Beschreibung des Vorschlags
Das Gebiet des Märkischen Kreises ist teilweise aufgrund der Topographie sehr schlecht bahntechnisch angebunden. Die zwei größten Städe Iserlohn (92.000 EW) und Lüdenscheid (72.000 EW) sind nicht eisenbahnmäßig verbunden. Auch von Menden (52.000 EW) kommt man nicht nach Iserlohn.
Ich habe daher eine durchgehende Bahnlinie entworfen:
Von Menden bis Hemer wird die ehemalige Trasse wieder aufgebaut.
Von Hemer bis Iserlohn ist die alte Trasse überbaut. Daher schlage ich eine südliche Führung im Tunnel vor. Dabei werden bereits die Trassierungen in den Innenstädten in die -1 Lage verlegt.
In Lethmathe entsteht einen Gegenkurve.
Hinter Altana beginnt eine ca. 10km lange Neubaustrecke nach Iserlohn hoch. Die 180 Höhenmeter aus dem Lennetal kommend werden mit durchgehend 2,5% Steigung überwunden. In Lüdenscheid kann der Bestansbahnhof genutzt werden, der allerdings mindestens ein 2. vielleicht auch ein 3. Gleis bekommen müsste.
Unten im Lennetal gibt es einen zweiten Tunnelausgang Richtung Werdohl, um auch aus dieser Richtung den Anschluss an die Kreisstadt zu ermöglichen.
- Betrieblich sollte ein Halbstundentakt Menden – Hemer – Iserlohn – Altona – Lüdenscheid verkehren. Interessant wäre, wenn dieser Zug nach Fröndenbuerg und Unna weiterführe, um dort regionale Anschlüsse darzustellen.
- Von Plettenberg – Werdohl nach Lüdenscheid sehe ich einen weiteren Stundentakt mit RB vor.
- Eine schnelle Verbindung von Dortmund – Hagen würde ebenfalls die neue Verbindung nach Lüdenscheid nutzen.

Sehr wünschenswert! Aber Iserlohn bis Hemer fast komplett im Tunnel? Das ist nun wirklich extrem teuer und mies für den Kosten-Nutzen-Faktor. Klar, bei deiner Streckenführung geht’s nur im Tunnel. Man könnte aber tatsächlich überlegen, ob zugunsten kürzerer Tunnelvarianten zumindest in Teilen die alte Trasse genutzt wird, also insbesondere in der Iserlohner Richtung: In Richtung Hemer wird es tatsächlich deutlich schwieriger und es wäre zu prüfen, ob im Hinblick auf moderne Fahrzeuge die kurvenreiche Strecke etwas vereinfacht/verkürzt werden kann (wie zum Beispiel hier zwischen Weil der Stadt und Calw), dann aber vermutlich doch mit einem Stück im Tunnel.
Durch die langen, sehr teuren Tunnel ist das sehr utopisch. Vor allem weil die Strecke eher quer zu den Hauptverkehrsströmen zu den Großstädten verläuft. Wenn es offenbar noch nicht mal lohnenswert/gewünscht ist die Bahnstrecke Menden – Hemer zu reaktivieren, wie soll man dann so ein hunderte Millionen Euro teures Projekt rechtfertigen? Da sollte man das ganze Geld lieber für 10 günstigere Projekte ausgeben.
P.S. Vor allem für die Anbindung von Hemer gibt es schon einige Vorschläge, gerne mal darauf verweisen.
Hallo Intertrain, da haben wir uns überschnitten. Ganz so pessimistisch wie du sehe ich es nicht, aber der „Megatunnel“ wird niemals gehen, das ist sicher.
Stimmt, hab deine Nachricht erst nach dem Abschicken gesehen. Ja, ich finde die Idee an sich auch nicht komplett schwachsinnig, aber aufgrund der begrenzten Finanzen wäre das Geld in vielen anderen Projekten besser aufgehoben. Über die Reaktivierung Menden – Hemer braucht man eigentlich gar nicht diskutieren, die sollte lieber heute als morgen umgesetzt werden. Aber die weitergehenden Verbindungen wären ja sowohl für Hemer und Iserlohn als auch für Lüdenscheid „Zweitanschlüsse“ für Tangentialverbindungen, die zwar nice-to-have sind, ich aber gegenüber „Erstanschlüssen“ (damit meine ich Neu- bzw. Wiederanbindungen von Städten) nachrangig sehe. Kann man trotzdem machen, wenn es einfach machbar wäre. Aber das ist es – wie erwähnt – wohl leider überhaupt nicht, selbst wenn es nicht ganz so aufwendig wäre wie hier dargestellt.
Das stimmt nicht es ist sowohl lohnenswert als auch gewünscht die Strecke Menden-Hemer zu reaktivieren, die Politik in Hemer ist nur zu geizig die Fördergelder für den faulen Kompromiss eines Radwegs auf gewidmeter Trasse zurückzuzahlen und will daher den Ablauf der Förderbindung abwarten.
Selbst nach den alten Bedingungen wo noch kein Klimaschutz lag der Kosten-Nutzen Faktor über 1 und dank vorhandener Widmung könnte man sogar alle Einwände von Nimbys und selbsternannten Umweltschützern ignorieren.
Ich finde die ja erst vor nur wenigen Jahren stattgefundene Stilllegung auch überhaupt nicht nachvollziehbar, das sollte man so schnell es geht wieder rückgängig machen. Aber so lange es schon an so kleinen Dingen hapert, braucht man über Giga-Projekte für mittelmäßigen Nutzen nicht nachdenken.
In dieser Welt in der wir leben ist das natürlich preislich utopisch.
Ich würde aber schon sagen, dass da Erstanschlüsse im Sinne einer neuen schnellsten Fahrzeit in die Oberzentren dabei seien könnten:
Der RE 34 benötigt von Dortmund bis Altena 43 Minuten. Eine Fahrzeit von 55 Minuten bis Lüdenscheid wäre also realistisch. Der im Zielnetz für NRW2040 geplante RE55 benötigt von Lüdenscheid via Witten bis Dortmund 1:14 Stunden. 20 Minuten schneller von Lüdenscheid nach Dortmund wäre daher schon eine deutliche Beschleunigung.
Zwischen Iserlohn und Hemer sind auch noch mehr Verkehre als von mir dargestellt denkbar. Im Prinzip kann alles was in Iserlohn endet, also sowohl die RB von Essen als auch die RB von Dormund dahin verlängert werden.
Von Hagen nach Hemer geht es im NRW2040 via Menden in 41 Minuten. Via Iserlohn wären 31 Minuten realistisch. Also auch nochmal 10 Minuten schneller als bisher.
Natürlich kann man sich Strecken mit dem Aufwand von ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecken überlegen und erreicht dann Fahrzeitvorteile. Aber man kann auch mit viel niedrigerem Aufwand die bestehenden Strecken ertüchtigen, da ist nämlich sowohl für Menden – Fröndenberg als auch für Lüdenscheid – Hagen noch einiges rauszuholen, und es werden auch noch weitere Städte beschleunigt angebunden (Hagen bzw. Fröndenberg).
Ein Großteil der Trasse zwischen Hemer und Iserlohn ist noch frei, der Tunnel müsste nicht einmal ein Viertel der Länge haben.
Wenn man das Bahnhofsgebäude in Iserlohn wieder zum Durchgangsbahnhof umbaut oder südlich umgeht, kommt ma von Iserlohn aus bis zur Hansbergstraße. Von Hemer aus kommt man bis zur Zeppelinstraße, wenn man die Feuerwache wieder umbaut sogar noch ein Stück weiter.