Beschreibung des Vorschlags
Ich schlage vor eine neue Nachtzugverbindung aus Westeuropa in Richtung Norden, also in Richtung Dänemark und Schweden einzuführen. Aktuell existieren lediglich Nachtzüge aus Dresden, Berlin und Hamburg nach Malmö, Kopenhagen und Stockholm. Ich schlage vor dieses aktuelle Angebot durch einen beziehungsweise zwei neue Nachtzüge zu ergänzen, der eine Zugteil würde von Rotterdam über Amsterdam nach Osnabrück geführt und der andere Zugteil von Oostende über Brüssel und Köln nach Osnabrück geführt, von dort aus geht es vereinigt weiter nach Kopenhagen, Malmö und Stockholm. Hier ist eine Streckenführung zunächst über das Festland und perspektivisch durch den Fehmarn-Belt-Tunnel angedacht.
Sowohl zwischen Rotterdam beziehungsweise Oostende und Osnabrück habe ich ein relativ enges Haltemuster angesetzt um möglichst viele Fahrgäste anzubinden, deshalb beginnen die Zugläufe auch bereits an eher kleineren Orten, wie Rotterdam und Oostende, damit viele Fahrgäste eine attraktive Direktverbindung erhalten. Auch in Schweden beziehungsweise Dänemark hält der Zug relativ oft, auch wenn er dort deutlich seltener hält, als in Deutschland, Belgien und den Niederlanden, schlichtweg, weil hier es keine besonders dichte Siedlungsstruktur gibt.
Eine besondere betriebliche Herausforderung ist die Zugvereinigung beziehungsweise Zugteilung bei Osnabrück, die Züge aus/in Richtung Belgien/NRW halten am Osnabrücker Hauptbahnhof und fahren danach in den nördlich vorgelagerten Rangierbahnhof, dort wird dieser Zugteil mit dem Zugteil aus/in Richtung Niederlande vereinigt beziehungsweise geteilt, somit hält der andere Zugteil nicht in Osnabrück Hauptbahnhof, ersatzweise allerdings in Osnabrück Altstadt.
Einen Betreiber für diesen Nachtzug zu finden, würde wahrscheinlich aufgrund des langen Fahrtwegs eine Herausforderung werden. Allerdings hat die schwedische Regierung in der Vergangenheit bereits öfter Förderungen beziehungsweise Subventionen für Nachtzüge bereitgestellt und könnte somit auch in Zukunft an der Finanzierung mitwirken. Somit könnte dieser Nachtzug entweder durch die schwedische Staatsbahn (SJ), die schwedische Privatbahn Snalltaget oder das beglisch-niederländnische Start-Up Europeansleeper betrieben werden.
Der niederländische sowie der belgische Zugteil könnten jeweils aus zwei Schlafwagen (10 Abteile à 2 Personen), drei Liegewagen (10 Abteile à 4 Personen), einem Halbspeisewagen mit Sitzplätzen und zwei weiteren Sitzwagen, davon einen mit Fahrradstellplätzen bestehen. Der Zug würde also als 16-Wagen-Zug ab Osnabrück in Richtung Schweden verkehren. Die Wagons sollten ungefähr dem Komfortstatus des neuen Nigtjets entsprechen, natürlich mit einigen Modifikationen und es wäre sinnvoll auch einige Abteile in den Sitzwagen, sowie einen Steuerwagen zu verbauen. Es sollten als neue Wagons auf der Siemens Vectrain-Plattform bestellt werden. Gezogen werden könnten diese Züge selbstverständlich auch durch eine Siemens Vectron und natürlich ohne Lokwechsel.
Ich bin auch zu dem davon überzeugt, dass dieser Nachtzug grundsätzlich auf eine genügende Nachfrage stoßen würde, da die großen Ballungsräume in Belgien, den Niederlanden und der Region Rhein-Ruhr mit großen Metropolen in Schweden und Dänemark verbunden werden. Zudem würde auch ein großes touristisches Potential entfaltet.

Hallo. Eine gute Idee! Für so eine Nachtlinie gibt es bestimmt zahlende Kundschaft.
Kannst du noch Abfahrszeiten für die Stationen angeben? Dann kann man besser abschätzen, ob die große Einsammelrunde in Benelux lohnt und Durchfahren in Bremen und Hamburg zu verantworten ist.
Kurz zum Linienast in den Niederlanden:
– Was den Anfangs- und Endpunkt angeht, widersprechen sich Titel und Zeichnung, und auch die Beschreibung ist nicht schlüssig. Rotterdam scheint mir am sinnvollsten.
