Erfurt: Tram-Train Teststrecke (Stufe 0)

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Beschreibung des Vorschlags

Erfurt ist eine der Größten Städte ohne ein eigenes Tram-Train oder S-Bahn-System. Erfurt hat zwar die sog. Erfurter Bahn welche jedoch mehr als Regionalbahnbetreiber wie z.b die Mitteldeutsche Regiobahn in Chemnitz zu verstehen ist. Zudem ist aufgrund des Regionalbahnbetriebes es nicht möglich die Bahnen außerhalb der Regionalbahnhöfe zu verlassen. Erfurt hat zwar relativ viele Regionalbahnhöfe jedoch ist das dennoch kein Netz was wirklich zum Umstieg bewegt (vorrausgesetzt man wohnt im Umland).
Daher meine Lösung: Etablierung eines Tram-Train-Systemes

Für die Etablierung würde ich den Weg wählen die meine Heimatstadt Chemnitz gewählt hat. Dafür wird eine Linie als sog. Pilotstrecke etablieren. Dafür müsste anders als in Chemnitz jedoch eine Streckenverbindung komplett neu gebaut werden. Dies ist notwendig da die Vorhandenen Gleisanlagen fast alle genutzt werden oder nicht wirklich von der Bahn nutzbar sind.

Zur Linienführung: Da der Hauptbahnhof einer der Hauptumsteigepunkte ist habe ich diesen als Anfangspunkt gewählt. Hier wird nur gehalten und dann gewendet (Zweirichtungsfahrzeuge sind notwendig). Die evtl. benötigte Wartezeit soll dann an dem Löberwallgraben „abgesessen“ werden. Dann folgt die Strecke dem heutigem Verlauf der Linie 6. Auf höhe der Steigerstraße wird der Betriebsartswechsel durchgeführt. Dafür sind ungefähr 4-7 Minuten Wartezeit nötig. Danach fädelt sich die Bahn entweder auf der Bahnstrecke ein oder wird über ein Neubaugleis (was die logischerweise teurere Variante wäre) bis kurz vor die Querung der A71 geführt. Hier wird die Strecke dann die A71 und die Bahnstrecke Halle-Bebra kreuzt.
Dannach wird die Strecke an den Orten Ingersleben und Neudietendorf/Kornhochheim vorbeiführen wobei hier jeweils Haltepunkte möglichst Stadtnah entstehen werden.
Die Ortschaft Thörey wird über das anliegende Gewerbegebiet angeschlossen.
Im Norden des Gewerbegebietes Arnstadt wird der Systemwechselhalt erfolgen. Die Strecke wird wieder nach BOStrab betrieben. Es folgen 4 Halte im Arnstadter Norden bevor der Bahnhof Arnstadt erreicht wird. Hier wird 1 eigener bahnsteig den Bahnen zur Verfügung stehen um die Bahnen nicht zum Störfaktor im Regionalverkehr zu machen (Außerdem geht das nicht ohne einen Betriebsartswechsel auf EBO für die Zeit der Benutzung der Regionalbahngleise).
Über die Bahnhofstraße und Längwitzer Straße erschließt die Bahn dann die Stadt bevor sie am Illmkreis-Center wendet.

Besonderheiten/Bemerkungen:
Die Strecke wird auf Regelspur (1435mm) betrieben, dadurch muss in Erfurt ein drittes Gleis gelegt werden. Dies soll wie im Zwickauer Modell erfolgen.
Grundlegend ist die Linienführung in Arnstadt 2-gleisig außerhalb wird sie 1-Gleisig verkehren (Ausnahme: Bahnhöfe welche als Kreuzungsbahnhöfe genutzt werden)
Die Strecke durch Arnstadt wird gleich in Regelspur gebaut (Alles andere wäre schwachsinnig)
Die Strecke über den Holzmarkt in Arnstadt wird nur 1 Gleisig aufgrund der dortigen Platzsituation
Die Längwitzer Straße (Arnstadt) wird zwischen Holzmarkt und Lindenallee verkehrsberuhigt (bessere Situation für die Bahnen)
Die Strecke soll im Stundentakt bedient werden. Das kann bei Bedarf natürlich auch erweitert und auf einen 30-Minutentakt verringert werden.

Die Streckenführung kann nach Thörey auch entlang der Bestandsstrecke verlaufen. Dabei müssten dann nur einige neue HP’s errichtet werden. (Ergänzt am 04.11.)

 

Achtung: Ich plane dieses Netz fortzuführen und zu erweitern. Eventuelle Ratschläge/Ideen und Vorschläge dürfen gerne geäußert werden.

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9 Kommentare zu “Erfurt: Tram-Train Teststrecke (Stufe 0)

  1. Ein klassisches Tram-Train-System verkehrt doch außerhalb der Stadt in erster Linie auf (bestehenden) EBO-Gleisen. Deine Linie verkehrt bis auf einen kurzen Abschnitt auf einer ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke (!) jedoch ausschließlich auf bestehenden Tramgleisen in der Stadt bzw. auf einer neuzubauenden Strecke auf dem Land.

