Beschreibung des Vorschlags
Wie der Zielfahrplan des Deutschlandtaktes verrät, spielt man in Flensburg wohl mit dem Gedanken, am Bahnhof Flensburg-Weiche einen neuen Bahnsteig zu errichten, und den zukünftig 2-stündlich fahrenden IC Hamburg-Aarhus nur noch dort halten zu lassen. Dies finde ich überaus fatal. Zum einem wäre damit der Halt der bedeutensten FV-Linie, die Flensburg erreicht, 4 Kilometer von der Innenstadt entfernt in einem Satelliten-Stadtteil. Zum anderem würde man jede Chance auf Umstieg zwischen dieser aus Aarhus kommenden Linie und der Strecke nach Kiel zunichte machen.
Natürlich ist die Situation nicht ganz optimal, einmal im Kreis zu fahren, und das auch nicht richtig schnell (90 km/h). Ich denke aber, es sollte sich eine Lösung finden lassen: Eine 10,5 km lange, eingleisige, für 160 km/h ausgelegt Neubaustrecke von Flensburg nach Tarp, und eine Verbindung vom Nordkopf der Flensburger Bahnhofs zur Strecke nach Dänemark. Damit entfällt die Fahrt über die langsam befahrbare Flensburger Schleife zu mehr als 2/3, zusätzlich verkürzt sich die Fahrtstrecke um gute 2 Kilometer. Unterm Strich sollte der gleiche Effekt herauskommen, wie bei Verschiebung des Haltes nach Flensburg-Weiche, ohne aber die genannten Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Tja, die Flensburger Frage. Ich hatte mich auch vor längerem mal mit einer Machbarkeitsstudie beschäftigt, die die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bahnhofskonzepte untersucht hat. Bin da aber nicht mehr auf dem aktuellen Stand, habe nur noch diese Präsentation gefunden. Ansonsten hat meine kurze Recherche hat irgendwie nichts eindeutiges ergeben. Während im Deutschland-Takt ja ein Fernbahnhof in Weiche + Regionalbahnhof am ZOB (Innenstadt) vorsieht, steht im aktuellen Stand bei Wikipedia mit Verweis auf diesen Artikel, dass es eine Entscheidung zugunsten des Erhalt des alten Bahnhofs gegeben hat. Anscheinend ist das zwischen den verschiedenen Stakeholdern wie Stadt und Bund noch nicht ganz geklärt. Ich persönlich bin da auch ein wenig zwiegespalten, denn die Zweibahnhofslösung würde den Fernverkehr von dem Zentrum wegverlagern, den Regionalverkehr aber dichter dort hin. Die einzelnen Argumente sind aber in der o.g. Präsentation ganz gut zusammengefasst.
Aber jetzt mal konkret zu diesem Vorschlag, der ja auf einer Beibehaltung des alten (aber nicht des ganz alten!) Bahnhofs vorsieht: Kann man so machen, spart sicher ein paar Minuten ein, habe ich hier ja sehr ähnlich auch schon einmal vorgeschlagen. Die nördliche Kurve ist auf jeden Fall sinnvoll und ja auch recht kurz, bei der südlichen ist halt die Frage ob sich diese für den einen zweistündlich durchgehenden Zug, der davon profitiert, lohnt.
„Zum anderem würde man jede Chance auf Umstieg zwischen dieser aus Aarhus kommenden Linie und der Strecke nach Kiel zunichte machen.“
Kurze Anmerkung dazu: Die Züge aus Kiel würden bei einem FV-Bahnhof in Flensburg-Weiche zu diesem durchgebunden werden. Selbst bei einer Verlegung des Regionalzugbahnhofs zum ZOB wäre diese Linie die einzige, die weiterhin am alten Bahnhof halten würde und nicht am ZOB. Der Anschluss zum FV und dem restlichen RV bestände dann in Weiche.