– Der Weg über Den Haag HS, Leiden und Haarlem nach Amsterdam und weiter nach Hilversum ist gut. Aber dann über Utrecht und Arnhem nach Hengelo geht nicht: Der Bahnhof Utrecht Centraal kennt im Regelverkehr keine Züge von Hilversum nach Arnhem (von Gleisen und Weichen her geht es zwar, schränkt aber den Regelverkehr ein); und hinter Arnhem ist die Strecke Zutphen-Hengelo nicht elektrifiziert (da gibt es Pläne, aber noch wenig konkret). Ich glaube es ist sinnvoller nach Hilversum den gewohnten Weg nach Bad Bentheim zu nehmen, über Amerfoort-Apeldoorn-Deventer-Hengelo.
Ich meinte Rotterdam und habe das entsprechend angepasst, danke für den Hinweis!
Ich werde demnächst die Routenführung über Deventer und Bad Bentheim aktualisieren, nach der Elektrifizierung würde ich allerdings lieber über Utrecht und Arnhem fahren, da dort einfach mehr Menschen leben, als entlang der anderen Route.
Ergänzung: Die Abfahrt in Osnabrück hätte ich auf circa 00:30 Uhr (vor der Zugvereinigung) gelegt, somit ist die Abfahrt in Amsterdam um circa 21:40 Uhr, in Köln um circa 21:00 Uhr und in Brüssel bereits um 18:00 Uhr, deshalb ist leider kein sinnvoller Halt in Bremen und Hamburg mehr möglich und von Hamburg aus fährt ja ohnehin bereits der EuroNight nach Stockholm.
Die Ankunft in Osnabrück würde ich auch circa 05:00 Uhr legen und die restlichen Fahrtzeiten dementsprechend.
Hab die Route jetzt angepasst?
Ansich ist diese Vorschlag gut, aber es gibt mehrere Gründe die mich stören:
Es gibt hier mehrere Metropolen, die links liegen gelassen werden und nicht bedient werden. Diese sind Namentlich:
Das sind keine Provinzstädte sondern Großstädte mit 500.000 (Hamburg als besondere Nordmetropole sticht hier hervor). Nach meinem Verständnis kannst du nicht in Städte wie Rheine oder Bad-Bentheim halten, aber die Großstädte durchfahren. Eine Nachfrage wird damit automatisch erstickt im deutschen Bereich.
Eine Zugvereinigung in Osnabrück ist ungünstig, da es sich um einen Turmbahnhof handelt. Züge müssen hier über Weichenverbindungen wenden, was zusätzliche Fahrzeit verursacht. Angesichts begrenzter Gleiskapazitäten ist dies auch aus Sicht der Fahrgastfreundlichkeit nicht empfehlenswert. Eine Zugvereinigung in Minden oder Hannover kann sich mehr lohnen als es in Osnabrück der Fall ist. Ich würden Zuglauf über Minden/Hannover legen, da in Minden weniger Fahrzeit für eine eventuelle Zugvereinigung als in Osnabrück.
Zudem würde ich folgende Großstädte auf jeden Fall berücksichtigen:
Ersteinmal danke für das Feedback und tschuldigung für die lange Antwortszeit. Ich habe die Metropolen Bremen, Lübeck Hannover und Hamburg bewusst außen vorgelassen, da bereits ein Nachtzug Berlin – Hamburg – Kopenhagen – Malmö – Stockholm existiert, somit ist für Stockholm keine Direktverbindung von Nöten und von Bremen, Lübeck und Hannover kann man problemlos nach Hamburg zum Nachtzug fahren. Und entweder müsste der Nachtzug in Rotterdam/Oostende unfassbar früh losfahren oder würde Bremen/Hannover/Hamburg/Lübeck erst deutlich zu spät erreichen.
Bezüglich der Zugvereinigung, hast du dir genau auf der Karte angeguckt wie ich mir diese vorstelle? Ich glaube, dass die Zugvereinigung im nördlichen Rangierbahnhof in Osnabrück durchaus machbar ist und im Vergleich zu Hannover aus kürzere separate Fahrtwege der Zugteile ermöglichen würde.
Schließe mich da Jijzee an, über Hannover wäre deutlich effizienter. Kann dann auch mit dem 18 Uhr IC ab Amsterdam kombiniert werden, der fährt nur bis Hannover. Morgens fährt der um 6 ab Hannover und ist um 10 in Amsterdam, passt auch ganz gut. Hamburg dann gegen Mitternacht/4 Uhr morgens. 11:30 Ankunft Stockholm ist etwas spät, aber mit der Fehmarnbetquerung lässt sich die Fahrzeit noch etwas straffen. Auch in Gegenrichtung läge die Abfahrt in Stockholm aktuell noch bei 15:30.