Beschreibung des Vorschlags
Die Dortmunder Stadtbahnlinien U45 und U46 haben eine gemeinsame Endstelle mit Umlaufverbindung an den Westfalenhallen. Diese Haltestelle liegt etwas mehr als 700 m nördlich des Regionalbahnhofs „Dortmund-Signal-Iduna-Park“, der sogar früher „DO-Westfalenhalle Bf.“ heiß. Sein Namensgeber ist das als Signal-Iduna-Park bezeichnete Westfalenstadion, das Heimspielstätte des BVB 09 Borussia Dortmund ist. Die dem Bahnhof nächstgelegene Stadtbahnhaltestelle ist allerdings die Haltestelle „Stadion“, welche nur von Einsatzfahrten bedient wird; sie liegt nur etwa 400 m nördlich des Regionalbahnhofs.
Allerdings böte der Regionalbahnhof einiges an Umsteigemöglichkeiten von den Stadtbahnlinien U45 und U46 in die Regionalzüge ins Umland. Zwar kann man auch am Hauptbahnhof umsteigen, doch das geht dort nur in die U45, und das Gebiet dazwischen ist nur durch Umwegfahrten über den Hauptbahnhof erreichbar, die die Anreisezeit um mindestens 10 Minuten erhöhen könnten. Daher möchte ich vorschlagen, den Regionalbahnhof „Signal-Iduna-Park“ zum Umsteigeknoten von U45 und U46 zu den Nahverkehrszügen zu entwickeln.
Bei dem Vorschlag des Umsteigebahnhofs sollte über den Tellerrand geschaut werden. Gerade der Busbahnhof Brünninghausen samt angrenzender Hochhaussiedlung, der 1,3 km südlich des Bahnhofs „Signal-Iduna-Park“ liegt, bietet genügend Potential, die Stadtbahn noch um diese 1,3 km weiter nach Süden zu verlängern. Ulrich Conrad hat dies in seinen Vorschlag aufgenommen. Auch kann die RB52-Strecke bei Verlängerung der Stadtbahn in eine Stadtbahn nach dem Karlsruher Modell weiter entwickelt werden. Zudem ist beginnt bereits östlich der U49 die Entwicklungsfläche Phoenix-West, die sich gut durch eine Stadtbahn-Stichstrecke von der U49 erschließen könnte. Da in auf Stammstrecke I (U41, U45, U47, U49: DO-Leopoldstraße – DO-Hbf – DO-Stadthaus S – DO-Markgrafenstraße) nur schwer eine weitere U-Bahn-Linie passt, wäre eine solche Verlängerung als U46 vorzusehen, die dann über den Remydamm führe und per Gleisdreieck am Westfalenpark in die U49 mündete. Bei einem Umsteigebahnhof am Signal-Iduna-Park müsste die U46 parrallel zur Eisenbahn bis zur U49 trassiert werden. Solche Anschlussstrecken sind im Vorschlag grau eingezeichnet.
Aufgrund der angedachten Anschlussstrecken bietet sich eine Strecke über den Parkplatz C2 gut an. Sie soll höhengleich auf die Ardeystraße anschließen können, jedoch höhenfrei an die RB52 und die U49 auf der B54 anschließen. Der Parkplatz C2 würde entsprechend verkleinert. Die Verlängerung der Stadtbahnen von der Haltestelle „Stadion“ zum Bf Signal-Iduna-Park ist pro Richtung durchschnittlich 325 m lang. Die Stadtbahnhaltestelle liegt dann direkt neben dem Richtungsgleis der Nahverkehrszüge nach Dortmund Hbf.
Bei einer Verlängerung der Stadtbahn nach Brünninghausen muss allerdings der Bahnsteigzugang von der Ardeystraße zu den Zügen in FR: Dortmund Hbf umgebaut werden. Fahrgäste sollen dabei die Stadtbahn an einem Bahnübergang queren und dann den neuen Zugang erreichen, der über einen weiteren Bahnübergang die Stadtbahnen in Richtung Innenstadt erreicht; ein dritter Bahnübergang verbindet die Stadtbahnhaltestelle mit einem zusätzlichen Fußweg zur Ardeystraße, damit Fahrgäste die Stadtbahnen auch mit einfacher Stadtbahnquerung (also nur durchen einen Bahnübergang) erreichen können. Vom Stadtbahnzugang südlich des Stadtbahn-Bahnsteiges führen dann Treppen und Aufzüge neu zum DB-Bahnhofs-Bahnsteiggleis FR: Dortmund Hbf.
Man muss berücksichtigen, dass gerade bei Heimspielen von Borussia Dortmund eine solche Verlängerung von hohen Fußgängerströmen gekreuzt würde. Also müssen auch die Fußgängerwege im Bereich der Verlängerung umgebaut werden. Daher schlage ich einen neuen Fußweg zwischen dem Turnerweg und dem Bolmker Weg sowie eine neue Fußgängerbrücke „Bolmker Weg“ über die Stadtbahngleise vor.
