Beschreibung des Vorschlags
Obwohl der Bereich um Flingern S sehr gut durch S- und Strassenbahnen an den ÖPNV angeschlossen ist, sind alle Linien (außer 706) auf den Hauptbahnhof ausgerichtet. Eine direkte Verbindung in die Innen-/Altstadt (Heinrich-Heine-Allee) ist nicht gegeben, was vor allem Anwohnende der Bereiche südlich/östlich von Birkenstrasse und Flurstrasse betrifft. Obwohl die topographische Distanz nicht besonders groß ist, ist die Fahrt zur Heinrich-Heine-Allee folglich nur über ungünstige Umsteigeverbindungen möglich.
Idee
Um diese Verbindung zu verbessern, schlage ich vor, eine Verbindung von der Strecke der 709 zur Wehrhahnlinie zu errichten, entweder über
- eine neue Gleisverbindung an die bestehenden Gleise der 708 an der Kreuzung Acker- und Birkenstrasse sowie zur Wehrhahnlinie an der Kreuzung Beethovenstrasse und Grafenberger Allee (Variante 708)
- oder neue Gleise entlang der Birkenstrasse ab der Kreuzung Acker- und Birkenstrasse bis zur Grafenberger Allee (Variante 709).
Eine Variante über die Strecke der Linie 706 entlang der B8 bis zur Grafenberger Allee schlage ich angesichts der Auslastung der Kreuzung Dorotheenstrasse/Grafenberger Allee und aufgrund der fehlenden Anbindung für Anwohnende südlich/östlich von Birkenstrasse und Flurstrasse nicht vor.
Beide Varianten haben gemein, dass die Verbindung zur Wehrhahnlinie stadteinwärts nur über \\\’Linksabbiegen\\\‘ möglich ist, was angesichts der Situation an den verkehrsreichen Kreuzungen ungünstig scheint. Ich vermute, dass die Variante 709 praktikabler ist angesichts des jetzt schon bestehenden Kreuzungsverkehrs an der Haltestelle Uhlandstrasse (Uhlandstrasse/Grafenberger Allee). Im Zuge der Variante 709 müssten allerdings die Stadtbahnsteige der Haltestelle Wehrhahn S in Richtung Rethelstrasse oder Worringer Strasse verschoben und je nachdem neue Haltestellen in der Birkenstrasse errichtet werden.
Aufwand
Variante 708: 2 Gleisverbindungen + neuer Bahnsteig Stadtauswärts Haltestelle Uhlandstrasse (bspw. Beethovenstrasse)
Variante 709: 2 Gleisverbindungen + ca. 350 m Gleise + Anpassung Bahnsteige Haltestelle Wehrhahn S + evtl. neue Bahnsteige in der Birkenstrasse
Der Aufwand scheint angesichts des Nutzens und gerade gegenüber Großprojekten (U81) vertretbar.
Möglicher Linienverlauf und Weiterführung
Der Aufwand scheint vor allem bei der Betrachtung von mögliche Linienverläufen großen Nutzen gegenüber zu stehen. So könnten allein auf dem Bestandsnetz bspw. eine Linie (719/U??), Bruchstrasse – Flingern S – Birkenstrasse – Wehrhahn S – Heinrich-Heine-Allee – D-Bilk – Am Steinberg, Stadtteile im Süden und Osten neu bzw. wieder an die Innen-/Altstadt anbinden. Auch die Weiterführung nach Volmerswerth oder Richtung Universität/Benrath wäre denkbar.
Käme es zum (geplanten) Ausbau des Bestandsnetzes wären auch folgende Linienführungen denkbar:
Ab D-Bilk:
- Verlängerung bis zu Universität West bzw. Universität Mitte
- Verlängerung ab Haltestelle Suitbertusstrasse oder Haltestelle Kopernikusstrasse über Südring bis zum Südfriedhof als weiterer Kreuzungspunkt zur bestehenden Linie 709 (Neuss, Unterbilk etc.), s. a.: https://linieplus.de/proposal/duesseldorf-strassenbahntrasse-ueber-den-suedring/
Ab Flingern S/Bruchstrasse:
- Verlängerungen nach Gerresheim über Bruchstrasse – Dreherstrasse – Hellweg bzw. alternativer Ringschluss zur geplanten Verlängerung U73 (Nach den Mauresköthen)
Aktuell nur schlechte Umsteigeverbindungen
Aktuell führt zwar die Linie 706 zur Schadowstrasse, allerdings ist der Linienverlauf, der als Ringbahn fungiert, sehr langwierig (11 Haltestellen, mind. 16 min) und überbrückt zudem nicht (mehr (seit Eröffnung der Wehrhahnlinie)) die Distanz von Schadowstrasse bis Heinrich-Heine-Allee ( 550 m bis Ausgang Bolkerstrasse, 7 min Fussweg). Bei der Kalkulation inklusive eines Fusswegs zu einer Haltestelle der 706 von ca. 5 min ergibt sich so eine Reisedauer von ca. 30 min.
Insgesamt ist Anbindung der Altstadt durch die Führung der verbliebenen Strassenbahnlinien an der Altstadt vorbei über Schadowstrasse (701, 705, 706) oder Graf-Adolf-Platz (704, 708, 709) sehr unpraktisch. Um dort Umsteigeverbindungen zur Heinrich-Heine-Allee wahrzunehmen, erfordert es also für die eine bzw. zwei Haltestellen, dass die vielen Meter hinab bis zu den unterirdischen Haltestellen auf sich genommen werden müssen – was ich persönlich höchst umständlich und zeitraubend finde. Wer dann zusätzlich noch auf funktionierende Aufzüge angewiesen ist, sieht sich weiteren Hürden gegenüber.
Gleiches gilt für die Umsteigeverbindungen zur Heinrich-Heine-Allee über den Haupftbahnhof (709, S-Bahnen) sowie über die Haltestelle Kettwiger Strasse.
Verbesserungswürdige Umsteigeverbindung: Linie 706 über Lindemannstrasse
Die einzige und halbwegs sinnvolle Umsteigeverbindung über die Lindemannstrasse ist aufgrund mangelnder Barrierefreiheit der Haltestellen aktuell nichts für mobilitätseingeschränkte Menschen. Zudem haben Fahrten stadtauswärts aufgrund des 10-Minuten-Takts der 706, um die letzten zwei Haltestellen bis Flingern S (oder 650 m Fussweg) zurückzulegen, oft lange Umsteigezeiten. Auch wenn der barrierefreie Umbau hier ökologisch wie ökonomisch sinnvoll ist, löst dies jedoch nicht die Situation einer direkten umsteigefreien Direktverbindung zur Altstadt
