5min-Takt könnte man natürlich ausprobieren, aber das wird aufgrund der vielen Kreuzungen kompliziert. Schon heute sind die Wartezeiten durch die straßenbündige Führung im Innenstadtbereich enorm.

          1. Wenn die Wartezeiten v. a. in der Innenstadt enorm sind, wäre es doch aber gut, den Bereich bis dahin besser zu nutzen.

            Nur eine schnelle Idee, sag einfach mal deine Meinung hierzu: zu besonders stark belasteten Zeiten (wenn erforderlich halt den ganzen Tag) wird eine Verstärkerlinie von Fechenheim über Riederhöfe bis Bornheim Mitte eingeführt. Diese bietet somit einen einfachen und schnellen Umstieg sowohl zur U4 als auch zur U7. Natürlich müsste man die Fahrgäste dazu bringen, auf ihrem Weg in die Innenstadt einen Umstieg in Kauf zu nehmen, aber das sollte doch wohl machbar sein, insbesondere, da man so wohl schneller in der Innenstadt ist als wenn man ewig durch die Stadt dödelt.

            Dies würde keine Infrastrukturmaßnahmen bedeuten. Die Strecke verläuft auf diesen Abschnitten nahezu vollständig auf eigenem Bahnkörper oder abmarkiert. Wobei, wsl. bräuchte man in Bornheim ein Kehrgleis, es sei denn, man führt die Linie noch weiter. In Bornheim gibts aktuell nur einen Gleiswechsel.

            1. Hm ne, das ist wegen des Umwegs und des Umstiegs auf jeden Fall langsamer in die City. Bis man in Bornheim Mitte ist, wäre man sonst schon an der Ostendstr. Im Grunde schlägst du also eine Verlängerung der Linie 12 bis Fechenheim vor? Das wird vielleicht ein paar zusätzliche Fahrgäste gewinnen, aber nicht die 11 entlasten?

              Einer Verlängerung der U6 bis Fechenheim stände ich dagegen auch positiv gegenüber, wurde halt schon vorgeschlagen und ist wohl etwas aufwendiger/teurer.

  2. Selbst wenn man die Stadtbahn ( ich weigere mich, in Frankfurt von einer U-Bahn zu sprechen) nach Fechenheim verlängern wollen würde, würde das vermutlich über die Linie U6 geschehen.

    1. U-Bahn ist aber sinnvoller, um eine klare Trennung zur Straßenbahn zu haben 😉 Ich weiß, dass eine „echte“ U-Bahn natürlich noch ein bisschen was anderes ist.

      Ansonsten stimme ich dir zu. Wie auch im Kommentar darüber schon verlinkt, ist eine Verlängerung der U6 wahrscheinlich zielführender.

      1. Eine Verlängerung der U6 würde vermutlich zu einer Stilllegung der 12 östlich der Eissporthalle führen, da ein Parallelverkehr von U6 und Straßenbahn (Hoch- und Niederflur) zu vermeiden wäre.

  3. Also bei den meisten deiner Behauptungen bin ich bei dir. Ich bin selbst einige male mit der 11 bis Fechenheim gefahren und die ist nicht nur immer gut ausgelastet, sondern auch gefühlt sehr sehr langsam. Manchmal dachte ich, ich wäre ja mit dem Rad schneller 😉

    Die komplette Straße umzugestalten und Gleise neu verlegen würde ich allerdings sein lassen. Für das Geld kann man lieber woanders eine komplett neue Straßenbahn bauen. Die 11 finde ich als Straßenbahnstrecke eigentlich gut so wie sie ist. Aber was tun gegen die beiden genannten Probleme der Langsamkeit und der Überfüllung?

    Besser verknüpfen wäre meine Idee!

     

    Die Linie 11 sollten nur noch Menschen benutzen, die zwischen Fechenheim und der Ostendstraße wohnen oder arbeiten. Zur Zeit geht ja aber fast der gesamte Fahrgaststrom zur Innenstadt und weiter in diese Bahn, da ist sie natürlich immer rappelvoll. Daher finde ich die Idee einer entlastenden U-Bahn-Verlängerung schon mal nicht schlecht.

    Hier muss meiner Meinung nach aber ein ganzheitlicher Ansatz her: wichtigste Anhaltspunkte sollten eine direkte Verbindung zum neuen Bahnhof nahe Casellastraße mit Anschluss an die hoffentlich bald kommende nordmainische S-Bahn sein sowie eine Verbindung nach Offenbach am besten gleich mit einer Verbindung von der S-Bahn-Station Markt zum Offenbacher Hbf. Viele Fechenheimer zum Beispiel fahren zum Einkaufen nach Offenbach, da das näher und schneller ist. Da nützt eine U-Bahn, welche in Fechenheim endet, leider nicht viel.

    Durch die Verknüpfung mit der nordm. Bahn und dem Offenbacher Hbf ergeben sich tolle neue Verbindungen! Wenn man z.B. die U7 wie angesprochen verlängert, hätte das ohnehin schon östlich gelegene Bornheim sowie der Riederwald eine direkte Verbindung zur nordm. Strecke nach Hanau oder eben eine umsteigefreie Verbindung nach Offenbach. Und die Fechenheimer könnten entweder direkt nach Offenbach oder wären mit einmal umsteigen wesentlich schneller in der Stadt als sie es heute sind.

    Was hältst du davon?

    1. Zu dem Thema gab es auch schon mal einige Vorschläge, u.a. diesen hier oder die dort verlinkten, wahlweise als U-Bahn oder als Straßenbahn. Auch Ulrich Conrad und DerGalaktische haben ein paar Vorschläge dazu erstellt.

      Grundsätzlich sehe ich es aber auch so, dass eine Nord-Süd-Verbindung Fechenheim – Offenbach in welcher Form auch immer sinnvoll ist.

    2. „Die komplette Straße umzugestalten und Gleise neu verlegen würde ich allerdings sein lassen.“

      Was meinst du damit?

      Also eine Verlängerung nach Offenbach wäre ziemlich umwegig und sehr langsam im Vergleich zur S-Bahn und daher nur für Tangentialverbindungen interessant. Dass die Straßenbahn bisher an der Stadtgrenze in Offenbach (und Neu-Isenburg) endet, zeigt das mangelnde Interesse der Städte. Dabei bezahlt Frankfurt für den gesamten Betrieb, obwohl es der Stadt auf dem letzten Abschnitt überhaupt nichts mehr bringt, und unterhält die Infrastruktur. Die angesprochenen Städte beteiligen sich da überhaupt nicht dran. Daher denke ich nicht, dass Offenbach eine U-Bahn (wenn auch oberirdisch) finanzieren würde.

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