Düsseldorf: NF-Tram nach Holthausen

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Beschreibung des Vorschlags

Der Niederflur- und Hochflur-Mischbetrieb auf der Strecke nach Benrath ist aus meiner Sicht aus der Zeit gefallen. Die nicht mal niederflurigen Bahnsteige auf der Strecke schränken Menschen mit Mobilitätseinschränkung unnötig ein. 

Aus meiner Sicht gibt es drei Wege dies zu beheben:

  1. Hochflur-Stadtbahn nach Benrath
  2. Niederflur-Stadt oder Straßenbahn bis Holthausen 
  3. doppelte Bahnsteige für alle Haltestellen bis Holthausen 

(3.) fällt weg, da entlang der Kölner Landstraße oft kein Platz bleibt.

(1.) wäre bei der Umsetzung teuer, ohne weiteren Mehrwert. Eine Führung der Stadtbahn durch Bilk wäre nicht möglich, da die Infrastruktur komplett fehlt, und es keine Möglichkeiten auf Durchbindung zu den beiden HF-Tunneln besteht.

(2.) bietet sich an, da auf der Kölner Landstraße keine Infrastruktur-Anpassungen nötig sind. Eine Führung durch Unterbilk wäre 

  1. mit Anpassung der Haltestellen Werstener Dorfstraße, Provinzialplatz und Kaiserslauterner Straße und
  2. mit einer Neubaustrecke durch die Ellerstraße möglich.

Die Führung durch die Ellerstraße würde die Resilienz im Straßenbahnnetz erhöhen, sowie eine attraktive Zusatzachse durch Oberbilk schaffen.

Infrastruktur

Die Haltestellen Kaiserslauterner Straße, Werstener Dorfstraße und Provinzialplatz können wie die Haltestelle Südpark angepasst werden, dass ein Mittel-Hochflurbahnsteig und Außen-Niederflurbahnsteige entstehen. 

Die Neubaustrecke führt durch die Stoffeler Straße >> Kölner Straße >> Ellerstraße. 

Die Strecken nach Eller sowie nach Bilk werden gekreuzt. Am Mintropplatz trifft die Strecke auf die Gleise nach Friedrichstadt. In Oberbilk S, entsteht nur optional eine kleine Wendeschleife.

Betrieb

Mein neuer Fahrplan ist komplex. 

Die Linie 708 entfällt vollständig. Die Leistungen werden durch die Linie 709 übernommen, welche nun auf einen T4 verdichtet wird. Die Außenäste werden im abweichenden T8/12 bedient, oder optional mit kurzen Wartezeiten auf einen geraden T10 gestreckt/gestaucht.

Samstags fährt die Linie 709 zwischen Polizeipräsidium und Staufenplatz zwischen 12 und 18 Uhr im T5/5/10.

Die Linie U76 verkehrt nur noch  bis/ab Kaiserslauterner Straße, sowie zur HVZ bis Universität/Ost. 

Die Leistungen nach Holthausen sowie neu Richtung Mörsenbroich übernimmt eine neue Linie 703. Da kürzere Fahrzeuge eingesetzt werden können, verdichte ich die Linie zur HVZ auf einen Takt 5/5/10 ab Hauptbahnhof. Samstags verkehrt sie im Takt 7½ ab Hauptbahnhof. Sonntags zwischen 12 und 18 Uhr im T10 ab Hauptbahnhof.

Linie 703

Heinrichstraße¹ – Schillerplatz – Wehrhahn – Hauptbahnhof² – Ellerstraße – Oberbilk S – Wersten – Holthausen³ (- Benrath⁴)

– Sonntag – Freitag ¹-² T20, ²-³ T10, ³-⁴ //

– Samstag ¹-² T15, ²-³ T7½, ³-⁴ //

– Montag – Freitag HVZ ¹-² T10, ²-³ T5/5/10, ³-⁴ T20

Metadaten zu diesem Vorschlag

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2 Kommentare zu “Düsseldorf: NF-Tram nach Holthausen

  1. Grundsätzlich finde ich es super wichtig, den barrierefreien Ausbau voranzutreiben, gerade in Düsseldorf gibt es da massiven Nachholbedarf. Problematisch ist es aber, wenn dadurch die Attraktivität für alle nicht-mobilitätseingeschränkten Nutzer deutlich schlechter wird. Genau das sehe ich leider bei deinem Vorschlag: Du ersetzt die U76, die den schnellen Tunnel benutzt, durch eine langsamere oberirdische Tram, die auch noch zwei Haltestellen mehr hat. Das macht die Verbindung Holthausen/Wersten <-> Hauptbahnhof deutlich weniger attraktiv. Außerdem ist der weitere Streckenverlauf der U76 in Richtung Stadtmitte wahrscheinlich attraktiver als deine vorgeschlagene Linie 703 in Richtung Heinrichstraße.

     

    3. doppelte Bahnsteige für alle Haltestellen bis Holthausen

    (3.) fällt weg, da entlang der Kölner Landstraße oft kein Platz bleibt.

    Davon bin ich nicht überzeugt. Ich habe mir mal grob die Situationen an den Haltestellen angeschaut, dort gibt es noch einige Parkstreifen und Abbiegespuren, die im Zweifel entfallen können. Insbesondere hintereinander statt nebeneinander könnten dort noch Bahnsteige platziert werden. Ein paar erste unausgereifte Ideen:

    • (H) Opladener Straße: Hier könnten zusätzliche Bahnsteige jeweils gegenüber der bestehenden Bahnsteige platziert werden, bei Wegfall von Parkplätzen sowie einer Linksabbiegerspur.
    • (H) Ickerswarder Straße: Mittelbahnsteig + zwei Seitenbahnsteige am bisherigen Standort, Reduktion der Straße auf eine Spur pro Richtung, evtl. Entfall der Tankstelle. Ein potentieller Alternativstandort wäre auf der Südseite der Kreuzung.
    • (H) Elbruchstraße: Mittelbahnsteig + ein Seitenbahnsteig am bisherigen Standort, plus ein weiterer Seitenbahnsteig nördlich der bisherigen Haltestelle.
    • (H) Holthausen: Hier könnte man Hochflur-Bahnsteige in die Wendeschleife integrieren oder man ersetzt die Wendeschleife direkt durch einen weniger platzraubenden Stumpfbahnsteig.
    1. Außerdem ist der weitere Streckenverlauf der U76 in Richtung Stadtmitte wahrscheinlich attraktiver als deine vorgeschlagene Linie 703 in Richtung Heinrichstraße.

      Nach Stadtmitte verkehrt bereits die U72, außerdem besteht aus Oberbilk ja ein T5 mit den sich überlagernden Linien U76 und 79.

      Ein Nebeneffekt dieser Führung wäre übrigens die neue Achse durch Oberbilk in der Ellerstraße.

      Ich bin übrigens auch kein Fan von Bahnsteigen nacheinander, denn das würde dann an der Oberfläche Bahnsteige von 120 Metern machen, denn es fahren ja bekanntlich die U72 und die U76 in Doppeltraktion. Für jeden nicht bedeutenden Umsteigepunkt sind 120 Meter zu lang aus meiner Sicht.

      Außerdem besteht mit der neuen Führung nur eine zusätzliche Haltestelle zum Hauptbahnhof. Ich rechne mit der Führung an der Oberfläche mit c.a. 3 Minuten mehr Fahrzeit zum Hauptbahnhof.

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