Beschreibung des Vorschlags
Vorwort:
Da dieser Vorschlag in Zusammenhang mit städtebaulichen Veränderungen und der Verlängerung der Straßenbahn steht, habe ich auch hier zur besseren Übersicht eine Google-Maps Karte erstellt, welche ihr Hier aufrufen könnt.
Des Weiteren existieren für diese Streckenführung zwei Varianten:
Zum einen eine kostengünstige Variante, die größtenteils auf Tunnel im Stadtgebiet von Offenbach verzichtet. Diese Findet ihr hier.
Zum anderen eine Kostenintensivere Variante, die in Offenbach ausschließlich in Tunneln verläuft um die Linie U6 vollkommen unabhängig zu führen. Diese Variante findet ihr hier und ist nur möglich, wenn Offenbach nach Frankfurt eingemeindet wird.
Ich habe nun auch mal ein Paar Straßenbahnlinien hinzugefügt, welche unter diesem Vorschlag nicht explizit diskutiert werden sollten, da er sich auf die Linie U6 bezieht.
Ich habe einmal zur besseren Übersichtlichkeit eine Karte mit schwarzem Hintergrund erstellt, diese findet ihr hier.
Allgemein:
Die Stadt Frankfurt am Main und die Region rund um diese Stadt ist eine der am schnellsten wachsenden Regionen Deutschlands. Allein Frankfurt selber wächst jährlich um mehr als 15.000 Einwohner und auch die Stadt Offenbach, welche aufgrund ihrer nähe zu Frankfurt besonders attraktiv ist wächst jährlich um ca. 1.500 – 2.000 Einwohner und wird in Zukunft durch die momentan im bau befindlichen Wohnanlagen und Gewerbeparks eine immer wichtigere Rolle spielen.
Generell wächst das Rhein Main Gebiet um jährlich ca. 7,1%. (Stand 08.2016) Um nun weitere Wohnungen und Arbeitsplätze zu schaffen, plane ich in Frankfurt und Offenbach entlang dieser Verlängerung der Stadtbahnlinie 6 neue Wohngebiete für insgesamt ca. 38.000 Einwohner zu schaffen.
Diese Verlängerung dient jedoch nicht nur den von mir geplanten Neubaugebieten, sondern auch der Stadt Offenbach, da diese nach vielen Jahren wieder eine Anbindung an das Netz der VGF erhält.
Die Hafencity:
Nachdem ich in meinem originalen Vorschlag ein wenig Kritik erhalten habe, dass eine Südmainische Führung der U6 nicht sinnvoll sei und mich Ulrich Conrad auf die Idee eines neuen Stadtteils auf dem Hafengebiet gebracht hat, habe ich diese Idee weiter verfolgt und ausgearbeitet.
Die Hafencity Frankfurts soll die Skyline maßgeblich prägen und eine art Kontrastzentrum zu den Wolkenkratzern in der Innenstadt darstellen. Die Mitte des neuen Stadtteils stellt der Zentralpunkt dar, eine U-Bahnhaltestelle, umgeben von einem großen Kreisverkehr von dem Straßen in alle Himmelsrichtungen abzweigen.
Das neue Stadtviertel ist in verschiedene Blocks aufgeteilt. Es entstehen insgesamt 6 Wohnblocks für insgesamt ca. 35.000 Einwohner. Des Weiteren entstehen 2 Hochhausblocks, wovon einer als Wohnblock gedacht ist. Dort befindet sich auch der Höchste Wolkenkratzer mit ca. 400 Metern Höhe. Ausserdem entstehen 2 Gewerbeblocks, ein Schulzentrum und ein kleineres Industriegebiet.
Streckenführung:
Die Strecke beginnt am Frankfurter Ostbahnhof. Nachdem die Stadtbahn aus dem Tunnel hervorkommt, überquert sie den Riedgraben und erreicht sie die Haltestelle Osthafen. Nachdem die Linie die Hafencity durchquert und den Main überquert hat, folgt die Trasse dem Nordring bis zum Offenbacher Hafen und erschließt dabei den bedeutendsten und größten Gewerbepark der Stadt Offenbach, den Stadtteil Kaiserlei im Norden.
Die Innenstadt wird in beiden Varianten unterirdisch durchquert, wobei ein der S-Bahnhof Marktplatz umgebaut werden soll, um einen direkten Umstieg von der U-Bahn zur S-Bahn zu ermöglichen. Nach der Querung der Innenstadt folgt die Trasse in einem Tunnel der Waldstraße und führt durch mehrere große Wohnanlagen zur Endhaltestelle Stadtwald, an der ebenfalls ein Wohngebiet für ca. 1.500 Einwohner entstehen soll.
