Frankfurt: E-Tunnel nach Höchst

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Beschreibung des Vorschlags

Schon heute ist zu Spitzenzeiten die Taktfrequenz auf der Mainzer Landstraße fast so hoch wie im Stammstreckentunnel. Warscheinlich ist diese Achse die mit Abstand am stärksten frequentierte Achse, da hier große Viertel wie Gallus und Höchst erschlossen werden, sowie auch viele Arbeitsplätze.

Die etwa 600 Meter weiter nördlich liegende U5-Verlängerung kann möglicherweise die Mainzer Landstraße etwas entlasten, aber langfristig bräuchte es trotzdem unbedingt eine Erweiterung der Kapazität, vielleicht durch Taktverdichtungen welche aber nur noch begrenzt möglich sind, oder vielleicht Straßenbahn-Doppeltraktionen, wofür die Strecke aber ertüchtigt werden müsste.

Ein Upgrade zur Stadtbahnachse wäre hier vielleicht auch angebracht. Es ist das einzige Mittel, wo langfristig die Kapazität stark erhöht werden kann, da im Tunnel (sowie auf der Straße) bis zu 30 Züge/die Stunde verkehren können, sowie Stadtbahnwagen sogar fast die doppelte Kapazität zu Straßenbahn-Doppeltraktionen ermöglichen können, da sie bis zu 100 Meter lang sind, sowie auch 25 cm breiter sind. 

Dies hätte allerdings den Nachteil höher Baukosten, da Bahnsteige umgerüstet werden.  müssten, sowie ein Tunnel (Länge ist variabel) gebaut werden müsste.

Die Straßenbahn ins Gallus würde ich trotzdem beibehalten, da hier das Potenzial zu einer Verlängerung nach Griesheim bestünde, was Griesheims Anbindung an die Innenstadt verbessern würde. 

Infrastruktur & Verlauf

Im Zuge dieser Umrüstung kann die Gelegenheit genutzt werden, um die Strecke zum Bahnhof Höchst zu verlängern. Optional wäre eine weitere Verlängerung Richtung Industriepark. Hier besteht dann Umstieg zu Zügen Richtung Mainz, Wiesbaden, Limburg sowie zur RTW. 

Der Mittelbahnsteig entsteht auf Höhe Bruno-Asch-Anlage. Weiter führt die Strecke eingleisig neben den Eisenbahngleisen bis zur  Zuckerschwerdtstraße. Die Haltestelle Ludwig-Scriba-Straße entfällt. An der Haltestelle Tillystraße sowie an allen weiteren Haltestellen entstehen hochflurige Mittelbahnsteige. (Durch den Entfall der Blockumfahrung kann die Straße weiter südlich verschwenkt werden.)

In Nied entfällt die Wendeschleife und wird durch 2 Wendegleise ersetzt. Die Haltestelle Lüthmerstraße wird durch die neue weiter östlich liegende Haltestelle Dürkheimer Straße ersetzt. In Griesheim bleibt die Strecke weitestgehend unverändert. Die Haltestellen Linnegraben und Waldschulstraße werden durch einen Mittelbahnsteig am Schulcampus ersetzt.

Ab Mönchhofstraße taucht die Strecke in einen Tunnel ab. Es entstehen die neuen U-Bahnhöfe Gallus, Flörsheimer Straße, Galluswarte und Güterplatz. Am Güterplatz kann zu betrieblichen Zwecken ein Verbindungstunnel zur U5 gebaut werden. Ab hier wird der Hauptbahnhof in einer großen S-Kurve angebunden. Die Haltestelle soll unmittelbar nördlich der 4 Gleise der S-Bahn-Stammsttecke entstehen.

Theoretisch kann die Strecke hier enden, was aber eine erhebliche Verschlechterung für die Innenstadt wäre. Der B-Tunnel kann keine weiteren Linien mehr aufnehmen, beim C-Tunnel wäre dies lediglich eine Linie im T7½, was auch zu wenig ist, weswegen ich einen neuen 

Innenstadttunnel

vorschlage.

Dieser sollte eine Alternativroute zu bestehenden Tunneln darstellen. Einfach zur Erweiterung des Erschließungsfeldes plane ich keine Anbindung der Zeil. Viel Wert lege ich allerdings auf einen Umstieg zur A- und C-Strecke.

