Ein Kommentar zu “DD: Zug als Strab.-Ersatzverkehr

  1. Entlang der Königsbrücker Straße und Königsbrücker Landstraße sind verschiedene Ausbauten und Neubauten vorgesehen, die sich allerdings in komplett verschiedenen Planungsabschnitten befinden. Nur der Abschnitt Albertplatz bis Stauffenbergallee ist vollständig durchgeplant und umsetzungsbereit. Gebaut werden soll dabei von Juni 2026 bis vorraussichtlich 2029. Die Umleitungsstrecken sollen noch in diesem Herbst entsprechend ertüchtigt werden.

    Für den Abschnitt Stauffenbergallee bis Fabricestraße gibt es derzeit noch keine Vorzugsvariante, es ist also noch nicht beschlossen worden, was überhaupt gebaut werden soll. Dieser Abschnitt ist besonders herausfordernd, weil zum einen die Schulwegsicherheit der angrenzenden Schule gewährleistet werden muss und zum anderen die notwendige Kapazität für Autoverkehr und Straßenbahn geschaffen werden muss. Den Radverkehr muss man dann auch noch irgendwo unterkriegen und nördlich der Haltestelle kommt dann noch die Verschwenkung der Straßenbahn in Seitenlage.

    Dahinter haben wir dann westlich der Königsbrücker Straße noch die Erneuerung der Brücke Fabricestraße über die Bahnstrecke, die von Januar 2026 bis Februar 2027 realisiert werden soll, wobei es immer wieder zu Sperrungen der Bahnstrecke kommen wird. Die Königsbrücker Straße zwischen Magazinstraße und Stauffenbergallee muss in dieser Zeit zwingend offen bleiben, weil sie zum Ausrücken der Feuerwehr gebraucht wird.

    Der Ausbauabschnitt der Königsbrücker Straße zwischen Fabricestraße und Industriegelände ist im Grunde eine einfach Sanierung, um den Verkehrszug auf einen zeitgemäßen Standard zu bringen. Gebaut werden kann hier zwar theoretisch ab 2027, realistisch wird es jedoch später. In diesem Abschnitt liegt auch die schwer baufällige Fußgängerbrücke Industriegelände, die zeitnah erneuert werden muss. Dabei ist auch eine Modernisierung des S-Bahnhofs vorgesehen.

    Der Brückenzug der Königsbrücker Straße über die Bahngleise am Industriegelände ist ebenfalls baufällig und einsturzgefährdet, weshalb sie seit mehreren Jahren mit Sensoren überwacht wird. Die Erneuerung dieser Brücke ist ab Mitte 2027 vorgesehen. Also wenn die Brücke Fabricestraße fertiggestellt und die Umleitungsstrecke über Magazinstraße und Fabricestraße wieder nutzbar ist. Auch dabei kann es wieder zu Sperrungen der Bahnstrecke kommen.

    Das ist noch nicht alles. Die Königsbrücker Landstraße soll zwischen Karl-Marx-Straße und Arkonastraße in zwei Bauabschnitten erneuert werden. Dabei soll der nördliche Bauabschnitt Darwinstraße bis Arkonastraße im Oktober 2027 begonnen werden, weil die Straße und die Gleise dort in besonders schlechtem Zustand sind. Der zweite, südliche Abschnitt wird im Anschluss daran gebaut.

    Nun zu deinem Vorschlag. Das zugrundeliegende Konzept ist hervorragend, eine zuverlässigere und schnellere Alternative zum Busersatzverkehr wäre sehr gut. Durch den Neubau der beiden Brücken und des S-Bahnhofs am Industriegelände wird dass allerdings nicht über die gesamte Dauer der Baustelle möglich sein. Bisher wurde noch nichts dazu veröffentlicht, was für den Bahnverkehr während der Baustellen vorgesehen ist. Soll es zu mehreren kurzen Sperrungen kommen oder zu einer langen Vollsperrung? Bisher noch unklar.

    Eher nicht umsetzbar ist der Inselbetrieb der Straßenbahn im Teilnetz Klotzsche. Sowas funktioniert für zwei bis drei Wochen ganz gut, manchmal auch für zwei Monate, aber auf gar keinen Fall für drei Jahre. Wartung, Instandhaltung und Reparaturen sind dann nur möglich, wenn man die Bahnen mit dem Tieflader in die Werkstatt schafft. Schon ein Inselbetrieb für 3 Wochen steht auf wackligen Beinen, wie wir nach dem Unfall in Mickten gesehen haben.

    Also muss man mit dem arbeiten, was man zu dem Zeitpunkt hat. Das heißt Anpassung des Zugverkehrs, wie von dir vorgeschlagen, in den Zeiten, wo es möglich ist. Der Umstieg wäre dann eben zum Ersatzverkehr statt zur Straßenbahn. Zusätzlich könnte man vielleicht einen Expressbus über Hansastraße und Radeburger Straße einrichten, der den Stau auf Königsbrücker und Umleitungsstrecken umfährt. Zumindest wenn die Busse dafür ausreichen, was nicht sicher ist, weil zeitgleich auch noch an anderen Stellen gebaut wird. Zum Beispiel Nossener Brücke/Nürnberger Straße oder Hamburger Straße oder Großenhainer Straße.

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