Beschreibung des Vorschlags
Projekt: Express-Tangente Hannover (X-Marienwerder–Grasdorf)
1. Konzept & strategische Bedeutung
Dieser Vorschlag führt eine hocheffiziente Tangentialverbindung ein, die den Nordwesten Hannovers (Wissenschaftspark Marienwerder) direkt mit dem Südosten (Messe/Laatzen) verknüpft.
Die Linie umgeht konsequent das Stadtzentrum und entlastet den zentralen Umsteigeknoten Kröpcke, indem sie die bestehende Schnellweg-Infrastruktur nutzt.
Kerndaten:
- Gesamtlänge: ca. 51,5 km (Hin- und Rückweg kombiniert)
- Charakter: kostengünstiger Expressbus, verbindet Knotenpunkte und verkürzt Teilabschnitte erheblich
- Nutzen: Direkte Verbindung zwischen Arbeitsplätzen (Wissenschaftspark, Messe), Bildungseinrichtungen (Expo Plaza) und Wohngebieten in Linden und Laatzen
2. Infrastruktur-Innovationen
Knotenpunkt Herrenhäuser Markt
- Umbau der dreispurigen Ausfahrt
- Umwandlung einer der beiden Rechtsabbiegerspuren in eine exklusive Busspur
- Zentrale Haltestelle für beide Fahrtrichtungen
- 180-Grad-Wende zur direkten Rückführung auf den Schnellweg
Schnellweg-Express-Führung
- Nutzung des Südschnellwegs und des Messeschnellwegs als kreuzungsfreie Hochgeschwindigkeitsverbindung
- Direkte Verbindung zwischen Linden, Döhren und dem Messegelände ohne Umweg über die Innenstadt
3. Optimierter Fahrplan (Beispiel: Richtung Südost)
Streckenlänge (einfach): ca. 26 km
Gesamtfahrzeit: ca. 49 Minuten
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Haltestelle |
Fahrzeit ab Start |
Abfahrt |
Besonderheit/ Umstieg |
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Wissenschaftspark Marienwerder |
– |
07:00 |
Startpunkt (Bus/4) |
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Herrenhäuser Markt |
+8 Min |
07:08 |
180°-Wende & eine Haltestelle für beide Richtungen (4/5) |
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Leinaustraße |
+17 Min |
07:17 |
Linden-Nord (10) |
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Am Küchengarten |
+19 Min |
07:19 |
Linden-Nord (10) |
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Schwarzer Bär |
+22 Min |
07:22 |
Linden-Mitte (Bus/9) |
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Deisterplatz / Allerweg |
+23 Min |
07:23 |
Linden-Süd (Bus) |
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Göttinger Straße |
+25 Min |
07:25 |
Momentan schlechte Anbindung (Bus) |
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Fiedelerstraße |
+33 Min |
07:33 |
Fährt kurz runter und wieder zurück auf den Schnellweg (1,2,8) |
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Emmy-Noether-Allee |
+39 Min |
07:39 |
Netzlücke, Bedarfshaltestelle |
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Stockholmer Allee |
+40 Min |
07:40 |
Bedarfshaltestelle |
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Messe / Ost |
+41 Min |
07:41 |
Messe (6/Bus) |
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Expo Plaza |
+42 Min |
07:42 |
Bildungsstandort |
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Laatzen / Gutenbergstraße |
+43 Min |
07:43 |
Stadt Laatzen |
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Bahnhof Messe / Laatzen |
+45 Min |
07:45 |
(S-Bahn) |
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Laatzen Eichstraße |
+46 Min |
07:46 |
Wohngebiet (1,2) |
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Wiesenstraße |
+47 Min |
07:47 |
Wohngebiet, Lücke |
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Deisterblick |
+48 Min |
07:48 |
Wohngebiet, Lücke |
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Gottfried-Keller-Straße |
+49 Min |
07:49 |
Endpunkt, Wendekreis, Lücke |
Änderung: Station „Bahnhof Linden-Fischerhof“ Umstieg zur S-Bahn (eventuelle Haltestellenproblematik; Umbau evt erforderlich; verbesserte Anbindung zur S-Bahn)
4. Zeitersparnis im Vergleich zum bestehenden Netz
Das heutige ÖPNV-Netz ist stark sternförmig auf das Zentrum (Kröpcke) ausgerichtet. Die Express-Tangente ermöglicht erstmals eine schnelle, direkte Verbindung zwischen westlichen und südöstlichen Stadtteilen.