    Da ist es denke ich günstiger, wenn du die neue Tramstrecke an die bestehende Linie 2 an der Messe anschließt und von dort aus eine komplett neue Tramstrecke nach Arnstadt errichtest. Du sparst dir das Dreischienengleis in der Innenstadt und die Mehrsystemfahrzeuge und hast im Gegenzug nur ca. 2,5km zusätzlicher Streckenlänge (nach BoStrab). Auch die restliche Strecke kann nach BoStrab in Meterspur errichtet werden – günstiger als Normalspur nach EBO.

    Insgesamt frage ich mich aber ein bisschen, warum die Anwohner der Ortschaften die nahezu alle bereits über einen Bahnanschluss verfügen, diese Tram überhaupt nutzen sollten? Sie ist durch die zahlreichen Halte höchstwahrscheinlich deutlich langsamer als die RB.

  2. Wenn deine Linie am Hauptbahnhof endet, sehe ich nicht den Sinn darin, sie als TramTrain-Strecke auszubauen. Schließlich ist der Ast zur Steigerstraße der am schwächsten frequentierte Ast nach dem zur Thüringenhalle, daher sehe ich das skeptisch hier extra Dreischienengleise anzulegen. Ich hatte mal einen Vorschlag für eine Strecke nach Arnstadt gemacht, welche ohne Umwege auch das Gewerbegebiet am Erfurter Kreuz anschließt. Diesen Verlauf empfinde ich als bei weitem sinnvoller als deinen Vorschlag.

    1. 1. Das ist ein Tram-Train, nicht vergleichbar mit einer Ü-StraBa (Betreibsarten, etc.)
      2. das ist die Strecke die mir am logischsten erschien. Ich wollte die umliegenden Ortschaften mit einbinden um eine sinnvolle Anbindung für alle Anwohner in der Region zu schaffen. Unter anderem gibt es in meinem Vorschlag (der mit der NBS) eine deutlich bessere Anbindung in Thörey (incl. Industriegebiet) Außerdem ist die Anbindung meiner Linie in Kornhochheim/Neudietendorf deutlich verbessert.
      3. Die Linie endet derzeit am Hbf da es nur eine Pilotstrecke sein sollte. Wenn die Linie jetzt noch im Norden Ortschaften anbinden soll würden sich die Kosten erhöhen besonders weil dann viel Gleisbau innerhalb der Stadt getätigt werden müsste. Für eine Pilotstrecke wird die Linienführung bis Hbf in Ordnung sein. In Zukunft muss natürlich die Linie über diesen hinaus verlängert werden (Da gebe ich dir also recht).

      PS: Deinen Linienvorschlag nehme ich mal mit in meine Überlegungen auf.

      1. Zu 1. Ich wiederhole mich. Mach eine Regionalbahn draus. Die Einfädelung in das Straßenbahnnetz braucht kein Mensch, du erreichst weder die Innenstadt noch sonstige wichtige Ziele in Erfurt. Daher, einfach oben in der Bahnhofshalle enden lassen, und gut ists. Dafür brauchts kein TramTrain, keine Systemwechsel, keine Dreischienengleise und keine Zweisystemfahrzeuge!

        Zu 2. In Neudietendorf verkehren aber bereits Regionalbahnen nach Erfurt. Sinnvoller wäre es aus Kostensicht, einfach einen zusätzlichen Bahnhof an der Puschkinstraße zu bauen

        Zu 3. Dann würde ich als Pilotstrecke vielmehr eine Strecke nach Sömmerda machen, weil du mit der von dir hier vorgeschlagenen Pilotstrecke über die Auswirkungen auf Reiserelationen und Fahrgastzahlen nichts aussagen könntest. Eine Pilotstrecke sollte man schon durch die Innenstadt führen.

        Vorschlag Linie von Sömmerda über Stotternheim, fädelt sich in Erfurt Ost aus in die Linie 5 hinein und verläuft von dort in Richtung Hauptbahnhof durch die Innenstadt.

        1. Das man eine Pilotstrecke unbedingt durch die Innenstadt führen sollte finde ich s nicht ganz richtig. Zu Beginn wird es ja eine Regionalbahn mit Straßenbahn-Charakter sein. Und Aufgrund des durchaus guten innerstädtischen Nahverkehres zum Hauptbahnhof erschließt es sich mir nicht ganz warum man sich dann die Mehrkosten für eine Stadtstrecke machen söllte, welche dann ja zwingend erforderlich ist. alternativ könnte man natürlich darüber nachdenken als Pilotstrecke gleich von Sömmerda bis Arnstadt zu fahren und das als Größere Pilotstrecke zu testen.

          1. Jetzt schlägst du dich selbst.
            Wenn der innenstädtische Verkehr den Hauptbahnhof gut erschließt, wozu brauchst du dann eine TramTrain-Strecke zum Hauptbahnhof. Dann nimmste ne Regionalbahn und jut ists…

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