Dresden: Linie 14 Wendeproblem Strehlen

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Beschreibung des Vorschlags

Im Rahmen des Projektes „Stadtbahn 2020“ oder „Campuslinie“ soll die überlastete Buslinie 61 zwischen den Haltestellen Wasaplatz und Tharandter Straße durch eine Umlegung der Straßenbahnlinien 7 und 9 ergänzt werden. Dafür entfallen die Verstärkerfahrten der Linie 61.

Infos zum Projekt finden sich beispielsweise auf der Webseite der Dresdener Verkehrsbetriebe (DVB) oder bei der Stadt Dresden.

Zusätzlich dazu gibt es die bereits offiziell geplante Option, die Linie 61 zwischen Strehlen und Löbtau komplett entfallen zu lassen und dafür eine Straßenbahnlinie 14 vom Haltepunkt Strehlen nach Löbtau zu führen (Infografik). Diese Plaungen wurden offiziell von der Stadt Dresden geführt (siehe Vorplanung von 2015, Anlage 2) sie werden jedoch aktuell nicht direkt verfolgt (siehe Beschluss 03.11.2016, Anlage 3).

Die Linie 61 endet nach dieser Variante in Strehlen. Sie könnte alternativ die Linie 85 auf dem Linienast vom Wasaplatz nach Löbtau Süd ersetzen. Diese Linie würde dann in Strehlen enden. Die genaue Linienführung soll hier noch nicht thematisiert werden, zudem gerade das Busnetz in Dresden Südwest überarbeitet wird, siehe DVB-Webseite. Da es in Löbtau keine Wendemöglichkeit für Straßenbahnen gibt und um Cotta besser anzubinden, ist außerden geplant, die 14 weiter auf der Strecke der Linie 12 nach Leutewitz zu führen. Die Linie 12 würde dann ab Löbtau nach Wölfnitz verlegt und verkürzt.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch dasselbe Problem: An der Haltestelle S-Bf. Strehlen soll die Linie 14 enden, obwohl dort keine Gleisschleife vorhanden ist. In diesem Vorschlag geht es um eine mögliche Lösung dieses Problems ohne weiteren Ausbau des Gleisnetzes.

Beschrieben werden Änderungen gegenüber der Planungsvariante mit Linie 14.

Mein Vorschlag ist, dass die Linie 14 wie geplant von Löbtau zur Haltestelle S-Bf. Strehlen fährt. Dort fährt sie ohne Pause weiter als Linie 8.

Die Linie 8 fährt von Hellerau kommend auf dem üblichen Linienweg zum Postplatz. Dort endet sie nicht wie in der offiziellen Planung in der Gleisschleife Webergasse, sondern fährt von dort weiter über den oben eingezeichneten Linienweg der heutigen Linie 9 zur Haltestelle S-Bf. Strehlen. Dort fährt sie ohne Pause weiter als Linie 14.

Begründung zum Vorschlag:

Der Vorschlag ist ohne weitere Streckenausbauten auf den geplanten Gleisen umsetzbar. Er stellt einen der kürzesten Wege dar, die Linie 14 zu einer bestehenden Gleisschleife zu bringen. Durch die Verknüpfung mit der Linie 8 fallen Umstiege weg und der Postplatz wird mit angeschlossen. Die Trennung in zwei Liniennummern hat den Zweck, den Umweg zu verdeutlichen, den die Linie fährt.

Weitere Anmerkung:

Auf der Strecke S-Bf. Strehlen bis Prager Straße wird 1 zu 1 die Lücke geschlossen, die durch den Wegfall der Linien 9 entsteht, da diese gemäß offizieller Plaungen über den Zelleschen Weg geführt wird beziehungsweise die Linie 8 ersetzt. Diese Lücke besteht im Wesentlichen nur aus der Umstiegsfreien Verbindung vom Zoo zum Hauptbahnhof, die meisten anderen Strecken werden auch durch die Linien 9 (Wasaplatz-HBF), 13 (Wasaplatz-Zoo-Lennéplatz), 10 (HBF-Lennéplatz), 68 (Wasaplatz-Zoo-Lennéplatz-Prager Straße) verbunden, zu denen es Zeitweise einen Parallelverkehr gibt.

Durch die Beibehaltung der Linie 8 bis zum Hauptbahnhof Nord schafft sie nun wieder eine umstiegsfreie Verbindung von Hellerau zum Hauptbahnhof und von der Haltestelle Prager Straße zum Albertplatz. Außerdem wird ein direkter Anschluss von der Linie 8 an die Linie 10 geschaffen.

Eine Fahrt von Hellerau bis Leutewitz würde etwa 65-70 Minuten dauern. Eine Pause am Haltepunkt Strehlen ist nicht ohne weiteres möglich, da dort zu viele andere Linien an derselben Haltestelle halten.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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5 Kommentare zu “Dresden: Linie 14 Wendeproblem Strehlen

  1. Der Vorschlag ist insgesamt sehr interessant. Der Vorteil einer direkten Straßenbahnverbindung entlang der Neubaustrecke von Löbtau über die Universität nach Strehlen ist offensichtlich. Durch den Ersatz der Busse erreicht man zudem eine deutlich höhere Kapazität auf der gesamten Achse.

    Die offiziellen Planungen für das Linienkonzept sind mittlerweile 8 Jahre alt, bei der Fetigstellung im Jahr 2027 werden die Pläne 12 Jahre alt sein. Was damals als vermeintliches Zielnetz entwickelt wurde, entspricht dann schlicht nicht mehr der Nachfrage.