Nach dem Hauptbahnhof erfolgt eine Trassierung parallel zum City-Tunnel. Auf Höhe Taunusanlage entsteht weiter nördlich der Halt Alte Oper um einen Umstieg zur C-Strecke zu gewährleisten. Etwa 600 Meter weiter besteht am Eschenheimer Tor Umstieg zur A- Strecke. Dazu sollten noch Verbindungsgleise zur A- Strecke gebaut werden, denn zum einen wäre eine Direktverbindung Gallus – Nordend sehr vorteilhaft, zum anderen wäre man mit Umstieg am Hauptbahnhof zur S-Bahn viel schneller in Orte westlich von Frankfurt.

Danach wird via Friedberger Anlage mit Halt am Hessendenkmal, wo Umstieg nach Bornheim und Preungesheim besteht, bis zum Zoo trassiert. Der U-Bahnhof soll viergleisig ausgebaut werden. 

Zur Bewältigung dichterer Takte soll der Kopfbahnhof am Ostbahnhof ein drittes Gleis erhalten. Die Trassierung zum Ostbahnhof gewährleistet weiterhin eine Verbindung Gallus – Ostend.

Betrieb

Die Gelegenheit möchte ich nutzen um umfassende Fahrplananpassungen im Stadtbahnnetz anzugehen. 

U1/U2/U5 unverändert.

U3 Mo-Fr Verstärkung auf T10, Sonntags auf T20

U4 Verlängerung nach Ginnheim, Riedberg und Nieder-Eschbach im T10, Mo-Fr Ausdünnung Enkheim – Bornheim auf T20

U6 Mo-Fr HVZ ab Zoo nach Enkheim

U7 Mo-Fr HVZ Verdichtung auf T5

U8 Mo-Fr Ausdünnung auf T10, Sonntags Verstärkung auf T20

U9 Entfall

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Auf der A-Strecke wird der Takt 7½ bis Riedberg mit der Realisierung der D-Strecke nicht mehr nötig. Auch die U9 geht dann in die U4 über. Ein T10 reicht. Gleichzeitig kann die U3 Werktags gerne auf einen T10 verstärkt werden. Auf der C-Strecke kann die Taktfrequenz auf 18 Fahrten/Stunde statt bisher nur 16 durch die Ausdünnung der U6, sowie gleichzeitig eine Verstärkung der U7 auf einen T5 erhöht werden. Die U4 kann im Zuge dessen nach Enkheim auf einen T20 ausgedünnt werden. 

neue Linien

Linie U2

Bad Homburg – Nieder-Eschbach – Heddernheim – Dornbusch – Eschersheimer Tor – Hauptbahnhof – Galluswarte – Gallus – Nied

Mo-Fr T10 auf gesamter Strecke, Sa/So T10 nur Heddernheim – Gallus, sonst T20 sowie nach Bad Homburg T10/20

Linie U9

Höchst – Nied – Gallus – Galluswarte – Hauptbahnhof – Eschersheimer Tor – Zoo – Ostbahnhof 

täglich T10, Mo-Fr HVZ sowie Samstag 12-18 Gallus – Eschersheimer Tor T5

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Von der A-Strecke aus, wäre die U2 die beste Wahl, da man von Riedberg aus mit der U4 mit Umstieg viel schneller im Gallus ist. Das Gleiche gilt für Ginnheim. Nicht die U3, weil ab Oberursel man mit der S5 mit Umstieg an der Galluswarte ebenfalls schneller im Gallus ist.

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Ich freue mich über Feedback!

Metadaten zu diesem Vorschlag

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7 Kommentare zu “Frankfurt: E-Tunnel nach Höchst

  1. Zum Abschnitt Güterplatz <-> Höchst gibt/gab es bereits Planungen der Stadt Frankfurt, bekannt unter dem Projektnamen B IV. Sind dir diese bekannt bzw. weshalb wurden diese Planungen eingestellt und inwieweit stufst du diese Gründe als aufgelöst oder irrelevant ein? Diese Planungen sahen eine Verknüpfung an die B-Strecke vor. Die wird in dieser Form (und auch in deiner hier dargestellten Form) kaum mehr umsetzbar sein, da dazu die neue Trasse vollgesperrt werden müsste.

