4 Kommentare zu “Düsseldorf: U73B

  1. Nun ja, ich wollte ja entlang des Siedlerweges, damit die Straßenbahntrasse moglichst viel Wohnbebauung im Einzugsbereich der Haltestellen besitzt. Entlang  der Kleingärten kannst du doch unmöglich viele Menschen erreichen außer im Freizeitverkehr. Wäre die Bertastraße nicht die bessere Alternative für eine Trasse?

    1. In dem Viertel wohnen noch nicht mal so viele Mensch, dass der 724 häufiger als im 20′-Takt fahren muss. Da dort auch keine Neubauten zu erwarten sind, ist eine Trasse entlang des zu erwartenden Neubaugebietes besser. Dort kan sie gradliniger und unabhängiger vom Induvidualverkehr gebaut werden.

      Eine Trasse durch die Bertastrasse wird von Anfang auf Wiederstand der Anwohner stossen. Eine 60 Meter NF-Haltestellenanlage will keiner vor der Tür haben, weil da viele Parkplätze verschwinden. So lange das Auto des Deutschen liebstes Kind ist, wird man dort mit erheblichen Problemverhalten der Anwohner bei dem Wegfall iher Parkplätze rechnen müssen.

      Da eine Trasse durch die Bertastrasse einem Z gleicht, wird es am Ende der Z-Diagonalen zu zwei sehr engen Kurven kommen, die zu erheblichen Fahrzeitverlusten führen. Die südliche Kurve wird ohne Abriss von mehreren Häusern nicht zu realisieren sein, da die Bertastrasse vor der Güterbahn 2420, und die wird noch viele Jahre in Betrieb sein.

      Bei einem Trassenneubau durch die Bertastrasse ergeben sich sehr wahrscheinlich erheblich Folgekosten für die Stadt, da Gas, Wasser und Abfluss sehr wahrscheinlich nicht den ständigen Belastungen von durchfahrenden Stadtbahnwagen standhalten. Dies war der Fall da 712 wieder nach Volmerswerth verlängert wurde. Entsprechende Lärmschutsmassnahmen kam noch dazu. Man kann das gerade auch wieder gut in Langendreer mit dem Neubau der 310 beobachten. Die umfassenden Baumassnahmen sindnicht der Streckenneubau, sondern die Sanierung alter Anschlüsse.

      Bei meinem Vorschlag ist die Haltestelle Bertastrasse am Ende der Radeberger Strasse vorgesehen. Dies gibt nicht nur einen guten Kurvenradius, sondern auch eine Haltestelle direkt an einem relativ grossen Neubaugebiet, und auch in akseptablen Gangabstand zu einem weiteren Neubaugebiet. Die Kleingärtner sind zahlenmässig relativ uninteressant als Fahrgäste, aber die Trasse lässt sich entlang der Kleingartenanlage kostengünstig realisieren, was man von der Bertastrasse kaum sagen kann. Die Haltestelle Nach den Mauersköthen kann man diskutieren. Die genau Plazierung wird eh erst relevant, wenn die brachliegenden Flächen zur Bebauung anstehen. Mit einem Neubaugebiet und der Umsteigemöglichkeit zu den dort passierenden Buslinien wird diese Haltestelle mehr Fahrgäste generieren als eine Haltestelle in der Bertastrasse.

      Insgesamt wird die hier vorgeschlagene U73B zu einer schnellen Stadtbahn für Flingern und Gerresheim. Der kritische Punkt der Strecke verbleibt der kleine Abschnitt der Trasse vor dem Poststadium auf der Dreherstrasse, wo kein Platz für einen seperaten Gleiskörper vorhanden ist. Ich denke, dass Stadtbahnen schnelle Lösungen darstellen sollen. Auch auf Aussenstrecken sollten sie nicht zu Strassenbahn degradiert werden, die jede Kleinstsiedlung erreichen und auch noch durch engen Nebenstrassen trassiert werden.

  2. Keine schlechte Idee, allerdings nur mit mäßig vielem Potential. Der erschließende Wirkung ist begrenzt, da nur die zweite und vierte Haltestelle von Westen aus gesehen große neue Gebiete anbinden. Die anderen Haltestellen liegen entweder schon im Einzugsbereich anderer Haltestellen oder haben in ihrem Einzugsbereich einen erhöhten Anteil von Kleingärten/Sportanlagen/Industriegebieten, die weitaus weniger Fahrgäste generieren als Wohngebiete. Die Beschleunigung von Gerresheim Bf Richtung Zentrum würde zudem Fahrgäste von der U73 abziehen. Die Erschließung des Glasmachviertels ist zwar durchaus sinnvoll, ich würde diese jedoch nicht mit einer weiteren Radiallinie vornehmen, da der Weg mit der S-Bahn meist deutlich schneller ist.

    Also alles in allem kein schlechter Vorschlag, nur sehe ich halt wegen der o.g. Aspekte andere geplante Strecken als wichtiger und damit als vorrangig zu behandeln an.

    1. Die Haltestellen an der Dieselstrasse, Siedlerweg und Poststrasse sind nur von Buslinien erschlossen, und die platzen aus allen Nähten. Hier gibt es keine alternative Schienenanbindung zur U73B. Die Trasse ist schon mehrmals politisch diskutiert worden, aber wegen der fehlende Zuschüsse für Strassenbahnbau immer wieder verworfen worden. Als Stadtbahnlinie kann sie die notwendigen Zuschüsse erhalten, womit auch der Abschnitt entlang des Glasmachviertels Zuschüsse erhalten kann.

      Von der U73 ziehst Du nicht eine Fahrgast ab. Die verläuft über den Berg, während die U73B unten vor bleibt. Die U73B wird die Fahrgäste übernehmen, die heute schon lieber die Busse aus Gerresheim nehmen, welche weder die U73 oder die U83 günstig erreichen können.

      Die Haltestelle Lichtstrasse wird durch die Neutrassierung der 709 entsprechend aufgewertet.

      Die Haltestellen Licht- und Dieselstrasse, sowie die Haltestelle Siedlerweg befinden sich in sehr dicht besiedelten Wohgebieten.

      Da die Düsseldorfer S-Bahn das Stadtzentum radial tangiert, müssen viele Fahrgäste zweimal Umsteigen, wenn nur eine radiale Strassenbahn angbeoten wird. Da fahr ich dann auch lieber mit dem Auto…

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