Vergleich (inkl. Umstiege & Wartezeiten):
Wissenschaftspark → Linden (Am Küchengarten)
- Aktuell: ca. 30–35 Minuten
- Express X-Linie: ca. 19 Minuten
- Ersparnis: 11–16 Minuten
Linden (Schwarzer Bär) → Döhren (Fiedelerstraße)
- Aktuell: ca. 25–30 Minuten
- Express X-Linie: ca. 11 Minuten
- Ersparnis: 14–19 Minuten
Döhren (Fiedelerstraße) → Expo Plaza / Messe Ost
- Aktuell: ca. 20–25 Minuten
- Express X-Linie: ca. 9 Minuten
- Ersparnis: 11–16 Minuten
Gesamtstrecke (Marienwerder → Grasdorf)
- Aktuell: ca. 55-60 Minuten
- Express X-Linie: ca. 49 Minuten
- Gesamtersparnis: 6-11 Minuten pro Fahrt
5. Fazit für LiniePlus
Diese Expresslinie schließt eine geografische Netzlücke zwischen dem Westen und Süden Hannovers.
Durch die Kombination aus bevorrechtigter Infrastruktur (Busspur am Herrenhäuser Markt) und der Nutzung von Schnellstraßen wird eine Reisegeschwindigkeit erreicht, die den ÖPNV auf dieser Verbindung konkurrenzfähig zum PKW macht.
Die Linie eignet sich besonders für:
- Berufspendler zwischen Wissenschaftspark, Linden, Döhren und Messe; Entlastung der Schnellwege und Reduzierung des Berufsverkehrs
- Messebesucher und Beschäftigte am Expo- und Messegelände
- Fahrgäste mit Ziel Laatzen ohne Umweg über die Innenstadt
Die Taktung könnte sich in etwa an die der Stadtbahnen orientieren (10‘ HVZ, 15‘Abends, 15-20‘ Wochenende, 30‘ Tagesrandzeiten)

Ich würde schon die S-Bahnhöfe Linden/Fischerhof und Leinhausen mitnehmen, um durch die Verknüpfung mit dem SPNV mehr Fahrgastpotenzial zu generieren. Ansonsten sieht das ziemlich sinnvoll aus, würde ich mal behaupten, auch wenn ich wenig Ortskenntnis habe.
Hey, danke für den Vorschlag. Bahnhof Linden Fischerhof hab ich hinzugefügt. Bahnhof Leinhausen wäre ein größerer Umweg, sodass der Sinn hinter der Expresslinie verloren ginge.
Denke ich nicht, weil man einfach den Bus in die Parallelstraße legen müsste.
Jagut, das wäre natürlich möglich, nur würde der „Expressbus“ dann seinen Sinn der schnellen Anbindung verlieren, da er nicht auf em Schnellweg fahren würde, sondern durch den Stadtverkehr parallel zur Stadtbahn.
Zwischen Alt-Laatzen und Messe Ost fährt schon ein Bus. Alle anderen Relationen, die durch die Buslinie bedient werden, können heute mit der Stadtbahn oder S-Bahn, teils mit Umstieg, zurückgelegt werden – und das jeweils auf relativ direktem Wege. Ich kann daher nicht nachvollziehen, inwiefern diese Buslinie eine Verbesserung zum Status Quo darstellen soll. Der kommunale Personennahverkehr in Deutschland ist nicht dereguliert.
Danke für den Hinweis – der Einwand ist berechtigt und wichtig für die Bewertung.
Der Kern der vorgeschlagenen Linie liegt weniger in der Schließung einer „unbedienten“ Relation, sondern in der Qualität der Verbindung. Zwar sind die meisten Relationen heute mit Stadtbahn und S-Bahn grundsätzlich erreichbar, jedoch in der Regel radial über die Innenstadt oder mit mehreren Umstiegen. Gerade für tangentiale Wege (z. B. Linden / Nordwesten ↔ Messe / Expo Plaza / Laatzen) bedeutet das häufig einen deutlichen Zeitverlust und eine geringere Zuverlässigkeit im Berufs- und Veranstaltungsverkehr.