    Naja, ein Stück weit gehst du darauf ein (unbewusst?). Da der Südteil der D-Strecke nach Niederrad nicht gebaut wird, ist auf der B-Strecke nicht genug Platz für einen T5 nach Höchst. Stattdessen schlägst du einen komplett neuen Innenstadttunnel vor mit Anbindungen an gefühlt jede andere Strecke in Frankfurt. Von den damit zusammenhängenden völlig unnötigen Sperrungen abgesehen, halte ich es nicht für sinnvoll, die U2 von der Hauptwache fernzuhalten. Bei einem T10 sind das immerhin 6 Züge pro Stunde, die dann fehlten.

    Wenn man dann noch die Stationen Hauptbahnhof und Hessendenkmal auf die Bahnsteige beschränkt und sich beim Zoo auf die Anbindung zum Ostbahnhof fokussiert, sähe ich Potenzial für diesen Vorschlag.

    PS: Die Zuckschwerdtstraße hat nichts mit Zucker zu tun.

    1. Die Zuckschwerdtstraße hat nichts mit Zucker zu tun.

      Autokorrektur, Danke!

      Wenn man dann noch die Stationen Hauptbahnhof und Hessendenkmal auf die Bahnsteige beschränkt und sich beim Zoo auf die Anbindung zum Ostbahnhof fokussiert, sähe ich Potenzial für diesen Vorschlag.

      Die Verbindungsgleise sind vollkommen eine mögliche Ergänzung, aber bei langem nicht nötig.

      Sind dir diese bekannt bzw. weshalb wurden diese Planungen eingestellt und inwieweit stufst du diese Gründe als aufgelöst oder irrelevant ein?

      Die gibt es tatsächlich? Ich erkundige mich da nochmal.

      halte ich es nicht für sinnvoll, die U2 von der Hauptwache fernzuhalten. Bei einem T10 sind das immerhin 6 Züge pro Stunde, die dann fehlten.

      Lediglich die Zeil hätte dann einen Nachteil von 6 Zügen weniger die Stunde. Allerdings kann man meinetwegen zumindest an Samstagen die U1 bis Heddernheim auf einen Takt 7½ verdichten, was die Stammstrecke auch an Samstagen (von 13-17) auf einen T2½ verdichten würde.

      Außerdem bietet die Verlegung der U2 keinerlei Nachteile in Hinblick auf Umsteigemöglichkeiten, da mit der U2 jeweils an der Alten Oper sowie am Hauptbahnhof umgestiegen werden kann, und man in Richtung Westen 2-3 Minuten schneller wäre. Außerdem hätten Nordend und Dornbusch erstmalig eine Direktverbindung zum Hauptbahnhof.

      Die wird in dieser Form (und auch in deiner hier dargestellten Form) kaum mehr umsetzbar sein, da dazu die neue Trasse vollgesperrt werden müsste.

      Auch in Hinblick auf die Kapazität des Tunnels wäre das eine klare Absage eine Linie aus dem Gallus mit der B-strecke zu verknüpfen.

      Aber in Hinblick auf Sperrungen, gerade am Eschenheimer Tor, glaubst du dass die Errichtung von Tunnelstutzen mit Gleisverbindung wirklich so lange dauert?

      Wenn die Ringstraßenbahn gebaut würde, könnten Züge der A-Strecke teilweise über die B-Strecke zum Hauptbahnhof geleitet werden.

  2. Die Mainzer Landstraße ist so breit, dass doch eigentlich auch ein oberirdischer Ausbau möglich sein müsste. Zwischen Mönchhofstraße und Platz der Republik ist die Trasse auch bereits mit einer durchgezogenen Linie getrennt, das müsste dann in einen besonderen Bahnkörper umgebaut werden. Auch zwischen Platz der Republik und Alter Oper ist genug Platz für einen besonderen Bahnkörper. So könntest du viele Millionen Euro sparen und die Bauzeit signifikant verkürzen. Die Anbindung zum Hauptbahnhof entfällt so zwar, aber bei so einem Kostenunterschied wären die 200m Fußweg oder ein Umstieg sicher verschmerzbar.

    Ich würde die Strecke eher der Straßenbahn zuschlagen, da das Straßenbahn-Netz sehr von einer weiteren Ost-West-Verbindung profitieren würde und die Strecke in der Kleyerstraße dann 1:1 bestehen bleiben kann. Auch Doppeltraktionen oder sogar 2,65-Niederflurfahrzeuge wären denkbar, sofern man die Anschlussstrecken ebenfalls umbaut. Aber auch eine oberirdische „U-Bahn“ (Stadtbahn) wäre denkbar, davon hat Frankfurt ja auch so einige.

