Beschreibung des Vorschlags
Angeregt durch die Vorschläge von Der Galaktische (https://extern.linieplus.de/proposal/stadtbahn-dortmund-linie-nach-kirchlinde/) und Ulrich Conrad (https://extern.linieplus.de/proposal/dortmund-u43-verlaengerung-dorstfeld-rahm-boevinghausen/) zeige ich hiermit eine weitere Variante der Strecke, die sich zum Teil an den offiziellen Planungen orientiert.
Hintergrund
Im Östlichen Bereich bis zur Querung der S2 bestand früher eine weitere Güterstrecke, welche stillgelegt ist. Weiter westlich, bis zur Aspeystraße lag eine Verbindungskurve aus Richtung Norden. Diese Infrastrukturen kann man als Stadtbahntrasse reaktivieren.
Trasse
Die Haltestelle Huckarde-Abzweig wird mitsamt dem Gleiskörper auf die Westseite der Straße „Hülshof“ gelegt und von dieser zweigt unmittelbar hinter der Eisenbahnbrücke der neue Straßenbahnabzweig in Richtung Jungferntal ab.
Bis zur Aspeystraße dürfte entlang der Bahnstrecke eine zweigleisige Strecke möglich sein, dahinter im Bereich Aspeystraße – Westhusener Straße wird es eng und es müssen einige Kleingartengrundstücke dran glauben.
Laut FNP von Dortmund würde die Strecke den Verschwenk zur Boschstraße erst später machen (gestrichelt eingezeichnet), hierfür müssten weitere Kleingärten weichen. In Kirchlinde ist laut Stadtbahnausbaukonzept ein 350 m langer Tunnel vorgesehen, ich gehe davon aus, dass dieser länger werden muss.
Ab Jungferntal bezweifele ich den Nutzen der weiteren Strecke, daher habe ich die Trassierung nur gestrichelt eingefügt.
Die Trasse überquert mittels Brückenbauwerk die U49 und taucht dahinter in einen kurzen Tunnel ab, um im Anschluss dem Wideybachtal zu folgen und am Schulzentrum Kirchlinde zu enden.
Als Alternative zum Endpunkt in Kirchlinde wäre es auch möglich, die Trasse bis nach Bövinghausen zu verlängern. Hier würde mit der zukünftigen S4 eine Querverbindung entstehen. Allerdings wird kurz vor Bövinghausen auf einem ca. 150 m langen Stück ein Naturschutzgebiet gequert.
Betriebskonzept
Die U49 wird von ihrem bisherigen Endpunkt Dortmund Hafen bis nach Jungferntal bzw. Kirchlinde verlängert. Entsprechend 10-Minutentakt.
Haltepunkte
V1: Huckarde Abzweig – Huckarde-Nord/Bushof – Oberfeldstraße/Gustav-Heinemann-Schule – Aspeystraße – Jungferntalstraße – Bothestraße – Kirchlinde Krankenhaus – Siepmannstraße – Kirchlinde Schulzentrum (- Westrich – Brandheide – Bövinghausen)
V2: Huckarde Abzweig – Varziner Straße – Turmbahnhof S2 – Westhusener Straße – Jungferntalstraße – Bothestraße – Kirchlinde Krankenhaus – Siepmannstraße – Kirchlinde Schulzentrum (- Westrich – Brandheide – Bövinghausen)
V3: Huckarde Abzweig – Huckarde-Nord/Bushof – Oberfeldstraße/Gustav-Heinemann-Schule – Aspeystraße – Kniepacker – Jungferntalstraße – Bothestraße – Kirchlinde Krankenhaus – Siepmannstraße – Kirchlinde Schulzentrum (- Westrich – Brandheide – Bövinghausen)

Wie wäre es mit einem Knoten Dortmund-Huckarde? Der S2-Halt rutscht etwas nach Süden als Turmbahnhof mit dem RB43, und die U49 kann dann da auch halten.
Wäre aufjedenfall auch denkbar, man kann sich unterschiedliche Haltepunktanordnungen überlegen. Ich führe sie mal auf.
Wäre es nicht besser in Huckarde über die Oberfeldstraße zu fahren, statt über die RB43-Strecke (zumindest zwischen Huckarde Bushof und der Bushaltestelle Oberfeldstraße)? Der Grund: Der Bahnhof Huckarde-Nord und Huckarde Bushof liegen gut und gerne 150 m auseinander, was für einen Umsteigeweg zwischen Stadtbahn und Bus nicht unbedingt vertretbar ist. Am westlichen Ende der Oberfeldstraße, wo die S2 erreicht wird, kann man mit der U49 auch wunderbar auf die RB43-Strecke gelangen.
Ich halte eine Trasse durch die Oberfeldstraße für unrealistisch, hauptsächlich wegen der geringen Straßenraumbreite und dem zu erwartenden Widerstand von Anwohnern. Zudem würde sich dadurch die Fahrzeit geringfügig verlängern. Realistischer wäre, dass man den Bushof verlegt und gegenüber vom Abzweig der U49 neu baut.
Daneben verschlechtert sich das Angebot an Bahnen voraussichtlich nicht, es würden immer noch genauso viele Bahnen am Bushof vorbei kommen. Da wahrscheinlich auf zur U47 passende Anschlüsse geachtet wird, dürfte der Mehrwert einer weiteren Linie zudem eher gering sein.
Warum in Bövinghausen nicht entlang der Bövinghauser Straße? Schließlich wäre die Strecke kürzer und die Stadtbahn könnte auch am Industriemuseum Zollern halten. Durch Wahl eines großen Bogens könnte die Stadtbahn dann auch die für den Busverkehr vorgeschlagene Strecke zum Bahnhof Bövinghausen bedienen und dann auf der Freifläche südlich von REWE und zugleich westlich vom Bahnhof Bövinghausen enden.
Das wäre von der Distanz kürzer, aber von der Zeit warscheinlich länger, da man im Straßenraum verkehren würde. Da ist die Trassierung „untenrum“ einfacher.
Der gezeichnete Halt an der Brandheide wäre ung. 500m vom Museum Zollern entfernt, das ist nicht essentiellen Verkehr zuzumuten.
Zeruplal hat die Frage ja im Prinzip schon beantwortet, hinzukommt noch, dass der Straßenquerschnitt nicht sonderlich geeignet ist und Anwohnerwiderstände zwangsläufig folgen würden.
Ich gehe eigentlich davon aus, dass die Strecke nur in dem Fall kommt, dass die S4 verlängert und die Regionalbahnlinie eingestellt ist. In dem Falle dürfte der Haltepunkt in Bövinghausen gründlich verändert werden, sodass er wieder zu einem Bahnhof wird. Aus Kostengründen sehe ich keinen so großen Nutzen, die Stadtbahn auf der Westseite enden zu lassen. Interessant wäre allenfalls eine Lösung, bei der die Stadtbahn zwischen den S-Bahngleisen liegt, sodass bahnsteiggleiche Umstiege möglich wären.
In dem Bogen ist übrigens laut Flächennutzungsplan weitere Wohnbebauung vorgesehen, diese könnte man bei Bedarf mit einer zusätzlichen Haltestelle erschließen, es liegt aber eigentlich alles im Einzugsbereich des Bahnhofs.
Das Industriemuseum ist aufgrund seines Eingangs auf der Westseite durch den Bahnhof erschlossen, ich verlege daher nochmal die Strecke in Richtung Westrich, wobei der Haltepunkt auch nicht wirklich notwendig ist.