Die eben beschriebenen Infrastrukturmaßnahmen können auch eine Ebene höher als die Ardeystraße geplant werden, wobei die dann auch von einem Gleisdreieck überspannt würde und südlich am Max-Planck-Gymnasium eine Rampe bekommen würde. Voraussetzung hierfür ist eine ausreichende Entwicklungslänge für Stadtbahnrampen an der Haltestelle Stadion, doch diese ist südlich der Haltestelle „Stadion“ vorhanden: 100 m für 4 m Höhenunterschied, um Fußgänger durchzulassen und 150 m für 6 m Durchfahrtshöhe, was an der Ardeystraße sein muss. Zwischen den Bahnsteigen der Haltestellen „Stadion“ und „DO-Signal-Iduna-Park Bf“ liegen mindestens 200 m, allerdings führt der Bau der Rampen zur Stilllegung der Wendeschleife an der Haltestelle „Stadion“. Die Stadtbahn eine ebene Höher als die Ardeystraße zu trassieren bietet die Vorteile, dass erstens weder der Bolmker Weg noch der Schwimmweg noch der Parkplatz C2 noch der DB-Bahnsteigzugang in FR: Dortmund Hbf noch die SÜ Ardeystraße (am Bahnhof DO-Signal-Iduna-Park) umgebaut werden müssen, zweitens die Stadtbahnen nicht höhengleich über Bahnübergänge, sondern höhenfrei über Treppen und Aufzüge von den Fahrgästen erreicht werden, und drittens auch die Ardeystraße höhenfrei queren und somit den MIV dort weniger stören; aber es bietet den großen Nachteil, dass diese kleine Verlängerung sehr kostspielig wird und somit nur einen geringen NKQ erzielt.
Weil bei einer Verlängerung eine Ebene höher die Wendeschleife am Stadion wegfällt, muss eine alternative Kehrmöglichkeit geschaffen werden. Auf der Ardeystraße ist diese aus Platzgründen nicht möglich. Deswegen wird eine Kehranlage an der möglichen Ostverlängerung nach Phoenix-West/RB52-Strecke errichtet. Diese ist provisorisch dreigleisig und nach der Verlängerung eingleisig, da die äußeren Gleise bei der Streckenverlängerung zu Durchfahrgleisen werden; das Kehrgleis in Mittellage wird daher auch beidseitig von zwei Weichen erschlossen, um auch einen Gleiswechsel zwischen den äußeren Gleisen zu ermöglichen. Die Errichtung der Kehranlage ist nötig, um Einsatzzüge weiterhin zum Stadion fahren zu lassen. Außerdem dient es bei Verlängerung der U45 und U46 in zunächst nur einer Richtung (Brünninghausen/Phoenix-West/RB52) der nicht zu verlängernde Linie als Endpunkt.
Letzendlich müssen bei dieser Verlängerung eine Ebene höher, die dreigleisige Kehranlage östlich der Stadtbahnhaltestelle „Signal-Iduna-Park Bf“ und der Gleisabzweig über der Ardeystraße östlich der Stadtbahnhaltestelle „Signal-Iduna-Park Bf“ gebau und die Rampen zur Ardeystraße in Richtung Brünninghausen baulich vorbereitet werden, d. h. alle Gleise des Gleisabzweigs werden verlegt und die Weichanlage eingebaut, jedoch die Rampen nur als Rohbau ohne Schienen errichtet.
Man kann sich fragen, warum verlängere ich die Stadtbahn nicht wie Ulrich Conrad einfach in Hochlage ab „Westfalenhallen“ über die Ardeystraße. Nun ja das hängt zum einen damit zusammen, dass das Gleisdreick südlich der Haltestelle „Westfalenhallen“ betrieblich notwendig ist, da es die einzige Verbindung von der Stammstrecke I zur Stammstrecke II darstellt und damit die einzige Möglichkeit, die Linien U42 und U46 ins Depot zu bekommen. Prinzipiell kann es aber, wenn es nur klug teilgesperrt wird, auch beim Umbau weitergenutzt werden, jedoch müssen dann auf den Linien U46 und U45 ein bis zwei Umläufe mehr eingesetzt werden, da sie dann am Stadion enden und nicht umlaufverbunden werden können. Da ist eine Verlängerung der U45 und U46 ab Haltestelle „Stadion“ betrieblich einfacher durchzuführen. Der zweite Grund, der für die Verlängerung der Stadtbahn ab Stadion spricht, ist die kürzere Neubaustrecke; sie ist nur 325 m lang, während die Strecke auf der Ardeystraße 550 m lang ist. Stadtbahnen aus Richtung Innenstadt kommend könnten auf der Ardeystraße selbst nicht die Endstelle haben, da sich die Straße nicht von 4 auf zwei Spuren im Bereich des Stadions verschmälern lässt, sodass auch sie eine Endstelle neben der Straße bekommen müssten, vorzugsweise in nördlicher Seitenlange zum Bahnhof. Doch wie bereits oben erwähnt, sollte man bei diesem Vorschlag über den Tellerrand schauen und nicht außer Acht lassen, dass die U45 und U46 auch über den Bf. Signal-Iduna-Park weiter nach Brünninghausen, RB52-Strecke oder Phoenix-West verlängert werden könnten. Und in diesem Fall wäre die einzig sinnvolle Lage einer Stadtbahn-Haltestelle auf der Ardeystraße keine Endstelle in nördlicher Seitenlage zum Bahnhof, sondern inmitten der Ardeystraße gegenüber der heutigen Parkplatzeinfahrt des Parkplatzes C2, da sonst die Stadtbahnen in Fahrtrichtung Dortmund-Innenstadt nicht am selben Steig halten können. Jedoch ist die Haltestelle in nördlicher Seitenlage zum Bahnhof fahrgastfreundlicher, da Fahrgäste sie mit kürzeren Fußwegen erreichen können und nicht den Individualverkehr auf der Ardeystraße kreuzen müssen, und auch für die Stadtbahn betrieblich vorteilhafter, weil sie so eine bessere Vorrangschaltung hätte.
Außerdem muss bei beiden Varianten eine neue Fußgängerbrücke gebaut werden, jedoch wäre diese am Gleisdreieck deutlich länger als die am Bolmker Weg.
Somit ist die Verlängerung ab Haltestelle „Stadion“ über den Bolmker Weg womöglich kostengünstiger und auch (baustellen-)betrieblicher besser als eine Verlängerung der U45 und U46 ab dem Gleisdreieck über die Ardeystraße.