    Falls man eine U-Bahn baut, könnte es ab der Alten Oper so wie in einem Vorschlag im Tunnel weitergehen. Falls man eine Straßenbahn baut, könnte ich mir eine Führung ab Taunusanlage durch die Junghofstraße, Neue Mainzer Straße, Hochstraße, Bleichstraße und Seilerstraße mit entsprechend angepasster Verkehrsregelung für den Autoverkehr vorstellen.

    1. Straßenbahnnetz auf 2,65 Meter und Doppeltraktion umbauen sehe ich da eher kritisch, aber grundsätzlich wäre ich für eine oberirdische Führung bis Alte Oper offen. Man kann Richtung Osten ja weiterhin an der Taunusanlage/Alte Oper umsteigen. Will man nach Wiesbaden oder ins Lahntal fährt man bis Höchst. Richtung Norden kann man an der Galluswarte umsteigen. Eine Auslassung des Hauptbahnhofes wäre kein so herber Verlust.

  3. Ich kann da ebanol eigentlich nur zustimmen. Wieso einen neuen Tunnel bauen, wenn es mit der U5 schon in Parallellage einen gibt? Da kann man doch viel besser die U5 verlängern, wobei man über die genaue Streckenführung sicher noch diskutieren kann.

    Und als Konsequenz dann noch die Erfordernis eines weiteren Innenstadttunnels? Das ist am Ende definitiv viel zu teuer – wenngleich ich den Hintergedanken einer Beschleunigung und Entlastung der Straßenbahn auf der Mainzer Landstraße durchaus verstehen kann. Diese hängt oft im Stop and Go des MIV und ist oft auch stark ausgelastet. Besser wäre es hier aber auf Ampel-Vorrangschaltungen und einen stärkere Abgrenzung des Bahnkörpers zu setzen sowie längere Straßenbahnfahrzeuge zu beschaffen. Sinnvoll wären darüber hinaus insgesamt auch weitere Maßnahmen zur Reduzierung und weiträumigen Umleitung des MIV im Frankfurter Stadtgebiet.

    1. Und als Konsequenz dann noch die Erfordernis eines weiteren Innenstadttunnels?

      Meinetwegen kann man eben auch oberirdisch trassieren, wofür dann aber die innerstädtischen Straßen abgespeckt werden müssten, was aber für Frankfurt sicherlich kein Problem ist da langfristig die Autos zumindest teilweise eh aus der Innenstadt verbannt werden sollen.

      Wieso einen neuen Tunnel bauen, wenn es mit der U5 schon in Parallellage einen gibt? Da kann man doch viel besser die U5 verlängern, wobei man über die genaue Streckenführung sicher noch diskutieren kann.

      Die U5 soll bereits mindestens ins südliche Rebstockgelände verlängert werden. Das ginge dann nicht.

      Besser wäre es hier aber auf Ampel-Vorrangschaltungen und einen stärkere Abgrenzung des Bahnkörpers zu setzen sowie längere Straßenbahnfahrzeuge zu beschaffen. Sinnvoll wären darüber hinaus insgesamt auch weitere Maßnahmen zur Reduzierung und weiträumigen Umleitung des MIV im Frankfurter Stadtgebiet.

      Auch wenn die Strecke oberirdisch bleibt, kann man definitiv auf Stadtbahnniveau umbauen, da die größeren Haltestellenabstände sowie Vorrangschaltungen die Strecke definitiv beschleunigen würden. Außerdem wären breitere und 100 Meter lange Fahrzeuge möglich, was bei der Straßenbahn mittelfristig nicht funktioniert. Gerade für die Breite müsste ein Großteil des Gleisnetzes umgebaut werden.

      1. Die U5 soll bereits mindestens ins südliche Rebstockgelände verlängert werden. Das ginge dann nicht.

        Klar wäre es nicht 1:1 das Gleiche. Aber ab Römerhof könnte die U5 dann nach Süden Richtung Griesheim abknicken und entsprechend weiter als Stadtbahn nach Höchst verkehren. Der Abschnitt östlich davon könnte als Straßenbahn erhalten bleiben und ausgebaut (Vorrangschaltungen, bes. Bahnkörper) werden. Da braucht es dann keine großartigen Fahrzeiteinsparungen mehr, da diese nur wenige Minuten für den Gallus brächten. Und auch die Kapazitäten würden nicht mehr in dem Umfang benötigt, da sie durch die U5 aufgefangen würden.

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