Beschreibung des Vorschlags
Ich denke dass es für künftige Taktverdichtungen zusätzliche Abstell- und Fahrzeugkapazitäten benötigt werden. Aktuell ließe sich nur, auch wenn sehr großflächig, der Betriebshof Gorbitz erweitern. Es bräuchte im Optimalfall einen neuen Standort. Ein Standort in Innenstadtnähe wie der Betriebshof Trachenberge wäre sehr gut, da sich so lange Leerfahrten vermeiden lassen. Möglichkeiten wären:
– Albertstadt (Stauffenbergallee)
– Friedrichstadt (unbebautes Ostragehege)
oder Großer Garten. Diese Lösung ist etwas unkonventionell und eng, wäre aber sehr nah an der Innenstadt und wäre von allen Linien gut erreichbar. Die Lösung ist der breite Grünstreifen inmitten der Stübelallee. Durch die begrenzte Breite wären nur 8 Gleise möglich, allerdings auf einer mittleren Länge von 220 Metern. Auf diese Weise könnten 30-34 45-Meter-Wagen oder 43-48 30-Meter Wagen abgestellt werden. Zusätzlich kann eine eingleisige Waschanlage wie in Reick und eine ein bis doppelgleisige Werkstatt, wo kleine bis mittlere Reparaturen gemacht werden können.
Infrastruktur
Als erstes kann diese Maßnahme genutzt werden, um das Gleiskreuz am Straßburger Platz mit 3 Doppelgleiskurven zu vervollständigen. Ebenso kann der Betriebshalt am Straßburger Platz um ein zweites Gleis erweitert werden, wie es früher auch gewesen ist.
Der Betriebshof soll schlicht aus einer überdachten Abstellanlage mit 8 Gleisen bestehen. Dazu müssen die Gleise der Linien 1 und 2 wenige Meter nach außen verschwenkt werden. Entweder verlaufen sie straßenbündig oder eine Autospur fällt weg.
Ich habe keine Wendeschleifen geplant, da aus meiner Sicht die Schleifenfahrt über Fetscherplatz einfach gemacht werden kann. Das Waschgleis soll um unteren Rand östlich liegen. Die Werkstattsgleise platziere ich östlich der Gesamtanlage.
Zufahrtswege
Ich betrachte hier die schnellsten Wege, wo die Wagen einer Linie am längsten den regulären Weg befahren.
Linien 1, 2, 9, 10, 12 und 13 OST und WEST
Fahrten enden am Straßburger Platz.
Linien 3, 4, 7, 8 und 11 SÜD
Ab Pirnaischer Platz/Walpurgisstraße via Grunaer Straße zum Straßburger Platz.
Linien 3, 4, 7, 8 und 11 NORD
Ab Hauptbahnhof/Lennéplatz via Lennéstraße zum Straßburger Platz.
Linie 6 OST und WEST
Ab Blasewitzer/Fetscherstraße via Fetscherplatz zum Comeniusplatz.

Wofür die beiden Verbindungskurven am Straßburger Platz die nicht zum neuen Betriebswerk führen?
Was spricht gegen die anderen beiden Optionen für ein Innenstadtnahes Betriebswerk die du in der Beschreibung nennst?
Braucht es wirklich so nah an der Innenstadt so ein großes Betriebswerk? Könnte man nicht ein etwas kleineres Betriebswerk rein zwischen den existierenden Gleisen bauen ohne den Rest der Straße neu gestalten zu müssen?
Also die Verbindungskurve Güntzstraße – Grunaer Straße ist intern in Planung, wohl um die Resilienz zu erhöhen, da die Umleitungsmöglichkeiten im Stadtgebiet durch den Wegfall der Carolabrücke für die nächsten 8-10 Jahre eingeschränkt sind.
Die andere Verbindungskurve Grunaer Straße – Lennéstraße wäre für Störungen rund um den Hauptbahnhof sehr sinnvoll, da betroffene Linien via Straßburger Platz umgeleitet werden können. Sonst bleibt wenn die Wiener Straße überhaupt befahrbar bleibt nur die Umleitung über den Westring, die schlecht für die Anbindung des Stadtzentrums wäre.
Auch die letzte Kurve ist für die Anbindung der Anlage nicht essenziell, da Bahnen aus der Johannstadt analog zur Linie 6 auch via Fetscherplatz, ohne großen Umweg, geführt werden können. Der Umstieg Richtung Osten bleibt unverändert am Fetscherplatz sowie am Comeniusplatz bestehen.
Gegen die Friedrichstadt Option spricht, dass die Freifläche sowie bestehende Gleise auf unterschiedlichen Höhen liegen. Sonst sind beide Optionen zum einen weiter von der Innenstadt entfernt, und die Anbindung wäre mit jeweils Stichstrecken, wie beim Betriebshof Trachenberge unflexibel. Die Anbindung an den Betriebshof Gorbitz bleibt wegen sehr resilienter Infrastruktur, mit vielen Gleiswechseln gut bestehen.
Meine Abstellanlage hat dieses Problem auf jeden Fall nicht, da sie aus allen Richtungen anfahrbar ist. Fällt eine Weg, gibt es noch mindestens zwei andere.
Nein. Eine Erweiterung des Betriebshofes in Gorbitz hätte die selbe Funktion. Es ist einfach sehr praktisch solch eine Anlage in Innenstadtnähe zu haben, wie bspw. Angerbrücke in Leipzig, oder Btf. Stadtmitte in Essen.
Natürlich kann man das, allerdings hätte die Anlage dann eine kleinere Kapazität. Über das Verhältnis zwischen Aufwand und Kapazität kann man definitv sprechen.