Beschreibung des Vorschlags
Nessaja hat so ihre Idee, den Innenhafen ans Netz der Duisburger Straßenbahn anzuschließen, indem man einfach einen Tunnel unter das Hafenbecken führt, was wohl den teuersten Ast überhaupt schaffen würden, den Duisburg neu bauen müsste. Nur das klamme Duisburg kann sich einen so teuren Ast (auch mit Fördergeldern) erst leisten, wenn es sich von seiner um 100000-Einwohnerreicheren Nachbarschaft Düsseldorf eingemeinden lässt, was für Düsseldorf den Vorteil hätte, mit einem Schlag von Platz 7 auf Platz 4 der deutschen Großstädte aufzusteigen und mit seinen dann 1,1 Millionen Einwohnern dabei Stuttgart, Frankfurt und auch Köln in Sachen Einwohnerzahl zu überholen. Doch bis eine solche Gebietsreform überhaupt durchgeführt würde, sollte man eine günstigere Lösung suchen, sprich die Straßenbahn oberirdisch in den Innenhafen führen.
Ich würde so vorgehen: Entlang des Südufers der Hafenbecker liegt der eigentliche Innenhafen mit den Attraktionen, die die Besucher dieser Ecke erreichen wollen. Außerdem liegt da auf einer längeren Strecke noch eine ein- bis zweigleisige normalspurige Strecke, die lediglich einer Oberleitung bedarf um von der Straßenbahn befahren zu werden. Im Bereich zwischen Tunnelrampe und Schwanentorbrücke lässt sich ein notwendiger Abzweig realisieren. Nach Passieren der Küppersmühle führt die neue Straßenbahnstrecke mit großen Radien auf Rasengleis auf die Rampe zu, über die sie dann auf die 903/U79-Trasse Richtung Hauptbahnhof einfädeln kann. Hochbahnsteige können übrigens schlecht im Innenhafen untergebracht werden, da die Gleise durch eine gut gebaute Fußgängerzone geführt werden, sodass die Trasse sicherlich nicht ganz das Optimum für einen alternativen Endpunkt der U79 gegenüber Meiderich Bf ist.

Der Vorschlag ist nicht verkehrt, weil ja hier wirklich ein Stadtgebiet ist, was an die Leute anzieht. Und da wird aber auch problematisch.
Der Bereich, wo die Gleise liegen ist für Fussgänger vorgesehen, was ja eben auch ein wichtiger Aspekt für eine durch Autobahnen zerschnittene Innenstadt ist: Erlebnissraum, chillen, entspannen. Ein Strassenbahn könnte hier nur mit 10 km/h fahren, und nicht wirklich als effektives Nahverkehrsmittel funktionieren. Da die Gleise eh nicht von einer Strassenbahnstrecke stammen, muss die Trasse eh neu gebaut werden. Dann sollte besser über eine Neubaustrecke durch die Poststrasse und die Kardinal-Galen-Strasse nachdenken, wo weit mehr Leute ereicht werden, und wo die Buslinie 934 und möglicherweise auch die 933 hier entfallen können.
Auch der Anschluss an den Meidericher Stadtbahntunnel ist keine wirklich gute Idee. Duisburg hat durch fehlenden Ausbau von Zulaufstrecken im Norden und im Süden noch ungenutztes Stadtbahnpotential für diesen Tunnel. Ein Abzweig würde die Leistungsfähigkeit des Tunnels reduzieren. Ein ein nachträglicher Tunnelabzweig mit Gleisdreieck dürfte auch die Kosten eines solche Strassenbahnprojektes in die Höhe treiben.