Frankfurt: Seilbahn Kaiserlei – Eissporthalle

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Beschreibung des Vorschlags

Auch dieser Vorschlag fußt auf den recht offiziellen Ergebnissen des im Mai ausgerichteten Seilbahntags. Eine Variante dieses Vorschlags zählte auch zu den vier Seilbahnstrecken die damals zur genaueren Untersuchung empfohlen wurden.

Allerdings sollte die offizielle Variante am Kaiserlei an der Multifunktionshalle am westlichen Ende des Viertels beginnen. Für die Endstation Kaiserlei sehe ich diese Halle (die in der derzeit favorisierten untauglichen Sparversion hoffentlich ohnehin nicht gebaut wird) aber als eher ungeeigneten Standort. Deutlich besser wäre in meinen Augen ein Standort direkt an der bestehenden S-Bahn-Station.
Auch hier wieder mit einem möglichst kreuzungsfrei an die A661 angebundenen P+R-Großparkhaus mit direktem Zugang sowohl zur S-Bahn als auch zur Seilbahn. Damit ließe sich dann auch die Parksituation in Bornheim während der Dippemess zumindest etwas entschärfen. Das Erdgeschoss des Parkhauses könnte sogar einen zusätzlichen Fernbusbahnhof beherbergen, als Überlauf für den kapazitiv sehr limitierten und auch nicht sinnvoll erweiterbaren ZOB am Hauptbahnhof.

Alternative (und damit ebenfalls zu prüfende) Standorte für die Endstation nördlich des Mains wären Ostbahnhof (U6, Tram 11, zukünftig S5), Riederhöfe (Tram 11), Hugo-Junckers-Straße (Tram 11+12, zukünftig S5), HessenCenter (U7) und Kruppstraße (U7). Eine zumindest temporäre Verlängerung zum Ortsrand des Stadtteils Bergen, der nach wie vor auf seine ihm bei der Eingemeindung zugesagte Schienenanbindung wartet, sollte ebenso geprüft werden.

Eine gewisse Konkurrenz kann eventuell zu Abschnitten einer zukünftigen Regionaltangente Ost bestehen, was aber sehr von den letztlich gewählten Streckenführungen abhängt. Aber selbst in dem Fall wäre die (deutlich schneller umzusetzende) Seilbahn zumindest als temporäre Maßnahmen sinnvoll.

Da fast ausschließlich Grünflächen und Industriebetriebe, nicht aber bewohnte Privatgrundstücke überquert werden, würde diese Seilbahn auch kaum Betroffenheiten erzeugen.

Als Bauart käme wahrscheinlich am ehesten eine Einseilumlaufbahn in Frage. Die 2,4km Strecke würden damit in 7-8 Minuten zurückgelegt.

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9 Kommentare zu “Frankfurt: Seilbahn Kaiserlei – Eissporthalle

    1. Ich würde diesen Vorschlag gar nicht mal als Konkurrenz zu einer U- oder Straßenbahn sehen, sondern eher als (zudem deutlich schneller umsetzbare) Ergänzung. Die nächste vom ÖSPNV genutzte Mainquerung wäre schließlich in jedem Fall mehr als einen Kilometer entfernt.
      Der Kaiserlei mit seiner direkten Anbindung an A661 und S-Bahn (in der HVZ im 5-Minutentakt) ist einfach prädestiniert dazu zu einer multimodalen Verkehrsdrehscheibe mit eigener hier startender Mainquerung ausgebaut zu werden.
      Mögliche Verlängerungen von der Eissporthalle (oder für welchen Endpunkt man sich auch immer entscheidet) nach Norden bleiben ja auf jeden Fall möglich.

      1. Ja, das stimmt. Durch die starke Trennwirkung von Main und Güterbahnhof gibt es bisher nur mangelhafte Verkehrsbeziehungen. Beides kann aber durch eine Seilbahn super überwunden werden.

        Kannst du vielleicht nochmal die offiziellen Planungen, auf die du dich beziehst, verlinken? Dann könnte man die Argumente pro deiner Variante nochmal besser nachvollziehen.