Der vorgeschlagene Expressbus zielt daher nicht primär auf Erschließung, sondern auf Direktheit, Reisezeitverkürzung und Netzergänzung:
– Direkte Tangentialverbindung ohne Umweg über zentrale Knoten wie Kröpcke oder Hauptbahnhof
– Reduktion von Umstiegen, insbesondere relevant für Pendler, Messepersonal und Studierende
– Entlastung hochbelasteter Innenstadtkorridore im Stadtbahnnetz
Zum Abschnitt Alt-Laatzen – Messe Ost: Richtig, hier existiert bereits ein Busangebot. In der Konzeption ist dieser Abschnitt vor allem als Teil einer durchgehenden, schnellen Achse gedacht, nicht als isolierte Parallelbedienung.
Was die Frage der Deregulierung betrifft: Die Idee versteht sich nicht als marktwirtschaftlicher Wettbewerb, sondern als konzeptioneller Vorschlag zur Netzergänzung innerhalb der bestehenden Verkehrsplanung der Region Hannover.
Mich würde interessieren, ob du konkrete Verbesserungsvorschläge siehst – z. B. bei Linienführung, Haltestellenauswahl oder Taktgestaltung. Welche Anpassungen würdest du vornehmen, um den Mehrwert gegenüber dem Status quo klarer herauszustellen?
Das könnte man ja zu jedem Vorschlag sagen.
Und im Berufs- und Veranstaltungsverkehr sind West-, Süd- und Messeschnellwege nicht zugestaut? Und die Tunnels der Stadtbahn erhöhen ja gerade die Zuverlässigkeit.
Gehen wir die durch deine Linie abgedeckten Verbindungen Mal durch:
Garbsen – Herrenhausen: Linie 4 fährt direkt
Garbsen/Herrenhausen – Linden: Linie 4/5 bis Steintor oder Kröpcke und dann einmal umsteigen in eine andere Stadtbahnlinie. Weder ist das aufgrund des Ausbaustandards vieler betreffender Stadtbahnstrecken langsam, noch ist das besonders umweghaft.
Garbsen/Herrenhausen – Südlich Südstadt: Nur ein bahnsteiggleicher Umstieg mit Stadtbahn erforderlich. Vor allem ist das nicht ansatzweise eine „tangentiale Strecke“. Genau für solche Verbindungen existiert die Stadtbahn (und ihr Tunnelsystem) doch!
Linden – Südlich Südstadt: Zwei Möglichkeiten, entweder Stadtbahn bis Steintor/Kröpcke und einmal in andere Stadtbahn umsteigen – wieder kein allzu großer Umweg. Oder S-Bahn von Fischerhof bis Bismarckstraße und von Bismarckstraße mit anderer S-Bahn bis Bahnhof Laatzen/Messe.
Eine Buslinie sollte Verbindungen abdecken, die durch (bestehende) Schienenbahnen nicht sinnvoll befahrbar sind.
Zwischen Herrenhausen und Linden ist eine Tangentialverbindung sinnvoll, der Startpunkt in Marienwerder ist aber überflüssig, da das Parallelbetrieb zur 4 ist. Als Startpunkt bietet sich der S-Bahnhof Leinhausen an, dann hinter dem Herrenhäuser Markt auf den Westschnellweg und über die Leine rüber nach Linden. Im Gegensatz zu deinem Vorschlag wäre so auch ein brauchbarer Umstieg zur 5 möglich, dein Vorschlag für den Herrenhäuser Markt ist aufgrund der Fußwege und Straßenquerungen unattraktiv und baulich viel zu komplex, im Übrigen auch verkehrsgefährdend aufgrund des Einflusses auf die Einsehbarkeit der Kreuzung. Wer vom Schnellweg kommend nach rechts abbiegt, sieht nicht, was hinter einem haltenden Bus passiert.
Der S-Bahnhof Linden wird aktuell nicht richtig angebunden, wäre aber essentiell. Hier kann die Linie dann eigentlich auch enden. Döhren/Waldhausen wird zukünftig durch einen eigenen S-Bahnhof angebunden mit Umstieg zur 1/2/8. Damit sind auch die Messe und Laatzen angebunden, und das im Übrigen auch deutlich besser und schneller als mit deinem Busvorschlag, der die Messe fernab vom Haupteingang erschließt, zwischen Messe und Laatzen einen Parallelbetrieb darstellt und von Döhren bis nach Laatzen rekordverdächtig viel Zeit verliert. Ja, zwischen Linden-Mitte und Laatzen wären damit zwei Umstiege erforderlich. Aber das Ganze ist nicht nur schneller, sondern auch zuverlässiger als ein Bus über den Südschnellweg.
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