    Das letzte Konzept der DVB aus 2020 sah vor die Linie 8 zur Verstärkung der zeitweise überlasteten Linie 4 nach Tolkewitz zu verlängern. Wie es damit zur Zeit aussieht, ist mir nicht bekannt, aber es ist in jedem Fall aktueller als die Planungen für ein Ende am Postplatz und eine potenzielle Ausdünnung auf einen 20-Minuten-Takt.

    Damals wurde für die Führung der Linie 8 nach Tolkewitz ein erhebliches Fahrgastpotenzial vorhergesagt. Der Zuwachs soll wohl ähnlich groß sein, wie beim gesamten Projekt der Linie 5 (Johannstadt – Plauen).

    Was für mich, außer den eventuell veränderten offiziellen Planungen, gegen diese Variante spricht, ist die Brechung etablierter Verbindungen und nachfragestarker Verkehrsströme am S-Bahnhof Strehlen durch die Einkürzung der Linie 61.

    Bei einem zeitnahen Weiterbau in Richtung Gruna, Striesen und Blasewitz würde ich diese Lösung durchaus befürworten. In diesem Fall müsste man die Linien 8 und 14 wieder trennen und hätte gleichzeitig schon die Linie 8 bis Strehlen als Basis für eine potenzielle Verlängerung in Richtung Leubnitz.

    Bei den aktuellen Entwicklungen halte ich das jedoch für wenig realistisch. Bestehende Planungen werden seit Jahren unnötig ausgebremst. Sowohl die Linie 5, als auch der umfangreiche Aus- und Neubau in Bühlau werden erst nach 2030 beginnen. Für erstere Verbindung wird mittlerweile überhaupt kein Zeithorizont mehr angegeben, für letztere ist aktuell ein Baubeginn im Jahr 2031 vorgesehen, obwohl die Planungen schon längst fertig sind.

    Zuletzt haben einige stark verwirrte Lokalpolitiker sogar massive Kürzungen bei den Verkehrsbetrieben gefordert. Als diese dann vorgerechnet haben, was diese Kürzungen bedeuten würden und das medienwirksam veröffentlicht wurde, hat man sich zwar ganz schnell davon distanziert, aber nur um sich nicht noch unbeliebter zu machen.

    1. Stimmt, es gab ein Konzept, die 8 nach Tolkewitz zu führen. Ich kann dazu allerdings nichts mehr finden. Auf der Webseite der DVB zu dem Projekt (hier, im 3. Bild) ist noch die Verkürzung eingemalt. Allerdings fährt dort auch die Linie 12 nach Wölfnitz, was trotz der geplanten Verlegung der Buslinien 70/80 zur Kesselsdorfer Straße im Rahmen des neuen Busnetzes Dresden Südwest im Moment nicht geplant ist.

      Die Brechung der Buslinie 61 ist in der Tat misslich. Man könnte jetzt viele Alternativen mit Tauschungen von Linienästen aufzählen, die aber alle irgendwie ähnliche Probleme haben. Ein Weiterbau in Richtung Striesen würde das Problem lösen, hat aber natürlich die von dir beschriebenen Probleme des Mangels an politischem Wille.

      Die Linie als Basis für einen Ausbau nach Leubnitz hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Das ist eine sehr gute Idee.

      Damit bleibt mir noch eines zu sagen: Danke für Deinen Kommentar! Es ist ungemein schön zu sehen, dass sich jemand meinen Vorschlag durchgelesen hat.

  2. Fürs erste wäre es möglich. Ne Möglichkeit wäre auch bis in den Busbetriebshof Gruna die 14 zu verlegen oder zumindestens davor.  Platz ist ja vorhanden. Auch ne Möglichkeit die 14 am Straßi Enden zu lassen aber zu erst über Fetscherplatz. Ein Gleisdreick wäre Sinnlos in Strehlen.

  3. Vielen Dank für Deinen Kommentar!

    Eine Gleisschleife in Gruna war tatsächlich auch von offizieller Seite her im Gespräch. Dazu bedarf es allerdings neuer Gleise, die noch nicht geplant sind weshalb ich diese Möglichkeit vorerst nicht weiter verfolgt habe, sondern mir Gedanken um eine Alternative gemacht habe. Eine Führung der Linie vom S-Bahnhof Strehlen über Lennéplatz und Straßburger Platz zum Fetscherplatz (in eine Richtung über Comeniusplatz), so verstehe ich Deinen anderen Vorschlag, wäre auch ohne weitere Gleise denkbar und etwa genauso lang wie die Strecke zur Gleisschleife Webergasse. Da stimme ich Dir voll zu. Allerdings gibt es für dieser Linienführung kaum Bedarf, da die Stadtteile Striesen und Blasewitz vom S-Bahnhof Strehlen mit den Bussen 61/63/85 und gegebenenfalls einem Umstieg zur Straßenbahn oft noch schneller zu erreichen sind.

    Da die Linie 8 aktuell allerdings seit dem Einsturz der Carolabrücke zwischen Albertplatz und Hauptbahnhof über den Straßburger Platz fährt, wäre die Führung über Straßburger Platz wiederum durchaus denkbar. Jedoch ist aktuell nicht absehbar, ob die neue Carolabrücke vor der Campuslinie fertiggestellt wird, sodass ich den Vorschlag vorerst nicht anpassen möchte.

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