        1. Viel findet sich da leider nicht, aber mittlerweile gibt es immerhin eine Webseite zum Seilbahntag. In einem der dortigen pdfs sind auch die studentischen Ideen zu Seilbahnen in Frankfurt enthalten, wovon laut Presse die Strecken Louisa-Flughafen, Höchst-MTZ und eben Offenbach-Eissporthalle als realisierungswürdig und damit genauer zu untersuchen eingestuft wurden, zusätzlich zur Strecke Hohemark-Feldberg-Schmitten für die dieses Jahr sogar schon die Machbarkeitsstudie gestartet wurde.

          1. Danke für den Link!
            Interessant für welche Relationen Seilbahnen in letzter Zeit vorgeschlagen werden. Teilweise sehr sinnvoll (wie dieser Vorschlag hier oder eine Seilbahn zum Feldberg) teilweise sind aber auch immer wieder Strecken dabei, für welche eine Straßenbahn (-verlängerung) wesentlich besser geeignet wäre, wie z.B. Höchst – MTZ oder noch besser Praunheim – Rasthof Taunusblick, getreu nach dem Motto – wenn du mal nicht weiter weißt bau einfach eine Seilbahn!
            Da frage ich mich dann immer: sind Politik und Ämter wirklich so am Ende, dass man für jegliche neue ÖPNV-Strecke eine Seilbahn braucht, weil selbst kurze Stadt- bzw. Straßenbahnverlängerungen Jahrzehnte brauchen bis sie realisiert werden? Siehe Europaviertel oder Ginnheimer Kurve – da hätte man bei den heutigen Zuständen lieber auch gleich eine Seilbahn gebaut…

  1. An dieser Stelle finde ich eine Seilbahn als verkehrstechnische Lösung wirklich sehr gut! Während eine Straßenbahn oft im Stau an dieser sehr verkehrsreichen Ecke Frankfurt stehen würde und ein Tunnel oder eine zweite Brücke sehr teuer wären, kann die Seilbahn ihre Vorteile hier wirklich gut ausspielen.

    Durch den hohen Takt mit dem die Züge an Kaiserlei und Eissporthalle ankommen, könnte man gut und regelmäßig die Kabinen füllen.

    Nur müsste man auf die hohen Gebäude beim Verlauf der Seilbahn achten. Zur Zeit quert der Vorschlag z.B. an der Kaiserlei ein großes baufälliges Hochhaus…

    Ich könnte mir des Weiteren auch gut eine Station an den Riederhöfen und eine Verlängerung bis zur Straßenbahn an der Stadtgrenze vorstellen. Was hältst du davon?

    1. Guter Hinweis. An eine südliche Verlängerung hatte ich noch gar nicht gedacht, könnte aber tatsächlich ebenfalls Sinn machen. Zwischenstop an Schwedlerstraße oder eben Riederhöfe ist natürlich ebenfalls überlegenswert.

  2. Leider sind die Pläne für die Multifunktionsarena am Kaiserlei geplatzt:

    https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-keine-arena-am-kaiserlei-90044844.html#idAnchComments

    Die Stadt hat die Anschutz Entertainment Group (AEG) erst lange in der Warteschleife hängen lassen, um ihr dann nur sehr wenig Zeit zu geben. Die AEG wollte mehr als nur eine Eventhalle bauen und das war wohl nicht gewünscht. Anders als z.B. in London, wo der AEG „The O2“ gehört.

    Trotzdem sind die hier vorgebrachten Argumente für eine Verkehrsdrehscheibe am Kaiserlei durchaus überzeugend, auch wenn es dort nun wohl eher Büros statt einer Multifunktionsarena geben wird.

    In Sachen Seilbahn kann man aber vielleicht doch noch von London lernen und das gilt für alle Planungen urbaner Seilbahnen: Vorsicht bei Prognosen bezüglich der Fahrgastzahlen!

     

     

  3. Fährt da nicht der Bus 103 der OVB ab Kaiserlei S-Bahn Westseite? Der braucht laut Fahrplan 7 Minuten bis Festplatz Eissporthalle, wenn auch nur alle 30 Minuten. Wäre da eine Taktverdichtung beim Bus nicht deutlich kostengünstiger? Oder soll der 103er eingestellt werden?

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