Warum eine Stadtbahn und keine Straßenbahn?
Eine Straßenbahn mag zwar günstiger sein als eine Stadtbahn, bringt aber auch einige Nachteile mit sich, wie z.B. längere Reisezeiten und eine geringere Kapazität. Aber wozu braucht Offenbach eine Stadtbahn, wenn doch schon die S-Bahn schnell nach Frankfurt fahren kann? Ganz einfach. Die S-Bahn-Linien werden durch die Stadtbahn entlastet und gleichzeitig wird eine neue, schnellere Verbindung von Offenbach in den Frankfurter Osten geschafften. Des Weiteren können Einwohner aus dem Süden Offenbachs nun ohne umzusteigen nicht nur in die eigene Innenstadt, sondern auch in die Frankfurter Innenstadt gelangen.
Bauwerke:
Tunnelstrecke: 6,7 / 1,5 Kilometer.
Brücken: 2 mit einer Länge von insgesamt ca. 350 Meter
8 unterirdische und 5 oberirdische / 0 unterirdische und 13 oberirdische Haltestellen mit Hochbahnsteigen
Fahrzeuge:
Nach dem nun alle U5-Fahrzeuge ausgeliefert sind, müssen in einigen Jahren die U4-Wagen ausgemustert werden und dafür eine neue Generation, die U6-Fahrzeuge, angeschafft werden. Diese Neuanschaffung würde wahrscheinlich gleichzeitig mit der Eröffnung dieser Neubaustrecke geschehen.
Die U6-Wagen sollten dem U-Bahntyp H ähneln und aus sechs Wagen bestehen. Sie sollten durchgängig begehbar sein und eine Klimaanlage erhalten.
Kosten und Finanzierung für diese Strecke:
Aufgrund der vielen Tunnelstrecken schätze ich die Kosten für diese Verlängerung auf ca. 1,8 Milliarden bzw. 900 Millionen Euro für die oberirdische Variante.
Finanziert werden soll die Strecke unteranderem durch den Verkauf der neu entstehenden Wohnungen und Häuser, die ca. zwei Drittel der Baukosten einbringen sollen. Die Restsumme müsste anderswo aufgetrieben werden.
Andere Vorschläge zur Verbesserung des Nahverkehrs in Offenbach findet ihr hier ( Aufgelistet nach Veröffentlichung ( ab dem 28.11.2017 bis zu, 09.12.2017)):
Verbesserte Anbindung Offenbachs – Vorschlag STR 12/15/16 Von Intertrain
Verbesserte Anbindung Offenbachs – Vorschlag STR 11/15/16 Von Intertrain
F – OF: Ratswegkreisel – Kaiserlei – Markt – OF-HBF Von Ulrich Conrad
OF: Zentrum – HBF – Sanaklinik – R.-Wagner-Straße Von Ulrich Conrad
OF: Zentrum – Waldstr. – Brunnenweg Von Ulrich Conrad
OF: Zentrum – Bieberer Str. – Bieber West Von Ulrich Conrad
OF: Zentrum . Bürgel – Rumpenheim Von Ulrich Conrad
Verbesserte Anbindung Offenbachs – Vorschlag U4 Von Intertrain
OF – F: OF-Zentrum – Fechenheim – Bergen Von Ulrich Conrad
Und zum Schluss noch eine Andere Idee von Ulrich Conrad zur Verlängerung der U6

Insgesamt wieder eine hervorragende Ausarbeitung, Respekt für deine Mühe und Zeitaufwand.
Inhaltlich
Zur Hafen-City: Ist sicher reizvoll für viele am Wasser zu wohnen und der Bedarf an Wohnungen in Frankfurt ist auch groß. Aber wo soll das Gewerbe hin? Die soll ja nicht einfach verschwinden, oder? Die dort angesiedelten Unternehmen stellen ein nicht zu unterschätzende Stärkung des Wirtschaftsstandortes Frankfurt da. Ist ja nicht so, dass das jetzt ein halb verfallendes und ungenutztes Areal ist dort…
Kritisch sehe ich bezüglich der Umsetzung die Querung mit anderen Verkehrsträgern. Zum einen die Unterquerung der Autobahn direkt nach der Querung des Mains. Um das zu schaffen müsstest du die Mainbrücke auf dre Südseite so niedrig ausführen, dass ein (interessanterweise grade auf der Satellitenaufnahme zu erkennendes) Schiff gar nicht mehr darunter passt. Zum anderen die Querung des S-Bahn-Tunnels im Bereich des Marktplatzes. Willst du darunter oder darüber? Ich habe aus dem Grund bei meinem die U-Bahn dort noch oberirdisch fahren lassen und erst südlich des Marktplatzes abgesenkt. Ist natürlich städtebaulich nicht so optimal… Aber wenn du noch unter die S-Bahn auf die -2-Ebene willst, brauchst du seeehr lange Rampen.