11 Kilometer NBS um 2 Kilometer Strecke einzusparen für einen 2-stündlichen Zug, da sehe ich echt Probleme, das wirtschaftlich begründen zu könne; v.a. wenn ja wie oben in der Präsi verlinkt, im Rahmen von dem neuen Bahnhof Flensburg Weiche ja auch ein innenstadtnäherer Bahnhof (am ZOB) kommen könnte, der über die vorgeschlagene Strecke gar nicht erreichbar ist – und wo wiederum z.B. zu den Zügen Niebüll – Flensburg ZOB überhaupt keine Umsteigemöglichkeit hergestellt werden kann. Daher gefallen mir die Entwürfe in der verlinkten Präsi deutlich besser als dieser hier!
Die Züge aus Kiel würden bei einem FV-Bahnhof in Flensburg-Weiche zu diesem durchgebunden werden.
Laut D-Takt aber mit 25-minütigem Zwischenhalt am ZOB.
Die schnellste Verbindung von Hamburg nach Padborg ließe sich eindeutig ohne diese Neubaustrecke, mit einem Halt in Flensburg-Weiche erreichen. Die Kieler Züge werden dann dorthin verlängert. Ich sehe da kein Problem. Einen recht abgelegenen Bahnhof, den man erstmal erreichen muss, ist man in Flensburg ohnehin gewöhnt, ob der nun an der einen entlegenen Stelle oder an einer anderen ist, dürfte kaum relevant sein. Will man eine besser Verbindung zur Innenstadt und in weitere Stadtteile, wäre die Wiedereinführung der Straßenbahn sinnvoll.
Ich habe mich in der Beschreibung glaube ich klar und deutlich positioniert und meine Meinung eindeutig begründet. Daher wüsste ich nicht, was ich nun auf diesen Kommentar noch antworten sollte, ohne einfach die halbe Beschreibung zu kopieren. Dass du meine Meinung nicht teilst, den Unterschied zwischen 1 km und 3,7 km Entfernung zwischen Bahnhof und Zentrum der Innenstadt als „kaum relevant“ betrachtest und da „kein Problem siehst“ , nehme ich hin. Dass sich die Mittelstadt Flensburg mit Kommunalmitteln einen komplett neuen Straßenbahnbetrieb aufbauen wird, um den Nachteilen einer Baumaßnahme des Bundes entgegenzuwirken, halte ich für ausgeschlossen.
Eigentlich war es gar nicht erforderlich auf meinen Komentar zu antworten, schließlich habe ich nichts gefragt. Meine Meinung äußern darf ich ja wohl noch.
Da könnte man auch gleich einfach gar nicht halten. Padborg ist kaum weiter von der Flensburger Kernstadt entfernt als Weiche!
Laut Deutschlandtakt nicht, dort werden die Kieler Züge über eine neu zu bauende Verbindungskurve am Recyclingpark in den zu reaktivierenden Kopfahnhof „Flensburg ZOB“ geleitet, der wiederum ja die eigentliche Ursache für die Weiche-Planung ist.
… braucht man wozu? Flensburg ist die größte Stadt zwischen Hamburg und Aarhus und generiert somit einen großen Anteil des Potentials dieser Linie. Daher ist FL in idealer Weise mitzunehmen deutlich wichtiger als 3 Minuten Fahrzeit zwischen Start und Ziel.
Vom wohl wichtigsten Bezugspunkt in der Innenstadt, der Flensburg Galerie, ist der aktuelle Bahnhof 900 Meter entfernt, der Bahnhof Weiche hingegen über 4 Kilometer!
Das sinnvollste wäre, den im D-Takt vermerkten Bahnhof „FL-Schulen“Exe“ als Keilbahnhof an der Abzweigstelle der zu reaktivierenden Strecke (und damit übrigens auch am nähesten Standort zu den namensgebenden Schulen) zu errichten, und zum Hbf zu ernennen. Regionalzüge erreichen ihn auf der Fahrt nach „FL ZOB“, Fernzüge bei der gewohnten Kreisfahrt.
Oh nein, ich war wohl ein Wahrsager des Schreckens: Dieser Gedanke spielt nun in den Überlegungen tatsächlich eine Rolle! 😱🥵