Beschreibung des Vorschlags
Auf der A-Srecke der Frankfurter U-Bahn (Stadtbahn) verkehren in der HVZ im Züge im 2,5 Minuten-Takt. Insbesondere an der höhengleichen Kreuzung der U1/U3/U8 und U2 nördlich der Heddernheim kann es daher oft zu Verspätungen auf dem Rest der A-Strecke kommen.
Mein Vorschlag wäre dementsprechend diesen Knoten komplett kreuzungsfrei auszubauen um so Konflikte zu vermeiden und eventuell die Taktung der „A“ erhöhen zu können.
Details & Nachteile
Da der Zweig Richtung Zeilweg in einen Trog abtaucht um höhenfrei aus der U2 auszufädeln, müsste der gesamte Abschnitt zwischen Heddernheim und dem Gleisdreieck Heddernheimer Landstr./Wiesenau über eine längere Periode gesperrt werden. Vertretbar fände ich dies daher nur in Verbindung mit dem Lückenschluss Bockenheim/Ginnheim um so zu vermeiden den gesamten Nordwesten für 1 – 2 Jahre fast den gesamten U-Bahn-Anschluss zu entnehmen.
Wegen der eben genannten Vollsperrung enthält der Vorschlag auch eine neue Bahnunterführung vom Zeilweg im Norden der gleichnamigen Station die alleine so wenig Sinn machen würde.
Die Gleise der U2 würden auf dem jetztigen Areals des Betriebshofs verlaufen, der Betrieb dessen würde zwar Einschränkt werden, sollte aber auf jeden Fall noch möglich sein. Angesichts der Diskussionen das Depot Eschersheim komplett umzuverlegen halte ich das auf jeden Fall für gerechtfertigt.
Ich freue mich auf Feedback und Verbesserungsvorschläge 🙂

Für die Betriebsstabilität sicher nicht verkehrt. Die lange Sperrpause würde weh tun, völlig richtig, das wäre ein Projekt erst nach der Ginnheimer Kurve (wenn Sie denn mal kommt). Riedwiese und Sandelmühle müssten wohl komplett entfallen, Umleitung U2 über die Riedberg-Strecke.
Ob sich ein dichterer Takt ermöglicht ist wieder eine andere Frage. Mit 2,5 Minuten ist man schon so mit am Limit, was mit konventionellen Lichtsignalen möglich ist. Für kürzere Intervalle müsste man wohl auf ATO gehe – wobei ich mir nicht sicher bin, ob das im nicht vollständig unabhängigen BoStrab-Netz (Frankfurt ist ja keine Voll-U-Bahn und die A-Strecke muss auf der Eschersheimer ja straßenbündig über Kreuzungen) überhaupt zulässig ist.
In Stuttgart fahren im Veranstaltungs- und Wasenverkehr bis zu 38 Züge je Stunde über die Stammstrecke – mit Straßenkreuzung und höhengleichem Abzweig. Angesichts der Verspätungen nicht zum Nachmachen empfohlen, aber ein 2‘-Minuten-Takt sollte schon möglich sein, gerade weil in Frankfurt viel kreuzungsfrei ausgebaut ist.
Naja, so wie Ich es erkennen kann, sollte es eigentlich genügend Platz geben um die U2 mit temporären Gleisen um die Trog-Baustelle umzuleiten, nur der Abschnitt Zeilweg müsste für die gesamte Bauzeit gesperrt werden (halt unter der Vorrausetzung der U4-Verlängerung).
Zum Punkt Taktfolge muss noch gesagt werden, dass die VGF plant ihr gesamtes Schienennetz digital aufzurüsten (Link), damit wäre die Signaltechnik ein viel weniger limitirender Faktor. Wie sehr sich der kreuzungsfreie Ausbau dann konkret auf die Taktdichte auswirkt kann ich leider nicht genau sagen, aber falls CBTC auch noch (in Teilen) auf den überirdischen Streckenabschnitten der Stadtbahn eingesetzt werden würde, sollte warscheinlich ein 90s-Takt möglich sein.
Verkehrt wäre es sicherlich nicht. Wird allerdings wie Zeru schon schrieb nur wenig Verbesserung bringen so lange die A-Strecke im Dornbusch straßenbündig verläuft. Um da wirklich spürbare Verbesserungen zu haben muss definitiv auch der Abschnitt in der nördlichen Eschersheimer Landstraße vom Polizeipräsidium bis zur Maybachbrücke in den Tunnel verlegt werden. Was dann unter Umständen aber auch Auswirkungen auf die südliche Anbindung dieses Vorschlags hat.