Weiterhin finde ich die Führung der Straßenbahn durch den Parallelverkehr mit der S-Bahn wenig sinnvoll. Auch wenn ich die Einstellung grundsätzlich als falsch ansehe, sollte man wenn man eh schon neu baut, eine sinnvollere Streckenführung wählen, wie die von mir oder Ulrich vorgeschlagenen (sind ja im Kern untereinander recht ähnlich).
Aber genug der Kritik, ansonsten finde ich die Streckenführung der U-Bahn an sich gut gewählt (zumindest sofern ein solches Neubaugebiet am Hafen tatsächlich entstände). Besser wäre nur vllt. ein anderer Ausgangspunkt in Frankfurt, weil du mit der U6 grade eine Linie gewählt hast, die genau parallel zur S-Bahn verkehrt, und somit im Gegensatz z.B. zur Verlängerung der U4 aus Offenburg kaum neue Direktverbindungen zu anderen Zielen in Frankfurt bietest. Aber ansonsten alles gut ausgearbeitet und beschrieben.
Vielen Dank für das Lob bezüglich der Ausarbeitung. 🙂
Das Gewerbe möchte ich in die Nähe des Industriepark Höchst umsiedeln, da dort noch ausreichend Platz vorhanden ist und die sich die Pendlerströme somit nicht in Richtung Frankfurt Mitte bündeln, sondern durch neue Verbindungen an Frankfurt vorbei oder aus diesem, neuen Stadtteil heraus vermindern oder verlagern.
Die Unterquerung der Autobahn unmittelbar hinter der Brücke über den Main sollte möglich sein, ohne den Schiffsverkehr großartig zu beeinträchtigen. Ein Gefälle von 5% reicht aus um die Brücke so errichten zu können, dass Schiffe an der Stelle, wie es im Satellitenbild erkennbar ist weiterhin verkehren können. Die Querung der S-Bahn in Offenbach stelle ich mit folgendermaßen vor:
Die S-Bahnstrecke wird im Bereich der Kaiserstraße auf die Ebene -2 verlegt, während die U-Bahn sie auf Ebene -1 Quert. Daraufhin Kreuzt die U-Bahn die S-Bahn erneut auf Ebene -1. Die S-Bahnstrecke wird daraufhin wieder auf Ebene -1 angehoben und hält mit der U-Bahn an einem gemeinsamen Bahnsteig. Danach quert die U-Bahn die S-Bahnstrecke auf Ebene -2, bevor sie entweder auf Ebene -1 bis zur Endhaltestelle führt, oder sie aus dem Tunnel hervorkommt. Somit sind keine langen Rampen notwendig, lediglich eine Umleitung der S-Bahn über den Hauptbahnhof während der Bauzeit van geschätzt 1-2 Jahren.
Über die Straßenbahnlinien die ich hinzugefügt hatte lässt sich streiten. Ich habe sie beispielsweise auf das Stadtzentrum Offenbachs ausgerichtet und von Oberrad kommend den direktesten Weg eingeschlagen, damit die Innenstadt Offenbach ein attraktiveres Reiseziel aus Richtung Oberrad wird.
Meine Wahl viel auf die Linie U6 gerade weil sie parallel zur S-Bahn verläuft und diese somit entlasten kann. Ausserdem wird durch diese Parallelität der Hauptbahnhof als Umsteigeknoten ebenfalls entlastet, da die Passagiere bereits davor in die anderen Stadtbahnlinien bzw. S-Bahnlinien umsteigen können. Des Weiteren könnte man aber auch in der Hafen City, oder vor dem Ostbahnhof abzweigen und eine weitere Linie einrichten.
Ich finde den Vorschlag einer Verlängerung der U-Bahn gut. Außerdem gefällt mir die Idee von eine HafenCity wie Hamburg.
Aber, ich glaube, dass man den Main unterqueren soll, damit der Schiffsverkehr laufen kann. Außerdem finde ich eher sinnvoll, dass die Station: ,, Berliner Straße “ eher Kaiserstraße heißen soll und dass es ein Tunnelbahnhof ist. Damit spart man Rampen in Offenbach (fast).